So viele neue, aktuelle Sachen habe ich mir dieses Jahr gar nicht geholt. Aber dafür habe ich auch weniger Probleme mit der Auswahl der Scheiben.
Platz 5: Ursula- Lords of impermanence
Das müsste sogar die erste Veröffentlichung aus dem Jahr 2025 sein, die ich gekauft habe. Anfangs nur wegen dem Cover darauf aufmerksam geworden, fällt das Album in die Kategorien klassisch, roh und mit Exotenbonus.
Platz 4: Sin of God- Bloodbound
Auch hier bin ich eher zufällig darauf gestoßen. Die Ungarn spielen einen schönen Mix aus klassischem und technischen Death Metal, ohne jedoch zu technisch zu werden und sind recht flott unterwegs. Ursprünglich sollte das Album wohl schon eine ganze Ecke früher veröffentlicht werden, doch Besetzungswechsel und die Coronapandemie haben sie wohl ganz schön ausgebremst. Umso schöner, dass uns 2025 nun ein solch intensives und brutales Album geschenkt wurde.
Platz 3: Sijjin- Helljjin combat
Das Album wurde ja schon öfters genannt, aber hell yeah, die Musik macht einfach Spaß. Ich hatte die Veröffentlichung ja schon länger auf dem Zettel gehabt, aber aus irgendeinen Grund erst im letzten Quartal verhaftet. Das war sicherlich ein Fehler, doch dafür wächst es bei jedem Durchgang.
Platz 2: Internal Bleeding- Settle all scores
Totgesagte leben länger. Die Band war meine Überraschung des Jahres. Bis vor ein paar Monaten wußte ich gar nicht, dass es die Jungs noch gibt, geschweige denn auch noch neue Musik veröffentlichen. Einen Innovationspreis gewinnt Internal Bleeding in diesem Leben sicher nicht mehr. Aber die Mischung aus brutalem Death Metal mit Hardcoreeinschüben, einem merklich angepissten Sänger, gepaart mit dem Nostalgiefaktor und der Tatsache, dass das Album in Europa (zumindest die CD-Version) gar nicht mal so einfach zu bekommen ist, hat mich vom Fleck weg erobert.
Platz 1: Scalpture- Landkrieg
Hier stimmt für mich wirklich alles. Angefangen vom tollen und gut passenden Cover bzw. Artwork über die Stimmung und der Musik selbst. Wie es die Band schafft im überwiegend mittleren Tempo alles um sich herum niederzuwalzen und trotzdem noch so variabel klingt, finde ich unglaublich. Ich bin ja eher ein Fan von schnellen Liedern, die einem voll auf die Zwölf geben. Wenn jedoch jede angezogene Handbremse so wirkungsvoll einem den Schädel spaltet, wäre die Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen bestimmt nur 30 km/h. Zugegeben, die thematische Ausrichtung auf Kriege ist sicher nicht jedermanns Sache und alles andere als modern, aber bei mir verfängt es aufgrund der musikalischen Vielfalt und atmosphärischer Stimmung vollends.