Allgemeiner Bücher-Thread

Tolles, wenngleich bedrückendes Buch, ja.
Hast Du schon mehr von ihm gelesen?
Wenn nicht, kann ich Dir diesen Autor insgesamt wärmstens ans Herz legen! Leider vor, ich glaub, 2 Jahren gestorben. Seine Bücher sind fast durchweg, wenn auch thematisch ganz verschieden, so doch immer von extremer Ausweglosigkeit und Düsternis durchwebt, aber sehr nah und intensiv geschrieben!
Kenne bisher nur den Film zu "No Country for old men". Der ist aber auch großartig.
 
Sehe ich nicht so.

"Blood Meridian" habe ich (neben James Joyce' "Ulysses") als eines von zwei Büchern jemals abgebrochen (jedenfalls, soweit ich mich erinnere), weil es vom Schreibstil unerträglich exzentrisch war. Schön für den Feuilletonisten, der sich daran erfreuen mag, ich fand's beschissen.
Kenne das Buch nicht aber ich denke "The Road" geht da in eine gänzlich andere Richtung.
 
Neu auf dem "zu Lesen"-Stapel:

The Magus & Aris Shock: The Serpent &t The Pentagram. The Official Chronicles of Necromantia, Pagan Records 2023.

Die ersten Kapitel schon gelesen; kurzweilige und informative Zeitreise durch die Geschichte von Necromantia entlang der Veröffentlichungen der Band.
Dazu ein Kapitel zu den anderen Wegbegleitern der frühen Griechen-Szene (Rotting Christ, Varathron, Thou Art Lord), Kapitel zu den anderen Betätigungsfeldern des Magus
(N.A.O.S., Diablolos Rising etc.), dazu Anekdoten von befreundetetn Musikern.
Das ganze in einem schon aufgemachten, gut gebundenen Buch. Einzig der Preis von gut 35 EUR ... aber gut, das Ding ist halt wirklich kein billig zusammengeleimtes Paperback, also
alles in allem value for money.
Für Fans sowieso.

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Lese gerade das hier: Matthew M. Bartlett - "Music of the Moldering / If It Bleeds" .

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Zwei kurze, miteinander verwobene Horror-Geschichten.
Die erste gefiel mir ganz gut, ist nicht sooo originell, aber stimmungsvoll und knackig-dreckig geschrieben.
Die zweite finde ich bisher zu zerfahren und pulpig. Man hat auch den Eindruck, dass sich die Idee mit der ersten Geschichte erschöpft hat und nun einfach framemntarische Ideen dazugeworfen werden.
Es ist nicht schlecht und ich lese es noch fertig (ist eh saukurz, haha, ich komme ja nur nie zum Lesen, daher zieht sich selbst so ein Buch, das man an einem Tag durchlesen könnte, über mehrere Tage). Aber es ist ein bisschen so, als würde man "The Shining" anschauen (die Klasse wird allerdings bei weitem nicht erreicht), und danach dann noch einen zweiten Teil, der eher aus blutrünstig-trashigen Episodenfilmen besteht.

Also: kann man lesen, ist nicht übel. Aber großartig nun auch nicht.
 
Lese gerade das hier: Matthew M. Bartlett - "Music of the Moldering / If It Bleeds" .

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Zwei kurze, miteinander verwobene Horror-Geschichten.
Die erste gefiel mir ganz gut, ist nicht sooo originell, aber stimmungsvoll und knackig-dreckig geschrieben.
Die zweite finde ich bisher zu zerfahren und pulpig. Man hat auch den Eindruck, dass sich die Idee mit der ersten Geschichte erschöpft hat und nun einfach framemntarische Ideen dazugeworfen werden.
Es ist nicht schlecht und ich lese es noch fertig (ist eh saukurz, haha, ich komme ja nur nie zum Lesen, daher zieht sich selbst so ein Buch, das man an einem Tag durchlesen könnte, über mehrere Tage). Aber es ist ein bisschen so, als würde man "The Shining" anschauen (die Klasse wird allerdings bei weitem nicht erreicht), und danach dann noch einen zweiten Teil, der eher aus blutrünstig-trashigen Episodenfilmen besteht.

Also: kann man lesen, ist nicht übel. Aber großartig nun auch nicht.

Alter, was für ein tierischer Titel ist denn "Music of the Moldering" bitte? Da ärgert man sich ja schon wieder, dass man nicht selber nicht draufgekommen ist. Muss ich mir mal ankieken. Und das Cover sieht so herrlich pulpig aus, das würde ich mir glatt an die Wand hängen.
 
