DEAF FOREVER - die zweiundsiebzigste Ausgabe

Das bestreitet niemand und das ist definitiv auch ein Thema fürs Heft, finde ich. Trotzdem kann BTJs Sammelleidenschaft abkulten. Braucht man überhaupt nur eine Motörhead-Best-Of? Nein. Kann man die sammeln und ohne Suchtverhalten Spass daran haben? Anscheinend ja.
Wahrscheinlich ist es eine recht komplizierte Wechselwirkung, weil „unsere Szene“ ohne die vielen Sammler*innen nicht mehr existieren oder anders aussehen würde. Es wären wohl auch weniger Anzeigen im Heft und vielleicht würde es das dann auch nicht mehr geben.
Trotzdem sollte man über Sucht auch in dem Zusammenhang sprechen. Auch ich erkenne solche Tendenzen bei mir. „Normale Menschen“ würden beim Anblick meiner Sammlung sofort von Sucht sprechen, vielleicht haben sie damit recht.
Also: gerne ab ins Heft damit, aber differenzieren muss man wie meistens natürlich trotzdem.

Ich kenne keinen Fall, dass sich jemand mit einer Schallplattensammelsucht in den Ruin gesuchtet hat. Im Gegensatz zum Automaten hat man immerhim im Notfall noch zu Hause etwas stehen. Und meistens ist die Sammlung auch liebevoll gepflegt. Vielleicht verlässt einen ja der Partner, weil man nur noch Vinyl im Kopf hat und man verhungert, weil er der einzige war, der darauf hingewiesen hat, dass man zwischendurch auch mal was essen sollte? Keine Ahnung wie das Szenario sonst ablaufen soll.
 
Ich wollte hier nicht den Thread damit nerven, sondern nur den Punkt "Kaufsucht" zum Thema Sucht miteinbringen, den man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte. Gilt für Metal, für Uhrensammler für alle möglichen Sammler, da die Sucht hier ähnlich tickt. Wollte das nicht mit BTJs Motörhead Sampler CDs in Verbindung bringen...sonst würde ich mich selber beispielsweise auch fragen, warum ich alleine 132 Tribute Sampler hier in der Sammlung habe...
 
Ich wollte hier nicht den Thread damit nerven, sondern nur den Punkt "Kaufsucht" zum Thema Sucht miteinbringen, den man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte. Gilt für Metal, für Uhrensammler für alle möglichen Sammler, da die Sucht hier ähnlich tickt. Wollte das nicht mit BTJs Motörhead Sampler CDs in Verbindung bringen...sonst würde ich mich selber beispielsweise auch fragen, warum ich alleine 132 Tribute Sampler hier in der Sammlung habe...
Ist bei mir gar nicht negativ angekommen und BTJ hatte @Schubladeimschrank ins Spiel gebracht und ich hatte das nur beides aufgegriffen.
Ich fände es als Thema total interessant und bin deshalb darauf eingegangen.
 
Wenn wir Sucht als einen Zwang definieren, wonach das Suchtmittel unkontrolliert und bedingungslos zugeführt werden muss, zu Ungunsten des eigenen Wohlergehens, der eigenen Handlungsfähigkeit, der Verantwortung sich selbst und anderen gegenüber, kurz als ein Verhalten, das dem Suchtmittel grundsätzlich Vorrang gewährt vor Dingen wie Nahrung, Obdach und sozialer Funktionalität, dann finde ich es mehr als vermessen, die organisierteste, fleißigste, freundlichste und rundum fidele Arbeitsbiene der Redaktion, BTJ, hier ins Spiel zu bringen.

Das Thema Sucht im Metal finde ich allerdings hochinteressant und definitiv eines Specials würdig.
 
die organisierteste, fleißigste, freundlichste BTJ, hier ins Spiel zu bringen.
Ich hatte am letzten KIT das Vergnügen, ein Bier mit ihm zu trinken und ein bisschen zu quatschen und hatte zwei Gedanken:
1) was ein Maniac, der kennt ja alles!
2) ist das möglicherweise der freundlichste und angenehmste Mensch aller Zeiten?
In Kombination dachte ich dann: „och, mit dem könnte ich jetzt das ganze Wochenende verbringen und hätte das Gefühl, wir würden uns schon ewig kennen.“
 
