DEAF FOREVER - die fünfzehnte Ausgabe

Nah, tut mir Leid, versteh ich nicht. Sie sind erfolgreich und setzen viel aufs Show Element und deshalb sind sie jetzt Pop? Hat diese Trvness Lächerlichkeit denn gar keine Grenzen?

Erklär mir das bitte mal musikalisch. Irgendwelche Ideologie Grubenkämpfe interessieren mich nicht.

Ich glaub dir gern, dass du das nicht verstehst.

Mit vielen Plattenverkäufen und Showelementen hat das nichts zu tun. Black Metal ist ein sehr visuelles Genre und es gibt auch Bands die viele Platten verkaufen und dennoch trve sind.
Watain spielen leicht verdaulichen, eingängigen Black Metal, der bei sehr vielen Leuten gut ankommt. An Watain ist nichts extrem, nichts gefährlich.

Und dadurch dass Erik das aber immer rumposaunt - dass Black Metal so extrem sein muss (wo ich ihm zustimme) - fällt umso mehr auf, dass seine Band halt auch nicht so ist...(toller Satz)

Außerdem:

 
Um die Frage zu beantworten: Niemals. Als ich zuletzt nachgesehen habe, hat die Band weder den Hunger auf der Welt beseitigt, gierige Banker entsorgt, Schurkenregierungen gestürzt oder die Umweltzerstörung aufgehalten.
Sich so'n bisschen mit Tierblut zu übergießen und mittigen BM zu spielen, reicht da nicht so wirklich. Oder, Erik? Da sind deine Landsleute von Ghost sogar noch ne ganze Ecke kontroverser. Die singen zu lieblicher Musik vom Gehörnten und bringen damit sogar brave Hausfrauen aus dem Bibelgürtel dazu, ihre Platten zu kaufen.

EDIT:

Um noch etwas konkreter zu werden:

Ich bin wirklich großer BM-Fan. Neben traditionellen Hardrock/Metal meine Lieblingsmusikrichtung. Und mir sind insgesamt auch Bands lieber, die ne ordentliche Show abziehen als ein paar Studenten, die sich 2 Stunden lang gegenseitig auf ihre Converse-Sneaker starren. Natürlich bin ich dabei strikt gegen die Sprengung von Ziegen. Vor allem die gelben Exemplare sollte man in Ruhe lassen. ;)

Aber: Wirkliche Radikalität (so wie ich sie verstehe) findet sich im Black Metal nicht. Denn das würde für mich bedeuten, dass die Musik die Macht hätte gesellschaftspolitisch irgendetwas so zu verändern, dass der Zug gestoppt werden könnte, der immer schneller Richtung Abgrund rast. Und das sehe ich gerade bei (antichristlichen) BM-Bands wie Watain so gar nicht.

Erik Danielsson ist ein sehr begabter Musiker. Keine Frage. Und seine Musik ist auch unendlich gehaltvoller als der ganze Quatsch, der uns sonst via Radio und Fernsehen als Musik verkauft wird. Aber was ist bitte im Jahre 2016 radikal daran, auf Kirche und Onkel Jesus herumzuprügeln? Ich weiß natürlich, dass es bei Watain nicht nur darum geht. Aber für was KONKRET steht denn die Band? Ich meine die Frage vollkommen wertfrei. Diese Anti-Attitude ist nämlich auch ganz schön bequem. Man kann ja immer gegen irgendwas sein. Das verbraucht keine große Energie. Aber was ist rebellisch daran im Jahre 2016 gegen die Kirche zu wettern? Gegen eine Institution, die in Mitteleuropa über den normalen Bürger überhaupt keine Macht mehr besitzt. Die "Rebellion" eines Watain-Sängers ist für mich unterm Strich nur leeres Getue. Keine Ahnung, ob er sich im Privatleben irgendwie gesellschaftsverändernd engagiert. Das würde mich natürlich interessieren. Aber mit seiner Band und seinen Auftritten wird er kaum die Welt einreissen.

