"Das erste Mal ist am schönsten": Eure ersten Berührungspunkte mit Bands, die die besten bleiben

MrPsycho

Till Deaf Do Us Part
Sicher hat jeder schon mal das folgende Phänomen erlebt: Man hört einen für sich neuen Song einer noch unbekannten Band und ist hin und weg. Das erste Album dieser Band muss her (auf dem natürlich genau auch dieser Song drauf ist) und läuft rauf und runter im Player, weil die übrigen Nummern - klar - ebenfalls sehr zu gefallen wissen. Spätestens nach der 15en Wiederholung der Platte weiß man: Es ist Liebe und der Rest der Diskografie muss sich natürlich auch gegeben werden. Stück für Stück arbeitet man sich, entweder chronologisch oder wild durcheinander, durch die anderen Alben durch. Aber dieser eine Wow-Effekt der ersten Berührung mit dieser Band, dieses erste "Geil, das isses!" lässt sich nicht reproduzieren. Sicher, alle anderen Alben sind auf ihre Art und Weise auch äußerst stark, aber der "persönliche Klassiker" wird immer genau dieser erste Song bzw. dieses erste Album bleiben, dass man von ebenjenem Interpreten oder Band gehört hat. Auch die generell abgehuldigten "Klassiker" dieser Band lassen einen nur etwas schmunzeln, während man weiß: Nein, so toll wie "mein erstes Mal" mit dieser Band ist und wird das alles nicht. Und wenn es auch bedeutet, dass man selbst mit einem eher wenig gemochten Album eingestiegen ist, es bleibt immer dieser eine ganz besondere "Me-Moment", der Zenit, den die Band nie wieder so ganz für einen selbst - weder mit alten Klassikern oder neuen Releases - erreichen kann. Denn - entweder aus musikalischen oder persönlichen Gründen beim ersten Horch - war es einfach genau die richtige Musik zur richtigen Zeit.

Paradebeispiel bei mir ist hier wohl die Soundtrack To Your Escape von In Flames: Für mich persönlich eines der besten, wenn nicht das beste Melodeath-Werk aller Zeiten, was v. a. meiner subjektiven Geschichte mit der Platte geschuldet ist. Denn rund 20 Jahre ist es nun her, dass mir ein damals guter Bekannter zu Schulzeiten über ICQ (ja, das gab's damals noch) eine Datei namens thequietplace.mp3 zukommen ließ. Es sollte mein erster Berührungspunkt mit der Musik etwas härterer Gangart sein, mit einer Band, von der ich bis zum damaligen Zeitpunkt noch nie etwas gehört habe. Klar, dass ich mir dann als 16-jähriger Steppke bald das zugehörige Album holen musste - ebenfalls eines der ersten Stücke meiner mittlerweile doch ganz ordentlichen CD-Sammlung. Daher dürfte einleuchtend sein, dass STYE für mich in jeglicher Hinsicht ein mehr als besonderes Album war - und auch immer noch ist. Speziell mit The Quiet Place habe ich In Flames kennen und lieben gelernt, der Sound, den die Schweden da auf dieser Platte kreiert haben, war für mich einfach der nie wieder erreichte Inbegriff dieser Band. Krachende Gitarrenwände, ein wunderbares Gleichgewicht zwischen Clean- und Melodeath-Gesang, viel, aber nicht zu viel Keyboard sowie angenehm melodisch-catchy und - zugegebenermaßen - nicht zu anspruchsvoll für den Hörer. Nahezu jeder Song war und ist da für mich ein Hit, das Album hält ein konstant hohes Niveau. Dead Alone, My Sweet Shadow, Superhero Of The Computer Rage, Dial 595-Escape,... allein während ich diese Titel hier niederschreibe, beginnen die Songs in meinem Kopf zu laufen und ich fühle mich in den heißen Sommer 2006 zurückversetzt, als ich zum ersten Mal auf diese Art von Musik stieß. Das waren "meine In Flames", so musste die Band für mich klingen - die wabernden Keyboards am Anfang von The Quiet Place bereiten mir bis heute Gänsehaut. Deswegen kann ich auch - bis heute - mit der übrigen Phase rund um dieses Album am meisten anfangen (Colony bis einschließlich Come Clarity). Ja steinigt mich, bei mir stinkt auch die frühe Phase bis einschließlich Whoracle gegen die STYE gnadenlos ab, die In Flames-Speerspitze wird für mich aber immer die STYE bleiben, denn der angenehmen Zugänglichkeit und genau dem Sound dieses Albums verdanke ich einfach auch persönlich ein Stück weit die Neugier an hiesiger Musik sowie das Interesse, selbst ein Instrument zu erlernen.

Weitere honorable mentions der nie wieder erreichten, subjektiv auf ewig besten "ersten Male", die mir gerade - insbesondere aus meiner frühen Metal-Zeit - aus dem Stegreif einfallen:

- Hate Crew Deathroll von Children Of Bodom
- Natural Born Chaos von Soilwork
- In The Arms Of Devastation von Kataklysm
- All Hope Is Gone von Slipknot
- Fate Of Norns von Amon Amarth
- Thornography von Cradle Of Filth (kein Scheiss, ich mag die von der ganzen Disko wirklich am liebsten :D)

Was könnt ihr da so berichten, welche "ersten" Alben oder Songs habt ihr besonders ins Herz geschlossen?
 
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ICQ... Himmel hilf, das hatte ich auch damals :jubel:

So schön ausführlich wie du kann ich gerade nichts beitragen. Aber vorhin musste ich an Queensryche und deren Promised Land denken. Einen Titel dieses Albums (weiß nicht welchen) muss ich irgendwo gehört haben. Vielleicht auf einem Metal Hammer Sampler, da habe ich ein paar im Regal...

