DEAF FOREVER - die achte Ausgabe

"Love at first Sting" ist auch meine Lieblings-Scorpions. Herr Jabs hat Geschmack. ;) Einfach eine perfekte Platte. "Crossfire" ey, da geh ich kaputt. Und "Still Loving you" ist nach wie vor die beste Scorpions-Ballade.

Jabs ist als Gitarrist leider eh ziemlich unterbewertet und geht in der Scorpions-History bei den Hardlinern völlig zu Unrecht gegen Uli Roth unter. Der hat einen derart sahnigen Stil, dass ich schon beim hören zunehme!
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Band ist hauptsächlich aus drei Gründen bekannt:
Zur deutschen Einheit auf der Mauer mit David Hasselhoff einen schmalzigen Radiohit gepfiffen.
Tennispartner von Gerhard Schröder
Sollen Anfang der 80er mal als "hart" gegolten haben

Das ist ungefähr so das Coolness-Level von Thomas Gottschalk oder Dieter Wiefelspütz. Hat mich jetzt bisher nicht soooo neugierig auf die Band gemacht, dass ich da mal reingehört hätte. Aber das DF und sein Forum hat mich bald so weit.... wie immer. Ich mach mir grad schon Gedanken über meine Einstiegsplatte.
 
Die Band ist hauptsächlich aus drei Gründen bekannt:
Zur deutschen Einheit auf der Mauer mit David Hasselhoff einen schmalzigen Radiohit gepfiffen.
Tennispartner von Gerhard Schröder
Sollen Anfang der 80er mal als "hart" gegolten haben

Das ist ungefähr so das Coolness-Level von Thomas Gottschalk oder Dieter Wiefelspütz. Hat mich jetzt bisher nicht soooo neugierig auf die Band gemacht, dass ich da mal reingehört hätte. Aber das DF und sein Forum hat mich bald so weit.... wie immer. Ich mach mir grad schon Gedanken über meine Einstiegsplatte.

Äh?

Die Scorpions waren bereits Ende der 70er hart, wobei ich das ja nur in meinen Anfangstagen als Coolness-Fakto angesehen habe. Meine erste Scorps war "Taken By Force" und die ist im Zeitgeist schon ziemlich heavy. Aber die Scorpions waren doch damals schon mehr. Man hörte immer wieder krautige Ansätze (mit Uli) später gab es dann diesen eleganten Classic-Rock-Touch, der die Band "international" klingen ließ.
Insofern sind diese drei Gründe von jemanden, der aus dem harten Rock kommt, doch völlig irrelevant.

Zum DF noch ein paar Worte:
Ich mag es, wenn man komplett subjektive Superlativen verwendet. So musste ich über Götz' Aussage, dass Primordials Alan der beste Frontmann sei, erstmal fröhlich lachen. Klar, der ist extrem charismatisch, aber seine sich wiederholenden Ansagen über seine Herkunft empfand ich im letzten Winter eher ermüdend. Aber so ist die Lektüre auf jeden Fall permanent unterhaltsam.

Aber: Ich wünsche mir längere Reviews.
 
Die Band ist hauptsächlich aus drei Gründen bekannt:
Zur deutschen Einheit auf der Mauer mit David Hasselhoff einen schmalzigen Radiohit gepfiffen.
Tennispartner von Gerhard Schröder
Sollen Anfang der 80er mal als "hart" gegolten haben

Das ist ungefähr so das Coolness-Level von Thomas Gottschalk oder Dieter Wiefelspütz. Hat mich jetzt bisher nicht soooo neugierig auf die Band gemacht, dass ich da mal reingehört hätte. Aber das DF und sein Forum hat mich bald so weit.... wie immer. Ich mach mir grad schon Gedanken über meine Einstiegsplatte.
Um mich von der Pfeiferei mit "The Hoff" auf der Mauer, Tennis mit Gerhard Schröder oder Bodenturnen mit Reiner Calmund zu lösen, würde ich als Einstieg die Doppel-Live "Tokyo Tapes" oder "Lovedrive" empfehlen!
 
