MrPsycho
Till Deaf Do Us Part
Sicher hat jeder schon mal das folgende Phänomen erlebt: Man hört einen für sich neuen Song einer noch unbekannten Band und ist hin und weg. Das erste Album dieser Band muss her (auf dem natürlich genau auch dieser Song drauf ist) und läuft rauf und runter im Player, weil die übrigen Nummern - klar - ebenfalls sehr zu gefallen wissen. Spätestens nach der 15en Wiederholung der Platte weiß man: Es ist Liebe und der Rest der Diskografie muss sich natürlich auch gegeben werden. Stück für Stück arbeitet man sich, entweder chronologisch oder wild durcheinander, durch die anderen Alben durch. Aber dieser eine Wow-Effekt der ersten Berührung mit dieser Band, dieses erste "Geil, das isses!" lässt sich nicht reproduzieren. Sicher, alle anderen Alben sind auf ihre Art und Weise auch äußerst stark, aber der "persönliche Klassiker" wird immer genau dieser erste Song bzw. dieses erste Album bleiben, dass man von ebenjenem Interpreten oder Band gehört hat. Auch die generell abgehuldigten "Klassiker" dieser Band lassen einen nur etwas schmunzeln, während man weiß: Nein, so toll wie "mein erstes Mal" mit dieser Band ist und wird das alles nicht. Und wenn es auch bedeutet, dass man selbst mit einem eher wenig gemochten Album eingestiegen ist, es bleibt immer dieser eine ganz besondere "Me-Moment", der Zenit, den die Band nie wieder so ganz für einen selbst - weder mit alten Klassikern oder neuen Releases - erreichen kann. Denn - entweder aus musikalischen oder persönlichen Gründen beim ersten Horch - war es einfach genau die richtige Musik zur richtigen Zeit.
Paradebeispiel bei mir ist hier wohl die Soundtrack To Your Escape von In Flames: Für mich persönlich eines der besten, wenn nicht das beste Melodeath-Werk aller Zeiten, was v. a. meiner subjektiven Geschichte mit der Platte geschuldet ist. Denn rund 20 Jahre ist es nun her, dass mir ein damals guter Bekannter zu Schulzeiten über ICQ (ja, das gab's damals noch) eine Datei namens thequietplace.mp3 zukommen ließ. Es sollte mein erster Berührungspunkt mit der Musik etwas härterer Gangart sein, mit einer Band, von der ich bis zum damaligen Zeitpunkt noch nie etwas gehört habe. Klar, dass ich mir dann als 16-jähriger Steppke bald das zugehörige Album holen musste - ebenfalls eines der ersten Stücke meiner mittlerweile doch ganz ordentlichen CD-Sammlung. Daher dürfte einleuchtend sein, dass STYE für mich in jeglicher Hinsicht ein mehr als besonderes Album war - und auch immer noch ist. Speziell mit The Quiet Place habe ich In Flames kennen und lieben gelernt, der Sound, den die Schweden da auf dieser Platte kreiert haben, war für mich einfach der nie wieder erreichte Inbegriff dieser Band. Krachende Gitarrenwände, ein wunderbares Gleichgewicht zwischen Clean- und Melodeath-Gesang, viel, aber nicht zu viel Keyboard sowie angenehm melodisch-catchy und - zugegebenermaßen - nicht zu anspruchsvoll für den Hörer. Nahezu jeder Song war und ist da für mich ein Hit, das Album hält ein konstant hohes Niveau. Dead Alone, My Sweet Shadow, Superhero Of The Computer Rage, Dial 595-Escape,... allein während ich diese Titel hier niederschreibe, beginnen die Songs in meinem Kopf zu laufen und ich fühle mich in den heißen Sommer 2006 zurückversetzt, als ich zum ersten Mal auf diese Art von Musik stieß. Das waren "meine In Flames", so musste die Band für mich klingen - die wabernden Keyboards am Anfang von The Quiet Place bereiten mir bis heute Gänsehaut. Deswegen kann ich auch - bis heute - mit der übrigen Phase rund um dieses Album am meisten anfangen (Colony bis einschließlich Come Clarity). Ja steinigt mich, bei mir stinkt auch die frühe Phase bis einschließlich Whoracle gegen die STYE gnadenlos ab, die In Flames-Speerspitze wird für mich aber immer die STYE bleiben, denn der angenehmen Zugänglichkeit und genau dem Sound dieses Albums verdanke ich einfach auch persönlich ein Stück weit die Neugier an hiesiger Musik sowie das Interesse, selbst ein Instrument zu erlernen.
