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Ich finde die Obsidian Conspiracy richtig gut, tolle Songs und auch die 2 Coverversionen sind mehr als gelungen. Auf jeden Fall besser als This Godless Endeavor, mit der Scheibe bin ich seit erscheinen nie richtig warm geworden. Leg ich zusammen mit der Enemies am seltensten auf.
Mein absolutes Lieblingsalbum ist die Politics of Ecstasy.
Nach dem Lob hier muss dringend mal wieder die In Memory EP hören, ist irgendwie bei mir in "Vergessenheit" geraten.
Ach ja hier die Liste:
The Politics of Ecstasy
Dead Heart in a Dead World
Nevermore (Debüt)
The Obsidian Conspiracy
Dreaming Neon Black This Godless Endeavor
Enemies of Reality
Hier meine etwas umfangreichere Einschätzung des Bandkatalogs, vor allem deshalb frisch, da ich alle Scheiben mir gestern und Heute noch mal gegeben habe.
Nevermore - 1995
Wahlweise auch als dritte Sanctuary zu betrachten gibt es hier mächtig eine vor den Latz. Abwechslungsreiches Songwriting trifft auf eine sehr viel trockenere und erdigere Produktion als es noch auf der Into The Mirror Black der Fall war. Das Songwriting besticht dadurch, dass Warrel Danes Stimme sehr variabel eingesetzt und in sehr umfangreiche Riff-Strukturen eingebettet wird. Merkt man vor allem beim Garden Of Grey und Sea Of Possibilities. Mit The Hurting Words gibt es nebendran noch die eindringlichst gesungene Ballade von Nevermore überhaupt. Was der Kerl hier am Mikro abzieht ist noch von dieser Welt. Wahnwitz. Ein Album, was ohne übergeordnetes Thema doch einen ganz großen "Flow" vorweisen kann und nicht nur eine erste Spitze des Nevermore'schen Schaffens ist sondern IMO auch ein absolutes Highlight. Sehr zu empfehlen in der Remasterd-Edition, da hier mit The System's Failing ein weiterer Song enthalten ist, der einfach nur großes Kino ist und das Spiel zwischen Warrels hoher und tiefer Stimme einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis stellt. Auch ist World Unborn drauf, was die Demo zum 2005 erschienen A Future Uncertain darstellt.
In Memory EP - 1996
Von den meisten Fans in den höchsten Himmel gelobt, finde ich die 5 Track-EP die weit aggressiver zu Werke geht und ein gelungenes Intro zur Politics darstellt, gar nicht mal so geil. Warrel Danes Stimme geht gerade in Optimist Or Pessimist und der Titeltrackballade im Mix einfach mal völlig unter. Allgemein finde ich die Produktion bei weitem nicht so klar und differenziert wie auf dem Vorgänger und dem Nachfolger. Dafür hats aber mit Silent Hedges / Double Dare das geilste Cover aller Zeiten (Band übergreifend) mit drauf und für mich DER Kaufanreiz. Allein wegen diesen Covers freu ich mich diebisch auf das kommende Warrel Dane-Solowerk was ja nur solche Covers bieten wird. Interessante Randnotiz: The Sorrowed Man war textlich der erste Sanctuary-Track der jemals geschrieben wurden ist, meinte Dane mal innem Interview. Hätten sie damals aber nicht verwandt, da er nicht auf die Alben gepasst hätte. Ich find den song und vor allem den Text bockstark und weit besser als den Rest der EP.
The Politics Of Ecstasy - 1996
Immer ein wenig belächelt und bei vielen im Schatten der übermächtigen Nachfolger, ist es eigentlich mittlerweile fast min Lieblingsalbum der Band. Mit This Sacrament hat die Band mich damals bekommen, der Titeltrack ist das fieseste Thrashmonster was es überhaupt von Nevermore gibt und das abschließende 42147 und The Learning ist einfach nur ein 15 Minütiger Musikorgasmus. Allgemein ist sowieso The Learning der mächtige Track der Band. Aufbau, Text, völlige Abgedrehtheit in der Itensität an vielen Stellen und das Hin- und Her zwischen ruhigen und krachigen Parts sucht halt einfach seines gleichen. Wieder mal der Beweis, dass großartige Musik manchmal doch Drogen (hier: LSD) braucht. Auch erwähnenswert ist die furztrockene Produktion, die perfekt zugeschnitten sind zu Songs wie The Tianenmen Man und Passenger, dem gelungenen Experiment, dass Doom-Versatzstücke perfekt zum Bandsound passen können. Mit Lost hatte ich lange Zeit meine Probleme, vor allem da es nach dem fiesen Titeltrack kommt der einfach alles wegshreddert, aber mittlerweile liebe ich auch diesen Song. Die Dramatik von Next In Line, ein Nachfolger zu C.B.F. eventuell vom Text her, finde ich ungeschlagen, selbst in Anbetracht des Nachfolgewerkes.
