Abartigkeiten der Konzertentwicklung

Ein Facebook-Eintrag von Schmier keineswegs nur zu abartigen Entwicklungen in der Konzetszenerie. Ich finde es übrigens gut und wichtig, dass sich Musiker zu solchen ökonomischen Zusammenhängen äußern. Schmier macht das gerne mal.

Schmier Fink
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fühlt sich sauer.


The extermination of music and culture is going ahead with big steps!
Streaming is something we had to accept- eventhough 0,002 Cent per streamed song is a joke.
Now up to 35% merch commision will make it impossible to sell your bands stuff at the festivals in the future and now FB and Instagram are shadowbanning your articles daily, zero reach and in the same time they ask if you wanna pay to reach people. Those people are the fanbase (followers) you did build over the years with hard work...
If more and more bands will give up, here is why ...
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Die Preise für Nightliner pro Tag sind dazu exorbitant gestiegen, einen 'Day Off" kann man sich quasi gar nicht mehr leisten. Dazu die Unsicherheit der Veranstalter wegen der oft schlechten Vorverkäufe.
Tankard haben es auf der letzten Tour richtig gemacht. Wechselnde. meist lokale Vorbands, 20 Euro Eintritt und vermutlich mit m Neunsitzer unterwegs.
Destruction hingegen kostete auf der letzten Tour knapp 40 Euro, dafür mit internat. halbwegs bekannten Vorbands und Nightliner.
Sowas wird vermutlich in Zukunft schwieriger werden
 
Die Preise für Nightliner pro Tag sind dazu exorbitant gestiegen, einen 'Day Off" kann man sich quasi gar nicht mehr leisten. Dazu die Unsicherheit der Veranstalter wegen der oft schlechten Vorverkäufe.
Tankard haben es auf der letzten Tour richtig gemacht. Wechselnde. meist lokale Vorbands, 20 Euro Eintritt und vermutlich mit m Neunsitzer unterwegs.
Destruction hingegen kostete auf der letzten Tour knapp 40 Euro, dafür mit internat. halbwegs bekannten Vorbands und Nightliner.
Sowas wird vermutlich in Zukunft schwieriger werden

Sicherlich wichtige, kaum beeinflussbare Kostenpunkte für eine Band. Ohne, dass ich Schmier über Gebühr interpretieren darf, ist sein Thema aber hier ein Anderes. Es geht ihm darum, dass gewisse Akteure sich immer mehr vom Kuchen auf Kosten der Bands nehmen. Wer daraus eine Anklage gegen (US-amerikanische) Großkonzerne ("fuck yeah") machen will, voilà, wahrscheinlich geben sich da die europäischen Veranstalter auch nicht viel. Ich weiß es nicht.

Generell wird es für viele Bands wohl noch stärker zum Thema werden, was man selber machen kann bzw. mit welchen Partnern man zusammen arbeiten will. Natürlich immer verbunden mit der Reichweiten-Problematik von größeren Plattenfirmen und social-media-Giganten. Fände ein Interview mit Schmier gut, in welchem er sich richtig zu solchen wirtschaftlichen Perversionen der Branche auskotzen kann.
 
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Sicherlich wichtige, kaum beeinflussbare Kostenpunkte für eine Band. Ohne, dass ich Schmier über Gebühr interpretieren darf, ist sein Thema aber hier ein Anderes. Es geht ihm darum, dass gewisse Akteure sich immer mehr vom Kuchen auf Kosten der Bands nehmen. Wer daraus eine Anklage gegen (US-amerikanische) Großkonzerne ("fuck yeah") machen will, voilà, wahrscheinlich geben sich da die europäischen Veranstalter auch nicht viel. Ich weiß es nicht. Generell wird es für viele Bands wohl noch stärker zum Thema werden, was man selber machen kann bzw. mit welchen Partnern man zusammen arbeiten will. Fände ein Interview mit Schmier gut, in welchem er sich richtig zu solchen wirtschaftlichen Perversionen der Branche auskotzen kann.
Absolut richtig, das Theater ging ja schon bei Pay To Play los, geht über Streaming (da haben sich REM mal zu dem geäussert, was ne Band bei Spotify und Co "verdient") bis zu den von Schmier genannten Punkten der (ich nenne das mal) "Schnorrer" und weiter.
Ich denke, es wird für mittelgrosse und kleine Bands fast nur noch funktionieren, wenn sie untereinander vieles wieder selbst machen. Konsequente Verweigerungshaltung aller Marktmechanismen kann man aber halt (EA80 als Extrembeispiel) nur machen, wenn man vermutlich nicht von der Musik leben muss. Letzteres wird immer schwerer. Ich weiss nicht, wie es bei Destruction ist, aber ich kann Schmier verstehen. Er hat die Arbeit und andere schnorren. Das wäre wirklich ein interessantes Thema.
 
