Ambient / Dungeon Synth / Noise etc.

Dieses Thema im Forum "NO CLASS - Alternative & Indie" wurde erstellt von deleted_424, 21. September 2014.

  1. Bulletrider

    Bulletrider Till Deaf Do Us Part

    Einsiedler und Wild_Healer gefällt das.
  2. giant squid

    giant squid Till Deaf Do Us Part

    Einer der Gitarristen von Arctic Sea Survivors (auch mit unter anderem Trollskogen im Black Metal unterwegs),
    hat im ertsen Lockdown seiner alten Liebe zu Ambient/Drone/Soundscapes gefröhnt und dabei ist das rausgekommen

    https://nachtjaeger.bandcamp.com/

    Nachtjäger.

    Mir gefällt es extrem gut und das sag ich nicht nur weil ich ihm band- und feundschaftlich verbunden bin
     
  3. G0ri

    G0ri Till Deaf Do Us Part

    Rote Asche - Isolation Hunger

    [​IMG]

    ___

    Bandcamp: https://roteasche.bandcamp.com/releases
    YouTube: https://www.youtube.com/embed/sNIzqcb_VoQ

    01. Kopfterror
    02. Leichter Schauer
    03. Konsequentes Zittern
    04. Der Wind hat mir ein Lied erzählt
    05. Wo warst du gewesen--¿¿¡¡¡!!!!!
    06. Isolation Hunger
    07. Tom Petty Never Knows

    Das Album von @Jenny Death und mir ist heute in die Welt geschossen worden. Musikalisch gesehen wurde ich vorher nie so krass gefordert, wie in der Zusammenarbeit mit ihm. Es gab keine Fahrtrichtung, es zählte das Experiment. Am Ende wurde daraus wohl ein Mischmasch aus Noise, Ambient, Black Metal & Wasweissich, ihr könnt das ja für euch selbst ausmachen.

    Wünsche euch eine gute Reise!

    @Escobar, @Iron Ulf, @Dämonentreiber *Ping* ;)
     
  4. avi

    avi Till Deaf Do Us Part

    Ziehs mir gerade rein. Boah, das ist echt brutal! Hätte ich einen harten Trip oder eine Nahtoderfahrung oder sowas, wäre das wohl der passende Soundtrack...!
    :top:
     
    G0ri und Long Distance Runner gefällt das.
  5. giant squid

    giant squid Till Deaf Do Us Part

    Ich habs mir mal spontan auf Bandcamp gekauft und werds mir morgen für die Lockdown-Winterwanderung auf den MP3-Player knallen...
    bin nicht weniger als sehr gespannt
     
    Jenny Death und G0ri gefällt das.
  6. Iron Ulf

    Iron Ulf Moderator Roadcrew

    Ihr seid ganz schön genial-kaputte Freaks. Nicht auszumalen, ihr würdet auch noch saufen und Drogen nehmen! Wie? Macht ihr? Ja, umso besser. Gratulation zu diesem so packenden, wie hochgradig weirden und zerstörerischen Abfuck. Das ist Ritualmusik, wenn das Ritual darin besteht, den dunklen Mächten ihre Menschenopfer mittels Massenkarambolagen und konzertierten Flugzeugabstürzen über Millionenstädten darzubringen. Ja, auch Zärtlichkeit liegt darin verborgen und Andacht. Vor allem aber Rote Asche...!
     
  7. G0ri

    G0ri Till Deaf Do Us Part

    Danke für eure Unterstützung und euer Interesse! Ulf'sche Umschreibungen sind einfach immer die Besten!
     
  8. Bulletrider

    Bulletrider Till Deaf Do Us Part

    Wirklich nur für ganz bestimmte Momente geeignet, aber schon ganz geil. Erinnert mich u.A. an Dead Man's Hill.
     
    G0ri gefällt das.
  9. G0ri

    G0ri Till Deaf Do Us Part

    Jenny kann euch etwas besser was über die Scheibe sagen, da er fast alle Samples auf der Scheibe erstellt hat und wird denk ich auch hier bei Zeiten noch ein paar Worte dazu verlieren.