Dreaming Neon Black - 1999
Warrel Danes Seelenstriptease und Jeff Loomis endgültiger Antritt in den Gitarrenolymp. Damit wäre diese Platte herrlichst beschrieben. Durch die Zunahme eines weiteren Gitarristen, der lustigerweise im Death Metal seine Wurzeln hat was man hier und da IMO raushört, und der Änderung der Produktion wirkt das Album komplett anders als ALLES andere im Bandkatalog. Es ist verwaschener im Mix, was aber zur Thematik passt. Eine furztrocken und mega-differenzierte Produktion wie früher hätte der Platte nicht gut getan. Lyrisch sollte das Konzept (Warrel singt über den Verlust seiner ehemaligen Freundin und begeht hinterher den lyrischen Selbstmord) ja ausreichend bekannt sein. Musikalisch werden hier so viele Register gezogen wie vorher nicht - und nacher lustigerweise halt auch nicht. Ob es die ange-doomte- Ballade The Lotus Eater und einfach nur ein megabrecher wie No More Will oder The Death Of Passion ist: Die musikalische Spannweite war nie höher. Und auch von den Vocallines, der reinen Abwechslung, wird hier alles menschenmögliche gemacht. Langgezogene, mit wenig Worten bestückte Refrains wie Cenotaph (oder Lotus Eater) oder auch das komplette Gegenteil wie im Titeltrack, der sowieso alles schlägt. Es gibt hier alles. Sogar wahnwitzige Soli von Loomis, auch wenn die deutlichst (!) im Hintergrund geraten sind, wenn man die anderen Werke als Referenz betrachtet. Über allem steht die völlig schwarze Atmosphäre, die fast schon ins tödliche geht.
Wer übrigens die US-Version des Albums hat, mit dem anderen Cover, und sie loswerden will: Ich freu mich gerne über Angebote *g*.
Das Hitalbum der Band. Darüber dürfte es keine große Diskussion geben. Die hatten Nevermore so viele leicht verdauliche, fast schon einfache Tracks geschrieben, die so dermaßen ins Ohr gingen und dennoch immer ein paar Details beinhalteten die die tracks auch noch nach Jahren interessant gemacht haben, wie hier. Loomis hat hierfür das erste Mal die 7-Saiter ausgepackt, was man bei Songs wie Inside Four Walls und Engines Of Hate auch deutlich wahrnimmt. Lyrisch ist es IMO ein Schritt zurück, denn es gibt hier sowohl persönliche Texte wie den Titeltrack oder The Heart Collector oder auch Believe In Nothing, aber auch wird wieder die Thematik der Sozialkritik und Wissenschaftskritik ausgepackt, die man ja schon aus der Politics kennt. Das Ganze findet halt so schön inszeniert statt, dass ich auch nach 70-80 Durchläufen der Scheibe meine helle Freude dran habe, Warrel Dane beim Kläffen und Beißen gegen die Gesellschaft zuzuhören. Wie schon auf der Politics gibt es auch hier alte Musikzitate. War es auf der Politics das Beatles-Zitat "Lucy In The Sky With Diamonds" werden hier Frankie Goes to Hollywood mit "Welcome To The Pleasuredome" zitiert. Mehr Worshipping gibt es dann in der umstrittenden Coverversion von "Sound Of Silence" die bis auf das Eröffnungsriff und der Vocalline so rein gar nichts mit dem Orginaltrack zu tun hat - dafür aber das mit ABSTAND härteste Lied der Platte darstellt. Was man ebenso sofort raushört, ist das nun Andy Sneap für die Produktion zuständig ist. Denn der sound ist viel plastik-ähnlicher geworden und bei weitem nicht mehr so organisch wie zuvor. Passt aber prima zu den Songs und genau darum habe ich damit auch keine Probleme. Im Gegensatz zu den kommenden Alben können hier die Songs auch noch kräftig atmen.
