Spatenpauli
Till Deaf Do Us Part
Fällt mir jetzt erst auf, dass Bruce sich da (aus "Darkness Be My Friend") selbst zitiert.Nothing lasts forever but the certainty of change
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Fällt mir jetzt erst auf, dass Bruce sich da (aus "Darkness Be My Friend") selbst zitiert.Nothing lasts forever but the certainty of change
Ja, und der Spruch taucht sonst auch nirgendwo auf - hab irgendwann mal gesucht.Fällt mir jetzt erst auf, dass Bruce sich da (aus "Darkness Be My Friend") selbst zitiert.
Gerade bei Dickinson, der immerhin schon mindestens zwei Romane und ein Drehbuch verfasst hat, hätte ich nicht auf den Einsatz eines Ghostwriters getippt. Nun, nach Lektüre des Buches, würde ich diesbezüglich nicht mehr meine Hand ins Feuer legen.Heute gibt es ja für alles auch Ghostwriter
Wenn ich das richtig verstanden habe, hat Bruce eigentlich noch viel mehr geschrieben, aber der Verlag wollte die Sache vom Umfang her begrenzen und auch auf bestimmte Themen (wie die Fliegerei) fokussieren: das Buch hat nicht umsonst den Untertitel 'may contain flying heavy metal'. Oder mit anderen Worten: Fortsetzung folgt (möglicherweise)...Gerade bei Dickinson, der immerhin schon mindestens zwei Romane und ein Drehbuch verfasst hat, hätte ich nicht auf den Einsatz eines Ghostwriters getippt. Nun, nach Lektüre des Buches, würde ich diesbezüglich nicht mehr meine Hand ins Feuer legen.
Wie kann man sich den Titel eines möglichen zweiten Teiles vorstellen? "Mädels, Ableger, Alimente - Jetzt wird´s ernst".....Oder mit anderen Worten: Fortsetzung folgt (möglicherweise)..
Er nimmt im Nachwort direkt dazu Stellung:Gab's nicht irgendwo eine Aussage von Bruce Dickinson (Interview oder Vorwort oder so), dass er Mädels, Alimente usw. absichtlich ausgelassen hat, weil er das allzu Private raushalten will.
Wieso man dann eine Autobiographie schreibt, steht mal auf einem anderen Blatt.![]()
Hab ich wohl das Nachwort zuerst gelesen.Er nimmt im Nachwort direkt dazu Stellung:
"I made a personal executive decision when I started to write. No births, marriages or divorces, of me or anybody else. There is enough here to be getting on with. Any more would be overkill...."
Dafür weiss ich nun, warum der Flugplatz in Santa Monica so knorke ist.

Vielleicht geht er ja in der deutschen Ausgabe etwas mehr ins Detail.![]()
Habe nun die Autobiografie vom Chef durch. Meine Erwartungshaltung wurde, um es gleich vorweg zu nehmen, leider nicht erfüllt.
Wenn jemand aus dem Rock-/Metalbereich was zu erzählen hat, dann wohl Bruce Bruce. Ich ziehe meinen Hut vor diesem Multitalent, der im künstlerischen Bereich wirklich eine einmalige Persönlichkeit ist. Sänger, Komponist, Filmemacher, Autor, Radiomoderator, Pilot, Fechter - seine Bandbreite ist beeindruckend. Ich zähle nicht viele Menschen, die ich nicht persönlich kenne, zu Vorbildern. Dickinson mit seiner Disziplin und einem ungeheuren Arbeitseifer gehört definitiv dazu.
Als ich den Umfang des Buches mit etwas mehr als 380 Seiten (inkl. einigen Fotos und Anhängen) sah, war ich schon ein wenig skeptisch. Und dieses war angebracht. Er schreibt zwar über jede Phase seines Lebens, aber leider bleibt er häufig zu sehr an der Oberfläche. Mehr als einmal, wenn es um Dinge ging, die ich wirklich essentiell sah und mich dementsprechend interessiert hätten, wurde es arg komprimiert und somit substanzlos.
Erste Erfahrungen im professionellen Musikbusiness mit Samson, sowohl im Studio als auch live? Klaro, zwischen Tür und Angel schnell erledigt.
Ausstieg bei Maiden? Ja, war halt so. Krach Bums.
In der Solokarriere erster Kontakt nach langer Zeit mit Adrian Smith? Jau, mal eben angerufen und Platte gemacht. Schönen Tag noch.
Ebenso die Episoden ab Mitte der 90er Jahre bis ca. 2000, wo Bruce recht viele (ich nenne es mal) "Auftragsarbeiten", u.a. für Tributezeugs, Ayreon, Halford etc. erledigt hat, bekommen nur einen geringen Stellenwert.
Dafür, und das ging mir beim Lesen echt auf die Klöten, (zu) viele Seiten über die Fliegerei. Ist ja auch in Ordnung, handelt es sich schließlich um seine große Obsession, die soll ja auch einen gewissen Stellenwert bekommen. Aber im Verhältnis zu anderen Passagen wirkt der Umfang über dieses stets wiederkehrende Thema fast grotesk und auf mich als Nichtflieger schnell langweilig.
Beeindruckend fand ich zwei Begebenheiten. Das war zum einen der Bericht über die Umstände eines Konzertes in Sarajewo während des jugoslawischen Bürgerkrieges und zum anderen seine Erzählung über die Bewältigung seiner Krebserkrankung. Aber auch bei Letzteren macht Dickinson den Fehler, zu sehr an der Oberfläche zu bleiben, fast schon hastig wirkt das Verfasste.
Komplett außen vor bleibt sein Privatleben mit Partnerinnen und Kindern. Er wird dafür seine Gründe gehabt haben. Ich finde dieses in einer Autobiografie nahezu unverzeihlich, und dabei geht es mir nicht um Sensationsgier o.ä. Dass man all dieses besser machen kann, zeigte vor nicht langer Zeit sein Namensvetter Springsteen, dessen Werk im direkten Vergleich homogener, im Detail schlüssiger und deswegen auch überzeugender wirkt.
Fazit: Maiden- und Dickinsonfans haben das Dingen eh schon, alle anderen sollten sich den Kauf gut überlegen. Lohnt sich meiner Ansicht nach nur bedingt.
P.S. Aber wenigstens weiß ich nun, dass ich mit Dickinson eine Gemeinsamkeit habe.
Wir haben beide als Kinder in Suppen reingepillert, die für unsere Lehrer bestimmt waren. Aber im Gegensatz zu ihm wurde ich nicht erwischt. Der Anfänger.
Das liegt nur an diesem beschissenen Sacko (und anscheinend hat er kein anderes)...Ich find, er ist schon deutlich gealtert. :-\
Nun ja - klamottenmäßig liegt der gute Bruce schon lange nicht mehr vorne. Aber ich glaube, er kokettiert damit.Das liegt nur an diesem beschissenen Sacko (und anscheinend hat er kein anderes)...![]()
Das liegt nur an diesem beschissenen Sacko (und anscheinend hat er kein anderes)...![]()
Ne, der hat einfach keinen Geschmack - siehe auch viele Bühnenoutfits seit den Achtzigern. Am Ende des Tages sind Maiden nunmal BritenNun ja - klamottenmäßig liegt der gute Bruce schon lange nicht mehr vorne. Aber ich glaube, er kokettiert damit.
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