Aufgelegt & Nachgedacht – ein Reviewthread

Tómarúm - Beyond Obsidian Euphoria (2025)
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Wenn man Epic Metal mit Elementen aus Death- und Black Metal kreuzt und das Ganze auf technisch höchstem Prog Metal-Niveau spielt, was bekommt man dann? Natürlich Iotunn, aber eben auch Tómarúm.

Auch wenn die Gewichtung der einzelnen Elemente etwas anders ist bieten beide Bands in meinen Ohren einen ähnlichen Stilmix und sind beide herausragend.
Warum sind jetzt Iotunn (zurecht!) der neue heiße Scheiß während Tómarúm (vielleicht auch nur gefühlt) ziemlich unter dem Radar fliegen? Ich glaube, Tómarúm machen es dem Hörer schlicht schwerer. Der Anteil an extremem Gesang ist höher, die Songs sind härter, und die großen Melodien sind zwar vorhanden, wollen aber entdeckt und erarbeitet werden.
Und ja, natürlich ist der Sänger kein Jon Aldara.

Dafür steht auf der Habenseite mit Chris Stropoli und Michael Sanders möglicherweise die aktuell beste Rhythmusgruppe im gesamten Metal. Alleine was Chris Stropoli hier an den Drums veranstaltet ist absolut herausragend und mir fällt wenig vergleichbares ein. Dazu kommt dann noch eine hoch melodische Gitarrenarbeit auf aller höchsten Niveau. Die sensationellen Leads und Soli fliegen einem nur so um die Ohren, dass es eine wahre Freude ist.

Jetzt bin ich auf keinen Song im speziellen eingegangen, möchte ich eigentlich aber auch nicht. Hier haben wir es mit einem Album der Marke Gesamtkunstwerk zu tun, dass es einem vielleicht am Anfang nicht ganz leicht macht, dass es aber verdient hat entdeckt zu werden.
Jeder der seinen Metal episch mag, keine Angst mal angebrüllt zu werden, technisch starke Bands schätzt und/oder einfach ein Faible für herausragende Drummer hat muss hier mal reinhören.


9,5/10

@Gaukli
Danke nochmal für den Tipp!
 
Tómarúm - Beyond Obsidian Euphoria (2025)
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Wenn man Epic Metal mit Elementen aus Death- und Black Metal kreuzt und das Ganze auf technisch höchstem Prog Metal-Niveau spielt, was bekommt man dann? Natürlich Iotunn, aber eben auch Tómarúm.

Auch wenn die Gewichtung der einzelnen Elemente etwas anders ist bieten beide Bands in meinen Ohren einen ähnlichen Stilmix und sind beide herausragend.
Warum sind jetzt Iotunn (zurecht!) der neue heiße Scheiß während Tómarúm (vielleicht auch nur gefühlt) ziemlich unter dem Radar fliegen? Ich glaube, Tómarúm machen es dem Hörer schlicht schwerer. Der Anteil an extremem Gesang ist höher, die Songs sind härter, und die großen Melodien sind zwar vorhanden, wollen aber entdeckt und erarbeitet werden.
Und ja, natürlich ist der Sänger kein Jon Aldara.

Dafür steht auf der Habenseite mit Chris Stropoli und Michael Sanders möglicherweise die aktuell beste Rhythmusgruppe im gesamten Metal. Alleine was Chris Stropoli hier an den Drums veranstaltet ist absolut herausragend und mir fällt wenig vergleichbares ein. Dazu kommt dann noch eine hoch melodische Gitarrenarbeit auf aller höchsten Niveau. Die sensationellen Leads und Soli fliegen einem nur so um die Ohren, dass es eine wahre Freude ist.

Jetzt bin ich auf keinen Song im speziellen eingegangen, möchte ich eigentlich aber auch nicht. Hier haben wir es mit einem Album der Marke Gesamtkunstwerk zu tun, dass es einem vielleicht am Anfang nicht ganz leicht macht, dass es aber verdient hat entdeckt zu werden.
Jeder der seinen Metal episch mag, keine Angst mal angebrüllt zu werden, technisch starke Bands schätzt und/oder einfach ein Faible für herausragende Drummer hat muss hier mal reinhören.


9,5/10

@Gaukli
Danke nochmal für den Tipp!
Mega! Wenig überraschend, gehe ich 100% mit bei deiner Albumpreisung. Gerade auch deine Betonung, dass das nicht nur im Detail atemberaubend ist, sondern sich über die Gesamtlaufzeit jede Menge Querverweise ergeben - Stichwort: Gesamtkunstwerk - unterschreibe ich. Für mich ist es auch überraschend, dass Tómarúm eher "unterm Radar fliegen". Aber es gibt einfach zu viele gute Bands, als dass jede davon auch zu Fanlieblingen werden können. - Übrigens: Neues Material ist schon in Mache. Ich bin sehr gespannt, wo die Reise nach diesem Meilenstein-Album hingehen wird.
 
