Anthrax

Ich fand Anthrax, bis auf sound of white noise, nie sonderlich spannend.
Außerdem kann ich mit dem Gesang von Belladona und seiner Live Präsenz absolut nix anfangen.
Obendrauf kommt noch die sehr unschöne Geschichte mit dem Bush, wie sie den rausgeekelt haben...

Und bei Big4 haben sie m.E. nix verloren, dann schon lieber Exodus...
 
Hab gestern das Interview mit Belladona im aktuellen DF gelesen. Ist ja schon irgendwie ein armer Tropf, hat eigentlich in der Band überhaupt nichts zu melden, wenn ich das richtig verstanden habe, war auch niemand anders bei den Aufnahmen des Gesangs dabei und von Freundschaft zwischen den Bandmitgliedern kann ja wohl auch keine Rede mehr sein.
Ich hab eigentlich den Eindruck, dass es da ein Trio innerhalb der Band gibt (Scott, Charlie & Frank), die richtig dicke sind und auch Bock haben und zusammen im Proberaum neue Musik entwickeln und dann gibt es da den Sänger und Lead-Gitarristen, die irgendwie dazugehired sind und immer erst dazustossen dürfen, wenn der kreative Prozess weitergehend abschlossen ist. Ist ja klar, dass von denen Seite weniger Identifikation gibt. Insofern finde ich die unterschiedlichen Sichtweisen von Scott und Joey gar nicht so verwunderlich und widersprüchlich. Schade nur, dass der Inner Circle nicht merkt, dass dieses Konstrukt möglicherweise nicht sehr gesund für eine Band ist.
 
Hab gestern das Interview mit Belladona im aktuellen DF gelesen. Ist ja schon irgendwie ein armer Tropf, hat eigentlich in der Band überhaupt nichts zu melden, wenn ich das richtig verstanden habe, war auch niemand anders bei den Aufnahmen des Gesangs dabei und von Freundschaft zwischen den Bandmitgliedern kann ja wohl auch keine Rede mehr sein.

Was genau meinst du mit "keine Rede mehr"? Wenn ich die Interviews nach dem ersten Rauswurf damals korrekt in Erinnerung habe, war das nie anders.
 
Ich finde es schade, daß Joey kein vollwertiges Bandmitglied ist und sich nicht kreativ einbringen darf, zumal seine Performance sowohl gesanglich als auch bühnenshowtechnisch noch immer hervorragend ist!

Nach erstmaligem Hören der Vorab-Tracks "Evil Twin" und vor allem dem vorhersehbaren, faden "Breathing Lightning", war ich etwas enttäuscht...!
Nach mehreren Durchläufen des gesamten Albums, muss ich allerdings feststellen, daß es doch eine sehr geile Platte geworden ist! Einzig soundtechnisch klingt mir das ganze etwas zu modern..., aber das ist bei Produktionen dieser Grössenordnung
heute wohl zu erwarten!
Die stärksten Songs auf dem Album sind für mich "Monster at the End", "Blood Eagle Wings" und "All of them Thieves"..., wobei auch "Zero Tolerance" zu überzeugen weiß!
 
Was genau meinst du mit "keine Rede mehr"? Wenn ich die Interviews nach dem ersten Rauswurf damals korrekt in Erinnerung habe, war das nie anders.

Jo, und die Geschichten mit der Turbine, mit Lilker, mit Spitz... Das mit dem Inner Circle aus Benante, Ian und (vielleicht noch) Bello stimmt da sicher. Ansonsten ist das halt eine Business-Beziehung.
 
Ich finde es schade, daß Joey kein vollwertiges Bandmitglied ist und sich nicht kreativ einbringen darf, zumal seine Performance sowohl gesanglich als auch bühnenshowtechnisch noch immer hervorragend ist!

Nach erstmaligem Hören der Vorab-Tracks "Evil Twin" und vor allem dem vorhersehbaren, faden "Breathing Lightning", war ich etwas enttäuscht...!
Nach mehreren Durchläufen des gesamten Albums, muss ich allerdings feststellen, daß es doch eine sehr geile Platte geworden ist! Einzig soundtechnisch klingt mir das ganze etwas zu modern..., aber das ist bei Produktionen dieser Grössenordnung
heute wohl zu erwarten!
Die stärksten Songs auf dem Album sind für mich "Monster at the End", "Blood Eagle Wings" und "All of them Thieves"..., wobei auch "Zero Tolerance" zu überzeugen weiß!