Auf jeden Fall musste das Album dann als LP her und es hat mich gepackt. Damals habe die Lyrics sogar übersetzt und alles niedergeschrieben... Sagenhaft :D Noch heute kann ich jedes Wort mitsingen und alles andere punktgenau mitbrummen... Dieses Album ist in meinem Herz und bleibt da...

Und: Queensryches Empire und Operation Mindcrime mag ich auch, aber die reichen nicht heran. Auch wenn es ja die "Klassiker" sind...

So ist es :-)
 
Bei mir tatsächlich weniger so. Bei mir waren es oft anfangs Live Alben oder Bestoffs. Habe halt blind, d.h. ohne Wissen was für Formate es eigentlich gibt, gekauft, wo am meisten Songs drauf waren. Und für viele meines Lieblingsbands, bin ich auch zu spät gebohren. Und dann kamen die richtig guten frühen Alben erst später, da man erstmal nur das Aktuelle bekommen hat...
 
Mein erster selbstgekauftes Album war die "American Idiot" von Green Day, und besonders der Song "Jesus of Suburbia" hat sich mit seinen zahllosen Änderungen und Ohrwurmparts auf 9 Minuten auf ewig in mein Hirn gebrannt. Als Teenager hat mich die Geschichte von den orientierungslosen Jugendlichen natürlich angesprochen (obwohl ich natürlich nicht alles verstand).

Was habe ich das Album hoch- und runter gehört während ich mit der U-Bahn durch die Stadt gefahren bin. Meine Freunde konnte ich mit der Band eher nicht begeistern, aber bis heute höre ich die Band, das Album und besonders diesen einen Song, sehr gern.

Der Nachfolger "21st Century Breakdown" war auch noch klasse und schlug in eine ähnliche Rock-Oper-Kerbe, doch danach begeisterte die Band nie mehr so sehr. So bleiben Green Day für mich vor allem eine nostalgische Jugendband.
 
Es gibt nur wenige Bands, die ich in so einem richtigen Flash erlebt habe, aber da, wo es passiert ist, war es wirklich außergewöhnlich. Das Paradebeispiel dafür sind für mich Blue Öyster Cult. Das war einer dieser Namen, die ich immer wieder gelesen hatte, aber von denen ich eigentlich keinen einzigen Song gehört hatte. Dann, im März 2012, ging's von der Uni aus mit der Arbeitsgruppe zur DPG-Frühjahrstagung an der TU Berlin, und an einem Nachmittag später in der Woche fuhren ein paar Kollegen und ich zum Alexanderplatz und suchten da unter anderem die Saturn-Filiale aus. Und während der eine Kollege da mit "Street Fighter IV" für PC oder so glücklich war, griff ich bei dieser "Original Album Classics"-Sammlung (mit "Cultösaurus Erectus", "Fire Of Unknown Origin" und "The Revölution By Night" sowie "On Your Feet Or On Your Knees" und "One Enchanted Evening") eben von BÖC zu.

Gut, angehört habe ich mir das dann auch erst, als ich wieder zuhause war, aber das hat unglaublich eingeschlagen. Schon bei diesem ultrapräzisen Beat im "Fire Of Unknown Origin"-Titeltrack bin ich förmlich vor Staunen nur so erstarrt. Das war einfach die perfekte Mischung aus trockenem Rock-Groove, futuristischen Synth-Sounds und Ohrwurmmelodie, die ihresgleichen suchte. Mir kam's sogar ein klein wenig vor wie der Vorläufer von Warlords "Deliver Us" - und in "Burnin' For You" ging's gleich noch eine Spur cooler weiter. Dann wiederum das bedrohliche "Veteran Of The Psychic Wars" und das verspielte "Sole Survivor"... okay, danach fand ich "Heavy Metal: The Black And Silver" etwas zu direkt (und so hart, wie der Titel versprach, war es dann doch nicht), aber der Reigen ging dann noch mit der pfeifenden Melodie von "Vengeance (The Pact)", der wiederum perfekten, hintergründigen Düsterstimmung von "After Dark", dem völlig bekloppten "Joan Crawford" und schließlich nochmals dem nachdenklichen, erneut eine Drohkulisse aufbauenden "Don't Turn Your Back" weiter. Perfekt also! Und in diesem Zug gefiel mir dann auch noch "Cultösaurus Erectus" kaum weniger gut, wobei es auch hier der kräftige Anfang mit dem harten, aber filigranen "Black Blade", dem zappeligen "Monsters" und dem Synth-doomigen "Divine Wind" war, der mich sogleich mitgezogen hat. Okay, die restliche Platte steht dann natürlich etwas hinter "Fire Of Unknown Origin" zurück, aber für sich genommen sind "Deadline", "The Marshall Plan", "Hungry Boys" und "Lips In The Hills" eben auch nicht weniger als Knaller. Und ja, das habe ich dann alles rauf und runter gehört.

Kleiner Einschub an dieser Stelle: Das Frühjahr 2012 war für mich selber auch eine sehr schöne Zeit. Besagter Berlin-Ausflug stand nämlich mehr oder weniger am Ende dreier sehr intensiver Monate meines Master-Studiums. Erst hatte ich mich Anfang des Jahres für einen Vortrag (in irgendeinem Optik-Seminar, dessen Name ich mittlerweile vergessen habe - doch, jetzt fällt's mir wieder ein: "Strahlungspropagation in kleinskalig strukturierter Materie") bei einem von mir eigentlich gefürchteten Prof vorbereitet, bei dem ich keine zwei Jahre zuvor mit Pauken und Trompeten (einschließlich der Anregung, ich möge doch bitte drüber nachdenken, ob dieses Studium das Richtige für mich wäre - nach fünf Semestern, is' klar...) durch eine mündliche Prüfung hatte rasseln lassen. Das lief aber überraschend locker (Note 1,3?!), aber das war nur der Auftakt: In den folgenden zwei Monaten kamen noch eine Klausur (Nebenfach Informatik: Algorithmen und Programmierung I), eine Hausarbeit (Seminar Laserphysik), eine mündliche Prüfung (Vorlesung Allgemeine Relativitätstheorie) dazu, und das Poster für die Tagung musste ich ja auch noch vorbereiten. Das sah alles nach einem irrsinnigen Haufen Arbeit aus... aber ich habe das alles sogar ziemlich gut hinbekommen. Und da war hinterher die Bekanntschaft zu solcher Musik, die Cabriofahren in Kalifornien ebenso klanglich abbildet wie bizarrste American Gothic, einfach das Sahnehäubchen drauf.

