so, mein Senf auch noch: habe es ja nur gestern geschafft, verdammte Maloche. Starke Konkurrenz war geboten mit dem "New Evil Music" Festival in Heidelberg und dem "Distroy Freiburg" ebendort. Aber dann hat sich alles zugunsten des BFF gefügt. Die Anfahrt über den Schwarzwald ist dank der scheiss LKW's hinzus immer eine Kriecherei, rückzus der blanke Horror, so mit totmüde und durch in der Nacht bei Nebel den extrem kurvigen Berg wieder runter, und dann musste ich bereits die Scheiben frei kratzen! Aber was muss, das muss. Ich fühlte mich wieder in meiner Meinung bestätigt, dass das alles ohne auch Securities geht, zumindest in der Größenordnung. Nur freundliches Personal, sowohl an Theke, Einlass, überall. Die Pizza war zwar recht teuer, dafür aber sehr lecker, Steinofen rules! Die Getränkepreise sind nicht von dieser Welt in Ordnung gegenüber anderen Locations!
Aber dann der Schrecken: Dungeon Keeper und v.a. Prehistoric Warcult wären meine Hauptreisegründe gewesen - und mussten absagen

. Aber die guten News: die Hamburger Kult-Institution in Sachen sonic violence Yacöpsæ, wegen denen ich nach Freiburg überlegt habe, kommen aufgrund alter Bekanntschaft zu Chris noch schnell hier vorbei und spielen zwei Gigs an einem Tag! Sehr viele mittlerweile bekannte Gesichter haben zu wirklich schönen Gesprächen verholfen. Aber das Schönste gab es ganz am Ende mit
@St. Barbara -und
@Koenijo, das war ganz großes Kino, Jungs und hat mich auf der Heimfahrt im Kopfkino begleitet!! Ach so, ja, die Bands:
- Bastard Royality: auch sie spielten heute noch in Freiburg und rotzten ein richtig geiles D-Beat-Crust Brett ab! Endlich auch mal gesehen. Sehr geil, aber alles alte Hasen, u.a. Accion Mutante. Sänger hat das Posen in der Schule gelernt, aber ist stimmig. Dann covern sie noch Extreme Noise Terror mit 'Show Us You Care', ich war schon jetzt Hormon-überflutet!
- Writhen Hilt: die Mini LP ist ja wirklich sehr stark und nun live kam das ganze auch gut rüber. Ich war noch nicht so im Modus, aber lief mir gut rein, der Epic-Metal. Dann covern sie noch toll Warlords 'Deliver Us', da war
@Roland_Deschain glücklich

- Yacøpsæ: die hamburger Powerviolence/Grind Pioniere waren der zweite Exot nach dem Opener. Und ich war gespannt, ob das überwiegende Metal-Publikum das verträgt. Es tat es, sie wurden mit ihrem auf die Millisekunde getimeten ultra-Gemetzel gebührend gefeiert. Ich und einige andere flippten vorne aus. Katharsis pur, fuck work, fuck life, alles in den Abguss. Gefiel mir fast genauso gut wie letztes Jahr in Karlsruhe, wo ich sie das erste Mal seit sicher 15 Jahren gesehen habe.
- Thriller: bisher noch nicht dazu gekommen, mit ihnen zu beschäftigen, war das dann aber wirklich richtig stark! Toller Heavy Metal mit viel Priest, etwas Maiden und auch mal Speed Metal. Echt gutes Songwriting und einem Sänger, der auch die ganz spitzen Schreie hinkriegt. Ne, wirklich, haben mich sehr überzeugt. Dazu noch Attitude mit Ansagen zur derzeitigen Lage der Nation (wenn ich das richtig verstanden habe) und einen Song für Menschen, die an verdammten Depressionen leiden, finde ich stark. Auch sympathisches Acting.
- Kerrigan: werden immer sicherer und besser. Nochmal eine gute Steigerung zu Hamburg. Aber bei dem Ausgangsmaterial kann auch nicht viel schief gehen. Kommen auch sehr sympathisch rüber. Die Songs aus beiden Releases wurden sehr gefeiert. Werde ich sicher noch oft sehen.
- Grendel's Syster: ich habe mir damals nach dem Review die Debüt-CD geordert und fand sie immer cool, weil einfach ganz anders als der Rest, grade auch die leicht schrulligen, aber irgendwie nie peinlichen Minnesängerartigen Texte. Die neue kannte ich noch nicht, und war sehr gespannt, ob das bei den Leuten ankommt. So leer war der Saal aber nicht und die Meute hat das doch sehr gut aufgenommen. Sängerin Caro ist sicherlich der Polarisierungsfaktor, ist sie keine typische Metalsängerin. Aber mir gefällt das alles und wurde auch gut rüber gebracht. Die meisten Songs auf englisch, nur ein paar auf deutsch. Ich hasse Mittelalter-Rock regelrecht, ich finde viele Pagan-Sachen peinlich. Aber GS machen was ganz eigenes, und das ist cool. Tolle Gitarre auch!
- Knife: Evil Speed Metal findet ja immer mein Gehör. So auch Knife. Die neue kannte ich noch nicht, aber ist genauso wie die erste voll gnadenlos rüpelndem, angeschwärztem Speed Metal. Gefielen mir echt gut, auch hier mal Ansagen mit klarer Kante, schön.
- Wytch Hazel: die super christlichen Engländer quasi als Antithese. Habe mich sehr auf den Auftritt gefreut, da endlich mal Headliner. Mein dritter Auftritt den ich von ihnen gesehen habe und auch der allerbeste. Haben den Headlinerslot mit Bravur ausgefüllt mit ihrem tollen, melodischen Heavy Rock. Dazu diese strangen weißen Priestergewänder, riesen Kreuze am Hals und superenge Spandex-Hosen, in denen es furchtbar heiß gewesen sein muss! Starke Auswahl aus allen Alben. Ich kann mit der Message, die sie verarbeiten ja nix anfangen, at war with Religion. Aber solange das nicht in den Ansagen in Missionierung endet, ok. Bands, die ich sonst so gucke, haben oft auch zum Haare raufende Botschaften.. Aber alles gut. Fantastische Musiker, toller Auftritt, der sehr gut gefeiert wurde!
- Old Mother Hell: die nicht immer dankbare Aufgabe des Rausschmeißers hatten die Mannheimer, die leider ohne ihren aus privaten Gründen verhinderten Sänger aufgetreten sind. Der Saal war nicht mehr voll, aber noch genügend Leute, die die sympathische Bande würdig abfeierten. Sehr cooler Abschluss mit Songs aus beiden Platten und auch hier Metal with attitude!
Toller Tag, auch wenn so viele Bands mich immer mehr anstrengen. Danke
@ChrisCorrosive , bist einer der besten in diesem ganzen Affenstall!