Er ist kein Jan Hus, Martin Luther oder Ghandi. Das waren wirkliche Rebellen, die ihr Leben für eine Sache aufs Spiel gesetzt haben. Was setzt ein Erik Danielsson aus einem der reichsten Länder der Welt mit seiner BM-Band aufs Spiel? Errnstgemeinte Frage. Denn für ihn sollte ja BM auch viel mehr als nur Musik sein. Das scheint ja im Interview auch an allen Ecken durch. Und das finde ich auch gut. Nur: Ein paar Kerzen anzünden, sich mit Tierblut übergießen und ein bisschen okkulter Mummenschanz ist für mich nichts radikales.

Ich mag Watain. Und dieser Post ist auch allgemein nicht nur Richtung Watain gerichtet. Aber sie sind nun mal gerade als Posterboys für die ernsthafte/rebellische Richtung des BM auserkoren worden. Und da sollte man schon ein bisschen an der Oberfläche kratzen dürfen.

Vielen Dank für den tollen Post - ich fühle / denke genauso - ich könnte es nicht nur so kurz und bündig ausdrücken. Jeder muss sich an seinen eigenen Aussagen messen lassen und da ist der Black Metal und manche seiner Protagonisten und ja auch Teile der BM-"Szene" (ja,ja ich weiss nicht gibts nicht bla-blu Misanthropen haben kein Freunde ) schon des Maulheldentums verdächtig.

Hat schon was von späten Manowar - so mit für den Metal sterben und so. Egal. Cooler Post.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaub dir gern, dass du das nicht verstehst.

Mit vielen Plattenverkäufen und Showelementen hat das nichts zu tun. Black Metal ist ein sehr visuelles Genre und es gibt auch Bands die viele Platten verkaufen und dennoch trve sind.
Watain spielen leicht verdaulichen, eingängigen Black Metal, der bei sehr vielen Leuten gut ankommt. An Watain ist nichts extrem, nichts gefährlich.

Und dadurch dass Erik das aber immer rumposaunt - dass Black Metal so extrem sein muss (wo ich ihm zustimme) - fällt umso mehr auf, dass seine Band halt auch nicht so ist...(toller Satz)

Außerdem:


Ich weiß ja dass du ein großer Freund von diesem Trvness Kindergarten bist, daher sei dir deine Meinung unbenommen. Meine ist es nicht.
 
In diese Richtung gibt es sehr viel gute Musik heutzutage.
Die wurde aber tatsächlich im Special etwas stiefmütterlich behandelt. Bzw. tauchte nicht auf^^

Dafür wurden mit Sachen wie Alda, Schammasch (WTF?!), Batushka, Forteresse, Watain und MURG Sachen aufgenommen, die für mich maximal gut sind.
Aber das Special spiegelt halt auch mehr oder weniger die subjektive Meinung der Redakteure wieder.

Und mit One Tail, One Head; Celestial Bloodsehd, Sinmara und Sortilegia waren ja auch einige Highlights dabei.

Mal unabhängig davon, dass es in dem Special um internationale (also nicht aus D kommende) Bands geht, deren erster "echter" Release nach der Jahrtausendwende erschienen ist, und somit alle von Ori genannten Bands rausfallen: Welche Bands, die in unser Auswahlverfahren fallen, klingen denn wie Katharsis? (Außer mit Abstrichen Nyght, die haben aber nur ein Demo gemacht). Und welche Band klingt wie alte Naglfar?
 
Zuletzt bearbeitet:
Kannst Du diese Unterstellung auch mit ein paar Beispielen, z.B. aus der neuen Ausgabe, belegen?
Vielleicht nehm ich ja auch vieles als harmloses Gefrotzel zwischen Musikfanatikern wahr, was von jemand anderem als todernster, persönlicher Angriff verstanden wird. Würde mich jetzt echt mal interessieren, da der Vorwurf ja immer wieder ausgegraben wird und ich ihn bisher noch nie nachvollziehen konnte.

Dem schließe ich mich an, denn unser internes Gefrotzel macht eigentlich allen Beteiligten ziemlichen Spaß - und vielleicht sind wir ja so betriebsblind, dass es nach außen wie Gebashe und "einschlagen" wirkt.
 
