Ich kann mich hier nicht auf 5 beschränken, dafür gibt's aber auch Text dazu:
Quorthon - und zwar sowohl seinen giftigen Gesang der Frühwerke als auch der pathetische, technisch eher holprige, dafür umso emotionalere Viking-Gesang.
František Štorm - mag ich ebenfalls in allen Phasen, wobei er einen der wenigen Fälle darstellt, bei dem die Stimme im Alter voluminöser, kraftvoller und vielseitiger wurde. Wie wunderbar knorrig er auf den neueren Platten klingt...
Tschösi - auch wenn Messiah nur zum Teil (Ursuppen)-BM spielten, der Gesang ist Black Metal as fuck. An den kranken over-the-top-Stimmwahnsinn auf "Hymn to Abremelin" kam so gut wie niemand später mehr ran. Als hätte man einem Klaustrophoben ein Mikro angelegt und ihn in eine lichtlose Kiste gesperrt.
Drattula Paprikajancsihar (=Attila Csihar

) - Kehlkopfgesang meets Black Metal (würde gerne mal reinen Gamelan von ihm gesungen hören). Auch wenn ich nicht alle Projekte mit seiner Beteiligung kenne, aber seine sickeste und abgedrehteste Gesangsperformance legte er weder bei Mayhem noch bei Tormentor hin, sondern bei seiner ehemaligen EBM-Band Plasma Pool.
Mister Curse (A Forest of Stars) - eigentlich gar nicht mal so BM-typisch, aber irgendwie ein völlig eigener Gesangsstil, schwer zu beschreiben... ekstatisch, theatralisch, leidend und fast schon beschwörerisch, in der Summe extrem eindringlich.
Vaerohn (Pensées Nocturnes, Way to End) - niemand klingt so wie der dekadente Clochard aus Paris! Extrem eigenwilliger, "gröhliger", tiefer Gesang voller Verzweiflung und depressivem Wahn.
Metatron (The Meads of Asphodel, The Wolves of Avalon) - höchst charakteristische Stimme, manchmal (selten) am Ehesten zu vergleichen mit einem an Lungenkrebs erkrankten Lemmy. Tiefer, eigentlich völlig unschwarzer Röchelgesang mit scharfem britiischen Akzent.
Cadaveria (Opera IX) - so stelle ich mir den Gesang einer Hexe vor, die nichts Gutes im Schilde führt
Strastinen (Umbrtka) - niemand giftet und rotzt so schön wie dieser räudige Heckenpenner vom Pilsener Hauptbahnhof
Barditus & Midgaars (Lugubrum) - wo wir gerade von versoffenen Unholden sprechen. Diese beiden belgischen Fieslinge nehmen sich beide nichts in Sachen ranzigem, asozialen Gebelle. Ganz groß!
Big Boss - mit Sicherheit eine der variabelsten Stimmen im Black Metal überhaupt. Von Knurren, Kreischen bis hin zu mächtigem Bariton kann der Mann alles!
Koldovstvo (Sortilegia) - minimalistisch, aber dafür umso fieser und durch-Mark-und-Bein-gehender