Das Interview mit Alan a. Ist ganz schön peinlich. Einerseits pöbelt er gegen soziale Medien, andererseits informiert er sich über Feminismus und den Frauenmarsch offensichtlich über rechte filterblasen.
Einige beispiele: er kritisiert intersektionalität, weil es Leute von Gesprächen ausschließt und Feminismus, weil dieser Privileg und Einkommen nicht mitdenken würde. Dabei meint intersektionalität genau das zusammendenken verschiedener diskriminierend Strukturen. Darunter selbstredend auch Klasse. Und das läuft auch schon seit Jahrzehnten. Er benutzt den term 'cultural marxism'. So etwas gibt es nicht. Das ist ne ultrarechte meme und letztlich ne Verschwörungstheorie. Den unterschied zwischen Sex und gender kennt er auch nicht. Dabei ist dieser grundlegend für den dritte Welle Feminismus, den er kritisiert. Was er über Feminismus zu wissen glaubt, sind die typischen talking points aus dem altright Spektrum. Dabei wird dann auch direkt das ganze Programm abgefahren. Postmoderne bedeute es gäbe keine Werte, degeneracy, lesben lieben den IS blabla. Ärgerlich, denn über Geschichte weiß er einiges. Nun sollte jemand ihm mal ne Judith Butler Einführung oder ein Band von bell hooks in die Hand drücken. Und ja, ich weiß wer das Interview führte.