Black Metal-Hymnen

sehr schöne, über 12minütige Hymne des belgischen one man Projekts Oerheks: Een Eenzaat in het Landschap. Wunderbare Gitarrenmelodien, verhallte Schreie, zwei sehr runter gedimmte Parts, aber dann steigern sich wieder majestetische Klangwelten vor dem geistigen Auge und Ohr auf:
 
Das Problem an der ganzen Geschichte hier ist, das zwar alles fantastische Songs sind, aber mit dem Ausgangspost alles gesagt wurde. Da kann man hier mit Emperor und Funeral Frog ankommen, es gibt keinen Song der die Wut und den Schmerz so gut verpackt wie Mother North. Die Sache ist damit halt schon durch.
Du hörst das Anfangsriff und ohne jemals einen Ton von Black Metal gehört zu haben weißt du das dieses Lied wichtig ist und spürst auf eine geradezu telepathische Art und Weise was die Schöpfer damit zum Ausdruck bringen wollten.
 
Das Problem an der ganzen Geschichte hier ist, das zwar alles fantastische Songs sind, aber mit dem Ausgangspost alles gesagt wurde. Da kann man hier mit Emperor und Funeral Frog ankommen, es gibt keinen Song der die Wut und den Schmerz so gut verpackt wie Mother North. Die Sache ist damit halt schon durch.
Du hörst das Anfangsriff und ohne jemals einen Ton von Black Metal gehört zu haben weißt du das dieses Lied wichtig ist und spürst auf eine geradezu telepathische Art und Weise was die Schöpfer damit zum Ausdruck bringen wollten.
Najaaaaaa...das kann man so sehen. Oder halt auch anders. Ich für meinen Teil finde Mother North relativ flach und viele der hier nach und nach eintrudelnden Beiträge finde ich deutlich stärker.
 
Ganz tolle Threadidee! :top:

Für mich macht Black Metal genau diese Erhabenheit aus. Deshalb kann ich auch relativ wenig mit dem reinen Geprügel anfangen. Wut ist für mich nicht die dominierende Emotion, sondern Entrücktheit, Melancholie, vielleicht auch Stolz. Deshalb liebe ich auch Bal-Sagoth, die ich aber per Definition hier nicht nennen kann, wie auch Summoning und andere. Ich habe mich folglich auf für mich ganz besondere Songs beschränkt, die aus dem Schaffen der einzelnen Bands - aber auch aus meiner Sammlung - besonders herausragen (in alphabetischer Reihenfolge).
  • Bloodthorn - Nightshadow
  • Dekadent - Keeper's Encomium
  • Einherjer - Av Oss, For Oss
  • Emperor - With Strenth I Burn
  • Mesarthim - Osteopenia
  • Sear Bliss - Aeons Of Desolation
  • Sigh - Requiem/Nostalgia
Mir ist dabei aufgefallen, dass diese Songs ein paar Ähnlichkeiten bzw. Gemeinsamkeiten haben.
  • Überdurchschnittliche Länge
  • Stimmungswechsel bzw. Steigerungen innerhalb des Songs
  • Teilweise für die Band ungeöhnliche Stilmittel oder Instrumentierungen
  • Songaufbau folgt nicht den gängigen Mustern
Das trifft allerdings nicht alles auf alle genannten Songs (voll) zu. Es ist mein Versuch, eine Black-Metal-Hymne genauer zu charakterisieren.
 
iu
 
Das Problem an der ganzen Geschichte hier ist, das zwar alles fantastische Songs sind, aber mit dem Ausgangspost alles gesagt wurde. Da kann man hier mit Emperor und Funeral Frog ankommen, es gibt keinen Song der die Wut und den Schmerz so gut verpackt wie Mother North. Die Sache ist damit halt schon durch.
Du hörst das Anfangsriff und ohne jemals einen Ton von Black Metal gehört zu haben weißt du das dieses Lied wichtig ist und spürst auf eine geradezu telepathische Art und Weise was die Schöpfer damit zum Ausdruck bringen wollten.
Sorry ist doch Quatsch. Es geht um Hymnen im Black Metal und da gibt es halt deutlich mehr als Eine. Die Frage ist eher ob die hier geposteten Sachen wirklich alles Hymnen sind. Es sollte ja ein Lobgesang sein, etwas Monumentales. Das liegt dann sicher immer im Auge des Betrachters. Nur weil ein Song sehr lang ist, muss er noch lange keine Hymne sein. Bei "Mother North" stimme ich dir aber zu. Das ist ein gewichtiger Brocken. Mir würde spontan noch der Wahnsinnstrack "Einsamkeit" von Membaris einfallen, der einfach auch durch seinen Text eine absolute Hymne auf die Abkehr vom Menschen bzw. dem Menschsein ist und musikalisch schon hart an der Bessessenheit ist. "Folgt mir nicht auf meinem Pfad..."
 
Da das hier immer mal wieder in die Meta-Ebene abdriftet. Ich finde gerade nicht, dass eine Hymne sich zwingend durch Überlänge auszeichnet. Charakteristikum Nummer 1 für mich wäre wohl eine besondere Form der Eingängigkeit und Stimmigkeit. Wenn ein Black Metal-Stück besonders rund auf mich wirkt, auf spezielle (nicht flache) Weise eingängig ist und eine gewisse Erhabenheit, Majestizität oder (der Begriff fiel vorhin auch) Entrücktheit ausstrahlt. Wenn man dann noch einen gesunden Abstand zur Pagan Dünnbrettbohrerei wahrt, ist es eine Hymne für mich. Viel näher kommt man dem Phänomen kaum noch als Dissection mit "Where dead angels lie", was folgerichtig und zwangsläufig auch schon genannt wurde. Wer Hymne übrigens auch noch sehr gut kann, ist der Gitarrist/Komponist von Sinmara, der auch bei Vafurlogi wahrhaft Hymnisches vom Stapel lässt.
 
Klingt bei dir so negativ. Ich kann nur für mich sprechen, aber der Meta-Aspekt, wie der Begriff überhaupt im Widerspruch zu vielen BM-Eigenschaften definierbar ist, ist ausdrücklich erwünscht. Sonst hätte ich das im Listen- und Aufzählforum eingestellt.
Nein, so war das nicht gemeint. Bin ja durchaus auch daran interessiert, Parameter fest zumachen, zumindest mal meine eigenen ... sonst hätte ich mir ja keine Gedanken dazu gemacht und diese auch nicht geäußert.
 
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