...And Metallica For All

In diesem neuen Song sind leider nur 0815-Riffs - immer nur 1-2-3-4, ohne irgendeine Überraschung. Schade, die Band könnte so viel mehr und damit meine ich kein technisches Gefrickel, sondern vielleicht ein paar ungewöhnlichere Rhythmen trotz Thrash-Tempo, coole Leads (die Klampfen spielen bis zum Solo ja immer unisono)...
Trotzdem werde ich mir das ganze Album dann zu Gemüte führen.
 
Ich trau mich kaum, das zu schreiben, aber ich kannte die Platte noch gar nicht und bin ganz überrascht, wie geil die Band mal klang. Das geht aber glaube ich nur, wenn man jung ist, so klingen. Vielleicht werde ich mir die mal zulegen.

Kill 'em All killt wirklich alles.

Deshalb kann ich dem neuen Rotz auch nix abgewinnen. Weil ich weiß, wie die mal klangen.
 
Als Metallica 2003 auf einmal wieder flotter unterwegs waren, haben viele genörgelt, wegen Sound, Überlängen, fehlende Soli, bla.
Als Metallica 2008 musikalisch wieder nah an alten Glanztaten waren (unabhängig vom Sound), haben viele genörgelt, da es zu sehr an eben alten Glanztaten orientiert oder zu wenig auf den Punkt ist.
Als Metallica 2016 vorab ein Zwanzigstel des neuen Albums vorstellt, haben viele genörgelt, weil zu uninspiriert, der Sound kacke und sowieso das Album kann ja nur kacke werden, weil zu lang und bla.

Es ist n abgedroschenes Klischee, aber einzig Metallica fällt mir als Band ein, die, egal was sie macht, immer ne ordentliche Ladung Hass empfangen wird, auch wenn das Lied musikalisch thrashig ist, Hetfield bei bester (aggressiver) Stimme ist und man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein Prophet sein muss, dass die anderen Lieder bei der Spielzeit musikalisch ordentlich anders klingen werden. Haste Kacke am Schuh, haste Kacke am Schuh.
Und ja, mich kickt der Song nicht gewaltig, aber es ist auch kein Untergang, wenn es am Ende n vernünftiges Album und kein Meisterwerk wird, davon habe ich bei Metallica zum Glück schon ne Menge. Ich freue mich einfach, dass sie es hinbekommen.

Und nein, die neue Slayer ist n fetter Stinker und wird von dem Song dennoch wegjeknüppelt.
 
Metallica waren auch 2008 soweit von ihren Glanztaten weg, wie man nur sein kann.

...dass die neue Slayer auch lahmt, darüber sind wir uns einig.

Machen wir uns nix vor: Weder Slayer noch Metallica noch Anthrax noch Megadeth werden heute nochmal irgendwas Brauchbares veröffentlichen. Weil sie es schlicht und einfach nicht mehr drauf haben.
Die gehen völlig unter in der Flut an herausragenden Veröffentlichungen, die heutzutage von frischen und inspirierten Bands kommt.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Neugierig wie ich bin, habe ich in den neuen Metallica Song reingehört. Für etwa eine Minute.
Ich kann mich an nix erinnern. Es gibt so viele tolle Bands da draussen, die mich mit drei Noten am Haken haben, da ist es egal, wenn eine Jugendliebe nach Jahrzenhnten anders klingt. Solange die Musiker damit klar kommen, soll´s mir recht oder egal sein. Ich bin nicht gezwungen, die neue Platte zu kaufen/hören, wenn sie mir nichts gibt.
Viel meckern werde ich aber auch nicht, ich habe sinnvolleres zu tun.
Hier finde ich mich wieder. Es gibt (zu) viele wirklich originelle Bands, da muss man sich nicht die Zeit mit diesem überflüssigen Gedöns verplempern. Klar, alte Helden, da hängt ein bisschen Herzblut mit dran, aber wenn das Ergebnis so ein liebloser Gammeldansk ist, widme ich mich lieber wieder interessanten Bands. Wäre der Song von einer unbekannten Band, würde kein Hahn danach krähen.
 