Mal unabhängig davon, dass es in dem Special um internationale (also nicht aus D kommende) Bands geht, deren erster "echter" Release nach der Jahrtausendwende erschienen ist, und somit alle von Ori genannten Bands rausfallen: Welche Bands, die in dieses Raster fällt, klingt denn wie Katharsis? (Außer mit Abstrichen Nyght, die haben aber nur ein Demo gemacht). Und welche Band klingt wie alte Naglfar?

Es ging nicht darum, dass es Naglfar- und Katharsis-Klone gibt, die genau so klingen, sondern dass es genügend Bands gibt, die klingen, als wären sie aus den 90ern.
Und die wurden ja aus dem Special komplett rausgelassen.

Aber darum ging es ja schließlich, vermute ich. Einblick in den Black Metal Sound des neuen Jahrtausends zu geben.
 
  • Like
Reaktionen: wrm
@wrm beruhig Dich: es muss doch ganz klar sein, das jede redaktionelle Liste, selbst ein Poll, nur die subjektive Meinung der daran Beteiligten darstellen kann, denn es handelt sich um einen Themenkreis, den man nur mit Subjektion wahrnehmen kann - Musik!

Entweder gefällt einem die Musik, dann muss man auch mal nachfragen dürfen: welche Richtung? oder man lässt sie links liegen.

Ich habe auch mal so gedacht: ultraorthodox, super trve, frostbitten ... und bin dann darauf gekommen, dass es diese Band nicht geben kann, jedenfalls, so lange Black Metal noch Metal, Metal noch Rock ist und Rock noch Pop (im Sinne von populärer Musik). Und so ging das ganz schnell: Zunächst habe ich mich für den Depri-/Suizid-Bereich interessiert, dann kam ich zu Atmo/Avantgarde, wo ich heute noch zu finden bin, da ich z. B. bei den ach so hippen WITTR viele Melodieläufe finde, die schwärzer nicht sein können. Oder bei DEAFHEAVEN, die sind - für meinen Geschmack - die perfekte Mischung zwischen Aggression und Poesie. Und das ist ja wohl überhaupt nicht mehr trve. Mir doch wumpe!

@MoonMarauder , ich bin da ganz bei Dir!

... und noch etwas:
kaum traut sich irgend jemand "BM" zu schreien, kommen die ganzen Diskussionen wieder auf, die ganzen Fronten verhärten sich wieder, die BM-Unverständigen gegen die BM-Verständigen gegen die, denen es nicht trve genug sein kann gegen die BM-Freigeister ... dieselbe Diskussion wie vor 10, 20, 30 Jahren. Und dazwischen selbstverständlich auch.

Alle Jahre wieder...
 
Zuletzt bearbeitet:
Das beste am Watain Artikel ist, dass ich durch ihn wieder vollkommem Bock auf die Sworn the dark & die Box Opus Diaboli habe. Watain haben mich live nachhaltig beeindruckt, weil sie eben nicht nur eine ansprechende Show machen, sondern unfassbar viel Energie Richtung Publikum werfen. Wenn ich wie damals auf dem WFF eine Pelle nach der anderen bekomme, obwohl einem infernale Flammen ins Gesicht schlagen, dann ist das pure Unterhaltungskunst, für die man sich nur noch ehrfürchtig in den Staub werfen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
@the_pit An deinen letzten Sätzen ist sehr viel Wahres dran - chapeau!

Und ich zitiere mal einen treffenden Satz aus einem alten Review: "Die Diskussion um Ascension muss man aushalten können."

Der Zusammenhang ist hier ein anderer, aber der reine Inhalt trifft auch die aktuelle Diskussion: Wenn man bestimmte BM-Bands vorstellt,
die eben polarisieren, muss man mit verschiedenen Meinungen rechnen - egal ob sie Pro oder Contra ausfallen.
Und das muss man auch in dem Fall aushalten können.
 
