DEAF FOREVER - die neunundsechzigste Ausgabe

Auch wenn diesmal kaum Bands vorhanden sind, die primär in meinem musikalischen Kosmos eine Rollen spielen, so ist es dennoch, wie jede Ausgabe, eine Bereicherung und Erweiterung eben dieses Kosmos, obwohl jetzt Kosmoses besser zu dem Thema passt, wo ich gerne einhaken möchte :) Highlight, der Anadolu Rock Bericht und das Interview mit Attila. Dort ging es auch um die "Wandlung" im christlichen Gottesdienst, also die Transsubstantiationslehre. Es ist vorallem ein symbolischer Vorgang zur Erinnerung und zur Nachfolge "tut dies zu meinem Gedächtnis". Jesus, der sich selbst als Weinstock und als Weizenkorn bezeichnet/vergleicht, reicht den Wein und bricht das Brot, also Dinge, die Bereits einen Wandel vollzogen haben, und in dieser Form sowohl Geist, als auch den Leib berühren/sättigen. Tod/Wandel/Auferstehung. Er weist quasi schon über die Kreuzigung hinaus. Und lässt seine Jünger und später durch die Feier des Abendmahls die Gemeinde an diesem Geheimnis Teilhaben. Blut (die Essenz der Traube), Leib (das gemahlene Korn) wird symbolisch durch Brot und Wein weitergereicht und ist für mich kein kannibalischer Prozess :)
 
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Auch wenn diesmal kaum Bands vorhanden sind, die primär in meinem musikalischen Kosmos eine Rollen spielen, so ist es dennoch, wie jede Ausgabe, eine Bereicherung und Erweiterung eben dieses Kosmos, obwohl jetzt Kosmoses besser zu dem Thema passt, wo ich gerne einhaken möchte :) Highlight, der Anadolu Rock Bericht und das Interview mit Attila. Dort ging es auch um die "Wandlung" im christlichen Gottesdienst, also die Transsubstantiationslehre. Es ist vorallem ein symbolischer Vorgang zur Erinnerung und zur Nachfolge "tut dies zu meinem Gedächtnis". Jesus, der sich selbst als Weinstock und als Weizenkorn bezeichnet/vergleicht, reicht den Wein und bricht das Brot, also Dinge, die Bereits einen Wandel vollzogen haben, und in dieser Form sowohl Geist, als auch den Leib berühren/sättigen. Tod/Wandel/Auferstehung. Er weist quasi schon über die Kreuzigung hinaus. Und lässt seine Jünger und später durch die Feier des Abendmahls die Gemeinde an diesem Geheimnis Teilhaben. Blut (die Essenz der Traube), Leib (das gemahlene Korn) wird symbolisch durch Brot und Wein weitergereicht und ist für mich kein kannibalischer Prozess :)
Top Beitrag! - Attila steht halt fest in der katholischen Tradition. ;) Ich finde es in jedem Fall stark, dass diese Themen überhaupt Raum bekommen. Und so Unterscheidungen wie Wandlung, Erinnerung, Realpräsenz, Geistpräsenz, Symbolik ... werden ja selbst von vielen Gläubigen kaum reflektiert. Und Black Metal ist für mich eh eher katholisch als liberal-protestantisch.
 
Klingt nach ner stabilen Ausgabe. Ich warte noch 2 Wochen, dann lasse ich mir das gute Stück wieder in den Urlaub schicken.
Ist immer cool: Du kommst an und das Deaf Forever ist sch8n da.....
O.k., Urlaub wurde verschoben, wegen zu viel zu tun. Also habe ich mir das Heft brav am Kiosk geholt (kleiner Hinweis an dieser Stelle: Im Raum Ostwestfalen seid ihr nur sehr schwer zu bekommen) und muss, nach erstem durchblättern und einlesen mal ein ein Lob an @Iron Ulf da lassen.
Nicht weil er, wie eigentlich immer, Ulf-Sachen macht und damit viele Interviews erst lesenswert, sondern weil er im Sodom Interview (das ja tatsächlich mehr ein loses Geplauder ist, das meine ich mit Ulf-Sachen :D) etwas anspricht dass ich schon sehr lange für sehr wichtig erachte: Ein Rock n Roll Lifestyle ist nicht gesund und im Grunde ausgesprochener Mist und grober Unfug.
Bitte, dass mir jetzt niemand denkt ich möchte ihm den Spaß verderben. Nööööööö. Aber mir geht es schon lange gegen den Strich dass man als Metalfan automatisch zum dauerkomatösen Vollaki mutiert wird, weil ein paar Dummdödels gern bei so lustigen Reportagen über WAAACKKÖÖÖÖN komplett weggelötet eingeblendet werden.
Eine ganz lange Zeit waren aber auch die Printmedien an solchen Dingen nicht schuldlos. Ich erinne mich an, gar nicht so lange, vergangene Zeiten, als die Kollegen aus Berlin und auch die anderen aus Dortmund mehr oder weniger in Live- und Festivalberichten darauf verwiesen haben wie komplett besoffen sie schon wieder sind. Und überhaupt, Alkohol ist ja sooooo cool.