Enemies Of Reality - 2003 (Remastered)
Ich gebe zu: Ich kenne vom Orginalmix nur den Titeltrack und den habe ich lange nach dem Remaster kennengelernt. Das war aber derart grausig, dass ich mich niemals mit dem Orginalmix beschäftigen wollte. Denn die Platte hört sich im Remaster einfach nur perfekt an. Sie ist zwar songtechnisch IMO nicht wirklich perfekt, aber sie gefällt mir gut. Der Beginn mit dem Titeltrack shreddert einfach nur alles weg. Das ist härter und böser als die Dead Heart und die Dreaming zusammen. Leider geht es genau so weiter, denn Ambivalent als auch Never Purify können das Niveau einfach nicht halten. Sind für mich zwar keine Ausfälle aber halt auch nicht das beste, was Nevermore je gemacht haben. Schön dagegen ist, dass die Platte danach irre abwechslungsreich wird. Es gibt eine Ballade (Who Decides), eine Halbballde (Tomorrow Turned Into Yesterday) und ein höchst abwechslungsreichen und mit kleinen Death Metal-Versatzstücken angereicherten Rausschmeißer die alle 3 zu meinen Alltime-Faves der Band gehören. Leider gibt es aber auch den Hit I, Voyager den ich als den schlechtesten Song der Band betrachte und so gut wie nie höre, außer ich hör mir die Scheibe am Stück an. Man merkt schon, dass die Jungs zum Zeitpunkt der Aufnahme mit dem Rücken zur Wand standen. Century Media hat damals ein wenig rumgebockt wegen Vertragsverlängerung, das Budget zu den Orginalaufnhmen war defacto sehr gering und das heftige Touren (mit Alkohol und Drogen) hat wohl auch schon damals mächtig am Bandgefüge gerüttelt. Plus das ewige Theater mit dem zweiten Gitarrist. Nevermore hatten bis dahin glaube ich mindestens 3 zweite Gitarristen, die aber nie lange blieben, angeheuert.
This Godless Endeavor - 2005
Und nur 2 Jahre später kam das Überwerk der Band Nummer 2 raus. War die Dreaming der Abschluss mit dem alten Produzent Neil Kermon und war DAS Werk der Frühphase, kann man die Godless mit Fug und Recht als krönenden Abschluss von Andy Sneap betrachten. Der erste Höhepunkt der Scheibe ist gleich das Trio, was die Scheibe eröffnet, nämlich Born (The Retribution Of Spiritual Sickness), Final Product und My Acid Words. Schnell, mega hart und doch sehr eingängig. Praktisch das Gegenteil zum Vorgänger, auch deshalb weil die Qualität der Songs einfach brechend hoch ist. Danach folgen zum teil sehr komplexe und vertrackte Songs, die lange zeit brauchen um zu zünden. Ich weiß noch, wie lange ich gebraucht habe, bis ich Psalm Of Lydia und Bittersweet Feast super fand. Es ist eine Platte, die vor allem im Mittelteil (abseits von Sentient 6 der die Mensch/Maschinen-Story zu Ende bringt) erarbeitet werden möchte. Das braucht Zeit. Mit A Future Uncertain wird dann eine Uraltidee von 1992 noch mal neuaufgelegt und viel besser dargeboten. Interessant ist vor allem auch, dass in den Credits der Platte nicht nur Loomis und Dane als Songwriter erwähnt werden, sondern der damalige zweite Gitarrist, Steve Smyth der laut damaligen Interviews 3 Songs komponiert hat. Darunter eben das neuaufgelegte A Future Uncertain und für mich überraschend auch Sell My Heart For Stones, was irgendwie wie ein Nachfolgetrack zu Dreaming Neon Black klingt und das nicht nur lyrisch. Der abschließende Titeltrack ist musikalisch in einem ähnlichen Gewand wie The Learning von der Politics. Lang, mit vielen Dynamik und viel Abwechslung. Und einem Warrel Dane, der sein ganzes Stimmvolumen ausreizt.