Tómarúm - Beyond Obsidian Euphoria (2025)
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Wenn man Epic Metal mit Elementen aus Death- und Black Metal kreuzt und das Ganze auf technisch höchstem Prog Metal-Niveau spielt, was bekommt man dann? Natürlich Iotunn, aber eben auch Tómarúm.

Auch wenn die Gewichtung der einzelnen Elemente etwas anders ist bieten beide Bands in meinen Ohren einen ähnlichen Stilmix und sind beide herausragend.
Warum sind jetzt Iotunn (zurecht!) der neue heiße Scheiß während Tómarúm (vielleicht auch nur gefühlt) ziemlich unter dem Radar fliegen? Ich glaube, Tómarúm machen es dem Hörer schlicht schwerer. Der Anteil an extremem Gesang ist höher, die Songs sind härter, und die großen Melodien sind zwar vorhanden, wollen aber entdeckt und erarbeitet werden.
Und ja, natürlich ist der Sänger kein Jon Aldara.

Dafür steht auf der Habenseite mit Chris Stropoli und Michael Sanders möglicherweise die aktuell beste Rhythmusgruppe im gesamten Metal. Alleine was Chris Stropoli hier an den Drums veranstaltet ist absolut herausragend und mir fällt wenig vergleichbares ein. Dazu kommt dann noch eine hoch melodische Gitarrenarbeit auf aller höchsten Niveau. Die sensationellen Leads und Soli fliegen einem nur so um die Ohren, dass es eine wahre Freude ist.

Jetzt bin ich auf keinen Song im speziellen eingegangen, möchte ich eigentlich aber auch nicht. Hier haben wir es mit einem Album der Marke Gesamtkunstwerk zu tun, dass es einem vielleicht am Anfang nicht ganz leicht macht, dass es aber verdient hat entdeckt zu werden.
Jeder der seinen Metal episch mag, keine Angst mal angebrüllt zu werden, technisch starke Bands schätzt und/oder einfach ein Faible für herausragende Drummer hat muss hier mal reinhören.


9,5/10

@Gaukli
Danke nochmal für den Tipp!
Ein sehr starkes und forderndes Album. Ich habe nur ein kleines Problemchen mit der Beyond...., der Schlagzeugsound klingt mir stellenweise zu kraftlos . Die Bassdrum klingt in meinen Ohren nach der leeren Waschpulverpackung auf der ich als Kleinkind bei meiner Oma drauf gespielt habe.........
Technisch einwandfrei, geiles Songwriting, Instrumental top. Gesang geil. Nur das kleine Problemchen........würde aber auch ne 8,5 zücken.
 
Oliver Magnum – Oliver Magnum 1989
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Weiter geht’s mit einem dieser heimlichen Metal-Klassiker, auf die man erstmal gebracht werden muss wenn man damals nicht live dabei war.
In meinem Fall war der Anstoß ein großartiger, dreiteiliger US-Metal-Sampler, den mir @SMM irgendwann um 2008–2010 rum zusammengestellt hat.
Drei CDs, randvoll mit Perlen, Entdeckungen und zukünftigen Lieblingsbands.

Oliver Magnum waren auch dabei und zwar mit Silent Scream (Prelude to Death) und zwar als letzter Song auf der dritten CD. Klar, dass der sich eingebrannt hat. Opener und Closer haben doch meistens irgendwie eine Sonderstellung…

Das Album war dann schnell besorgt (leider nur Digital) und ist seitdem ein Dauerbrenner in meiner Sammlung.
Geboten wird hier klassischer US-Metal im Stil der Thundersteel Riot. Kann ja eigentlich nur gut sein und das ist es auch.

Los geht’s s gleich mit dem „großen“ Hit Sister Cybele. Für mich bis heute ein absoluter Go-to-Song, wenn es darum geht, jemandem zu erklären, was US-Metal eigentlich ist.
Mit The Last Prophet wird das Niveau locker gehalten. Wenn der nicht sogar noch hitverdächtiger ist als der Opener. Er braucht einfach nur 2-3 Spins mehr, wirklich progressiv wird es aber nie.
Im Grunde geht es dann so weiter. Ein Klasse Song jagt den nächsten. Ob es jetzt die Halbbalade Evolution ist (an wen erinnert mich der Sänger da?), oder der dritte Hit der Scheibe (Trapped) das Niveau bleibt immer sehr gut.

Mein Lieblingssong bleibt aber Silent Scream.
Der hat einfach alles, was ein großer US-Metal-Song braucht: Epik, Abwechslung, fantastische Gesangslinien und Soli für die Ewigkeit. Spätestens wenn es gegen Ende richtig episch wird und der Song nach 7 Minuten ein letztes Mal anzieht, geht die Faust gen Himmel.

Genialer Abschluss für das Album und den Sampler

Unter dem Strich stehen bei mir ganz fette 9/10 Punkte
Ich aktualisiere meine musikhistorischen Kenntnisse und folge dir zurück in die 80er. Oliver Magnum kannte ich noch nicht einmal dem Namen nach. Und trotzdem: Das klingt sofort sehr vertraut. Guter Hinweis!
 
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