Diese Ansicht ist zum Glück inzwischen gekippt. Viele Musiker sind, genau aufgrund dieses Lebenswandels, nicht mehr da, die Hörer werden älter und damit vernünftiger, selbst in Bandkreisen besteht das Catering inzwischen eher aus linksdrehenden Magermiclhjoghurts als aus endlosen Flaschen hartem Alkohol. Und die meisten Bands gehen damit sehr offen um.

Nochmal: Ich finde jeder soll so wie er will. Aber das offene propagieren von Rauschmitteln in unserer Szene, das es jahrelang unwidersprochen gab, ist zum Glück inzwischen vorbei. Und das ist gut so! Ich habe für mich schon vor 30 Jahren, mit eintreffen des 25ten Geburtstages, für mich entschieden ein bisschen mehr achtzugeben was ich da so an Getränken, Speisen und sonstigen Dingen in mich reinkonsunmiere. Und was soll ich sagen; mein Körper dankt es mir seit exakt 30 Jahren.

Schön zu lesen dass das Deaf Forever auch hier andere Wege geht und eben auch mal solche, auf den ersten Blick völlig banale, Dinge geschmeidig in ein Interview mit Partymaus Angelripper einbaut. Danke dafür!
 
Ich habe das neue Heft seit gestern und hab als erstes das Interview mit Attila gelesen, weil ich das neue Album klasse finde.
Dickes Lob. Wusste nicht, dass das so ein sympathischer Typ ist. Man spürt die entspannte Atmosphäre.
Attila rocks, ein sehr spannender Typ. Und seine Gesangsleistung auf der neuen ist auch wieder phänomenal gut und einzigartig!
 
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Sie mussten die Show nicht selber canceln, sie wurde von den örtlichen Behörden gecancelt.

Da sieht man schön, was uns unter einer AfD-Regierung blühen würde. Da würden sicher auch alle Konzerte und Festivals verboten, die nicht "unseren" Werten bzw. denen der Regierung entsprächen....
Made my day. Mit dieser Ansicht bist du in dem "besorgte Musiker" Thread aber auch bestens aufgehoben.
Wer kennt sie nicht, die hinduistisch-islamischen Kräfte innerhalb der Blauen.
 
Made my day. Mit dieser Ansicht bist du in dem "besorgte Musiker" Thread aber auch bestens aufgehoben.
Wer kennt sie nicht, die hinduistisch-islamischen Kräfte innerhalb der Blauen.

@kingrandy spielte sicher darauf an, dass sich autoritäre Kräfte in dem Punkt, religiöse und/oder völkisch-kulturelle Gründe vorzuschieben um unliebsame Kunst zu unterbinden, häufig gleichen. Da verhält sich unsere rechtsextreme Partei voraussichtlich nicht anders.
Ist aber natürlich eine schwierige Knobelnuss!
 
@kingrandy spielte sicher darauf an, dass sich autoritäre Kräfte in dem Punkt, religiöse und/oder völkisch-kulturelle Gründe vorzuschieben um unliebsame Kunst zu unterbinden, häufig gleichen. Da verhält sich unsere rechtsextreme Partei voraussichtlich nicht anders.
Ist aber natürlich eine schwierige Knobelnuss!
Danke, dass Du mir die Arbeit abgenommen hast, meine schwierige Knobelnuss zu erklären. :)

Hätte nicht erwartet, dass sie anders zu verstehen ist, als sie gemeint war...
 
Ich war damals der größte Metallica-Fan der Welt. Als die ersten Bandfotos auftauchten, dachte ich: "Alter, geil! Alle ganz in schwarz und sehen auf einmal aus wie Danzig. Das wird richtig fett!" Ich also natürlich am Erscheinungstag in die Plattenabteilung des Passagenkaufhauses Geschke in Walsrode gestürmt, die Scheibe eingesackt und zu Hause andächtig aufgelegt. Nur, um von Song zu Song immer stärker gegen den Drang ankämpfen zu müssen, mein Mobiliar vor Wut anzuzünden und aus dem Fenster zu schmettern. Was für eine Unverschämtheit! Wollen die sich mit mir anlegen? In echt, ich war so tief getroffen, dass ich es richtig persönlich genommen habe.

Bis heute lege ich einmal im Jahr dieses Album auf und höre es mir intensiv an, um vielleicht doch noch die Freude teilen zu können, die Metallica damit so vielen Menschen bereitet haben. Doch vergeblich. Ich will die Scheibe auch bestimmt niemandem madig machen. Für mich ist und bleibt es aber einfach eine einzige Enttäuschung.

Bis zu einem gewissen Grad sogar deckungsgleich bei mir und ich habe mit meiner jugendlich arroganten Besserwisserei das Album ziemlich harsch und hanebüchen "schlecht" geredet.

Mit Erscheinen des Albums startete ja auch gleich die Tour (zuerst Monster of Rock, dann Wherever we may roam und zum Abschluss Nowhere else to roam 93) und umso mehr bekannt wurde und umso näher die Dates kamen umso hibbeliger wurde ich und umso mehr hab ich alles drumherum abgefeiert. Spätestens als ich dann am 03.12.1992 in Kiel endlich dabei sein konnte war der größte Metallica Fan der Welt (Du hattes Konkurrenz :D ) besänftigt und hin und weg.