DAS nennst du einig? :D

fast einig...immerhin, einige haben es gut auf den Punkt gebracht. ein Überwerk erwarte ich nicht, aber ein gutes Album (gleiches gilt für die anderen Altvorderen aka Maiden, Slayer, Priest uvm.). der Song ist nur einer von vielen und ob er auf das gesamte Album schliessen lässt...keine Ahnung.
 
Metallica waren auch 2008 soweit von ihren Glanztaten weg, wie man nur sein kann.

...dass die neue Slayer auch lahmt, darüber sind wir uns einig.

Machen wir uns nix vor: Weder Slayer noch Metallica noch Anthrax noch Megadeth werden heute nochmal irgendwas Brauchbares veröffentlichen. Weil sie es schlicht und einfach nicht mehr drauf haben.
Die gehen völlig unter in der Flut an herausragenden Veröffentlichungen, die heutzutage von frischen und inspirierten Bands kommt.

Stimme zu außer bei Megadeth. In den letzten Jahren mit Super Collider nur ein Stinker. United Abominations, Endgame, Th1rt3en, Dystopia: alle gelungen!
 
Metallica waren auch 2008 soweit von ihren Glanztaten weg, wie man nur sein kann.

Kommt drauf an, wie man jene definiert.
Wenn man vor allen Dingen auf KEA steht und schon mit der Justice seine Probleme hatte, gehe ich da mit. Aber es hatte die stärksten Songs seit eben Justice mit ner wunderbaren Justice-Einfärbung gegeben, es hieß ja damals auch, dass DM eher der erwartete Nachfolger statt dem Black Album gewesen wäre.
Wie gesagt, Sound ist ne andere Sache und sicherlich traf es nicht jedermanns Geschmack, aber solch ein musikalische Rückbesinnung hatte 2008 keiner erwartet - und da ging es bekanntermaßen mit Cyanide und The Day That Never Comes auch mit den eher nicht so repräsentativen Liedern für das Album los...
 
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Als Metallica 2003 auf einmal wieder flotter unterwegs waren, haben viele genörgelt, wegen Sound, Überlängen, fehlende Soli, bla.
Als Metallica 2008 musikalisch wieder nah an alten Glanztaten waren (unabhängig vom Sound), haben viele genörgelt, da es zu sehr an eben alten Glanztaten orientiert oder zu wenig auf den Punkt ist.
Als Metallica 2016 vorab ein Zwanzigstel des neuen Albums vorstellt, haben viele genörgelt, weil zu uninspiriert, der Sound kacke und sowieso das Album kann ja nur kacke werden, weil zu lang und bla.

Es ist n abgedroschenes Klischee, aber einzig Metallica fällt mir als Band ein, die, egal was sie macht, immer ne ordentliche Ladung Hass empfangen wird, auch wenn das Lied musikalisch thrashig ist, Hetfield bei bester (aggressiver) Stimme ist und man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein Prophet sein muss, dass die anderen Lieder bei der Spielzeit musikalisch ordentlich anders klingen werden. Haste Kacke am Schuh, haste Kacke am Schuh.
Und ja, mich kickt der Song nicht gewaltig, aber es ist auch kein Untergang, wenn es am Ende n vernünftiges Album und kein Meisterwerk wird, davon habe ich bei Metallica zum Glück schon ne Menge. Ich freue mich einfach, dass sie es hinbekommen.

Und nein, die neue Slayer ist n fetter Stinker und wird von dem Song dennoch wegjeknüppelt.

Und jede einzelne Kritik traf zu. Verkauft haben sich alle Alben dennoch (außer Lulu glaub ich, das fand nur David Bowie gut).
 
Kommt drauf an, wie man jene definiert.
Wenn man vor allen Dingen auf KEA steht und schon mit der Justice seine Probleme hatte, gehe ich da mit. Aber es hatte die stärksten Songs seit eben Justice mit ner wunderbaren Justice-Einfärbung gegeben, es hieß ja damals auch, dass DM eher der erwartete Nachfolger statt dem Black Album gewesen wäre.
Wie gesagt, Sound ist ne andere Sache und sicherlich traf es nicht jedermanns Geschmack, aber solch ein musikalische Rückbesinnung hatte 2008 keiner erwartet - und da ging es bekanntermaßen mit Cyanide und The Day That Never Comes auch mit den eher nicht so repräsentativen Liedern für das Album los...