"Monster at the End" ist mein Lieblingssong, auch wenn ich beim Refrain immer "down in underwear" verstehe... :D




Ach herrje! Wollte man Slayer mit "Repentless" in Sachen Blutverbrauch und Bodycount übertreffen? Ich find's jetzt nicht per se schlimm, aber in dem Ausmaß dann doch ziemlich sinnlos...
:hmmja:
 
"Monster at the End" ist mein Lieblingssong, auch wenn ich beim Refrain immer "down in underwear" verstehe... :D


Genau das hab ich auch immer verstanden, bis ich mir den Text durchgelesen hab! :D
Super Song!


Ach herrje! Wollte man Slayer mit "Repentless" in Sachen Blutverbrauch und Bodycount übertreffen? Ich find's jetzt nicht per se schlimm, aber in dem Ausmaß dann doch ziemlich sinnlos...
:hmmja:
 
Gestern zweimal durchgehört und sehr positiv überrascht. Nach den mäßigen Kritiken hatte ich das nicht erwartet. Klingt alles zu 100% nach Anthrax und Belladonna liefert seine bis dato beste Gesangsleistung ab. Vielleicht fließt ja mittlerweile auch das Auftreten der Band GmbH mit in die Bewertungen ein....o_O

Sound finde ich überragend. Ich will im Jahr 2016 keine Platten, die sich anhören als wären wir im Jahr 1985...
 
Anthrax sind so eine schwierige Sache bei mir:

Das Debut fehlt mir noch, kenn davon nur "Deathrider" aber der ist geil.

Dann kommen die 4 Belladonna Alben welche mir eigentlich auch alle sehr zusagen. Die "Spreading" halte ich immer noch für ihre beste.

Dann die John Bush Sachen: John Bush halte ich für einen der besten Metal Sänger und ich liebe Armored Saint aber bei Anthrax will mir das ganze nicht richtig zusagen.
Die "Sound Of White Noise" hatte ich mir wegen "Only" geholt und diese besitzt auch noch ein paar sehr gute Nummer wie "Room For One More", "Potter's Field", "Black Lodge" aber insgesamt höre ich die Scheibe recht wenig.
Von den nachfolgenden Platten kenn ich nur "Fueled" & "Inside Out" welche mir ebenfalls sehr gefallen und "Nothing" welches ich wiederum schrecklich finde.
Vom vielgelobten "We've Come All For You" habe ich mal in "What Doesn't Die" & "Safe Home" reingehört aber die sagen mir auch nicht wirklich zu.

Umso erfreuter war ich dann das Joey zurück zu Anthrax kommt und der erste veröffentlichte Song "Fight 'Em Till You Can't" war genauso wie ich mir Anthrax gewünscht hatte. Leider konnte ich das vom drauf erschienen "Worship Music" Album nicht wirklich sagen. Das Teil hat sich zu einem Staubfänger entwickelt, vielleicht sollte ich es aber auch mal wieder entstauben.

Vom aktuellem Album kenn ich nur "Evil Twin" (hat mir von Anfang an nicht gefallen), "Breathing Lighting" & "Blood Eagle Wings". Die gefallen schon eher aber richtig umhauen und mich somit zu einem Kauf der Scheibe animieren tue sie auch wieder nicht. Aber Joey ist verdammt stark bei Stimme.
 
Anthrax waren ja mal neben Overkill die absolut wichtigste Thrash-Band für mich. Weit vor Metallica, Slayer, Exodus und all den anderen. Eigener Stil, auf Konventionen geschissen und einfach sehr anders, musikalisch wie textlich. Ich konnte auch mit allen Phasen was anfangen (wobei tatsächlich nicht alle Songs aus der Bush-Ära gut gealtert sind). Aber ich finde die ganzen Hintergründe nach We've come for you all inzwischen so dermaßen schlimm, dass ich absolut keinen Bock mehr habe, mir irgendwas von dem anzuhören, was die "Band" inzwischen so rausbringt. Das aktuelle Interviews mit Belladonna hat das nur wieder bestätigt. Ich sehe völlig ein, dass eine Profiband auch eine Firma sein muss und Businessaspekte nicht außen vor lassen kann. Aber erstens ist das bei Anthrax inzwischen kein "auch" mehr, sondern ein "ausschließlich". Und zweitens gibt Scott Ian aber immer noch das moralische Großmaul, das die Heuchelei von anderen anprangert. Ich finde das völlig unerträglich und komplett außerhalb von allem, was Musik für mich ist (oder sein sollte), dass ich mir das nicht mehr schönhören kann. Ganz egal, wie gut es eigentlich sein mag. Immerhin hat es mir den Spaß an den alten Alben nicht komplett versaut, auch wenn ich sie inzwischen schon deutlich seltener auflege als früher.
 