Alter, was für ein tierischer Titel ist denn bitte "Music of the Moldering" bitte? Da ärgert man sich ja schon wieder, dass man nicht selber nicht draufgekommen ist. Muss ich mir mal ankieken. Und das Cover sieht so herrlich pulpig aus, das würde ich mir glatt an die Wand hängen.

Ich sag mal: der Name ist gewissermaßen Programm :cool:
Ja, schau's dir mal an, ich finde es wie gesagt nicht überragend, aber gut ist's schon! Und immer nur "überragend" tut ja auch niemandem gut. Ich habe keine Ahnung, ob der auch noch was anderes geschrieben hat, mehr als das kenne ich bisher nicht.
 
Ich sag mal: der Name ist gewissermaßen Programm :cool:
Ja, schau's dir mal an, ich finde es wie gesagt nicht überragend, aber gut ist's schon! Und immer nur "überragend" tut ja auch niemandem gut. Ich habe keine Ahnung, ob der auch noch was anderes geschrieben hat, mehr als das kenne ich bisher nicht.

Ich habe gerade mal nachgeblättert. Der scheint recht produktiv zu sein. Und wenn es pulpig ist, dann ist es genau mein Beuteschema. Das mag ich gerade bei simplen Horror-Storys sehr gerne.
 
Hey, bei Bartlett kann ich was beitragen!

Hab vor geraumer Zeit mit ziemlichem 'Genuss' seine Sammlung "Gateways to Abomination" gelesen:

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Bin gerade zu faul, das im Detail zu beschreiben, aber es sind meist sehr kurze 'Geschichten', teils auch eher Fragmente, die aber alle einen gewissen Zusammenhang haben. Ziemlich cool, teils schön verstörend. Fand ich schon richtig gut.

Dummerweise habe ich mir dann aber auch noch die deutlich (!) umfangreichere Nachfolge-Sammlung "Creeping Waves" zugelegt, die quasi noch viel, VIEL mehr davon bietet. Und da ist mir bewusst geworden, dass ich so viel davon wohl eher nicht brauche. Keine Ahnung, ob ich den Band je komplett durchlesen werde. Aber wie gesagt, "Gateways to Abomination" würde ich ganz klar empfehlen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe gerade mal nachgeblättert. Der scheint recht produktiv zu sein. Und wenn es pulpig ist, dann ist es genau mein Beuteschema. Das mag ich gerade bei simplen Horror-Storys sehr gerne.
Ich hingegen habe es lieber, wenn es nicht ganz so deutlich gory ist, sondern mehr in der Andeutung verbleibt und man sich die fehlstellen in seinem Kopf ausmalt, da wird es noch düsterer als bei expliziter Schilderung.
Das ist mir hier da ein bisschen zu viel, aber wie gesagt: in einem immer noch insgesamt guten Rahmen. Zuletzt las ich halt Laird Barron, da gibt es eine gewisse Fallhöhe.
 
Hey, bei Bartlett kann ich was beitragen!

Hab vor geraumer Zeit mit ziemlichem 'Genuss' seine Sammlung "Gateways to Abomination" gelesen:

51t61GKn5ZL.jpg


Bin gerade zu faul, das im Detail zu beschreiben, aber es sind meist sehr kurze 'Geschichten', teils auch eher Fragmente, die aber alle einen gewissen Zusammenhang haben. Ziemlich cool, teils schön verstörend. Fand ich schon richtig gut.

Dummerweise habe ich mir dann aber auch noch die deutlich (!) umfangreichere Nachfolge-Sammlung "Creeping Waves" zugelegt, die quasi noch viel, VIEL mehr davon bietet. Und da ist mir bewusst geworden, dass ich so viel davon wohl eher nicht brauche. Keine Ahnung, ob ich den Band je komplett durchlesen werde. Aber wie gesagt, "Gateways to Abomination" würde ich ganz klar empfehlen.

Der Titel klingt wie eine Morbid Angel-Best Of :D
 
Ich hingegen habe es lieber, wenn es nicht ganz so deutlich gory ist, sondern mehr in der Andeutung verbleibt und man sich die fehlstellen in seinem Kopf ausmalt, da wird es noch düsterer als bei expliziter Schilderung.
Das ist mir hier da ein bisschen zu viel, aber wie gesagt: in einem immer noch insgesamt guten Rahmen. Zuletzt las ich halt Laird Barron, da gibt es eine gewisse Fallhöhe.

Gegen Laird Barron können aber auch so ziemlich alle einpacken. Ich glaub, ich hab hier in der Vergangenheit schon seitenweise von dem geschwärmt, also trete ich mal lieber auf die Bremse.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sehe ich nicht so.