che der kleine Götz mit Bierglas in der Hand im Vorwort ver

Wenn wir Sucht als einen Zwang definieren, wonach das Suchtmittel unkontrolliert und bedingungslos zugeführt werden muss, zu Ungunsten des eigenen Wohlergehens, der eigenen Handlungsfähigkeit, der Verantwortung sich selbst und anderen gegenüber, kurz als ein Verhalten, das dem Suchtmittel grundsätzlich Vorrang gewährt vor Dingen wie Nahrung, Obdach und sozialer Funktionalität, dann finde ich es mehr als vermessen, die organisierteste, fleißigste, freundlichste und rundum fidele Arbeitsbiene der Redaktion, BTJ, hier ins Spiel zu bringen.

Das Thema Sucht im Metal finde ich allerdings hochinteressant und definitiv eines Specials würdig.
Dann wird meine Aussage falsch herum aufgenommen. Ich unterstelle BTJ nicht, dass er süchtig sei. Ich bitte es zu entschuldigen, wenn das so rübergekommen ist.
Ich finde eher das abgekulte seiner Einkäufe und seines Konsumverhaltens arg befremdlich. Ja, er kennt und mag viel, aber muss jedes Mal ein Berg CDs besprochen werden? Ist man nur dann Kult, cool oder True, wenn man eine Sammlung hat oder wie Götz immer so schön sagt „muss man kennen“ oder „muss man haben“.
Die Grenzen zwischen Manie und gesundem Konsumverhalten scheinen hier fließend zu sein.
Aber ey, alles nur Meinung. Wenn ich das falsch wahrnehme und das Konsumverhalten gar nicht abgekultet wird, fair.
 
Dann wird meine Aussage falsch herum aufgenommen. Ich unterstelle BTJ nicht, dass er süchtig sei. Ich bitte es zu entschuldigen, wenn das so rübergekommen ist.
Ich finde eher das abgekulte seiner Einkäufe und seines Konsumverhaltens arg befremdlich. Ja, er kennt und mag viel, aber muss jedes Mal ein Berg CDs besprochen werden?

Ja, das muss. Ich mache das übrigens auch, aber weil ich kein Intro zur Heftvorstellung abrehen lasse, rede ich mit Freunden über Musik - ohne Kamera. Oder ich gehe dafür ins DFF, wenn gerade kein Freund zur Hand ist. Über Musik quatschen - für mich eine der normalsten Sachen der Welt oder etwa doch schon irgendwie verdächtig?
 
Dann wird meine Aussage falsch herum aufgenommen. Ich unterstelle BTJ nicht, dass er süchtig sei. Ich bitte es zu entschuldigen, wenn das so rübergekommen ist.
Ich finde eher das abgekulte seiner Einkäufe und seines Konsumverhaltens arg befremdlich. Ja, er kennt und mag viel, aber muss jedes Mal ein Berg CDs besprochen werden? Ist man nur dann Kult, cool oder True, wenn man eine Sammlung hat oder wie Götz immer so schön sagt „muss man kennen“ oder „muss man haben“.
Die Grenzen zwischen Manie und gesundem Konsumverhalten scheinen hier fließend zu sein.
Aber ey, alles nur Meinung. Wenn ich das falsch wahrnehme und das Konsumverhalten gar nicht abgekultet wird, fair.
Meine Fresse...
 
Okay, jetzt verstehe ich Deinen Punkt auch besser, danke für Deine Antwort. Einig werden wir uns wohl nicht, aber damit kann ich leben und ich hoffe, Du auch. :feierei:

Am wichtigsten sind mir ohnehin die Rezensionen. In vielen Ausgaben kann ich dort Bands entdecken, auf die ich sonst nicht gekommen wäre. Bis auf wenige Ausnahmen kommen von denen fast alle Platten, die ich mir in den letzten Jahren gekauft habe, da sie in meiner Welt den bekannten, etablierten Bands meist den Schneid abkneppern. Das ist fürs Portemonnaie Entleerung und für Regal und Geist grosse Bereicherung - um hier auch mal Lob zu äussern. ;)


Muss auch sagen, ANTIPEEWEE gefällt mir ganz gut.
Kannte ich auch vorher nicht
 
Mist... Mit der hatte ich mal Stress wegen einer Lebkuchen-Lieferung.

Dann halt nicht.
20260820-130456.jpg


Sind bei mir im Büro gelandet...
 
Zurück
Oben Unten