Vom vielgelobten "We've Come All For You" habe ich mal in "What Doesn't Die" & "Safe Home" reingehört aber die sagen mir auch nicht wirklich zu.

Ich muß sagen die "We've come for you all" ist eine meiner Liebling's Anthrax: Mag das Album sehr. Wobei ich sonst die 80er Alben und "Persistence of Time" mit Joey Belladonna am Besten finde.
Und, wie gesagt, mir gefällt auch das neue "For All Kings" sehr.
 
Zuletzt bearbeitet:
Anthrax waren ja mal neben Overkill die absolut wichtigste Thrash-Band für mich. Weit vor Metallica, Slayer, Exodus und all den anderen. Eigener Stil, auf Konventionen geschissen und einfach sehr anders, musikalisch wie textlich. Ich konnte auch mit allen Phasen was anfangen (wobei tatsächlich nicht alle Songs aus der Bush-Ära gut gealtert sind). Aber ich finde die ganzen Hintergründe nach We've come for you all inzwischen so dermaßen schlimm, dass ich absolut keinen Bock mehr habe, mir irgendwas von dem anzuhören, was die "Band" inzwischen so rausbringt. Das aktuelle Interviews mit Belladonna hat das nur wieder bestätigt. Ich sehe völlig ein, dass eine Profiband auch eine Firma sein muss und Businessaspekte nicht außen vor lassen kann. Aber erstens ist das bei Anthrax inzwischen kein "auch" mehr, sondern ein "ausschließlich". Und zweitens gibt Scott Ian aber immer noch das moralische Großmaul, das die Heuchelei von anderen anprangert. Ich finde das völlig unerträglich und komplett außerhalb von allem, was Musik für mich ist (oder sein sollte), dass ich mir das nicht mehr schönhören kann. Ganz egal, wie gut es eigentlich sein mag. Immerhin hat es mir den Spaß an den alten Alben nicht komplett versaut, auch wenn ich sie inzwischen schon deutlich seltener auflege als früher.
Du nimmst mir die Worte aus dem Mund. Letztlich bin ich in die Versuchung gekommen, Breathing Lightning zu hören und war schwer erschüttert. Möglich, dass der Track nicht repräsentativ ist, aber mein Wunsch, den Rest zu hören ist total gering. Der tiefste Fall einer Lieblingsband ever.
 
Der tiefste Fall einer Lieblingsband ever.
lange nicht mit MANOWAR beschäftigt, wa?! :D
EDIT: höre gerade das album zum dritten mal. hab vor nem monat schon mal flüchtig reingehört und war regelrecht erschüttert. was soll denn DAS bitteschön sein?? RAINBOW auf thrash, oder was?
mittlerweile muss ich mein urteil etwas revidieren - es gibt doch ein paar ganz passable nummern drauf, z.b. der titelsong oder "monster at the end". aber ihr habt natürlich alle recht, die ihr das ganze drumherum als unwürdig und business-only kiste interpretiert. nur ist die frage, ob man das einer band auf diesem (wirtschaftlichen) niveau vorwerfen kann. natürlich ist das ein unternehmen was kohle machen will. da gibts verträge, keine freundschaften.
sad, but true sag ich mal:hmmja:
 
Zuletzt bearbeitet:
Bin überrascht, dass die Platte hier doch ziemlich gut wegkommt. Hab sie derzeit im Auto und finde das immernoch alles irgendwie ganz nett, aber einfach zu zahm, zu austauschbar. Die Vocals sind das einzige echte Highlight, die Songs laufen ohne Ecken und Kanten an mir vorbei, da ist kein Arschtritt, da ist nichts wo man hängen bleibt. Und etwas spezielles, was die alten Anthrax ausgemacht hat wie @NegatroN schon geschrieben hat, fehlt auch. Heavy Metal der nicht weh tut, der für jeden etwas dabei hat und daher konstruiert wirkt und nicht aus einem Guss, ohne echte Überzeugungskraft.

Ich glaube ich kann das Thema Anthrax ab der Persistence of Time für mich auch mal dicht machen.
 
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