Der Vollständigkeit halber: Die übrigen BÖC-Alben der 70er habe ich in den folgenden Monaten eigentlich auch noch rangeholt, aber kurioserweise liefen davon bei mir eigentlich nur "Spectres" (die sich wiederum sehr weit oben einreiht) und "Secret Treaties" vergleichbar oft bei mir, während das Debüt, "Tyranny And Mutation", "Agents Of Fortune" und "Mirrors" mich komischerweise nie so ganz gepackt haben. Vielleicht hat hier dieser Schwung in meinem Leben etwas nachgelassen, obwohl das Studium danach super weiterlief - vielleicht war der Mai ein kleiner Dämpfer, bei dem mir das auf dem Papier optimale Himmelfahrtswochenende (AC/DC-Fancamp in der Nähe von Leer mit 77 und Burning Alive am einen Abend sowie der Coverband Hole Full Of Love am anderen) von einer fiesen Erkältung versaut wurde, die natürlich diesen Glauben, unbesiegbar zu sein, schon ein wenig zerfallen lassen hat.

Andere Bands, die ich dann zu anderen Zeiten mal wie im Fieber in alle möglichen Richtungen ausgetestet hatte, waren z.B. Jethro Tull oder die 70er-Deep Purple, und bei einzelnen Alben sticht z.B. "Silent Knight" von Saga heraus. Aber das sind dann wohl Geschichten für einen anderen Tag.
 
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2007, nach Schulschluss/Vorlesungsende zwei Kumpels eingesammelt und auf die Reise nach Herrenberg bei Stuttgart begeben. Ziel war das Be Part Festival mit seinem erstklassigen Mix aus Crust und Punk.

Schon die Anreise war lustig, noch ohne Navi und mit ausgedruckter Anfahrtsbeschreibung haben wir uns erstmal schön verfahren und sind irgendwie nur von Hinten an die Nähe der Location und den Zeltplatz gekommen. Leider standen wir aber in einer Sackgasse und vor uns führte nur ein kleiner Fußgängertunnel, bestimmt 50m, zum erlösenden Festivalgelände. In Ermangelung von Ortskenntnis und Geduld haben wir uns dann entschieden, mit dem Punto uns durch diesen Tunnel zu zwängen um das zu sehende Ziel nicht aus dem Sichtfeld zu verlieren. Die Blicke der anderen Zeltenden waren auf jeden Fall super, als wir direkt aus dem Tunnel am Sportplatz auf der angedachten Zeltwiese landeten. Da wir auch erst Freitag anreisten und das Festival schon am Donnerstag begonnen hatte, war diese auch schon gut gefüllt.

So, genug Vorspiel, ich kann mich noch an Kamikaze, Cwill, Mönster, Leadershit, Nagasaki Nightmare, Guerilla, Bombenalarm und Blünt erinnern. Zusätzlich zu den unerwähnten Bands hat noch eine Band namens Fall of Efrafa gespielt, die uns gänzlich unbekannt war. Niemals wurde ich vorher, noch im weiteren Verlauf meines Lebens, wieder so von einer unbekannten Band live umgeblasen und begeistert. Es war zwar nur ein 30minütiger Gig und die Band hat gefühlt nur zwei Songs gespielt, ein absolutes, unvorstellbares Novum für ein Punkfestival, aber solch eine Intensität mit dauerhaft herunter gefallener Kinnlade habe ich nie wieder erlebt. Nach dem Gig sofort den bis dato einzig erschienenen Tonträger namens Owsla gekauft und für Monate nicht mehr vom Abspielgerät genommen. Dies entfachte eine Liebe, die bis heute sehr stark anhält und mit einer makellosen Diskografie gesegnet ist. Wenn ich mich richtig erinnere, wurde ein Song vom noch nicht erschienenen Album Elil gespielt welches dann ein paar Monate später veröffentlicht wurde.

Jahrelang, bis die Diskobox erschien, konnte ich als einzigster im erweiterten Bekanntenkreis die Gesamtdisko vorweisen, inkl. der damals auf 300 Stück limitierten Tharn. Das war noch eine nervenaufreibende Jagd nach den LPs. Auch das schon lange nicht mehr mitgemacht. Gab da auf jeden Fall sehr schöne Kontakte mit Labelmenschen und auch bis dahin unbekannten Labels, die meinen Kosmos erheblich bereicherten.
 
2007, nach Schulschluss/Vorlesungsende zwei Kumpels eingesammelt und auf die Reise nach Herrenberg bei Stuttgart begeben. Ziel war das Be Part Festival mit seinem erstklassigen Mix aus Crust und Punk.

Schon die Anreise war lustig, noch ohne Navi und mit ausgedruckter Anfahrtsbeschreibung haben wir uns erstmal schön verfahren und sind irgendwie nur von Hinten an die Nähe der Location und den Zeltplatz gekommen. Leider standen wir aber in einer Sackgasse und vor uns führte nur ein kleiner Fußgängertunnel, bestimmt 50m, zum erlösenden Festivalgelände. In Ermangelung von Ortskenntnis und Geduld haben wir uns dann entschieden, mit dem Punto uns durch diesen Tunnel zu zwängen um das zu sehende Ziel nicht aus dem Sichtfeld zu verlieren. Die Blicke der anderen Zeltenden waren auf jeden Fall super, als wir direkt aus dem Tunnel am Sportplatz auf der angedachten Zeltwiese landeten. Da wir auch erst Freitag anreisten und das Festival schon am Donnerstag begonnen hatte, war diese auch schon gut gefüllt.