"Blood Meridian" habe ich (neben James Joyce' "Ulysses") als eines von zwei Büchern jemals abgebrochen (jedenfalls, soweit ich mich erinnere), weil es vom Schreibstil unerträglich exzentrisch war. Schön für den Feuilletonisten, der sich daran erfreuen mag, ich fand's beschissen.
Einmal habe ich bei McCarthy leider auch ins Klo gegriffen. Ich hatte ursprünglich (jeweils vor den Verfilmungen) "The Road" und "No Country For Old Men" gelesen. Fand beide gut.
Dann vor ein paar Jahren wagte ich mich an "The Border Trilogy" heran. War etwas zu mutig, denn das waren natürlich gleich drei Romane auf einen Schlag. Sehr durchwachsen, war mehrfach kurz vor einem Lektüreabbruch (obwohl ich das fast nie mache), letztlich durchgekämpft, aber puh. Schon wieder zu lange her, um meine Kritik zu konkretisieren, aber ich kann auch nur davor warnen, pauschal alle McCarthy-Romane zu empfehlen.
 
Einmal habe ich bei McCarthy leider auch ins Klo gegriffen. Ich hatte ursprünglich (jeweils vor den Verfilmungen) "The Road" und "No Country For Old Men" gelesen. Fand beide gut.
Dann vor ein paar Jahren wagte ich mich an "The Border Trilogy" heran. War etwas zu mutig, denn das waren natürlich gleich drei Romane auf einen Schlag. Sehr durchwachsen, war mehrfach kurz vor einem Lektüreabbruch (obwohl ich das fast nie mache), letztlich durchgekämpft, aber puh. Schon wieder zu lange her, um meine Kritik zu konkretisieren, aber ich kann auch nur davor warnen, pauschal alle McCarthy-Romane zu empfehlen.

Die Border-Trilogie gefiel mir allerdings total gut :)
Bei Cormac McCarthy ist meine Erfahrung: schwierig zu lesen, oft lange Gedankenströme, "blumige" (trifft's nicht richtig) Sprache, und oft brauchen die Stories sehr lange, um in Fahrt zu kommen.
Aber dann rollen die gewaltig an!
 
Die Border-Trilogie gefiel mir allerdings total gut :)
Bei Cormac McCarthy ist meine Erfahrung: schwierig zu lesen, oft lange Gedankenströme, "blumige" (trifft's nicht richtig) Sprache, und oft brauchen die Stories sehr lange, um in Fahrt zu kommen.
Aber dann rollen die gewaltig an!
Normalerweise mag ich es auch, wenn sich eine Geschichte langsam entwickelt (bin vor allem beim Lesen sicher kein "Action-Junkie"), ist ja gerade die Stärke von Büchern gegenüber Filmen. Aber in dem Fall hat es bei mir einfach nicht gepasst, habe zu der Story die meiste Zeit über keinen rechten Draht gefunden. Machste nichts. Mal schauen, ob ich es irgendwann nochmal mit einem weiteren McCarthy-Roman versuche, vorerst aber nicht.
 
Ich hau hier mal drei Empfehlungen raus, die ich durch den Gastlandauftritt der Niederlande & Flanderns auf der Leipziger Buchmesse kennengelernt habe.

Gaea Schoeters – Trophäe

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Ein reicher amerikanischer Großwildjäger und höchst unsympathischer Protagonist möchte in Afrika die „Big Five“ vervollständigen, also die Jagd nach Elefant, Nashorn, Büffel, Leopard und Löwe. Das klappt nicht, aber er bekommt stattdessen die „Big Six“ angeboten – die Jagd auf einen Menschen…

Ein packender Roman, der die Spannung kontinuierlich hochhält und ganz nebenbei noch Fragen nach Ethik, Moral und westlicher Ignoranz verhandelt.


Giijs Wilbrink – Tiere

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Eine tragische Geschichte über eine Familie eines niederländischen Dorfs. Protagonistin ist die Tochter, nach ihrem Schulabschluss aus dem tristen Heimatdorf in die Großstadt geflohen ist und dort ziemlich erfolglos Kunst studiert und in Punkschuppen abhängt. Als sie die Nachricht erhält, dass ihr Vater verschwunden ist, kehrt sie zurück in die Heimat. Um ihren Vater zu finden, muss sie sich mit der Historie ihrer Familie auseinandersetzen, von der sie, wie sie feststellt, erschreckend wenig weiß.

In diesem Roman stimmt alles: Tolle, facettenreiche Charaktere, eine stimmungsvolle Atmosphäre, die in der Trostlosigkeit der flachen urbanen Landschaft immer wieder Lichtblicke zu Tage fördert, eine spannende Geschichte mit furiosem Finale.


