DEAF FOREVER - die zweiundsiebzigste Ausgabe

Macht ruhig mehr so Sachen (oder regelmäßig), das bereichert das Heft sehr.
Finde ich auch. Mein ´Traum´ wäre ja etwas wie "Sucht(erkrankungen) im Rock und Metal", meiner Ansicht nach eine Riesenproblematik sowohl unter den Musiker:innen als auch bei den Fans. Aber das würde wahrscheinlich den Rahmen sprengen und wäre enorm aufwandsintensiv.
 
Finde ich auch. Mein ´Traum´ wäre ja etwas wie "Sucht(erkrankungen) im Rock und Metal", meiner Ansicht nach eine Riesenproblematik sowohl unter den Musiker:innen als auch bei den Fans. Aber das würde wahrscheinlich den Rahmen sprengen und wäre enorm aufwandsintensiv.
Ganz vielen Dank an Dich, dass Du es ansprichst.
Mich kotzt es schon seit Jahrzehnten an, wie locker in manchen Magazinen (im DF zum Glück seit einigen Jahren nicht mehr) mit dem Thema Alkohol umgegangen wird. Da wird dann von Festivals berichtet, bei denen der verantwortliche Redakteur "leider nicht über Band XY berichten kann, weil er schon im Vollrausch übers Gelände getorkelt ist“ oder das "unfassbar leckere Bier, mit dem man sich so richtig ordentlich zulöten konnte“ berichtet.

Dazu die Verherrlichung von Drogen und dem "früher war das eben alles so" ohne jegliche Form der Einordnung.

Fakt ist:
– Alkoholismus und Drogensucht sind schwere Krankheiten und deren Ursachen gehören nicht verherrlicht.
– Ein Rock-'n'-Roll-Lifestyle ist nicht cool, schadet der Gesundheit und hat exakt keinerlei Mehrwert.
– Alle "unsere Helden", die das verherrlicht und propagiert haben, sind entweder tot oder schwer krank.

Ich selber trinke seit inzwischen 25 Jahren gar keinen Alkohol, habe nie geraucht und Drogen nur sehr, sehr am Rande, in frühster Jugend, mal probiert. Und trotzdem stiftet es immer noch Verwirrung, wenn wir in lustiger Runde irgendwo beisammen sind, ich ein Bandshirt trage und dann das Reichen von Alkohol dankend ablehne.
„Wie, du trinkst keinen Alkohol? Ich denke, du hörst Metal? Was stimmt denn mit dir nicht?

Daran sieht man, was für einen Ruf unsere Szene inzwischen hat. Woran auch die branchenüblichen Reportagen, z. B. aus Wacken, ihr Übriges tun. Da werden einfach viel zu oft irgendwelche Trinkspielchen auf Zeltplätzen, Anhänger voller Alkohol bei der Anreise und ein Haufen grenzdebiler, komplett abgeschossener "Wääckköööönn"-Gröhler eingeblendet. Und da wundern wir uns …

Dabei hat in meiner metallischen Welt so ein Mumpitz keinerlei Bedeutung. Ich identifiziere mich also auch nicht mit Menschen, die ein Festival besuchen, deren aktuellen und inzwischen Verantwortlichen zu Teilen aus der MAGA-Bewegung hervorgegangen sind. Aber beides sind andere Themen.

Back to topic: Das würde ich als Thema fürs Heft tatsächlich gar nicht übel finden. Kann man viel draus machen und ohne erhobenen Zeigefinger oder Klugscheißerei eine vernünftige Abhandlung schreiben. Ich würde es lesen …
 
„Wie, du trinkst keinen Alkohol? Ich denke, du hörst Metal? Was stimmt denn mit dir nicht?
Um etwas Positives zu berichten:
Beim Frostbiter saßen wir vor dem Event in einer lustigen Forumsrunde in einer Kneipe. Ich habe mir ein alkoholfreies Bier bestellt und es gab exakt keinen doofen Spruch dazu aus der Runde. Hat mich sehr gefreut, denn bei Zusammentreffen mit "alten" Kumpels und Bekannten hätte ich garantiert mit einigen blöden Kommentaren rechnen dürfen.
 