The Obsidian Conspiracy - 2010
Nachdem Loomis und Dane ihre soloeskapaden mit hoher Qualität abgeschlossen hatten, ging es mit Warrel Danes Solo-Produzenten Peter Wichers ans neue Werk. Es sollte praktisch analog zu Metallica das "schwarze Album" werden, nachdem das Vorgängerwerk opulent, verkopft und progressiv bis zum Geht Nicht Mehr war. Also wurden die Songs runtersimplifiziert, kürzer und prägnanter gehalten. Man könnte sagen, man hat sich ein wenig an der Dead Heart orientiert. Man hat nur ein paar Fehler gemacht: Während die Dead Heart große songtechnische Experimente bei aller Hitlastigkeit eingegangen ist (der Anfang des Titeltracks, das Cover von Sound Of Silence, We Desintegrate als Gesamtsong oder auch die Spoken Word-Passage aus Inside Four Walls), fehlt das alles auf dem letzten Werk. Hier gibt es einfach nur 10 simple Songs. Natürlich, sie sind mit dem Gitarrenspeed von Loomis größtenteils sehr schnell vorgetragen und Warrel Dane macht hier gesangstechnisch (gerade mit dem Hintergrund seines Soloalbums) auch viel gutes aber die Platte hat einen Knackpunkt: Sie ist ZU simpel. Darunter leidet vor allem der Raum, dem Warrel Dane geboten wird - er nutzt ihn nicht so gut, wie er vorhanden ist. Loomis und Attila Vorus (der mal wieder neue zweite Gitarrist, nachdem Steve Smyth erst krankheitsbedingt die Tour canclen musste und schließlich schlicht ausgestiegen ist) hätten ein wenig druckvoller gemixt werden können. Die Platte wirkt trotz aller Klasse (ich mag sie echt gerne) einfach unvollständig und nicht zu Ende gedacht. Das merkt man auch am Schlagzeugspiel von Van Williams, was bei weitem nicht so ideenreich und vortuos ist, wie auf allen anderen Scheiben. Und zu Guter letzt haben mindestens 2 Songs nämlich Without Morals und She Comes In Colors ein wahnsinnig hohes Abnutzungspotential, was es davor auch noch nie gegeben hat. Wäre man böse, könnte man meinen, die Band sei kreativ am Ende und hat nichts mehr zu sagen. Als Gegenbeispiel dazu stehen aber der völlig wahnwitziges Titeltrack der in meiner persönlichen Top5 der meistgehörten Nevermoretracks überhaupt ist (nicht zuletzt wegen dem superben Text), das Eröffnungsduo und Blue Marble and the New Soul, eine der schönsten Balladen überhaupt. Es gibt halt nicht nur Schatten auf dem Ding, es gibt auch viel Licht.
Nevermore 10/10
In Memory 7,5-8/10
The Politics Of Ecstasy 10/10
Dreaming Neon Black 10/10
Dead Heart In A Dead World 10/10
Enemies Of Reality 8,5/10
This Godless Endeavor 10/10
The Obsidian Conspiracy 9/10
Ich halte seit langer Zeit kein einziges Nevermore-Album länger als 4 Songs aus. Zunächst hab ich richtig Bock drauf und mit der Zeit geht mir dann so ziemlich alles auf den Keks.
Nevermore 10/10
In Memory 7,5-8/10
The Politics Of Ecstasy 10/10
Dreaming Neon Black 10/10
Dead Heart In A Dead World 10/10
Enemies Of Reality 8,5/10
This Godless Endeavor 10/10
The Obsidian Conspiracy 9/10
Mit dem meisten, was du geschrieben hast, gehe ich absolut konform (bei den Bewertungen gibt's allerdings deutliche Abweichungen), nur bei zwei Sachen sehe ich es wirklich komplett anders:
Die "In Memory" ist für mich mit am besten (nach "Dreaming Neon Black) und neben dem Coversong (zu dem wir offenbar die gleiche Meinung haben) ist für mich da noch "Matricide" ein absoluter Überhit!
Zu "Obsidian Conspiracy" habe ich insgesamt zwar eine ähnliche Meinung, aber gerade "She Comes In Colours" zählt da für mich - neben "And The Maiden Spoke" zu den besten Songs, da diese im Albumkontext schon auffallen und als einzige weniger vorhersehbar/typisch oder nach "Nummer sicher" klingen.
Der Titelsong ist aber auch für mich noch ein drittes Highlight auf der Scheibe, obwohl (oder vielleicht auch weil) der halt am ehesten an die besseren vergangenen Taten erinnert.
