DEAF FOREVER - die zwölfte Ausgabe

Vielen Dank @wrm für das gelungene Mgła-Interview. Hatte nach der Einleitung ein wenig befürchtet, es würde jetzt nur um die politische Debatte gehen, aber das Thema war zum Glück nur eines von vielen. Klasse gemacht :top:
 
Nun, das Special bezieht sich aber darauf, was in Europa in Folge der NWOBHM passiert ist. Und die Scorpions waren ja keine Folge der NWOBHM...

Interessant ... diesen Fokus auf den Einfluss der NWOBHM habe ich irgendwie nicht mitbekommen. Der Ansatz ist sicher nachvollziehbar und sinnvoll, es stellen sich mir trotzdem noch einige Fragen:

1. Wo oder wie zieht Ihr da die Grenze? Bei der zweiten Accept z.B. (die ich sicher nicht in die Top50 aufgenommen hätte) scheint mir dies fraglich. Heavy Load behaupten sogar in dem Interview, sie wäre nicht von der NWOBHM beeinflusst worden.

2. Warum wurde das Zeitfenster bis 1983 gewählt? Die NWOBHM war dann vielleicht, je nach Standpunkt, bereits zu Ende, der Einfluss trat aber durchaus (erst) mit einiger Verzögerung auf, oder? Hättet Ihr 1984 beispielsweise noch dazu genommen, wäre es wohl unnötig gewesen die Top50 / 100 mit Demos aufzufüllen. - Aus meiner Sicht die zweifelhafteste Entscheidung in den Listen. Unbenommen der durchgängig sehr interessanten und gut geschriebenen Artikel.

Sind übrigens keine Sprüche, um Euch auf die Nerven zu fällen, sondern ehrliches Interesse ...
 
Interessant ... diesen Fokus auf den Einfluss der NWOBHM habe ich irgendwie nicht mitbekommen. Der Ansatz ist sicher nachvollziehbar und sinnvoll, es stellen sich mir trotzdem noch einige Fragen:

1. Wo oder wie zieht Ihr da die Grenze? Bei der zweiten Accept z.B. (die ich sicher nicht in die Top50 aufgenommen hätte) scheint mir dies fraglich. Heavy Load behaupten sogar in dem Interview, sie wäre nicht von der NWOBHM beeinflusst worden.

2. Warum wurde das Zeitfenster bis 1983 gewählt? Die NWOBHM war dann vielleicht, je nach Standpunkt, bereits zu Ende, der Einfluss trat aber durchaus (erst) mit einiger Verzögerung auf, oder? Hättet Ihr 1984 beispielsweise noch dazu genommen, wäre es wohl unnötig gewesen die Top50 / 100 mit Demos aufzufüllen. - Aus meiner Sicht die zweifelhafteste Entscheidung in den Listen. Unbenommen der durchgängig sehr interessanten und gut geschriebenen Artikel.

Sind übrigens keine Sprüche, um Euch auf die Nerven zu fällen, sondern ehrliches Interesse ...

Wir denken, dass im Zeitraum 79-83 der direkteste und sofortige Einfluss der NWOBHM auf Resteuropa stattfand, und irgendwie muss man ja auch (zeitliche) Grenzen ziehen - sonst wird es ein dickes Buch. Was Heavy Load betrifft: Das ist genauso Kappes wie die einstige Behauptung von Quorthon, er habe nie Venom und Manowar gehört...
Demos sind doch kein Füllmaterial, sondern zuweilen nicht minder essentiell wie ein Album.
 
Demos sind doch kein Füllmaterial, sondern zuweilen nicht minder essentiell wie ein Album.

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Wir denken, dass im Zeitraum 79-83 der direkteste und sofortige Einfluss der NWOBHM auf Resteuropa stattfand, und irgendwie muss man ja auch (zeitliche) Grenzen ziehen - sonst wird es ein dickes Buch.

Alles klar, akzeptiert.

Was Heavy Load betrifft: Das ist genauso Kappes wie die einstige Behauptung von Quorthon, er habe nie Venom und Manowar gehört...

Stimmt schon, so etwas sollte man nicht unbedingt auf die Goldwaage legen.

Demos sind doch kein Füllmaterial, sondern zuweilen nicht minder essentiell wie ein Album.

Grundsätzlich will ich da garnicht wiedersprechen, bei den bisherigen Listen ist mir dies einfach nicht aufgefallen, daher war ich doch etwas überrascht ... natürlich ist so etwas auch immer Geschmachssache, ich weiss auch nicht, wieviele Demos zwischen 1979 und 1983 veröffentlicht wurden, aber die Auswahl Hellhammer, Sodom, Steeler (D) und Warlock finde ich schon sehr eigenartig ...
 
...nur weil es verschiedene Musikrichtungen sind? Es ging um den Impact, in welche Richtung sich die Musik entwickelt ist ja nicht vorgegeben. Bei dem einen geht Richtung Brülllärm und beim anderen in die Kuschelrock Ecke.
 
Also das Heft habe ich natürlich noch lange nicht durch, aber in der Nachbarschaft ist vielerorts ob meinen spitzen Lustschreien schon das Licht angegangen, als ich das gute Werk aus dem Kasten geangelt habe: Ich meine Karl Willetts auf der Titelseite (beim Lesen des Interviews hatte ich übrigens nen kleinen Kloss im Hals), ein Poster mit Demon UND Desaster und ein Special zu Euro-Metal! Und auch grosses Kompliment für das fantastische Mgla-Interview, ganz grosses Tennis! Es ist wie alle 2 Monate einfach eine Freude Freunde.
 
...nur weil es verschiedene Musikrichtungen sind? Es ging um den Impact, in welche Richtung sich die Musik entwickelt ist ja nicht vorgegeben. Bei dem einen geht Richtung Brülllärm und beim anderen in die Kuschelrock Ecke.

War das ein Kommentar zu meinem letzten Beitrag?

Nehmen wir das einfach einmal an ... :D

Ich bin nicht sicher, ob ich selbst in den 80ern da so einen Wert auf die verschiedenen Musikrichtungen gelegt hätte ... eigentlich bin / war ich kein großer Fan von Schubladen, und hab' in den 80ern so ziemlich alles durcheinander gehört. Auch kenne ich die jeweiligen Demos nicht, bis auf irgendeines der Hellhammer-Demos, das ich mir spaßeshalber mal via Internet angehört habe.

Wenn ich allerdings die jeweils ersten Vinylerzeugnisse als Vergleichsmaßstab hernehme, dann würde keine dieser Bands in meinen Top100 landen. Sie scheinen mir alle nicht gut oder gar innovativ genug, auch wenn ich zugegebenermaßen die ersten Scheiben von Hellhammer und Sodom, bei allem Respekt vor späteren Leistungen, noch ein Stück schlechter finde. - Was Du möglicherweise mit Deinem Beitrag suggerieren wolltest.

Es ist aber ja auch immer Geschmackssache, wie ich schon oben geschrieben habe ...
 
Nachdem #11 in meiner DF-Rangliste zu den 2 schlechtesten gehört, katapultiert sich die #12 direkt auf Platz 1. Die Journalistische Qualität könnte meiner Meinung nach nicht unterschiedlicher sein. Inhaltlich störte mich beim Vorgänger insbesondere die Qualität der Interview-Fragen. Qualität meint in diesem Sinne Relevanz und das Amon Amarth-Interview markiert in meinen Augen den Tiefpunkt der vorletzten Ausgabe.

Darüber hinaus fehlte mir bisweilen, das kannte ich vom DF bisher noch gar nicht der logische Fluss in den Texten, so dass Ursache und Wirkung z.T. die Rollen tauschten.

Ich selbst neige dazu nichts wirklich ernst zu nehmen insofern stört mich das nicht wirklich, ich mach mir halt nur so meine Gedanken.