Das beste am Watain Artikel ist, dass ich durch ihn wieder vollkommem Bock auf die Sworn the dark & die Box Opus Diaboli habe. Watain haben mich live nachhaltig beeindruckt, weil sie eben nicht nur eine ansprechende Show machen, sondern unfassbar viel Energie Richtung Publikum werfen. Wenn ich wie damals auf dem WFF eine Pelle nach der anderen bekomme, obwohl einem infernale Flammen ins Gesicht schlagen, dann ist das pure Unterhaltungskunst, für die man sich nur noch ehrfürchtig in den Staub werfen kann.
Schon mal bei einem Konzert durchgerüttelt worden? Also, ich meine so richtig, wie auf 'nem Rüttelbrett?

Genial!
 
@the_pit An deinen letzten Sätzen ist sehr viel Wahres dran - chapeau!

Und ich zitiere mal einen treffenden Satz aus einem alten Review: "Die Diskussion um Ascension muss man aushalten können."

Der Zusammenhang ist hier ein anderer, aber der reine Inhalt trifft auch die aktuelle Diskussion: Wenn man bestimmte BM-Bands vorstellt,
die eben polarisieren, muss man mit verschiedenen Meinungen rechnen - egal ob sie Pro oder Contra ausfallen.
Und das muss man auch in dem Fall aushalten können.

Thema verfehlt: Es gibt doch eine Diskussion, jeder hält sie aus und Argumente werden ausgetauscht.
Ob selektives Lesen und stetig eine neue Runde Karussell fahren unbedingt der argumentative Knaller sind, muss jeder für sich selbst entscheiden. Gerade in Sachen Watain und anderen BM-Bands wird ja von einigen Menschen sehr gerne das Karussell angeschoben.
Wenns schee macht....

:-)
 
Mal unabhängig davon, dass es in dem Special um internationale (also nicht aus D kommende) Bands geht, deren erster "echter" Release nach der Jahrtausendwende erschienen ist, und somit alle von Ori genannten Bands rausfallen: Welche Bands, die in unser Auswahlverfahren fallen, klingen denn wie Katharsis? (Außer mit Abstrichen Nyght, die haben aber nur ein Demo gemacht). Und welche Band klingt wie alte Naglfar?
Also ich für meinen Teil suche keine Bands die so klingen wie die von mir genannten. Da bin ich ja ausreichend versorgt. Mich hat ja eher interessiert ob die aufgezählten Bands eher so sperrig klingen wie das was mich bisher abgeschreckt hat oder ob es auch leichter zugängliche Kost darunter gibt. Mgla könnten das sein, aber die möchte ich mal ignorieren.
Mir haben die letzten Lord Belial Scheiben auch außerordentlich gut gefallen. Machen die eigentlich noch etwas? Azaxul klingen übrigens etwas nach Katharsis, aus naheliegenden Gründen. Kommen aber aus Deutschland und hatten ja bereits eine EP vor zig Jahren. Die nächste Scheibe werden Moonblood Neueinspielungen sein und das wird 2017 jedenfalls ein Pflichtksuf für mich. Ansonsten werde ich mich auf Thulcandra freuen. Aber wie gesagt, das ist alles eher "oldschool". Ich mache mich nächste Tage mal an die Deathspell Omega. Die stehen ja lange genug hier rum. Kann aber sein, dass ich die wiederum ein paar Jahre wegstelle.
 
  • Like
Reaktionen: wrm
Welche Bands und Alben vermisst du?

Es sind nichtmal so sehr die Alben die ich vermisse, als die, welche ich zu unrecht als "die Wichtigsten" bezeichnet sehe.
Das schöne ist ja, dass ich so gut wie alle Alben mag, die aufgezählt wurden. Das ist also meckern auf hohem Niveau.

Aber geht es hier um Wichtigkeit für das Genre? Wichtigkeit für den Sound? Für die Entwicklung?
Bretter wie die Gruesome Scheibe sind sehr gut, aber im Endeffekt klingen sie sehr sehr stark nach DEATH. In wieweit ist die Platte wichtig?

