IRON SWORD werden den Festival Samstag als erste Band eröffnen. Lasst Euch diese einmalige Reunion Show nicht entgehen!!!
Bandbiografie: Iron Sword (ehemals Zündapp Blitzspeed)
In den frühen 1980er-Jahren, als der Himmel über Duisburg vom Glühen der Hochöfen erhellt wurde und der Lärm der Industrie allgegenwärtig war, gründeten fünf Brüder die Band, die später unter dem Namen Iron Sword Kultstatus erreichen sollte. Ihre ersten Schritte machten sie noch als Speedsnake3 – roh, schnell und kompromisslos. Doch mit der Umbenennung und einer klareren musikalischen Vision wurde aus dem chaotischen Projekt eine der härtesten Underground-Metal-Bands des Ruhrgebiets.
Angeführt wurde die Band von Ludscho Biberone (Luciano Biberone), einem Frontmann mit gewaltiger Stimme und einer Präsenz, die jede Bühne dominierte. Statt sich an kommerziellen Strömungen zu orientieren, schwor er auf die „wahren Helden“ des Genres – Bands wie Sodom und Kreator, deren rohe Energie und kompromisslose Haltung den Sound von Iron Sword maßgeblich prägten.
Seine vier Brüder bildeten das musikalische Fundament:
Rico Biberone am Bass – trocken, druckvoll und unerbittlich
Mimmo Biberone am Schlagzeug – schnell, aggressiv, mit donnernden Doublebass-Rhythmen
Gianni Biberone an den Keyboards – sparsam eingesetzt, aber effektiv für düstere Atmosphäre
Franco „Fränko“ Biberone an der Gitarre – verantwortlich für rasende Riffs und kreischende Soli
Der Sound von Iron Sword war purer Heavy Metal mit klaren Thrash-Einflüssen: hart, direkt und ohne Schnörkel. Ihre Texte handelten von Macht, Verfall, Straßenrealität und dem Leben im Schatten der Industrie – keine Fantasie, sondern der rohe Alltag, in Musik gegossen.
1984 erschien ihre erste Demo noch unter dem Namen Zündapp Blitzspeed, aufgenommen mit einfachsten Mitteln. Doch der Wendepunkt kam 1986 mit dem Album „Forged in Duisburg“, das sie bereits als Iron Sword veröffentlichten. Die Platte verbreitete sich vor allem über Tape-Trading und machte die Band in der deutschen Underground-Szene bekannt.
Ihre Live-Auftritte waren legendär: laut, chaotisch und intensiv. Oft spielten sie in besetzten Hallen, kleinen Clubs oder improvisierten Locations. Es ging nicht um Perfektion – es ging um Energie. Wer dabei war, erinnert sich an verschwitzte Räume, kreisende Moshpits und eine Band, die spielte, als gäbe es kein Morgen.
Ende der 1980er zerbrach Iron Sword an internen Spannungen und den harten Realitäten des Lebens. Doch ihr Einfluss blieb. Für viele Fans waren sie nie nur eine Band, sondern ein Symbol für Authentizität im Metal – fernab von Trends und Kommerz.
Bis heute gilt Iron Sword als Geheimtipñp unter Liebhabern der 80er-Underground-Szene. In Duisburg erzählt man sich noch immer von den fünf Brüdern, die den Sound der Stahlstadt in pure Lautstärke übersetzten – kompromisslos, ehrlich und unvergessen.
Und es wird gemunkelt das Frontmann Ludscho beim Song „Breaking the Pott“ mit einer Hercules Prima 5 (die Zündapp von damals wurde leider eingeschmolzen) auf die Bühne fahren wird.