Vor diesem Hintergrund ist es sicher verständlich, dass ich den Behoover-Leserbrief sehr amüsiert gelesen und als humorvolle Kritik verstanden habe und nichtmal eine Sekunde annahm, dass da Ernsthaftigkeit drinstecken könnte. Insbesondere da die Kritik ja, wie ich es verstehe nur auf Formulierungen abzielt, mithin also erbsenzählerisch im Großen und ganzen aber bar jeder Intention ist.
Ich dachte mir also zunächst: "Boah lustiger Typ, nette Promo-Idee."
Jetzt muss ich hier lesen, dass er das Ernst meint. Ist da wirklich kein Augenzwinkern dabei? Fühlt sich die Band von diesem positiven Review mit EINEM Kritikpunkt ungerecht behandelt? Damit wird mein Eindruck natürlich ins Gegenteil verkehrt und ich muss mich fragen ob hier nicht ein gerüttelt Maß Arroganz vorliegt, denn das verquaste Gelaber um den heißen Brei ist ja als "Satire" ganz witzig, ernstgemeint zeugt es nur von mangelnder Bodenhaftung.

Genug davon...

Das MGLA-Interview war wirklich ein Genuss. Wäre Wolf Politiker geworden hätten wir jetzt sicher einen Weltstaat in dem jeder in Frieden und Freiheit leben kann (streng genommen müsste er, da er dieser moralischen Verpflichtung nicht nachkommt nach Den Haag gebracht werden). Die Themen fand ich auch deutlich spannender als im Vorgänger, die Reviews waren Top und Seitenhiebe auf die Boulevard-Presse gehen sowieso immer.

So das lag mir mal auf dem Herzen.

Grüße
Caspas
 
Für Necrosic - Putrid Decimation sind zwei Reviews im Heft :D. Wäre jetzt meine Vermutung zum Ratespiel gewesen hätte ich das Heft zur Hand gehabt.
 
Großes Kompliment an @Digital Dictator für das OMEN-Interview. Du hast die berechtigte Kritik angebracht, aber trotzdem kommt gut rüber, dass du vor dem Lebenswerk der Band und vor allem auch vor den positiven Seiten von "Hammer Damage" viel Respekt hast. Das ist leider in der öffentlichen Debatte über die Scheibe keine Selbstverständlichkeit.
:top:
 
Noch nix gelesen, aber gerade mal den Soundcheck quergelesen und mich über die 8,5 Punkte von @M.T. Quatermass gewundert. Dachte, Du konntest mit HoM nach Scalzis Ausstieg nichts mehr anfangen, was ist denn da passiert?
 
dann will ich mal noch etwas rumklugscheißen: lieber @wrm , es stimmt nicht ganz, dass FORMEL 1 die einzige metalband im osten gewesen ist, die ne LP veröffentlichen durfte (seite 32). 1988 durften noch BABYLON mit "dynamit" ran. sicher, qualitativ bei weitem nicht so gut wie FORMEL 1, aber durchaus metal. im weitesten sinne könnte man sogar "phönix" von PRINZIP ('88 oder '89) dazu zählen, wenn auch mit ganz deutlicher (hard)rock-kante. immerhin hatte der gitarrist jürgen matkowitz ein privates tonstudio, indem meines wissens nach ein großteil der ost-metalproduktionen aufgenommen wurden.
btw: 60.000 einheiten des "live im stahlwerk"-albums abzusetzen, muss man auch erstmal hinkriegen (ich weiß, ich weiß, es gab ja nix anderes. trotzdem ist das ganz schön beachtlich...)

Babylon waren Hardrock und näher am normalen Ost-Rock als am Heavy Metal. Prinzip waren zu keinem Zeitpunkt Heavy Metal, sondern härterer Rock/Hardrock.
Prinzip-Sänger Ralf "Bummi" Bursy wollte mit der Metalszene nie etwas zu tun haben, sondern orientierte sich eher an den Zonen-Mainstream und Pop, um sich seine Ost-Karriere nicht zu versauen. Insofern war "Live im Stahlwerk" das einzige Album in der Geschichte des DDR-METAL.

Beweise gefällig?

 
Was @wrm sagt stimmt, aber grenzwertig wäre glaub ich auch das MCB-Konzert im Schwimmbad. Bin mir nicht sicher, aber ich denke das wurde immerhin im Radio ausgestrahlt, also immerhin veröffentlicht. Ne LP gibt es davon aber leider nicht (PM wer's auf Tape hat).
 
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