Dämonentreiber
Till Deaf Do Us Part
Erstmal vielen vielen dank für die ganzen positiven Rückmeldungen! 
Es freut mich wirklich sehr das meine Texte gut ankommen und das motiviert mich auch ungemein hier weitermache zu machen. Vielen Dank Leute!
Das nächste Album das ich besprechen möchte ist das Album einer recht bekannten Band, was meiner Meinung nach allerdings immer so ein bisschen unter dem Radar läuft wenn man über die Band spricht.
Und zwar rede ich von dem "Attera Totus Sanctus" Album von Dark Funeral.
Cover:
Tracklist:
01. King Antichrist
02. 666 Voices Inside
03. Attera Totus Sanctus
04. Godhate
05. Atrum Regina
06. Angel Flesh Impaled
07. Feed on the Mortals
08. Final Ritual
Links:
Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=XjViqLoXNdE&list=RDXjViqLoXNdE&start_radio=1
Metal Archives: https://www.metal-archives.com/bands/Dark_Funeral/669
Bandcamp: https://centurymedia.bandcamp.com/album/attera-totus-sanctus-bonus-tracks-edition
Die "Attera Totus Sanctus" war damals das erste Album das ich mir von Dark Funeral gekauft habe. Auch hier hat der Metal Hammer wieder eine entscheidende Rolle gespielt, weil auf einen ihrer Sampler der Song "Godhate" enthalten war. Ich war 17 als das Album erschienen ist und hatte bis dahin noch nie so ein brachiales und fieses Geprügel gehört wie den zu vorgenannten Song. Allein dieser Übergang in den Blast-Part, sobald der Refrain einsetzt hat mich damals einfach umgehauen, dazu kreischt sich der allmächtige Emperor Magus Caligula in einen regelrechten Wahn indem er immer und immer wieder:
Guilty, guilty!!!
You will die upon your cross, amongst the other thieves.
Guilty, guilty!!!
You will die upon your cross, amongst the other thieves.
herausbrüllt.
Der Text ist dabei so herrlich stumpf und plakativ, dass es mich damals wirklich sofort abgeholt hat. Da habe ich dann auch nicht lange gefackelt und mir das Album zugelegt und habe es dann wirklich wochenlang hoch und runter gehört. Auch konnte ich damals gar nicht die Kritik an der angeblich unpassenden Produktion nachvollziehen...für mich passte das damals einfach wie die berühmte Faust aufs Auge: Schrill, im Schlagzeugbereich leicht dröhnend und mit einem sehr in den Vordergrund abgemischten Gesang versehen, hat sie direkt mein Herz erobert. Heute - mit etwas abstand - kann ich schon verstehen, dass die Produktion vielleicht wirklich nicht ganz so gelungen ist, aber damals, als jemand der noch nicht viel Ahnung von solch extremer Musik hatte, wie sie Dark Funeral spielt, war sie perfekt und hat das Album für mich so fantastisch gemacht.
Aber schon bald habe ich festgestellt, dass "Godhate" mit der schwächste Song auf dem Album ist, denn allein schon der Opener "King Antichrist" steckt ihn locker in die Tasche. Allein der tolle Refrain mit seiner "klagenden" Gitarre im Hintergrund ist atmosphärisch auf einen ganz anderen Level als "Godhate".
Das ist etwas was ich an dem Album lieben gelernt habe und so auch nicht unbedingt auf den anderen Dark Funeral Alben gefunden habe: die für diese Art von Musik doch recht epischen Refrains.
Allein das
666 voices inside, telling me who's about to die. They are in control of my mind!
lädt einen schon dazu ein fistraisend mit zubrüllen. Man könnte dem Album vielleicht etwas Ideenlosigkeit vorwerfen, weil fast jeder Song gleich aufgebaut ist, aber ganz ehrlich: So lange man das so gut macht wie auf der "Attera Totus Sanctus" kann ich damit leben, auch weil es irgendwie nicht wirklich langweilig, oder nervig wird.
Die Band streut auch immer mal wieder atmosphärische Parts in ihre Songs ein, die das ganze gut auflockern, ich spreche dann immer gerne von dieser lodernde Höllenfeuer-Atmosphäre: Man hat das Gefühl man steht mitten im Fegefeuer und um einen herum brutzelt es. Ganz besonders gut kann man das nachhören im Titelsong zwischen 01:27 und 01:42 Minuten.
Ein Song der dann so ein wenig aus dem Rahmen fällt ist dann "Atrum Regina" welcher die meiste Zeit über im mitterlen bis unteren Tempo gehalten ist und das Album gut auflockert, weil man sich ein wenig dem infernalischen Dauergeprügel erholen kann. Zudem ist der Song, ähnlich wie "My Funeral" von dem Nachfolgealbum, ziemlich eingängig und hat mir schon manchen Tag einen Ohrwurm beschert.
Nach dieser kleinen Erholung kommt mit "Angel Flesh Impaled" meiner absoluter Lieblingssong auf dem Album....ich finde den Refrain einfach so unglaublich episch, allein wie es urplötzlich von diesem wirklich krassen Hochgeschwindigkeitpart ins mittlere Tempo geht und der Emperor sein
Angel flesh impaled, it is so beautiful.