Raoul de Jong – Jaguarmann

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Der Autor lernt erst mit Ende zwanzig seinen surinamischen Vater kennen – ein einschneidendes Erlebnis, das ihn auf die Reise (im buchstäblichen und übertragenen Sinn) nach seinen Wurzeln schickt. Hier verschwimmen autobiographisches Sachbuch und Fiktion zu einem witzig-nachdenklichen Abenteuer. Super unterhaltsam geschrieben mit herrlicher Selbstironie machen das Lesen zu einem kurzweiligen Vergnügen, bei dem man obendrein noch eine Menge über Surinam und die niederländische Kolonialismusvergangenheit lernt. Ein großartiges Buch!
 
Ich erlaube mir, hier etwas Werbung zu machen und hoffe, dass das okay ist. Meine Frau hat ein Buch geschrieben, genauer gesagt einen Krimi mit viel Lokalkolorit. Er wird beim Th. Gut Verlag voraussichtlich Ende Juni erscheinen. Am 27. Juni abends findet in der Buchhandlung Chez nous in Zürich Wipkingen eine Vernissage statt und am 11.7. wird es in Rüti im Buchzentrum eine weitere Lesung geben. Wer vorbeikommen möchte, ist natürlich herzlich willkommen!
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Mehr dazu hier:

Und weitere Infos hier: https://esther-rein.ch/

Wir sind beide etwas aufgeregt und ich freue mich sehr über das Buch und dass meine Frau sogar einen Verlag dafür gefunden hat. :)
Ist heute angekommen. Prolog kurz gelesen. Jetzt muss ich Zeit für den Rest finden. Freu mich auf jeden Fall schon.

Spannend, finde ich dass ihr Tactica Games kennt. Bin dort vor deren Umzug mit meinen Kindern öfters mal gewesen und hab mir dort viele Tipps zum bemalen meiner Minis geben lassen.
 
Im August erwartet uns die deutsche VÖ von Boys in the Valley von Philipp Fracassi
im Buchheim Verlag:

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Der Exorzist trifft auf Herr der Fliegen in Boys in the Valley, einer brillanten Coming-of-Age-Geschichte von Philip Fracassi.
Horror der alten Schule.« -Stephen King

Best Horror Book of 2023! -Esquire

»Eine überragend gruselige Geschichte.« -Library Journal, STARRED Review

St. Vincent's Waisenhaus für Jungen, Anfang des 20. Jahrhunderts, in einem abgelegenen Tal in Pennsylvania.

Unter den wachsamen Augen mehrerer Priester lernen, arbeiten und beten hier dreißig Jungen. Peter Barlow, der als Kind durch einen grausamen Mord zum Waisen wurde, hat sich hier ein neues Leben aufgebaut, Freunde gefunden … eine Familie.

Dann, mitten in einer stürmischen Nacht, sucht eine Gruppe Männer Zuflucht im Waisenhaus. Einer von ihnen ist schwer verletzt, okkulte Symbole sind in sein Fleisch geritzt. Sein Tod setzt ein uraltes Übel frei, das sich wie eine Krankheit ausbreitet und St. Vincent's infiziert. Bald beginnen die Jungen sich anders zu verhalten und Gruppen zu bilden.

Andere tauchen tot auf.

Bald müssen sich Peter und diejenigen, die ihm am Herzen liegen, für eine Seite entscheiden, denn jeder von ihnen weiß, dass sein Leben - und vielleicht seine ewige Seele - in Gefahr ist.

Bestellbar hier :https://www.buchheim-verlag.de/philip-fracassi-boys-in-the-valley.html
 
Ist heute angekommen. Prolog kurz gelesen. Jetzt muss ich Zeit für den Rest finden. Freu mich auf jeden Fall schon.

Spannend, finde ich dass ihr Tactica Games kennt. Bin dort vor deren Umzug mit meinen Kindern öfters mal gewesen und hab mir dort viele Tipps zum bemalen meiner Minis geben lassen.
Ah cool! Bin gespannt wie Du es finden wirst.

Ich habe früher in Seebach gewohnt, Tram Felsenrainstrasse in dem grauen Hochhaus da. Auf dem Weg zum Bahnhof Oerlikon kamen wir immer daran vorbei und waren fasziniert. Wir kennen diese Welt halt gar nicht und fragten uns immer, was die Leute darin wohl machen (und ehrlich gesagt weiss ich darüber heute auch nicht viel mehr). Meine Frau hat dort angefragt, ob sie mal vorbeikommen kann, um Ideen für das Buch zu sammeln, und ist dann hin, um sich ein Turnier anzuschauen.
 
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