So, genug Vorspiel, ich kann mich noch an Kamikaze, Cwill, Mönster, Leadershit, Nagasaki Nightmare, Guerilla, Bombenalarm und Blünt erinnern. Zusätzlich zu den unerwähnten Bands hat noch eine Band namens Fall of Efrafa gespielt, die uns gänzlich unbekannt war. Niemals wurde ich vorher, noch im weiteren Verlauf meines Lebens, wieder so von einer unbekannten Band live umgeblasen und begeistert. Es war zwar nur ein 30minütiger Gig und die Band hat gefühlt nur zwei Songs gespielt, ein absolutes, unvorstellbares Novum für ein Punkfestival, aber solch eine Intensität mit dauerhaft herunter gefallener Kinnlade habe ich nie wieder erlebt. Nach dem Gig sofort den bis dato einzig erschienenen Tonträger namens Owsla gekauft und für Monate nicht mehr vom Abspielgerät genommen. Dies entfachte eine Liebe, die bis heute sehr stark anhält und mit einer makellosen Diskografie gesegnet ist. Wenn ich mich richtig erinnere, wurde ein Song vom noch nicht erschienenen Album Elil gespielt welches dann ein paar Monate später veröffentlicht wurde.

Jahrelang, bis die Diskobox erschien, konnte ich als einzigster im erweiterten Bekanntenkreis die Gesamtdisko vorweisen, inkl. der damals auf 300 Stück limitierten Tharn. Das war noch eine nervenaufreibende Jagd nach den LPs. Auch das schon lange nicht mehr mitgemacht. Gab da auf jeden Fall sehr schöne Kontakte mit Labelmenschen und auch bis dahin unbekannten Labels, die meinen Kosmos erheblich bereicherten.
Einziger
 
2007, nach Schulschluss/Vorlesungsende zwei Kumpels eingesammelt und auf die Reise nach Herrenberg bei Stuttgart begeben. Ziel war das Be Part Festival mit seinem erstklassigen Mix aus Crust und Punk.

Schon die Anreise war lustig, noch ohne Navi und mit ausgedruckter Anfahrtsbeschreibung haben wir uns erstmal schön verfahren und sind irgendwie nur von Hinten an die Nähe der Location und den Zeltplatz gekommen. Leider standen wir aber in einer Sackgasse und vor uns führte nur ein kleiner Fußgängertunnel, bestimmt 50m, zum erlösenden Festivalgelände. In Ermangelung von Ortskenntnis und Geduld haben wir uns dann entschieden, mit dem Punto uns durch diesen Tunnel zu zwängen um das zu sehende Ziel nicht aus dem Sichtfeld zu verlieren. Die Blicke der anderen Zeltenden waren auf jeden Fall super, als wir direkt aus dem Tunnel am Sportplatz auf der angedachten Zeltwiese landeten. Da wir auch erst Freitag anreisten und das Festival schon am Donnerstag begonnen hatte, war diese auch schon gut gefüllt.

So, genug Vorspiel, ich kann mich noch an Kamikaze, Cwill, Mönster, Leadershit, Nagasaki Nightmare, Guerilla, Bombenalarm und Blünt erinnern. Zusätzlich zu den unerwähnten Bands hat noch eine Band namens Fall of Efrafa gespielt, die uns gänzlich unbekannt war. Niemals wurde ich vorher, noch im weiteren Verlauf meines Lebens, wieder so von einer unbekannten Band live umgeblasen und begeistert. Es war zwar nur ein 30minütiger Gig und die Band hat gefühlt nur zwei Songs gespielt, ein absolutes, unvorstellbares Novum für ein Punkfestival, aber solch eine Intensität mit dauerhaft herunter gefallener Kinnlade habe ich nie wieder erlebt. Nach dem Gig sofort den bis dato einzig erschienenen Tonträger namens Owsla gekauft und für Monate nicht mehr vom Abspielgerät genommen. Dies entfachte eine Liebe, die bis heute sehr stark anhält und mit einer makellosen Diskografie gesegnet ist. Wenn ich mich richtig erinnere, wurde ein Song vom noch nicht erschienenen Album Elil gespielt welches dann ein paar Monate später veröffentlicht wurde.

Jahrelang, bis die Diskobox erschien, konnte ich als einzigster im erweiterten Bekanntenkreis die Gesamtdisko vorweisen, inkl. der damals auf 300 Stück limitierten Tharn. Das war noch eine nervenaufreibende Jagd nach den LPs. Auch das schon lange nicht mehr mitgemacht. Gab da auf jeden Fall sehr schöne Kontakte mit Labelmenschen und auch bis dahin unbekannten Labels, die meinen Kosmos erheblich bereicherten.
Herrlich, ich versuche gerade mit aller Macht mir vorzustellen, wie man sich in Herrenberg so hoffnungslos verfransen kann, aber es will mir nicht gelingen. :D
 
2007, nach Schulschluss/Vorlesungsende zwei Kumpels eingesammelt und auf die Reise nach Herrenberg bei Stuttgart begeben. Ziel war das Be Part Festival mit seinem erstklassigen Mix aus Crust und Punk.