Also gehen wir mal davon aus, dass es sich dabei einfach nur um besonders gute Alben handeln soll. Dann würde ich folgende ersetzen (es geht hier ja nur um meine Meinung):

Alda (schlecht ist die Band ja nicht, aber ich finde auch nicht wirklich wichtig oder repräsentativ für Black Metal...oder Death Metal^^)
Schammasch (finde ich gar keinen Zugang. Klingt für mich wie Behemoth in langweilig)
MURG (diesen 90er Spirit bringen Bands wie Nocternity, Drowning the Light und Svartrit viel besser rüber)
Batsushka (auch ein gutes Album, aber irgendwie nicht mehr)
Dark Sonority EP (würde ich zum Beispiel durch das Aptorian Demon Album ersetzen)
Morbus Chron (sehr gute Band, aber ich finde die irgendwie nicht wichtig)
Svartidaudi
One Tail, One Head (echt verdammt guter Stoff, aber unter den 100 Wichtigsten? Ich weiß nicht...)
Forteresse (handwerklich gut und melodiös, aber es mangelt an der Atmosphäre; für mich ein durchschnittliches Album)

Potentielle Kandidaten:

Armagedda - Only True Believers
Archgoat - The Apocalyptic Triumphator (die Band gibt's zwar schon seit den 90ern, aber Kriterium war ja ein nach 2000 veröffentlichtes Debutalbum, oder? Und dieses Album killt Black Witchery und alle anderen Bestial BM Alben leider :D )
Bekëth Nexëhmü - De Dunkla Herrarna
Aptorian Demon - Libertus
Nocternity - Harps of the Ancient Temple
Nehëmah - Light Of A Dead Star
Azelisassath - In Total Contempt of all Life
Drowning the Light - An Alignment of Dead Stars oder auch die letzte Scheibe From the Abyss (oder ist diese Band tabu wegen eines bestimmten Demotapes?)
Svartrit - II
Koldbrann - Nekrotisk Inkvisition
Wulkanaz - Paúrpura Fræovíbôkôs
Sargeist - Feeding the Crawling Shadows
Behexen - Rituale Satanum oder By the Blessing of Satan


Bands wie Leviathan, Evilfeast, Hæthen, Xasthur, Merrimack, Volahn, Black Cilice, Macabre Omen und noch ein paar andere Bands könnten auch noch ein wenig Abwechslung in das (berechtigte) Trondheim-Geworshippe bringen :D
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Thema verfehlt: Es gibt doch eine Diskussion, jeder hält sie aus und Argumente werden ausgetauscht.
Ob selektives Lesen und stetig eine neue Runde Karussell fahren unbedingt der argumentative Knaller sind, muss jeder für sich selbst entscheiden. Gerade in Sachen Watain und anderen BM-Bands wird ja von einigen Menschen sehr gerne das Karussell angeschoben.
Wenns schee macht....

:)
Ich habe das auch iwie anders gemeint: es gibt kaum eine Musikform, die so sehr polarisiert, wie ausgerechnet Black Metal. Und das - finde ich - ist die große, subversive Leistung dieser Musiker. Okay, vielleicht hätte es die eine oder andere Kirchenasche nicht gebraucht, und auch den einen oder anderen (Selbst-)Mord hätte es besser auch nicht gegeben. Ebenso wenig die anderen Extreme.

Aber abgesehen davon, ist BM für seine hypnotischen, mitreissenden Sound auch bei metallisch eher unbeleckten Musikhörern als radikale Musik erkennbar und identfizierbar. Das hat man in anderen Bereichen des Metal nicht. Man erkennt jede Spielform des BM als originär BM, ob das jetzt das Gerumpel von Hellhammer, der pure Hass von Mayhem ist ... die Epen eines Quorthon / die Klanglandschaften von Paysage d'Hiver oder gar Sorcier des Glaces (letzte treiben mir immer Freudentränen in die Visage, wenn ich die höre).

Es sind diese Musiker, die im Grunde genommen sagen können was sie wollen, sie ecken immer an - und halten so das Interesse wach! Das ist gut!
 
Zurück
Oben Unten