Ich glaube dass die Skorpione immer noch eine der wenigen über viele Jahre hinweg geachtet Bands sind, die auch international Erfolge feiern könnte. Die Schenkers und der olle Uli sind allesamt Vorbilder für viele Instrumentalisten.
Das kann sonst auch keine deutsche Band vorweisen.

Ob man die Mucke nu geil findet oder nicht steht auf nem anderen Blatt, aber ob ihrer Bedeutung und Einfluss sind die scorpions wohl einzigartig unter deutschen Musikern. Punkt
 
Die Scorps waren mein erstes Rockkonzert, dass ich besucht habe (auf der Savage Amusement-Tour), alleine deswegen werde ich immer ein besonderes Verhältnis zu ihnen haben. Und wessen Poster in meinem Kinderzimmer neben Nena und Peter Maffay hing, hat eh alles Gute verdient.

Bei aller musikalischer Erhabenheit gingen sie mir insbesondere in den 90ern schon ein wenig auf den Sack mit ihrer medialen Überpräsenz bei Wetten dass, diversen Echoverleihungen und so weiter. Auch die permanente Zusammenarbeit mit dem Springerverlag fand ich grenzwertig. Hätten sie doch alles gar nicht nötig gehabt.

Aber Schwamm drüber. Heute bin ich da gottlob altersmilder geworden. Das Gesamtwerk der Jungs lässt sich, trotz einiger Ausfälle, echt sehen und darauf können sie sich was einbilden. Tun sie ja auch ;)
 
Um mich von der Pfeiferei mit "The Hoff" auf der Mauer, Tennis mit Gerhard Schröder oder Bodenturnen mit Reiner Calmund zu lösen, würde ich als Einstieg die Doppel-Live "Tokyo Tapes" oder "Lovedrive" empfehlen!
... ich darf ergänzen: 'World Wide Live'. Daran ist zwar so gut wie nix wirklich live, aber die Tracklist ist hart am Nonplusulta im melodischen Hardrock :verehr:

[...]
Zum DF noch ein paar Worte:
Ich mag es, wenn man komplett subjektive Superlativen verwendet. So musste ich über Götz' Aussage, dass Primordials Alan der beste Frontmann sei, erstmal fröhlich lachen. [...]
... hat mich auch erheitert, also inhaltlich, und gleichzeitig erfreut. Warum? Weil man Götz und auch allen anderen Beteiligten beim DF wirklich abnimmt, daß sie in ihrer ungekünstelten Begeisterung tatsächlich davon überzeugt sind. Solcher Enthusiasmus gefällt mir :top:

[...] Aber: Ich wünsche mir längere Reviews.
+1
Allerdings ist "längere Reviews" für mich nicht gleichzusetzen mit "Essays" - auf letztere kann ich dann doch verzichten :D

Gruß

BFTD
 
Obwohl ich ja eher ein Jungspund bin, waren es Schenker's Gitarrensoli bei UFO die mein Interesse für die Scorps geweckt haben. Mehr als 'Lovedrive' und 'Love at First Sting' und die 'World Wide Live' kenne ich dann auch nicht, aber die sind schon echt gut. Ist halt nicht mein Hauptfach. Der Artikel hat mich dann aber doch motiviert das weiterzuverfolgen.
 
Obwohl ich ja eher ein Jungspund bin, waren es Schenker's Gitarrensoli bei UFO die mein Interesse für die Scorps geweckt haben. Mehr als 'Lovedrive' und 'Love at First Sting' und die 'World Wide Live' kenne ich dann auch nicht, aber die sind schon echt gut. Ist halt nicht mein Hauptfach. Der Artikel hat mich dann aber doch motiviert das weiterzuverfolgen.

ne, UFO hör ich schon lange. Hat @frankthetank ja im RH schon seit jeher penetrant mit rumgenervt, so dass ich jetzt fast alle Studioalben habe und begeistert höre. Aber nicht wegen der Solos sondern einfach weil es gute Songs sind.
Empfehlungen von einem Death Metal Papst zählen halt mehr als von Thomas Gottschalk.