Schon die Anreise war lustig, noch ohne Navi und mit ausgedruckter Anfahrtsbeschreibung haben wir uns erstmal schön verfahren und sind irgendwie nur von Hinten an die Nähe der Location und den Zeltplatz gekommen. Leider standen wir aber in einer Sackgasse und vor uns führte nur ein kleiner Fußgängertunnel, bestimmt 50m, zum erlösenden Festivalgelände. In Ermangelung von Ortskenntnis und Geduld haben wir uns dann entschieden, mit dem Punto uns durch diesen Tunnel zu zwängen um das zu sehende Ziel nicht aus dem Sichtfeld zu verlieren. Die Blicke der anderen Zeltenden waren auf jeden Fall super, als wir direkt aus dem Tunnel am Sportplatz auf der angedachten Zeltwiese landeten. Da wir auch erst Freitag anreisten und das Festival schon am Donnerstag begonnen hatte, war diese auch schon gut gefüllt.

So, genug Vorspiel, ich kann mich noch an Kamikaze, Cwill, Mönster, Leadershit, Nagasaki Nightmare, Guerilla, Bombenalarm und Blünt erinnern. Zusätzlich zu den unerwähnten Bands hat noch eine Band namens Fall of Efrafa gespielt, die uns gänzlich unbekannt war. Niemals wurde ich vorher, noch im weiteren Verlauf meines Lebens, wieder so von einer unbekannten Band live umgeblasen und begeistert. Es war zwar nur ein 30minütiger Gig und die Band hat gefühlt nur zwei Songs gespielt, ein absolutes, unvorstellbares Novum für ein Punkfestival, aber solch eine Intensität mit dauerhaft herunter gefallener Kinnlade habe ich nie wieder erlebt. Nach dem Gig sofort den bis dato einzig erschienenen Tonträger namens Owsla gekauft und für Monate nicht mehr vom Abspielgerät genommen. Dies entfachte eine Liebe, die bis heute sehr stark anhält und mit einer makellosen Diskografie gesegnet ist. Wenn ich mich richtig erinnere, wurde ein Song vom noch nicht erschienenen Album Elil gespielt welches dann ein paar Monate später veröffentlicht wurde.

Jahrelang, bis die Diskobox erschien, konnte ich als einzigster im erweiterten Bekanntenkreis die Gesamtdisko vorweisen, inkl. der damals auf 300 Stück limitierten Tharn. Das war noch eine nervenaufreibende Jagd nach den LPs. Auch das schon lange nicht mehr mitgemacht. Gab da auf jeden Fall sehr schöne Kontakte mit Labelmenschen und auch bis dahin unbekannten Labels, die meinen Kosmos erheblich bereicherten.
oh ja, das war ein absolut geiles Festival! Alle Ausgaben. Und FOE gehören zu den für mich prägendsten 2000er Bands at all.
 
Super, schon einiges an wunderbaren und tollen Musikgeschichten dabei - macht total Spaß, zu lesen!

Nachdem auch ich am Wochenende mal wieder meine Sammlung etwas durchstöbert habe, ist mir in dieser Hinsicht noch die The Number Of The Beast von Iron Maiden in die Hände gefallen: Auch eines meiner "Frühwerke" als Metal-Jungspund, als erstes IM-Album überhaupt bei einer dieser 4-für-3-Aktionen beim Müller geholt und bis heute gefeiert. Allein wegen dem Titeltrack, Run To The Hills und The Prisoner schon damals lange Zeit mein Lieblingsalbum der Band gewesen, was sich auch nach Durchhören der restlichen Disko (lediglich die aktuelle kenne ich noch nicht) nicht geändert hat.

Klar haben Iron Maiden viele starke Alben, wo nahezu auf jedem Album mittlerweile ein paar Klassikersongs zu finden sind. Aber auch bei dieser Band wird meine ewige Liebe wohl immer der Number Of The Beast gelten, denn das war eines der ersten Alben (wenn nicht sogar das erste) schlechthin, das mir den "klassischen" Heavy Metal näher gebracht hat. Und wenn ich heute Bock auf Iron Maiden habe, läuft zwar auch Powerslave, Fear Of The Dark oder Piece Of Mind, aber halt einfach am öftesten die Number Of The Beast.
 
Sicher hat jeder schon mal das folgende Phänomen erlebt: Man hört einen für sich neuen Song einer noch unbekannten Band und ist hin und weg. Das erste Album dieser Band muss her (auf dem natürlich genau auch dieser Song drauf ist) und läuft rauf und runter im Player, weil die übrigen Nummern - klar - ebenfalls sehr zu gefallen wissen. Spätestens nach der 15en Wiederholung der Platte weiß man: Es ist Liebe und der Rest der Diskografie muss sich natürlich auch gegeben werden. Stück für Stück arbeitet man sich, entweder chronologisch oder wild durcheinander, durch die anderen Alben durch. Aber dieser eine Wow-Effekt der ersten Berührung mit dieser Band, dieses erste "Geil, das isses!" lässt sich nicht reproduzieren. Sicher, alle anderen Alben sind auf ihre Art und Weise auch äußerst stark, aber der "persönliche Klassiker" wird immer genau dieser erste Song bzw. dieses erste Album bleiben, dass man von ebenjenem Interpreten oder Band gehört hat. Auch die generell abgehuldigten "Klassiker" dieser Band lassen einen nur etwas schmunzeln, während man weiß: Nein, so toll wie "mein erstes Mal" mit dieser Band ist und wird das alles nicht. Und wenn es auch bedeutet, dass man selbst mit einem eher wenig gemochten Album eingestiegen ist, es bleibt immer dieser eine ganz besondere "Me-Moment", der Zenit, den die Band nie wieder so ganz für einen selbst - weder mit alten Klassikern oder neuen Releases - erreichen kann. Denn - entweder aus musikalischen oder persönlichen Gründen beim ersten Horch - war es einfach genau die richtige Musik zur richtigen Zeit.