Matricide ist wohl der Nevermoresong, der bei mir die kürzesze Halbwertszeit aller Zeiten hat. Ich glaube nach 15 oder 20 Mal hören konnte und wollte ich nicht mehr. Ich weiß nicht, IMO funktioniert der mit der Produktion nicht so gut. Weil auf der Live-DVD finde ich den superb. Bei She Comes In Colors nervt der Chorus, der wirkt fast schon... ja dumm irgendwie. 2-Zeilen-Wiederhole kann halt irgendwie jeder. Noch schlimmer ist da Without Morals, der von Dane vor der Veröffentlichung hochgehyped wurden ist ohne Ende mit dem "besten Chorus seit Born!" und am Ende nervt genau der Chorus mich einfach nur megahart an.
Insgesamt schwierig, sich für einen Favoriten zu entscheiden. This Godless Endeavor ist definitiv die Monumentalste und irgendwo auch die radikalste. Deas ist Nevermore auf die Spitze getrieben. Ich verehre dieses Album immer noch, trotz des alles zuballenden Sounds. Aber der gehört für mich einfach dazu. Als die Platte rauskam, hat mich das gar nicht gestört. Die Kritik an dieser Art von Produktion kam erst ein paar Jahre später in Mode...
Emotional am wichtigsten ist sicher Dead Heart, das hat mich zum Fan gemacht (obwohl ich die Band seit Politics... kannte, was ich 1996 aber noch nicht kapiert hatte). Die Platte hab ich bis zum Erbrechen gehört und die Tour zusammen mit Annihilator ist bis heute die beste, auf der ich je war. Vom Songwriting her ist das sicher auch die beste.
Die dritte im Bunde ist Dreaming Neon Black, weil sie als pechschwarzes Gesamtkunstwerk ziemlich einzigartig ist, nicht nur auf Nevermore bezogen. Eine dieser Platten die so authentisch ist, dass man sie eigentlich nicht wirklich "gut" finden kann, so ähnlich wie auch Fear of Gods "Within the Veil".
Die anderen Alben kommen dahinter, wobei es ein schlechtes Nevermore-Album nicht gibt. Auch an The Obsidian Conspiracy hatte und habe ich großen Spaß, weil ich die reduziertere, straightere Ausrichtung nach den Overkills Enemys of Reality und TGE als genau den richtigen Schritt empfand. Noch weiter in diese Richtung hätten sie unmöglich gehen können.
Enemies ist übrigens das Album, mit dem ich am wenigsten anfangen kann. Krass, klar, aber da ist auch schon viel ziemlich sinnloses Gewichse von Loomis rauf. So richtig aufgegangen ist dieses Konzept erst auf dem Nachfolger.
Politics of Ecstasy mag ich für seine kalte, harte, fast "gläserne" Ausrichtung. Und für Loomis' rasiermesserscharfe Riffs und die giftigen Texte. Das Debut habe ich bis heute nicht, das ist wohl ziemlich eindeutig die, die mir am wenigsten gibt.
Dead Heart in a Dead World vereinte für mich das Beste aller Vorgänger-Alben und setzte in jedem einzelnen Song noch einen drauf. Alle Alben, die danach kamen, waren ebenfalls klasse, boten aber letztendlich nicht mehr so viel Neues wie es Dead Heart getan hatte.
Ich mag eigentlich alle NEVERMORE Alben, aber ich denke DREAMING NEON BLACK, ist wohl mein Favorit. Allerdings singt Warrel Dane auf dem SANCTUARY Debüt so genial, wie er es nie wieder danach getan hat...
1: Dreaming Neon Black
2: Nevermore
3: This Godless Endeavor
4: The Politics Of Ecstacy
5: In Memory
6: Dead Heart In A Dead World
7: Enemies Of Reality
8: The Obsidian Cospiracy
Mein Lieblingsalbum ist definitiv "Dead Heart In A Dead World" - auf dem Album sind nur perfekte Stücke.
Ich finde auch "This Godless Endeavor" super, aber ich sehe es nicht als absoluten Meilenstein und absolutes Highlight der Band-Diskographie, wie es von vielen oft dargestellt wird. Ich störe mich ein wenig an der Produktion, aber abgesehen davon finde ich das Songmaterial auf ein, zwei anderen Alben noch stärker.