FB and Instagram are shadowbanning your articles daily, zero reach and in the same time they ask if you wanna pay to reach people.
Eigene Homepage hilft.

Aber bei Streaming hat er natürlich recht. Wobei ich kann das garnicht abschätzen. Ich kauf halt Tonträger. Und bestenfalls kommt da 2€ pro Anhörung bei raus, wenn ich die Scheibe nur einmal höre. Oder halt auch viel weniger, je nachdem wie oft man auflegt...
 
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Eigene Homepage hilft.

Aber bei Streaming hat er natürlich recht. Wobei ich kann das garnicht abschätzen. Ich kauf halt Tonträher. Und ebsten falls kommt da 2€ pro Anhörung bei raus, wennccih die Scheibe nur einmal höre. Oder halt auch viel weniger, je nachdem wie oft man auflegt...
Ich streame auch gar nicht und nutze auch kein FB, Twitter, Spotify und wie der Kram alles heisst, ich befürchte aber, dass wir inzwischen ne Minderheit sind
 
Wobei 0,00002€ po Song echt wenig ist. Wenn man beim Albenkauf von 1€ pro Song ausgeht, müsste man die Scheibe 50000x mal hören.

Selbst 5000x (ging zuerst von 0,002€ aus) sind utopisch. Außer vielleicht bei den Top Alben, die ich seit frühester Jugend kenne...
 
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Wobei ich nicht weiß, wo Schmier die Zahl her hat. Deckt sich nicht mit dem, was man online so findet, wenn man sucht.
Selbst wenn es um 1-2 Zehnerpotenzen falsch ist, macht das wenig an der Aussage aus. Früher haben auch Leute das Album gekauft, die nur eine kurze Metalphase hatten oder halt nur cool sein wollten, als es in war. Heute hören die den Titelsong ein paar Mal und gut ist. Zudem gibt es viel mehr Bands. Da kommt halt nichts rum....

Ich glaube, man muß sich langfristig von der Idee verabschieden, das Bands in Destructions Liga von der Musik leben könnne.
 
Leute, kauft Platten und CDs, da bleibt doch hoffentlich deutlich mehr bei den Künstlern hängen als beim streamen...
Geht auf Konzerte, da bleibt sicher am meisten hängen. Ich nehme da meistens noch ein Shirt mit, sofern Preis zumutbar. CDs kaufe ich sicher keine mehr, Vinyl auch nur noch wenn der Preis passt.
Musik höre ich zu 80% im Auto, beim Sport und an der Arbeit, da geht über Streaming nun mal nichts drüber.
 
Natürlich sind die Centwerte unzumutbar, aber ich wäre ja trotzdem bereit ein vielfaches für mein Spotify Premiumabo zu zahlen, derzeit sind das lächerliche 10€ monatlich! Wie soll das funktionieren?
 
Natürlich sind die Centwerte unzumutbar, aber ich wäre ja trotzdem bereit ein vielfaches für mein Spotify Premiumabo zu zahlen, derzeit sind das lächerliche 10€ monatlich! Wie soll das funktionieren?
Ja.
Würde auch mehr bezahlen, wenn da nicht dieses ungute Gefühl wäre das es am Ende doch nicht da ankommt wo es hin soll, da ja im Verhältnis zu Hörungen bezahlt wird.

Also eher so ein "wer hat, dem wird gegeben" Prinzip.

Leider
 
Abartig: habe bei Desaster 12€ für die CD und genauso viel beim Shirt bezahlen. Weiß noch wie ich bei meinem ersten Konzert 20 Mark für ein Shirt bezahlt habe, das ist schließlich weniger.

Ne, im Ernst, im Underground ist es alles im grünen Bereich, darüber hinaus wird es teils haarsträubend. Tickets über 100€, Shirts für 50 und das Bier für 6,20€...
 
Ja.
Würde auch mehr bezahlen, wenn da nicht dieses ungute Gefühl wäre das es am Ende doch nicht da ankommt wo es hin soll, da ja im Verhältnis zu Hörungen bezahlt wird.

Also eher so ein "wer hat, dem wird gegeben" Prinzip.

Leider
Richtig, es würde einige Leute reicher machen, die kleinen und mittelgrossen Künstler aber hätten gar nichts davon.
Ich kauf dann lieber CDs und Vinyl. Allerdings immer in dem Wissen, dass Künstler in der Grössenordnung von zb den genannten Destruction vermutlich nicht von ihrer Musik leben werden können, wie @Necrofiend richtig schreibt, sondern dass die Musik Hobby sein wird, man wahlweise x Projekte als Berufsmusiker benötigt, nebenbei in Coverbands auf Stadtfesten spielt (machen einige), man Unterricht gibt uswusw. Oder dass nur einer in der Band davon halbwegs leben kann und die anderen bezahlt, aber selbst das dürfte im mittleren Bereich eng werden für kommende Musikergenerationen ohne dicken Backkatalog, der beständig abverkauft.
 
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