Auch rückblickend ist es einfach ein starkes Album mit verdammten Göttergaben und heftigen Bangern. Metallica gives you heavy Baby :jubel:
Ich werde Dich beim HoH dezent beiseite nehmen und Dich bei ner Ballerbrühe exorzieren :feierei:
 
Danke, dass Du mir die Arbeit abgenommen hast, meine schwierige Knobelnuss zu erklären. :)

Hätte nicht erwartet, dass sie anders zu verstehen ist, als sie gemeint war...

Zumal man ja auch noch auf die historischen Kollaborationen von deutschen Faschisten mit Muslimen und Hindus (z. B. Mohammed Amin al-Husseini, es kämpften auch sehr viele Muslime unter Hitlers Kommando, oder auch Subhash Chandra Bose, der eine indische Freiwilligenlegion gründete, und auch eine Bewegung wie Rashtriya Swayamsevak Sangh kann man erwähnen - ach, es gäbe noch so einiges) hinweisen könnte, sowie heutige faschistische Organisationen und Parteien (z. B. Hamas oder die dem Hindutva nacheifernde Bharatiya Janata Party).
Würde die AfD nicht komplett hohl-radikal herumgeifern und da eine weitere Möglichkeit sehen sich hemmungslos zu bedienen und die Taschen voll zu stopfen, glaube ich nicht, dass sie auch nur einen Moment zögern würden. Irgendwelche moralischen oder gar patriotischen Maßstäbe haben diese Landesverräter ja sowieso nicht.


...aber ja, gehört nicht in den Thread über das neue (und noch von mir fast ungelesene; hänge noch ein Jahr hinterher D: ) Heft.
 
Ich konnte natürlich noch nicht den kompletten Faden zur aktuellen Ausgabe lesen, aaaber gaaanz wichtig: ganz heißen Dank an @SMM für die Story und das Review zu Imminent Sonic Destruction! Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so geflasht war vom Gesamtwerk einer Band - ist natürlich rein subjektiv, aber im DF-Kosmos dürfte es eine Menge Leute geben, für die diese Band von Interesse ist. Das nächste Mal dann aufs Cover und als Album des Monats für den Nachfolger, wird schon werden mit dem kruden Kram, der im Übrigen gar nicht so krude ist (warum braucht man mehr als 2 Durchläufe für "Floodgate"?) und den geneigten Metal-Fan durchaus auch abseits der schrägen Töne ansprechen dürfte, "moderne Elemente" hin oder her.

Ach ja: Moron Police auch reviewt, erneut an eine kurze Verbeugung in Richtung @SMM. Verläßlichster Redakteur für die von mir geliebte Musik.
 
Ich konnte natürlich noch nicht den kompletten Faden zur aktuellen Ausgabe lesen, aaaber gaaanz wichtig: ganz heißen Dank an @SMM für die Story und das Review zu Imminent Sonic Destruction! Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so geflasht war vom Gesamtwerk einer Band - ist natürlich rein subjektiv, aber im DF-Kosmos dürfte es eine Menge Leute geben, für die diese Band von Interesse ist. Das nächste Mal dann aufs Cover und als Album des Monats für den Nachfolger, wird schon werden mit dem kruden Kram, der im Übrigen gar nicht so krude ist (warum braucht man mehr als 2 Durchläufe für "Floodgate"?) und den geneigten Metal-Fan durchaus auch abseits der schrägen Töne ansprechen dürfte, "moderne Elemente" hin oder her.

Ach ja: Moron Police auch reviewt, erneut an eine kurze Verbeugung in Richtung @SMM. Verläßlichster Redakteur für die von mir geliebte Musik.
Danke!
 
Ich habe durch das King Fowley-Interview erst erfahren, dass es October 31 nicht mehr gibt - und das laut MA schon seit 7 Jahren. Ist irgendwie an mir vorbei gegangen und ein bisschen schade.
Ansonsten habe ich noch nicht so viel gelesen, die lange Venom-Story und das Türkei-Special machen schonmal Lust. Beim Überfliegen des Soundchecks merke ich, dass mir viele Bands erstmal gar nix sagen, aber das lässt sich ja ändern.
 
Ich möchte mich einmal für das Türkei Special bedanken.
Als jemand mit türkischen Wurzeln, war das wie ein Wühlen in die Vergangenheit. Was auch zu einem wochenlangen Hören führte.
Ich bin quasi mit der Musik von Bariş Manço groß geworden. Mit Sendungen wie 7'den 77'ye, die ich immer gesehen habe, wenn ich im Urlaub bei den Großeltern war. Die "Mançoloji" war in den frühen 00er Jahren ein ständiger Begleiter. Eine allumfassende Compilation, die dem geneigten Hörer den Zugang durch seinen druckvolleren Klang vielleicht erleichtern könnte.

Also vielen Dank, für dieses Special. Es hat mir wahnsinnig viel spaß gemacht, das zu lesen und wieder einmal zu hören.
 
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