Feathers falling down, over the bloodstained ground.
herausgrollt ist einfach nur krass und erzeugt auch heute noch, 21 Jahre später, Gänsehaut bei mir. Das anschließende "Feed on the Mortals" ist dann irgendwie der durchschnittlichste Song auf dem Album....absolut nichts besonderes, kein großartiger Refrain - er rauscht mehr oder weniger an mir vorbei. Wirklich schlecht finden tue ich ihn nicht, aber halt total belanglos.
Dafür zeigt die Band mit dem abschließenden "The Ritual" noch mal was sie kann: Die letzten zwei Minuten entschädigen das lahme "Feed on the Mortals" komplett und man steht einfach nur mit ausgestreckter Faust und brüllt das "Saaaaaaacrifice!" mit.
Auf der "Attera Totus Sanctus" Tour habe ich die Band damals auch live gesehen, support waren Naglfar, die mit "Pariah" ebenfalls ein ganz gutes Album am Start hatten, Amoral und noch eine Band an die ich mich jetzt leider nicht mehr erinnern kann. Aufjedenfall war das damals auch mein aller erstes Heavy Metal Konzert das ich besucht habe...und dann direkt zu Dark Funeral - ich hätte mir einen schlimmeren einstieg in die Konzertwelt vorstellen können
Der Auftritt war der absolute Wahnsinn. Die Band ist damals im Musikzentrum Hannover aufgetreten, eine recht kleine Halle, die damals aufgrund von Glatteis und Schnee auch nur zu einem drittel mit Besuchern gefüllt war. Aber Alle Bands haben geliefert und es war ein verdammt geiler Abend. Auch weil Emperor Magus Caligula eine beeindruckende Bühnenpräsenz hatte - wie der Hüne mit seinem Pentagramm Brustpanzer und Corpsepaint und nassen Haaren, die ihm ins Gesicht fallen da in der Mitte der kleinen Bühne stand und mit voller Inbrunst die alten und neuen Songs herausgebrüllt hat, wird auf ewig eine meiner liebsten Konzerterinnerungen bleiben.
Die "Attera Totus Sanctus", "Diabolos Interium" und die "Where Shadows forever reign" werden (in genau dieser Reihenfolge) immer meine Lieblingsalben der Band bleiben.
Und ich finde es auch echt schade, dass die "Attera Totus Sanctus" immer so ein wenig unter den Tisch fällt, oder gar belächelt wird - gebt ihr noch mal eine Chance.
Es freut mich wirklich sehr das meine Texte gut ankommen und das motiviert mich auch ungemein hier weitermache zu machen. Vielen Dank Leute!
Das nächste Album das ich besprechen möchte ist das Album einer recht bekannten Band, was meiner Meinung nach allerdings immer so ein bisschen unter dem Radar läuft wenn man über die Band spricht.
Und zwar rede ich von dem "Attera Totus Sanctus" Album von Dark Funeral.
Cover:
Tracklist:
01. King Antichrist
02. 666 Voices Inside
03. Attera Totus Sanctus
04. Godhate
05. Atrum Regina
06. Angel Flesh Impaled
07. Feed on the Mortals
08. Final Ritual
Links:
Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=XjViqLoXNdE&list=RDXjViqLoXNdE&start_radio=1
Metal Archives: https://www.metal-archives.com/bands/Dark_Funeral/669
Bandcamp: https://centurymedia.bandcamp.com/album/attera-totus-sanctus-bonus-tracks-edition
Die "Attera Totus Sanctus" war damals das erste Album das ich mir von Dark Funeral gekauft habe. Auch hier hat der Metal Hammer wieder eine entscheidende Rolle gespielt, weil auf einen ihrer Sampler der Song "Godhate" enthalten war. Ich war 17 als das Album erschienen ist und hatte bis dahin noch nie so ein brachiales und fieses Geprügel gehört wie den zu vorgenannten Song. Allein dieser Übergang in den Blast-Part, sobald der Refrain einsetzt hat mich damals einfach umgehauen, dazu kreischt sich der allmächtige Emperor Magus Caligula in einen regelrechten Wahn indem er immer und immer wieder:
Guilty, guilty!!!
You will die upon your cross, amongst the other thieves.
Guilty, guilty!!!
You will die upon your cross, amongst the other thieves.
herausbrüllt.
Der Text ist dabei so herrlich stumpf und plakativ, dass es mich damals wirklich sofort abgeholt hat. Da habe ich dann auch nicht lange gefackelt und mir das Album zugelegt und habe es dann wirklich wochenlang hoch und runter gehört. Auch konnte ich damals gar nicht die Kritik an der angeblich unpassenden Produktion nachvollziehen...für mich passte das damals einfach wie die berühmte Faust aufs Auge: Schrill, im Schlagzeugbereich leicht dröhnend und mit einem sehr in den Vordergrund abgemischten Gesang versehen, hat sie direkt mein Herz erobert. Heute - mit etwas abstand - kann ich schon verstehen, dass die Produktion vielleicht wirklich nicht ganz so gelungen ist, aber damals, als jemand der noch nicht viel Ahnung von solch extremer Musik hatte, wie sie Dark Funeral spielt, war sie perfekt und hat das Album für mich so fantastisch gemacht.