Finde ich auch. Mein ´Traum´ wäre ja etwas wie "Sucht(erkrankungen) im Rock und Metal", meiner Ansicht nach eine Riesenproblematik sowohl unter den Musiker:innen als auch bei den Fans. Aber das würde wahrscheinlich den Rahmen sprengen und wäre enorm aufwandsintensiv.
Exakt das- Wie sehr mich inzwischen dieses omnipräsente "Prost" Geplärre von (gefühlt 8/10 Bands von Jugendtreff bis Festival nervt.
 
Das Special "Metal und Soziale Berufe" ist so naheliegend, eigentlich seltsam, dass es nicht schon früher ein Thema war. Hier auch, guilty as charged: Jugendhilfe. (Dass Gerre in der Drogenhilfe arbeitet, auch ein Treppenwitz eigentlich, aber kommentiert er ja auch selbstironisch "Nimm keine Drogen, trink lieber Bier Naja,... (lacht). Super Feature/Thema, jedenfalls. Macht ruhig mehr so Sachen (oder regelmäßig), das bereichert das Heft sehr.

Dazu kann auch das Thema Kaufsucht (auf der Fan-Seite) addiert werden. Das hat auch schon den einen oder anderen leider zerbrochen.
 
Aber, aber, Sammeln und Horten ist doch genauso kultig und Metal, wie Saufen. Tonträger in der Mietbutze zu horten nur um sie zu haben, richtig cool. /S

Schaut euch doch nur die Vorstellungsvideos des Magazins jeden Monat an, in denen BTJs Kaufverhalten geradezu abgekultet wird.
 
aber bei den besten Hard-Rock-Scheiben hat @Iron Ulf "THE WARNING" genannt ...

ich hätte die eher unter .... naja, zumindest NICHT Hard-Rock-Banner gegeben ...
Modern-Metal ist auch falsch, da kein Metal ...
Einteilung wird schon knifflig wenn ich jetzt nochmals in mich gehe
 
Aber, aber, Sammeln und Horten ist doch genauso kultig und Metal, wie Saufen. Tonträger in der Mietbutze zu horten nur um sie zu haben, richtig cool. /S

Schaut euch doch nur die Vorstellungsvideos des Magazins jeden Monat an, in denen BTJs Kaufverhalten geradezu abgekultet wird.
Finde ich auch. Mein ´Traum´ wäre ja etwas wie "Sucht(erkrankungen) im Rock und Metal", meiner Ansicht nach eine Riesenproblematik sowohl unter den Musiker:innen als auch bei den Fans. Aber das würde wahrscheinlich den Rahmen sprengen und wäre enorm aufwandsintensiv.
Hier würde @Spatenpaulis allgemeiner Ansatz ja wunderbar greifen. Und als Interviewpartner könnte ja vielleicht BTJs Lebensgefährtin was dazu sagen ;) .
Ironie off: Das Thema fände ich tatsächlich enorm spannend, als selbst ehemals (Rauschmittel) und aktuell (Tonträger, Merch, ...da ist schon aber auch das Heft dran schuld :hmmja:) zumindest Gefährdeter.
 
Aber, aber, Sammeln und Horten ist doch genauso kultig und Metal, wie Saufen. Tonträger in der Mietbutze zu horten nur um sie zu haben, richtig cool. /S

Schaut euch doch nur die Vorstellungsvideos des Magazins jeden Monat an, in denen BTJs Kaufverhalten geradezu abgekultet wird.
Solange man mit seinem Kaufverhalten weder sich noch andere gefährdet, ist das doch eine völlig andere Baustelle als Saufen. Ansonsten müsste man ja jedes Hobby, das relativ viel Geld, Zeit oder Platz beansprucht, als potenziell gefährlich einstufen, was ich für ziemlich übertrieben halte.
 
Solange man mit seinem Kaufverhalten weder sich noch andere gefährdet, ist das doch eine völlig andere Baustelle als Saufen. Ansonsten müsste man ja jedes Hobby, das relativ viel Geld, Zeit oder Platz beansprucht, als potenziell gefährlich einstufen, was ich für ziemlich übertrieben halte.
Es gibt Kaufsucht, die über Schulden und immer weitere Schulden im Suizid geendet hat. Daher kam auch mein kleiner Einwurf.
 