Es hatte tatsächlich ganz gute Songs. Da stimme ich zu.
Aber trotzdem fand ich persönlich die Lieder alle uninspiriert und langweilig.

Ich mag das Black Album tatsächlich lieber.
 
Als Metallica 2003 auf einmal wieder flotter unterwegs waren, haben viele genörgelt, wegen Sound, Überlängen, fehlende Soli, bla.
Als Metallica 2008 musikalisch wieder nah an alten Glanztaten waren (unabhängig vom Sound), haben viele genörgelt, da es zu sehr an eben alten Glanztaten orientiert oder zu wenig auf den Punkt ist.
Als Metallica 2016 vorab ein Zwanzigstel des neuen Albums vorstellt, haben viele genörgelt, weil zu uninspiriert, der Sound kacke und sowieso das Album kann ja nur kacke werden, weil zu lang und bla.

Es ist n abgedroschenes Klischee, aber einzig Metallica fällt mir als Band ein, die, egal was sie macht, immer ne ordentliche Ladung Hass empfangen wird, auch wenn das Lied musikalisch thrashig ist, Hetfield bei bester (aggressiver) Stimme ist und man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein Prophet sein muss, dass die anderen Lieder bei der Spielzeit musikalisch ordentlich anders klingen werden. Haste Kacke am Schuh, haste Kacke am Schuh.
Und ja, mich kickt der Song nicht gewaltig, aber es ist auch kein Untergang, wenn es am Ende n vernünftiges Album und kein Meisterwerk wird, davon habe ich bei Metallica zum Glück schon ne Menge. Ich freue mich einfach, dass sie es hinbekommen.

Und nein, die neue Slayer ist n fetter Stinker und wird von dem Song dennoch wegjeknüppelt.


OK, einen hab´ich noch...
Ich finde die Band bereits seit And Justice For All nicht mehr spannend. Das Black Album konnte mich sogar mehr überzeugen, weil es neue (kommerziellere?) Sachen brachte.
Aber es gibt wenige Bands, über die ich wegen musikalischer Veränderung schimpfe (Manowar haben den Spott selber gesäht, wie ich finde) aber ansonsten?
Wenn eine Band ewig wie sie selbst klingt, ist es auch langweilig und ich finde es besser, wenn die Band Ihr Ding durchzieht. Glaubwürdigkeit sollte allerdings schon gegeben sein
(Jag Panzer - Dissident Alliance oder Halford - Fight, z.B)
Wenn wer was neues, anderes ausprobieren möchte - warum nicht? Bestenfalls finde ich es gut, schlechtestenfalls bleibe ich bei den alten Platten, die ich mag.
Oder ich schau kurz ins Forum und finde auf Anhieb zig Platten von Bands, die ich bis soeben nicht kannte, welche aber für mein Weiterleben absolut notwendig sind.
Ride The Lightning kam 1984 raus und war meien erste Metallica. Ich bin jetzt 50 Jahre alt.
Ich denke, die Band hat sich in der Zeit ebenso viel verändert wie ich. (Scheisse - so viel habe ich mich doch nicht verändert - den Beweis gibt es sogar irgendwo hier im Forum zu ssehen, glaube ich - Depp Forever - zwei kultige Poster?)
vinylian.jpg
 
OK, ich hab nochmal genauer über den neuen Song und Metallica Anno 2016 nachgedacht. Er ist nicht verkehrt, aber mal ehrlich: Wenn nicht Metallica draufstehen würde, würde sowas heute unter "ferner liefen" vermerkt...Die erste Euphorie über den überraschend "harten" Song in allem Ehren, aber viel Substanz hat er nicht. "Nett" halt...

Die bis jetzt bekannten Sachen (Cover, Albumtitel, Song) wirken auf mich jedenfalls sehr bemüht, als ob die Band irgendwem was beweisen wollte, so nach dem Motto "Wir haben das alte Feuer noch...". So ging es mir auch schon zum großen Teil mit "Death Magnetic", obwohl ich das Album musikalisch recht gut fand. Aber irgendwie ist dieses Konzept im Falle Metallica wahnsinnig schlecht gealtert. Das hat wirklich was von Berufsjugendlichen, die den alten Schmiss nicht mehr haben, aber krampfhaft versuchen, den Leuten das Gegenteil beweisen zu wollen. Handwerklich ist noch alles da, aber wo soll denn bitte der nötige Spirit für diese Art von Musik herkommen, wenn der Magen und das Bankkonto voll ist?