    Ich hätte noch hinzuzufügen, dass es mein Ziel war, die Scheibe einerseits sehr hoffnungslos, aber andererseits sehr wütend und bestialisch klingen zu lassen. Einfach wie der Kampf gegen das eigene Gewissen, einen Strudel aus dem man nur schwer rauskommt. Momente des Ausbruchs münden in Momente der Hilflosigkeit und umgekehrt. Der Schlusstrack ist für mich die komplette Essenz dessen, was ich mit dem Album ausdrücken wollte. Stellenweise war das schon eine ziemliche "Katharsis". Beim letzten Schrei des Titeltracks bin ich sogar fast umgekippt.

    Will das Ganze hier aber nicht unnötig aufbauschen. Ihr könnt euch aber sicher sein, dass das absolut keine Show ist die ich hier machen will. Das war wirklich so. Ich habe viel gelernt im Werdeprozess, einfach weil ich mich bisher noch nie so ausleben konnte. Es kam nie auch nur ein einziger Kommentar von dem einen gegen den anderen, dass hier auch irgendwas nicht passt oder Fehl am Platze sei. Das war eine unbeschreibliche Freiheit die Jenny mir da geboten hat und es tat gut, sich dahingehend mal richtig ausleben zu können.

    Ich verarbeitete mit dem Teil also ein paar "Kopfleichen". Und ich möchte das auch unbedingt weiter führen. Wir werden weiter machen, seid euch da sicher. Und wenn das nächste Teil ein pures Dancehall Album wird, dann ist es halt so.

    Das wars von meiner Seite noch dazu. :)
     
  10. subcomandante

    subcomandante Till Deaf Do Us Part

    Nicht übel. So 'ne Mischung aus frühe NWW, Merzbow und Ildjarn, die wollte ich eh schon immer mal hören...
     
    Jenny Death, G0ri und avi gefällt das.
  11. aks

    aks Till Deaf Do Us Part

    Ich habe es tatsächlich geschafft, das komplett anzuhören. Sehr anstrengend und jetzt brummt mir der Schädel. Definitiv nichts zum Entspannen. Einen zweiten Durchgang kriege ich allerdings nicht mehr hin. Ich geh jetzt Clutch hören.
     
  12. G0ri

    G0ri Till Deaf Do Us Part

    :D
    Sorry :(
    Soll ja auch nicht. ;)
    Nicht so schlimm!
    Viel Spaß!
     
    aks gefällt das.
  13. Bulletrider

    Bulletrider Till Deaf Do Us Part

    Iron Ulf gefällt das.
  14. Iron Ulf

    Iron Ulf Moderator Roadcrew

    Genau die richtige Art von Dungeon Synth, um nebenbei zu schreiben, ohne dass einem ständig einer irgendwelche anderen Gedanken in die Birne singt oder raunt oder auch nur hineinmusiziert. Was wahrscheinlich nicht gerade nach einem Kompliment klingt, zugegeben. Aber ein Aspekt, der mich an Dungeon Synth insgesamt sehr fasziniert, ist die ereignisarme Form schlichter Erzählung, die einen Song mittels einfachster, ja, skizzenhafter Mittel nahezu begehbar macht und die so vermessenen Szenarien dabei zugleich offen hält. Je nachdem, worauf ich den Fokus lege, funktioniert diese Musik als schwärendes und nahezu naturalistisch im Hintergrund rauschendes Klanggedicht, wie ich mich auch vollkonzentriert dort hineingeben kann und in dem minimalistischen, kargen und dabei in den gelungensten Momenten so wirkmächtigen Sog versinke...!
     
    Bulletrider gefällt das.
  15. progge

    progge Deaf Dealer

    Bulletrider gefällt das.
  16. avi

    avi Till Deaf Do Us Part

    Über den Bandcampfeed bin ich auf EFFLUVIUM gestoßen - Tags und Cover deuteten auf halbwegs generischen Dungeon Synth hin, aber der Titel des just erschienenen Werks "Symphony No.2" hat mich dann doch aufhorchen lassen.
    Und in der Tat wird hier mit dem Instrumentarium des Dungeon Synth ein durchkomponiertes klassisches Werk erschaffen, mit Motivwechseln, Spannungsbögen, nicht zu schöngeistigen Melodien und allem, was dazugehört. Der erste Teil "Symphony No. 1" ist sogar noch einen ganzen Zacken abgewichster und sperriger und macht nach meinem Dafürhalten dem selbsternannten "Tribute to Shostakovich" alle Ehre! Einzig der doch unfreiwillig stümpernd-katzenjammrige Gesangspart am Ende mindert ein bisschen die davor aufgebaute professionelle Note ;) Das ist bestimmt auch was für @Fire Down Under...!
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Januar 2021
    Iron Ulf, Bulletrider und Fire Down Under gefällt das.
  17. Fire Down Under

    Fire Down Under Redakteur Roadcrew

    Und wie!