Ganz vielen Dank an Dich, dass Du es ansprichst.
Mich kotzt es schon seit Jahrzehnten an, wie locker in manchen Magazinen (im DF zum Glück seit einigen Jahren nicht mehr) mit dem Thema Alkohol umgegangen wird. Da wird dann von Festivals berichtet, bei denen der verantwortliche Redakteur "leider nicht über Band XY berichten kann, weil er schon im Vollrausch übers Gelände getorkelt ist“ oder das "unfassbar leckere Bier, mit dem man sich so richtig ordentlich zulöten konnte“ berichtet.

Dazu die Verherrlichung von Drogen und dem "früher war das eben alles so" ohne jegliche Form der Einordnung.

Kann ich 100% unterschreiben!!!
Geht mir genau so
 
Es gibt Kaufsucht, die über Schulden und immer weitere Schulden im Suizid geendet hat. Daher kam auch mein kleiner Einwurf.
Das bestreitet niemand und das ist definitiv auch ein Thema fürs Heft, finde ich. Trotzdem kann BTJs Sammelleidenschaft abkulten. Braucht man überhaupt nur eine Motörhead-Best-Of? Nein. Kann man die sammeln und ohne Suchtverhalten Spass daran haben? Anscheinend ja.
Wahrscheinlich ist es eine recht komplizierte Wechselwirkung, weil „unsere Szene“ ohne die vielen Sammler*innen nicht mehr existieren oder anders aussehen würde. Es wären wohl auch weniger Anzeigen im Heft und vielleicht würde es das dann auch nicht mehr geben.
Trotzdem sollte man über Sucht auch in dem Zusammenhang sprechen. Auch ich erkenne solche Tendenzen bei mir. „Normale Menschen“ würden beim Anblick meiner Sammlung sofort von Sucht sprechen, vielleicht haben sie damit recht.
Also: gerne ab ins Heft damit, aber differenzieren muss man wie meistens natürlich trotzdem.
 
So, Heft ist dann heute (!!!) endlich auch in Nordfriesland angekommen. Das Blöde dabei: Ich bin inzwischen nicht mehr da.
Ist aber nicht sooooo schlimm, ich habe da tolle Nachbarn, die mir das nach Hamburg nachschicken.

Kurios ist der Verlauf der Sendung: Am 05.08. in Dortmund abgeschickt , danach auch direkt 2 Tage später auf der Insel gewesen. Und ab da nicht mehr zustellbar wegen einer nicht zuzuordnenden Adresse.
Kurios deshalb, weil ich mir da ständig irgendwelches Zeug hinterherschicken lasse, alles mit exakt der angegebenen Adresse und alles problemlos angekommen. Was auch damit zu tun hat, dass Hauke (wie man eben so heißt als Nordfriese), der regionale Postbote, uns kennt und weiß, wo er die Briefe abzugeben hat, wenn wir mal nicht da sind.
Diesen hier hat er erst heute Morgen, nach 10 Tagen Irrweg auf einer Insel mit sagenhaften 4 Dörfern, (!) bekommen und sich extra beeilt, weil er wusste, dass wir heute abreisen. Hat leider nicht ganz gereicht, die Fähre, auf der wir waren, war schon weg.


Also, das DF kann in diesem Fall gar nichts dafür, hat das Heft sogar noch vorm Summer Breeze abgeschickt. Warum die Post genau diesen Umschlag, mit der exakt identischen Adresse von mindestens 20 anderen Briefen und Paketen, nicht an uns zustellen konnte, wird wohl auf ewig deren Geheimnis bleiben.

Aber ihr dürft exakt dieses Heft dann in die virtuelle "DF-Rekorde-Galerie" aufnehmen, mit der garantiert längsten Laufzeit eines innerdeutschen Versandes. Grüße gehen raus an die deutsche Schneckenpost!
 
Für mich persönlich finde ich Sammeln/Horten und (regelmäßiges) Saufen beides ähnlich blöd. Tonträger werden nur angeschafft, wenn ich mir relativ sicher bin, das sie auch viele Male angehört werden. Meine Objektive ist mittlerweile, das mindestens so viele Dinge meinen Besitz verlassen, wie neu hinzukommen. Noch besser deutlich mehr.
 
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