Das ist kein Vorwurf an die Band, aber der Unterschied zwischen Metallica 2016 und Metallica 1986 ist der, dass die Band 2016 die Band von 1986 lediglich nur noch gut kopieren kann, aber nicht mehr die Band IST. Das hat was von guten Schaupielern, die die alten Rollen noch drauf haben, ohne dass sie die Dinge, die die früheren Charaktere in ihrem Kern ausgemacht haben, wirklich noch leben kann.

Ich finde der Dreh- und Angelpunkt ist dabei Hetfield. Er ist nicht mehr derselbe wie früher. Gut für ihn, denn sonst wäre er heute nicht mehr am Leben. Allerdings hat gerade seine frühere Seelenpein genau den Sprit bereitgestellt, der der Band damals Feuer unter dem Arsch gemacht hat. Die ersten 3 Scheiben waren vor allem vom Willen geprägt, es der ganzen Welt zu zeigen. Und Platte 4 wäre ohne Burton's Tod wahrscheinlich nie der düstere Monolith geworden, der er ist.

Heute wirkt die Band von der Einstellung her wie eine Hobby-Kapelle, die sich ab und zu mal trifft, von den alten Zeiten erzählt ("weeste noch, wie verrückt wir damals waren..."), die alten Lederjacken aus dem Schrank holt (im Falle Hetfields wohl ne custom-made Kutte) und nebenbei noch ein bissel Musik macht. Mit einem Grinsen im Gesicht. Man ist mit sich im Reinen und hat die Dämonen, die früher zu großer Kunst inspiriert haben, gut verarbeitet. Man ist noch in der Lage, nen ordentlichen Thrash-Song zu schreiben, aber er fühlt sich trotzdem für mich leer an. Die innere Überzeugung, etwas wirklich wütendes und düsteres wie "Dyers Eve" zu schreiben ist einfach nicht mehr da. Die Riffs sind noch da und auch das Tempo. Formal ist es immer noch ein Thrash-Song. Aber er kann maximal zum bedächtigen Mitnicken anregen. Zum "Thrashing all around, acting like a maniac" taugt er aber nicht.

Die neue Platte wird sicher ihre Momente haben, da bin ich mir sicher. Dafür ist Hetfield auch ein zu guter Songwriter, als das er hier großartig was anbrennen lassen würde. Ich vermute aber, es wird für mich wieder wie "Opa sitzt im Ohrensessel und erzählt vom Krieg" klingen.
 
Stimme @MIBURN da in gewissen Teilen zu, nur finde ich es völlig ok, wenn sie das jetzt einfach nur noch hobbymäßig machen. Dass sie sich damit 8 Jahre Zeit lassen zeigt ja auch, dass sie eben nicht nur halbgare Koste abliefern sondern den Fans etwas bieten wollen, was vielleicht auch live wieder n bissgen Spaß macht. Ich für meinen Teil wäre damit absolut zufrieden. Klar, ich würde es mir auch gern wünschen, wenn sie ein musikalisch so hoch qualitatives Werk wie Maiden im letzten Jahr abliefern würden, aber da sind die Typen wohl zu unterschiedlich und natürlich auch die Musiker (Stichwort "Schlagzeug" oder auch der treibende, dominante Bass)

BTW: Höre gerade zum ersten Mal die DM-Version von Guitar Hero. Mensch. Das macht ja Spaß!
 
... und ich. Der Eröffnungstrack "Brandenburg Gate" und das eher konventionelle "Iced Honey" sind eher schwach, aber der Rest ganz großes Kino. "Little Dog", Alter! David und ich ham uns das Album damals beim Grüntee-Trinken angehört und waren hin und weg. Das Album klingt sogar richtig gut.
Ich habe es mir nur mal angehört, weil ich wissen wollte, ob und wie James "Brandenburg" sagt...
 
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