Paradebeispiel bei mir ist hier wohl die Soundtrack To Your Escape von In Flames: Für mich persönlich eines der besten, wenn nicht das beste Melodeath-Werk aller Zeiten, was v. a. meiner subjektiven Geschichte mit der Platte geschuldet ist. Denn rund 20 Jahre ist es nun her, dass mir ein damals guter Bekannter zu Schulzeiten über ICQ (ja, das gab's damals noch) eine Datei namens thequietplace.mp3 zukommen ließ. Es sollte mein erster Berührungspunkt mit der Musik etwas härterer Gangart sein, mit einer Band, von der ich bis zum damaligen Zeitpunkt noch nie etwas gehört habe. Klar, dass ich mir dann als 16-jähriger Steppke bald das zugehörige Album holen musste - ebenfalls eines der ersten Stücke meiner mittlerweile doch ganz ordentlichen CD-Sammlung. Daher dürfte einleuchtend sein, dass STYE für mich in jeglicher Hinsicht ein mehr als besonderes Album war - und auch immer noch ist. Speziell mit The Quiet Place habe ich In Flames kennen und lieben gelernt, der Sound, den die Schweden da auf dieser Platte kreiert haben, war für mich einfach der nie wieder erreichte Inbegriff dieser Band. Krachende Gitarrenwände, ein wunderbares Gleichgewicht zwischen Clean- und Melodeath-Gesang, viel, aber nicht zu viel Keyboard sowie angenehm melodisch-catchy und - zugegebenermaßen - nicht zu anspruchsvoll für den Hörer. Nahezu jeder Song war und ist da für mich ein Hit, das Album hält ein konstant hohes Niveau. Dead Alone, My Sweet Shadow, Superhero Of The Computer Rage, Dial 595-Escape,... allein während ich diese Titel hier niederschreibe, beginnen die Songs in meinem Kopf zu laufen und ich fühle mich in den heißen Sommer 2006 zurückversetzt, als ich zum ersten Mal auf diese Art von Musik stieß. Das waren "meine In Flames", so musste die Band für mich klingen - die wabernden Keyboards am Anfang von The Quiet Place bereiten mir bis heute Gänsehaut. Deswegen kann ich auch - bis heute - mit der übrigen Phase rund um dieses Album am meisten anfangen (Colony bis einschließlich Come Clarity). Ja steinigt mich, bei mir stinkt auch die frühe Phase bis einschließlich Whoracle gegen die STYE gnadenlos ab, die In Flames-Speerspitze wird für mich aber immer die STYE bleiben, denn der angenehmen Zugänglichkeit und genau dem Sound dieses Albums verdanke ich einfach auch persönlich ein Stück weit die Neugier an hiesiger Musik sowie das Interesse, selbst ein Instrument zu erlernen.

Weitere honorable mentions der nie wieder erreichten, subjektiv auf ewig besten "ersten Male", die mir gerade - insbesondere aus meiner frühen Metal-Zeit - aus dem Stegreif einfallen:

- Hate Crew Deathroll von Children Of Bodom
- Natural Born Chaos von Soilwork
- In The Arms Of Devastation von Kataklysm
- All Hope Is Gone von Slipknot
- Fate Of Norns von Amon Amarth
- Thornography von Cradle Of Filth (kein Scheiss, ich mag die von der ganzen Disko wirklich am liebsten :D)

Was könnt ihr da so berichten, welche "ersten" Alben oder Songs habt ihr besonders ins Herz geschlossen?

Wir scheinen uns in einer ähnlichen Altersklasse zu befinden und auch der Einstieg die Musik härterer Gangart verlief offenbar zu einem ähnlichen Zeitrahmen. Deine Musikpicks sind mir jedenfalls fast allesamt ein Begriff und haben ebenfalls meine Zeit als entdeckender Jugendlicher geprägt. Allerdings kann ich mir exakt diese Alben heutzutage fast ausnahmslos überhaupt nicht mehr anhören, da sie für mich völlig überhört sind -wird vielleicht irgendwann mal wieder anders. An meinen ersten gekauften Tonträger, der nicht gleichzeitig auch in der Bravo beworben wurde, kann ich mich aber noch sehr gut erinnern. Das war Iron Maidens "No Prayer For The Dying" für schlappe 3 Euro oder so bei Ebay. Wollte wohl damals niemand haben und ich hatte sowieso keine Ahnung, was die qualitative Beschaffenheit der Diskographie angeht und habe quasi blind zugeschlagen, da mir der Bandname ein Begriff war und ich durch Freunde immer häufiger von Metallica, Iron Maiden, Disturbed, Slipknot, Mushroomhead usw. hörte. Die Scheibe gefällt mir, im Gegensatz zu vielem anderen was ich in der Zeit gehört habe, aber noch Heute.

Einige Zeit später, inzwischen waren dann auch schon die o.g. COB, Soilwork, Kataklysm, Amon Amarth, Arch Enemy usw. im Player - stolperten mein Kumpel und Ich in einer bekannten Tauschbörse über "I Will Kill You" von Cannibal Corpse. Wir waren uns einig, dass man sich solches Geschrammel nie würde freiwillig anhören können. Immer mal wieder klickten wir den Song an, um uns über die vermeintlich stümperhafte Unmusikalität lustig zu machen. Der Rest ist Geschichte. :D
 
Wir scheinen uns in einer ähnlichen Altersklasse zu befinden und auch der Einstieg die Musik härterer Gangart verlief offenbar zu einem ähnlichen Zeitrahmen. Deine Musikpicks sind mir jedenfalls fast allesamt ein Begriff und haben ebenfalls meine Zeit als entdeckender Jugendlicher geprägt. Allerdings kann ich mir exakt diese Alben heutzutage fast ausnahmslos überhaupt nicht mehr anhören, da sie für mich völlig überhört sind -wird vielleicht irgendwann mal wieder anders. An meinen ersten gekauften Tonträger, der nicht gleichzeitig auch in der Bravo beworben wurde, kann ich mich aber noch sehr gut erinnern. Das war Iron Maidens "No Prayer For The Dying" für schlappe 3 Euro oder so bei Ebay. Wollte wohl damals niemand haben und ich hatte sowieso keine Ahnung, was die qualitative Beschaffenheit der Diskographie angeht und habe quasi blind zugeschlagen, da mir der Bandname ein Begriff war und ich durch Freunde immer häufiger von Metallica, Iron Maiden, Disturbed, Slipknot, Mushroomhead usw. hörte. Die Scheibe gefällt mir, im Gegensatz zu vielem anderen was ich in der Zeit gehört habe, aber noch Heute.

Einige Zeit später, inzwischen waren dann auch schon die o.g. COB, Soilwork, Kataklysm, Amon Amarth, Arch Enemy usw. im Player - stolperten mein Kumpel und Ich in einer bekannten Tauschbörse über "I Will Kill You" von Cannibal Corpse. Wir waren uns einig, dass man sich solches Geschrammel nie würde freiwillig anhören können. Immer mal wieder klickten wir den Song an, um uns über die vermeintlich stümperhafte Unmusikalität lustig zu machen. Der Rest ist Geschichte. :D

Tolle Story, da scheinen wir tatsächlich noch mehr gemeinsam zu haben, als das erste Auge mit Blick auf unsere Avatare erahnen kann. :D
Bei mir dürfte der Einstieg so rund 2005, 2006 rum gewesen sein, könnte das auch bei Dir hinkommen?
Und schön zu sehen, dass auch Du damals mit Cannibal Corpse gefremdelt hast - das ging mir mit dem Einstieg in den "nächsthärteren Sektor" tatsächlich lange Zeit auch so, man tausche bei mir lediglich Cannibal Corpse mit Six Feet Under, die mein damaliger bester Kumpel irgendwann sehr abgefeiert hat. Habe mir aber dann mal einen Ruck gegeben und mir die Commandment ebenfalls spottbillig beim hiesigen Müller geholt. Totenkopf war drauf, hart wollte man sein, also muss man da durch. Richtig warm geworden bin ich mit diesem "ersten Mal" aber nie - was jedoch eher daran liegt, dass bei Six Feet Under von den älteren Sachen ungefähr alles besser ist als die Commandment. :D
 
Tolle Story, da scheinen wir tatsächlich noch mehr gemeinsam zu haben, als das erste Auge mit Blick auf unsere Avatare erahnen kann. :D
Bei mir dürfte der Einstieg so rund 2005, 2006 rum gewesen sein, könnte das auch bei Dir hinkommen?
Und schön zu sehen, dass auch Du damals mit Cannibal Corpse gefremdelt hast - das ging mir mit dem Einstieg in den "nächsthärteren Sektor" tatsächlich lange Zeit auch so, man tausche bei mir lediglich Cannibal Corpse mit Six Feet Under, die mein damaliger bester Kumpel irgendwann sehr abgefeiert hat. Habe mir aber dann mal einen Ruck gegeben und mir die Commandment ebenfalls spottbillig beim hiesigen Müller geholt. Totenkopf war drauf, hart wollte man sein, also muss man da durch. Richtig warm geworden bin ich mit diesem "ersten Mal" aber nie - was jedoch eher daran liegt, dass bei Six Feet Under von den älteren Sachen ungefähr alles besser ist als die Commandment. :D

Haha, stimmt - der gute Alf. Auch so ein Held meiner Jugend, den ich nie beiseite legen konnte und der mich manchmal hörspieltechnisch immer noch begleitet, wenn mir danach ist. :D

Bei mir wars vielleicht insgesamt ein ganz klein wenig früher, aber insgesamt passt die Zeit sehr gut. Bei mir dürfte so etwa 2005 die starke Fremdelphase mit Black- und Death Metal vonstatten gegangen sein. Im Anschluss verlief alles aber ziemlich rasant. Ich habe mich dann doch recht schnell reingefuchst und im Anschluss im Forum vom damaligen Mailorder Darkness.de angemeldet. Plötzlich fand ich so ziemlich alles möglichst Harte geil - höher, schneller, weiter und habe auch kurze Zeit später für deren kleines Online-Magazin geschrieben, obwohl ich wirklich nur riesige Wissbegier, aber keine Ahnung hatte. :D

Da hatte ich nämlich die von Dir zitierte "Commandment" rezensiert und meiner Erinnerung nach mit einer soliden 8/10 abgetan. Hab die Platte wahrscheinlich seit 15 Jahren nicht mehr gehört und würde dieser Tage wahrscheinlich eine ganz andere Note zücken. :D Auch diese Phase war dann bemerkenswert, denn mit wenig Personal beim Magazin bekam ich über zwei Jahre so ziemlich alles auf den Schreibtisch und habe das dann via Fließbandarbeit abgearbeitet. So habe ich sehr schnell unheimlich viel kennengelernt, wenngleich häufig im Sinne des Bulimie-Lernens. Sowas ist mir Heute ziemlich zuwider und ich brauche sehr viel Zeit, um einem Album wirklich die verdiente Chance zu geben. Vieles entdecke ich auch heutzutage einfach nochmal "neu".
 

Ein ähnlich gelagerter Faden, der vielleicht erklärt, weshalb die Resonanz in diesem hier bisher relativ übersichtlich geblieben ist - büschen schade drum, aber dort haben sich halt auch schon viele "alte" User umfänglich ergossen und immerzu die gleiche Story zu wiederholen, ist nicht jedermanns Sache.
Klingt jetzt bösartiger als es gemeint ist; ich les' hier trotzdem mit; schon allein, weil es immer wieder Neuzugänge gibt.
 
Haha, stimmt - der gute Alf. Auch so ein Held meiner Jugend, den ich nie beiseite legen konnte und der mich manchmal hörspieltechnisch immer noch begleitet, wenn mir danach ist. :D

Bei mir wars vielleicht insgesamt ein ganz klein wenig früher, aber insgesamt passt die Zeit sehr gut. Bei mir dürfte so etwa 2005 die starke Fremdelphase mit Black- und Death Metal vonstatten gegangen sein. Im Anschluss verlief alles aber ziemlich rasant. Ich habe mich dann doch recht schnell reingefuchst und im Anschluss im Forum vom damaligen Mailorder Darkness.de angemeldet. Plötzlich fand ich so ziemlich alles möglichst Harte geil - höher, schneller, weiter und habe auch kurze Zeit später für deren kleines Online-Magazin geschrieben, obwohl ich wirklich nur riesige Wissbegier, aber keine Ahnung hatte. :D

Da hatte ich nämlich die von Dir zitierte "Commandment" rezensiert und meiner Erinnerung nach mit einer soliden 8/10 abgetan. Hab die Platte wahrscheinlich seit 15 Jahren nicht mehr gehört und würde dieser Tage wahrscheinlich eine ganz andere Note zücken. :D Auch diese Phase war dann bemerkenswert, denn mit wenig Personal beim Magazin bekam ich über zwei Jahre so ziemlich alles auf den Schreibtisch und habe das dann via Fließbandarbeit abgearbeitet. So habe ich sehr schnell unheimlich viel kennengelernt, wenngleich häufig im Sinne des Bulimie-Lernens. Sowas ist mir Heute ziemlich zuwider und ich brauche sehr viel Zeit, um einem Album wirklich die verdiente Chance zu geben. Vieles entdecke ich auch heutzutage einfach nochmal "neu".

Haha, ja ich sehe mir auch heute noch gern mal die ein oder andere Folge Alf zwischendrin an, Humor und Sympathie dieser Serie ist einfach für mich bis heute überreicht. Da war "Die Nacht, in der die Pizza kam" tatsächlich auch Liebe auf den ersten Blick. :D

Aber ja, dass es dann bei Dir richtig rapide schnell ging, kann ich mir gut vorstellen, v. a. wenn man für ein Online-Magazin Platten rezensiert. Da lernt man ja auch sicher total unvorbereitet gute neue Sachen kennen, die man so vielleicht überhaupt nicht auf dem Schirm hatte. Wenn natürlich auch 8 Punkte für die Commandment von Six Feet Under tatsächlich ein bisschen übersetzt sind. :D Aber ja, auch ich habe die lange Zeit nicht mehr gehört... Vielleicht gebe ich der heute auf dem Weg in den Feierabend mal wieder eine Chance.

Aber das war ja auch generell das schöne daran: Man konnte sich, sobald man einmal den Zugang zu den ganzen "noch härteren" Bands gefunden hat, sehr schnell für mitunter auch aus heutiger Sicht mittelmäßige Alben begeistern. Lag bei mir wiederum eher in der Begrenzung der Mittel damals als Jugendlicher, da wollte dann natürlich doch das Taschengeld wohl angelegt sein. Und wenn man sich da dann 1, 2 Alben im Monat holte, liefen die natürlich rauf und runter.

Daher auch so ein Paradebeispiel aus der entsprechenden Zeit: Die Under A Funeral Moon von Darkthrone. An einem glutheißen Sommertag (mit der Rocket Ride von Edguy) gekauft und dann nachher beim Skaten (!) gehört, eine Ambivalenz wie sie größer nicht sein könnte. Und seitdem nur Hits für mich auf der Platte, angeführt von dem für mich überragendem Natassja In Eternal Sleep. Kannte bis dahin eine solch rohe, kalte Musik schlichtweg noch nicht und dachte mir anfangs auch: Warum hört man sich sowas an? Naja, letztlich war genau das Album der Grundstein dafür, dass mich Black Metal bis heute in allen Facetten begeistert. Und bei Darkthrone kam vieles bisher auch knapp ran an die Under A Funeral Moon, allein Transilvanian Hunger und Panzerfaust würden bei mir schon dicht dahinter Platz 2 und 3 belegen. Aber über die UAFM geht halt nichts bei mir, da bin ich einfach wieder 16 und stehe in meiner Heimat in der Pampa auf der Seitenstraße neben dem Maisfeld auf dem Skateboard.


Ein ähnlich gelagerter Faden, der vielleicht erklärt, weshalb die Resonanz in diesem hier bisher relativ übersichtlich geblieben ist - büschen schade drum, aber dort haben sich halt auch schon viele "alte" User umfänglich ergossen und immerzu die gleiche Story zu wiederholen, ist nicht jedermanns Sache.
Klingt jetzt bösartiger als es gemeint ist; ich les' hier trotzdem mit; schon allein, weil es immer wieder Neuzugänge gibt.

Ja, natürlich überschneiden sich da die Stories auch etwas, in gewisser Weise haben beide Threads ja mit der eigenen Metal-Historie zu tun. Und da schweift man natürlich - auch hier - gerne etwas ab, ein bisschen Schwelgen ist ja auch schön. ;)

Generell geht es mir hier v. a. aber nicht mal so sehr um die Geschichten, die einen ("nur") zum Metal selbst geführt haben, sondern eher um persönliche, punktuelle Alben-Highlights nach der ersten Berührung mit der jeweiligen Band - die auch heute noch, nach einer oftmals starken und umfangreichen Diskografie - aus den einen oder anderen Gründen das persönliche Highlight geblieben sind. Aber wer natürlich mag, kann gerne auch seine Stories oder Anekdoten rundherum erzählen, alles gerne gesehen! Ich bin ja immerhin auch zu Darkthrone auf dem Skateboard gestanden. :D
 
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