    Ich bin ja schon seit Längerem der Ansicht, dass vieles, was so über die Jahrhunderte an Herangehensweisen, Kompositionstechniken und Musikdenken in der E-Musik entwickelt und kultiviert wurde durchaus auch auf die verschiedensten Strömungen der U-Musik anwendbar ist und so in Selbiger durchaus noch neue Wege beschritten werden können, eben noch nicht alles gesagt ist.
    Jetzt ist Dungeon Synth ein Genre, das auf mich größtenteils immer ein wenig beliebig wirkt, zu sehr dahinplätschernd, zu seicht und zu monoton, ohne dass der Monotonie irgendwelche besonders bemerkenswerte Charakterisika innewohnen würden. Und dann haut der Effluvium-Typ hier einfach mal so'n Ding raus, das den Minimalismus von Höhlensynthetik mit der Abgepfiffenheit avantgardistischer Neuer Musik kombiniert. Ich ziehe meinen Zylinder...!
     
    Iron Ulf und avi gefällt das.
  18. Bulletrider

    Bulletrider Till Deaf Do Us Part

    Viel zu kurz für meinen Geschmack ist das "Raise the Portcullis" Album von PORTCULLIS. Irgendwie Dungeonsynth, der sich mit treibenden, von Military Pop beeinflussten "Drums", mischt und dazu auch noch andere Instrumente synthmäßig emuliert. Klingt etwas seltsam, ist es auch, aber funktioniert für mich ganz wunderbar.
    Anspieltipp:
    https://portcullisds.bandcamp.com/track/crows-in-the-mist
     
  19. Iron Ulf

    Iron Ulf Moderator Roadcrew

    Genau das! Da fällt mir vor allem Aphex Twin ein, dessen Kompositionsweise mich sehr an die Klassische (natürlich auch über weite Strecken Neue) Musik erinnert, nur eben im Pilzrausch. Dem Mann malst du einen Schönheitsfleck auf die Wange, drückst ihm eine gepuderte Perücke auf den Brägen, zwängst in in Knickerbocker und Wams mit anständig Rüschen an dem ganzen Klimbim, dann kannst du den per Zeitmaschine ein paar Jahrhunderte in die Vergangenheit schicken, wo er sich wahrscheinlich nicht nur zu Hause fühlen, sondern auch noch alles aufmischen würde, was Töne setzt.

    Im Metal halte ich in der Beziehung übrigens Blasphemer für ein wahres Genie. Was der an aufwühlenden Intervallen, Harmonien, Tempi und wat nich alln's zumindest in seine Arbeit mit Mayhem einbrachte, erinnert mich sehr an deutlich arriviertere Komponisten der zeitgenössischen Musik. Für mich eine Art Dosenbier-Penderecki...!
     
    Fire Down Under gefällt das.
  20. Bulletrider

    Bulletrider Till Deaf Do Us Part

    Wer Mortiis alte Sachen, v.A. die "Crypt of the Wizard" Lieder, mag, sollte sich unbedingt mal ELDRITCH WIZARD anhören.

    https://eldritchwizardryofficial.bandcamp.com/

    Klassischer Dungeonsyhth in Reinkultur, "melancholy meets wonder" würde ich es mal formulieren wollen. Oder halt - wie auf der Seite formuliert - "Enchanted melodies to accompany grand adventures." Das aktuellste Album "Where None Dare Venture" ist wirkt durch die Verwendung von Orgelsounds etwas orchestraler und hat von allen Alben am ehesten eine leicht mittelalterliche Atmosphäre. Damit steht für mich hinter den reduzierteren beiden Vorgängern, ist aber immer noch sehr toll dabei.

    Für mich ein perfektes Beispiel, wie im Dungeonsyth mit wenig viel erzeugt werden kann (gelingt beileibe nicht jedem Projekt). Gefällt mir unfassbar gut und dass sowohl Setting (bzw. Songtitel) sowie das Logo (die Abbildung des Rod of Orcus stammt aus alten D&D Regelwerken) auf der Bandcamp Seite old-school D&D Referenzen aufweisen, lässt mein nerdiges Herz natürlich noch mal etwas höher schlagen ;)
     
    Goathammer und Infernal Overkiller gefällt das.
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