Aber schon bald habe ich festgestellt, dass "Godhate" mit der schwächste Song auf dem Album ist, denn allein schon der Opener "King Antichrist" steckt ihn locker in die Tasche. Allein der tolle Refrain mit seiner "klagenden" Gitarre im Hintergrund ist atmosphärisch auf einen ganz anderen Level als "Godhate".
Das ist etwas was ich an dem Album lieben gelernt habe und so auch nicht unbedingt auf den anderen Dark Funeral Alben gefunden habe: die für diese Art von Musik doch recht epischen Refrains.
Allein das
666 voices inside, telling me who's about to die. They are in control of my mind!
lädt einen schon dazu ein fistraisend mit zubrüllen. Man könnte dem Album vielleicht etwas Ideenlosigkeit vorwerfen, weil fast jeder Song gleich aufgebaut ist, aber ganz ehrlich: So lange man das so gut macht wie auf der "Attera Totus Sanctus" kann ich damit leben, auch weil es irgendwie nicht wirklich langweilig, oder nervig wird.
Die Band streut auch immer mal wieder atmosphärische Parts in ihre Songs ein, die das ganze gut auflockern, ich spreche dann immer gerne von dieser lodernde Höllenfeuer-Atmosphäre: Man hat das Gefühl man steht mitten im Fegefeuer und um einen herum brutzelt es. Ganz besonders gut kann man das nachhören im Titelsong zwischen 01:27 und 01:42 Minuten.
Ein Song der dann so ein wenig aus dem Rahmen fällt ist dann "Atrum Regina" welcher die meiste Zeit über im mitterlen bis unteren Tempo gehalten ist und das Album gut auflockert, weil man sich ein wenig dem infernalischen Dauergeprügel erholen kann. Zudem ist der Song, ähnlich wie "My Funeral" von dem Nachfolgealbum, ziemlich eingängig und hat mir schon manchen Tag einen Ohrwurm beschert.
Nach dieser kleinen Erholung kommt mit "Angel Flesh Impaled" meiner absoluter Lieblingssong auf dem Album....ich finde den Refrain einfach so unglaublich episch, allein wie es urplötzlich von diesem wirklich krassen Hochgeschwindigkeitpart ins mittlere Tempo geht und der Emperor sein
Angel flesh impaled, it is so beautiful.
Feathers falling down, over the bloodstained ground.
herausgrollt ist einfach nur krass und erzeugt auch heute noch, 21 Jahre später, Gänsehaut bei mir. Das anschließende "Feed on the Mortals" ist dann irgendwie der durchschnittlichste Song auf dem Album....absolut nichts besonderes, kein großartiger Refrain - er rauscht mehr oder weniger an mir vorbei. Wirklich schlecht finden tue ich ihn nicht, aber halt total belanglos.
Dafür zeigt die Band mit dem abschließenden "The Ritual" noch mal was sie kann: Die letzten zwei Minuten entschädigen das lahme "Feed on the Mortals" komplett und man steht einfach nur mit ausgestreckter Faust und brüllt das "Saaaaaaacrifice!" mit.
Auf der "Attera Totus Sanctus" Tour habe ich die Band damals auch live gesehen, support waren Naglfar, die mit "Pariah" ebenfalls ein ganz gutes Album am Start hatten, Amoral und noch eine Band an die ich mich jetzt leider nicht mehr erinnern kann. Aufjedenfall war das damals auch mein aller erstes Heavy Metal Konzert das ich besucht habe...und dann direkt zu Dark Funeral - ich hätte mir einen schlimmeren einstieg in die Konzertwelt vorstellen können
Der Auftritt war der absolute Wahnsinn. Die Band ist damals im Musikzentrum Hannover aufgetreten, eine recht kleine Halle, die damals aufgrund von Glatteis und Schnee auch nur zu einem drittel mit Besuchern gefüllt war. Aber Alle Bands haben geliefert und es war ein verdammt geiler Abend. Auch weil Emperor Magus Caligula eine beeindruckende Bühnenpräsenz hatte - wie der Hüne mit seinem Pentagramm Brustpanzer und Corpsepaint und nassen Haaren, die ihm ins Gesicht fallen da in der Mitte der kleinen Bühne stand und mit voller Inbrunst die alten und neuen Songs herausgebrüllt hat, wird auf ewig eine meiner liebsten Konzerterinnerungen bleiben.
Die "Attera Totus Sanctus", "Diabolos Interium" und die "Where Shadows forever reign" werden (in genau dieser Reihenfolge) immer meine Lieblingsalben der Band bleiben.
Und ich finde es auch echt schade, dass die "Attera Totus Sanctus" immer so ein wenig unter den Tisch fällt, oder gar belächelt wird - gebt ihr noch mal eine Chance.
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