Behemoth

Ab 27.03.2020 bei Nuclear Blast

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Wer Beherit allen Ernstes als "Ufta-Ufta-Death" bezeichnet, muss sich über Gegenwind nicht wundern. Den chaotischen Erstling als argumentativ ironischen Magnum Opus herauszuziehen, macht deine Aussage nicht weniger falsch.
Deinen restlichen Kommentar könnte ich genauso gut umgekehrt schreiben. Wo nämlich die Finnen Pioniere ihres Genres sind und gerade auch mit späteren Platten nicht aufgehört haben sich (übrigens sehr kompetent) in interessante und schwierige Felder vorzuwagen, herrscht bei Behemoth seit Jahren gediegene Langeweile. Finanziell erfolgreiche Langeweile, aber nichtsdestotrotz.
 
Wer Beherit allen Ernstes als "Ufta-Ufta-Death" bezeichnet, muss sich über Gegenwind nicht wundern.

Ich wundere mich doch nicht. ;) Mich wundert auf dieser Welt schon längst gar nichts mehr. :)

Den chaotischen Erstling als argumentativ ironischen Magnum Opus herauszuziehen, macht deine Aussage nicht weniger falsch.
Deinen restlichen Kommentar könnte ich genauso gut umgekehrt schreiben. Wo nämlich die Finnen Pioniere ihres Genres sind und gerade auch mit späteren Platten nicht aufgehört haben sich (übrigens sehr kompetent) in interessante und schwierige Felder vorzuwagen, herrscht bei Behemoth seit Jahren gediegene Langeweile. Finanziell erfolgreiche Langeweile, aber nichtsdestotrotz.

Weißt du, ich mein das ernst, dass ich kein Ignorant sein möchte. Ich will ehrlich verstehen, was hier los ist. Habe ich tatsächlich einen besseren Musikgeschmack als ihr ( :) ) - oder bin ich schlicht überfordert mit der Interpretation der Band "Beherit". Wäre übrigens, ohne Scheiß, möglich, denn wenn ich zum Beispiel meine Sicht auf die Band "Emperor" aus dem Jahre 2000 mit der aus dem Jahr 2020 vergleiche, dann liegen da Welten zwischen meinem Urteil. Du siehst, ich mag nicht flunkern, ich will verstehen und irre mich auch gern.

Die Sache ist die. Behemoths Letzte hat mich auch nicht wirklich überzeugt. Die "Satanist" hingegen kam ja nun nicht nur ziemlich gut an, die wurde geradezu wie ein Hype abgefeiert. Sowas lässt mich selbst erstmal in einen Schützengraben hüpfen, denn ich traue keinen Hypes. Mit der Zeit habe ich aber die Energie und Kreativität der Scheibe gespürt beziehungsweise begriffen. Bei den einen ging das schneller, bei den anderen (wie mir) langsamer. Nach gefühlt 45 Hördurchgängen muss ich aber ehrlich sagen, dass jemand, der die Kompositionen der "Satanist" als "langweilig" bezeichnet, meines Erachtens a) entweder die Scheibe nicht richtig gehört hat oder b) keinen Metal hört oder c) zu sehr Antipathie gegen Nergal hegt oder d) auf dem Trip ist, nur noch allerspartigstem (ohnehin schon recht spartigen) Death Metal zu frönen und es schlicht zu mögen, irgendwelches Zeug zu hören, das 9 von 10 Metalheads noch nie gehört haben. Nur beeindruckt mich sowas nicht. Ich finde es natürlich toll und hochinteressant, wenn sich jemand (zum Beispiel besser als ich) auskennt, aber nur aus dem Grund Bands zu goutieren, weil die unbekannt sind oder nur Tapes rausbringen oder sowas, erschließt sich mir nicht. Denn, bei aller Liebe, manche Bands kennen nämlich völlig zu Recht nur wenige bzw. feiern manche Bands völlig zu Recht keine großen Erfolge. Denn sie sind eben manchmal auch einfach nichts Besonderes. So ist das eben. Klar sind "Behemoth" viel erfolgreicher als "Beherit". Und ich bin mir sehr sicher, vollkommen zu Recht. Dabei sagte ich aber ja, dass ich Beherit mag. Die erste von denen habe ich hier im Schrank (weshalb ich die auch verlinkte). Die habe ich damals in den 90ern gekauft. Dann kam doch irgend so ein Elektro-Ding. Danach habe ich nur ab und an im Youtube reingehört. Ich kenne also nicht den gesamten Output. Deshalb erneut meine Bitte, ich hätte gern ein aussagekräftiges Lied des späteren Œuvre, wenn das, wie du sagst, besser ist. Denn, auch wenn das heutzutage wenige wollen, ich WILL ja lernen. Her damit!
 
Ich erweitere um
e) Die Platte läuft super rein und lutscht sich leider ebenso schnell aus.

Die Satanist lief bei mir wochenlang rauf und runter und war 2014 sicherlich eine der meistgehörtesten Scheiben überhaupt und seit langem. Mittlerweile habe ich sie für gutes Geld verkauft und bereue es nicht - so begeistert ich sie gefeiert habe, so langweilt sie mich heute. Ich kann sie nimmer hören, ich finde die Platte echt null spannend. Hätte ich damals selbst kaum gedacht, aber isso, daher trifft e) auf mich zu.
 
Und mir fehlt einfach die Agression bei Behemoth, finde seit der Demigod keine mehr wirklich toll. Wobei ich bei der Satanist eigentlich von Anfang an nur ein Lied und den Sound gut fand.

Zu Beherit kann ich nix sagen, da kenn ich mich null aus, ich glaub da hab ich mal reingehört und um meine Ohren vor DEM Sound zu schützen gleich wieder ausgemacht...
 
Auch wenn ich da eben nur wegen der Diskussion erstmals reingehört habe, die "The Oath of Black Blood" von Beherit würde ich wegen Sound und Cover zum War Metal packen. Kultig, lustig, nicht meins.
Dann doch lieber Behemoth. Höre die zwar nicht mehr allzu viel, aber das ist dann eher meins.

Und immer schön Lost Soul hören
 
Und mir fehlt einfach die Agression bei Behemoth, finde seit der Demigod keine mehr wirklich toll. Wobei ich bei der Satanist eigentlich von Anfang an nur ein Lied und den Sound gut fand.

Zu Beherit kann ich nix sagen, da kenn ich mich null aus, ich glaub da hab ich mal reingehört und um meine Ohren vor DEM Sound zu schützen gleich wieder ausgemacht...

Gerade die "The Satanist" hat mit wieder mehr Zugang zur Band gegeben. Aber ich kann mir vorstellen, was du meinst. Das war ja auch eine leichte Kursänderung vom MA-ähnlichen Stil der Vorgäneralben.

Bis auf die Aussendarstellung von Nergal geht Behemoth für mich immer. Viele unterschiedliche Schaffensphasen mit unterschiedlichem Sound und für jede Stimmung was dabei. :)
 
Mir ist die Person Nergal ziemlich egal, mich stört die Selbstdarstellung kein Stück, die letzten drei Alben sind für mich der absolute Hammer, ob die letzte war nicht so stark wie der Vorgänger aber immerhin noch ok
 
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