Um mich von der Pfeiferei mit "The Hoff" auf der Mauer, Tennis mit Gerhard Schröder oder Bodenturnen mit Reiner Calmund zu lösen, würde ich als Einstieg die Doppel-Live "Tokyo Tapes" oder "Lovedrive" empfehlen!
... ich darf ergänzen: 'World Wide Live'. Daran ist zwar so gut wie nix wirklich live, aber die Tracklist ist hart am Nonplusulta im melodischen Hardrock :verehr:

... hat mich auch erheitert, also inhaltlich, und gleichzeitig erfreut. Warum? Weil man Götz und auch allen anderen Beteiligten beim DF wirklich abnimmt, daß sie in ihrer ungekünstelten Begeisterung tatsächlich davon überzeugt sind. Solcher Enthusiasmus gefällt mir :top:

+1
Allerdings ist "längere Reviews" für mich nicht gleichzusetzen mit "Essays" - auf letztere kann ich dann doch verzichten :D
Gruß
BFTD

Danke! Warum nicht mal mit ner Live-Platte anfangen! Hab mir fürs erste mal Tokyo Tapes und World Wide Live für den nächsten Einkauf notiert. Je nachdem was vorrätig ist....
 
Mein erster Berührungspunkt war auch STILL LOVIN YOU. Eine Wahnsinnsballade. Aber das konnten sie auch verdammt gut wie ich finde. LADY STARLIGHT ist dahingehend mein absoluter Favorit. Diese unkitschige Melancholie haben nur sehr wenige so gut hinbekommen wie die Scorpions. Das Wind of Change so erfolgreich in der Masse wurde und alles überdeckte was die Typen in den 70er und 80er für absolute Meilensteine abgeliefert haben, ist schon fast tragisch. Einen Lauf wie von IN TRANCE bis LOVE AT FIRST STING kann man höchstens noch mit (JAAA ich meine das Ernst) dem zu kurzen Schaffen von Zeppelin und den ersten acht Maiden vergleichen. Die Orientierungslosigkeit in den Neunzigern betraf ja nicht nur die Scorpions, da hats auch ganz andere dahingerafft. Aber seit UNBREAKABLE finde ich die Band wieder sehr stark. Und wenn man sich mal vor Augen hält: M.SCHENKER; U.J.ROTH, JABS. Was in der Gitarrenfraktion in dieser Band mal tätig war oder ist sucht seinesgleichen. Weltweit.
 
Zuletzt bearbeitet:
[...] Danke! Warum nicht mal mit ner Live-Platte anfangen! Hab mir fürs erste mal Tokyo Tapes und World Wide Live für den nächsten Einkauf notiert. Je nachdem was vorrätig ist....
... durchdachter Plan :top:
Die 'Tokyo Tapes' repräsentiert die Scorpions der 70er, i.e. bis einschließlich der 'Taken By Force', die 'World Wide Live' die der 80er, also ab der 'Lovedrive' (die zwar schon '79 erschienen ist, aber trotzdem schon den typischen Stil und Sound der Folgejahre hat). Sind also musikalisch unterschiedlich gelagert, aber falsch machen kann man dabei nix :)

Gruß

BFTD
 
Mein erster Berührungspunkt war auch STILL LOVIN YOU. Eine Wahnsinnsballade. Aber das konnten sie auch verdammt gut wie ich finde. LADY STARLIGHT ist dahingehend mein absoluter Favorit. Diese unkitschige Melancholie haben nur sehr wenige so gut hinbekommen wie die Scorpions. Das Wind of Change so erfolgreich in der Masse wurde und alles überdeckte was die Typen in den 70er und 80er für absolute Meilensteine abgeliefert haben, ist schon fast tragisch. Einen Lauf wie von IN TRANCE von LOVE AT FIRST STING kann man höchstens noch mit (JAAA ich meine das Ernst) dem zu kurzen Schaffen von Zeppelin und den ersten acht Maiden vergleichen. Die Orientierungslosigkeit in den Neunzigern betraff ja nicht nur die Scorpions, da hats auch ganz andere dahingerafft. Aber seit UNBREAKABLE finde ich die Band wieder sehr stark. Und wenn man sich mal vor Augen hält: M.SCHENKER; U.J.ROTH, JABS. Was in der Gitarrenfraktion in dieser Band mal tätig war oder ist sucht seinesgleichen. Weltweit.
Danke, das könnte von mir sein :top: Würd sogar den "Lauf" mit der "Fly to the Rainbow" beginnen. Völlig einzigartig. Ja, die 90er....hatte nach der "Face" ja nochmal richtig Hoffnung....:hmmja:

ne, UFO hör ich schon lange. Hat @frankthetank ja im RH schon seit jeher penetrant mit rumgenervt, so dass ich jetzt fast alle Studioalben habe und begeistert höre. Aber nicht wegen der Solos sondern einfach weil es gute Songs sind.
Empfehlungen von einem Death Metal Papst zählen halt mehr als von Thomas Gottschalk.




Danke! Warum nicht mal mit ner Live-Platte anfangen! Hab mir fürs erste mal Tokyo Tapes und World Wide Live für den nächsten Einkauf notiert. Je nachdem was vorrätig ist....

Die BLACKOUT, die BLACKOUT! :jubel:
Der Rest kommt von alleine:cool:
 
Aufgrund der Lobeshymne von @wrm hab ich mich mal auf die Suche nach Blackosh gemacht und bin hier gerade am durchdrehen, wie geil das ist:


Ist die Ausrichtung ungefähr repräsentativ für das Schaffen der Band? @Acrylator - du bist da doch auch Spezialist, wie schätzt du das denn ein?
 
Aufgrund der Lobeshymne von @wrm hab ich mich mal auf die Suche nach Blackosh gemacht und bin hier gerade am durchdrehen, wie geil das ist:


Ist die Ausrichtung ungefähr repräsentativ für das Schaffen der Band? @Acrylator - du bist da doch auch Spezialist, wie schätzt du das denn ein?
Was Blackies jüngstes Schaffen angeht, bin ich kein Spezialist, da ich nur die erste Split-Single kenne. Aber anscheinend ist er wieder vollständig im Black Metal gelandet. Ich finde es etwas schade, da die Tiefe und Atmosphäre (und vor allem Vielseitigkeit) seiner anderen Bands/Projekte hier für mein Empfinden nicht erreicht werden, auch wenn es sicher viel Schlechteres gibt (z.B. die letzte Root :D). Aber gerade das Schlagzeugspiel und der Sound lassen hier schon zu wünschen übrig, wobei das sonst schon ganz gut gemacht ist. Aber solche Titel nerven mich, ehrlich gesagt, auch und verringern bei mir die Lust, mich damit auseinanderzusetzen. Ich meine, sein neuestes Album "Huren, Suff und Schwarzmetall" zu nennen, ist schon sehr - ähem - schräg...
werde ich mir als Fan natürlich bei Gelegenheit trotzdem mal anhören, aber im Moment haben andere Sachen Priorität.
 
Was Blackies jüngstes Schaffen angeht, bin ich kein Spezialist, da ich nur die erste Split-Single kenne. Aber anscheinend ist er wieder vollständig im Black Metal gelandet. Ich finde es etwas schade, da die Tiefe und Atmosphäre (und vor allem Vielseitigkeit) seiner anderen Bands/Projekte hier für mein Empfinden nicht erreicht werden, auch wenn es sicher viel Schlechteres gibt (z.B. die letzte Root :D). Aber gerade das Schlagzeugspiel und der Sound lassen hier schon zu wünschen übrig, wobei das sonst schon ganz gut gemacht ist. Aber solche Titel nerven mich, ehrlich gesagt, auch und verringern bei mir die Lust, mich damit auseinanderzusetzen. Ich meine, sein neuestes Album "Huren, Suff und Schwarzmetall" zu nennen, ist schon sehr - ähem - schräg...
werde ich mir als Fan natürlich bei Gelegenheit trotzdem mal anhören, aber im Moment haben andere Sachen Priorität.

Vielen Dank für deine Einschätzung. :top:

Ich finde diese Mischung aus Asi-Getue und unterschwelliger Erhabenheit und durchaus pompöser Arrangements ja durchaus reizvoll und bin verdammt gespannt auf das Album. Der Song ist allerdings auch mein Erstkontakt mit Blackosh. Mal sehen, was da über einen hereinbricht...
 
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