Weitere honorable mentions der nie wieder erreichten, subjektiv auf ewig besten "ersten Male", die mir gerade - insbesondere aus meiner frühen Metal-Zeit - aus dem Stegreif einfallen:
- Hate Crew Deathroll von Children Of Bodom
- Natural Born Chaos von Soilwork
- In The Arms Of Devastation von Kataklysm
- All Hope Is Gone von Slipknot
- Fate Of Norns von Amon Amarth
- Thornography von Cradle Of Filth (kein Scheiss, ich mag die von der ganzen Disko wirklich am liebsten
)
Was könnt ihr da so berichten, welche "ersten" Alben oder Songs habt ihr besonders ins Herz geschlossen?
Paradebeispiel bei mir ist hier wohl die Soundtrack To Your Escape von In Flames: Für mich persönlich eines der besten, wenn nicht das beste Melodeath-Werk aller Zeiten, was v. a. meiner subjektiven Geschichte mit der Platte geschuldet ist. Denn rund 20 Jahre ist es nun her, dass mir ein damals guter Bekannter zu Schulzeiten über ICQ (ja, das gab's damals noch) eine Datei namens thequietplace.mp3 zukommen ließ. Es sollte mein erster Berührungspunkt mit der Musik etwas härterer Gangart sein, mit einer Band, von der ich bis zum damaligen Zeitpunkt noch nie etwas gehört habe. Klar, dass ich mir dann als 16-jähriger Steppke bald das zugehörige Album holen musste - ebenfalls eines der ersten Stücke meiner mittlerweile doch ganz ordentlichen CD-Sammlung. Daher dürfte einleuchtend sein, dass STYE für mich in jeglicher Hinsicht ein mehr als besonderes Album war - und auch immer noch ist. Speziell mit The Quiet Place habe ich In Flames kennen und lieben gelernt, der Sound, den die Schweden da auf dieser Platte kreiert haben, war für mich einfach der nie wieder erreichte Inbegriff dieser Band. Krachende Gitarrenwände, ein wunderbares Gleichgewicht zwischen Clean- und Melodeath-Gesang, viel, aber nicht zu viel Keyboard sowie angenehm melodisch-catchy und - zugegebenermaßen - nicht zu anspruchsvoll für den Hörer. Nahezu jeder Song war und ist da für mich ein Hit, das Album hält ein konstant hohes Niveau. Dead Alone, My Sweet Shadow, Superhero Of The Computer Rage, Dial 595-Escape,... allein während ich diese Titel hier niederschreibe, beginnen die Songs in meinem Kopf zu laufen und ich fühle mich in den heißen Sommer 2006 zurückversetzt, als ich zum ersten Mal auf diese Art von Musik stieß. Das waren "meine In Flames", so musste die Band für mich klingen - die wabernden Keyboards am Anfang von The Quiet Place bereiten mir bis heute Gänsehaut. Deswegen kann ich auch - bis heute - mit der übrigen Phase rund um dieses Album am meisten anfangen (Colony bis einschließlich Come Clarity). Ja steinigt mich, bei mir stinkt auch die frühe Phase bis einschließlich Whoracle gegen die STYE gnadenlos ab, die In Flames-Speerspitze wird für mich aber immer die STYE bleiben, denn der angenehmen Zugänglichkeit und genau dem Sound dieses Albums verdanke ich einfach auch persönlich ein Stück weit die Neugier an hiesiger Musik sowie das Interesse, selbst ein Instrument zu erlernen.
Weitere honorable mentions der nie wieder erreichten, subjektiv auf ewig besten "ersten Male", die mir gerade - insbesondere aus meiner frühen Metal-Zeit - aus dem Stegreif einfallen:
- Hate Crew Deathroll von Children Of Bodom
- Natural Born Chaos von Soilwork
- In The Arms Of Devastation von Kataklysm
- All Hope Is Gone von Slipknot
- Fate Of Norns von Amon Amarth
- Thornography von Cradle Of Filth (kein Scheiss, ich mag die von der ganzen Disko wirklich am liebsten
Was könnt ihr da so berichten, welche "ersten" Alben oder Songs habt ihr besonders ins Herz geschlossen?
Zuletzt bearbeitet: