Deathspell Omega

Egal ob Hartzer oder Ewig-Student, auf jeden Fall alimentiert. Dann aber große Reden schwingen o_O:D

Neenee, NED ist ja meines Wissens nach auch in seiner Hand. Wahnsinn, was der alles mit seiner Zeit anzustellen weiß :cool:

Wieso alimentiert? Nicht jeder Student braucht viel Geld (bin mit 300 Euro im Monat ausgekommen und hab davon noch Studienmaterial gekauft) und den Begriff "Kollektiv" sollte man da nicht außer Acht lassen. Man braucht nur etwas zum Wohnen. :)
 
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Ich arbeite an einer Hochschule. Dinge unnötig komplex zu formulieren, obwohl sie auch einfach vermittelt und dann wohlmöglich von Gegenüber auch verstanden werden könnten, erinnert mich zu sehr an manche KollegInnen im Haus. Noch drei Literaturtipps rein und fertig ist die Suppe.

Grundsätzlich mag ich DSO und natürlich muss ein Interview bei denen vermutlich auch so sein, Gesamtkunstwerk und so... trotzdem viel Bla.

Dass jemand in eine Rolle schlüpft, also als Künstler sich gänzlich anders gibt als der Typ in real life, der wie jeder andere auch beim Bäcker ansteht, ist für mich völlig okay. Aber wenn jemand sich im Zuge von Email-Interviews völlig anders gibt als in einer gesprochenen / echten Situation, finde ich das meist albern. Natürlich weiß ich nicht, wie C. / DSO so im Alltag redet, aber ich habe es im Allgemeinen schon mehrfach erleben müssen, wie Durchschnittstyp XY per Email-Interview einen auf Einstein-meets-Nietzsche-meets-Goethe gemacht hat - und genau aus diesem Grund auf ein Mail-Interview bestanden hat, anstatt sich zu treffen oder ein telefonisches Interview zu führen.
 
Genauso habe ich mir ein Interview mit denen immer vorgestellt. Schwallern statt ballern, so könnte man einen solch ausladenden herrschaftstheoretischen Parforceritt durch die theologische und politische Ponerologie sicher despiktierlich abtun, wenn dieser so prätentiöse wie beflissene Gestus in seiner obsessiven Belesenheit und analytischen Emphase das kantig-abstrakte Wirken dieses faszinierenden Projekts nicht so kongenial abbilden würde. Hochinteressant und überaus lesenswert - danke für den Hinweis...!

Der Kollege hier hat den Thread gewonnen. Kann dicht hier.
 
Bin zufällig heute in der Bahn auch über das Interview gestolpert und nur kurz reingelesen. Gibts ein Interview von ihm auch auf französisch? Würde mich mal interessieren wie er da so rüberkommt.
 
Dass jemand in eine Rolle schlüpft, also als Künstler sich gänzlich anders gibt als der Typ in real life, der wie jeder andere auch beim Bäcker ansteht, ist für mich völlig okay. Aber wenn jemand sich im Zuge von Email-Interviews völlig anders gibt als in einer gesprochenen / echten Situation, finde ich das meist albern. Natürlich weiß ich nicht, wie C. / DSO so im Alltag redet, aber ich habe es im Allgemeinen schon mehrfach erleben müssen, wie Durchschnittstyp XY per Email-Interview einen auf Einstein-meets-Nietzsche-meets-Goethe gemacht hat - und genau aus diesem Grund auf ein Mail-Interview bestanden hat, anstatt sich zu treffen oder ein telefonisches Interview zu führen.

Sehe ich genau so. Auch das ständige einstreuen von Künstlern oder Philosophen stösst mir halt bei sowas immer sauer auf. Ich bin jetzt weiss Gott kein grosser Kenner der Kunstgeschichte der ersten hälfte des 20.Jhds und in Philosophie auch nur semi-belesen, aber die meisten Querverweise krieg ich auch so noch hin. Dafür reichts regelmässig die Zeit zu lesen... oder was man halt in Frankreich stattdessen so liest.
 
Ich hab nur die Hälfte des Interviews bisher gelesen, sehr interessant. Ich empfinde es nicht als besonders kompliziert oder als ob sie eins auf „guck mal wie viele Bücher ich gelesen habe“ machen würden. Ich meine, es ist DSO, was kann man wohl erwarten? Abgesehen davon, es ist auch das erste Interview seit 15 Jahren, eine gewisse Tiefe ist wünschenswert.
 
Ich finde auch nicht, dass - wie jemand weiter oben meinte - bei der Frage nach den musikalischen Einflüssen "generischer Standardkram" als Antwort zurückkam. John Coltrane, Magma, King Crimson und Penderecki habe ich natürlich erwartet, aber das ist dennoch kein generischer Standardkram. Die Nennung von Yacøpsae und Portishead überraschten, zudem die beiden Komponisten Scelsi und Wyschnegradsky, die mir vorher noch überhaupt nichts sagten und deren Biografien und kompositorischen Herangehensweisen sich interessant lesen. Da werde ich tiefer einsteigen. Insofern besten Dank an den Bardö-Dude für dieses Interview!
 
Also, für mich und meine Beziehung zu Deathspell Omega, ist dies die einzige Form, wie ich mir ein Interview mit dem Menschen dahinter vorstellen kann. Warum? Weil es irgendwie auch gar nichts sagt. Es zerstört keinen Mythos, mindert kein Empfinden und nimmt der ganzen schwarzen Pest der Musik nichts von ihrer Intensität, ihrem Gift und ihrem menschlichen Makel.
Leider Gottes ist es glaube ich heutzutage nicht noch radikaler möglich, im völlig verborgenen zu operieren und sei’s drum.
Um die Wahrheit zu sagen, mich interessieren die Einflüsse von Musikern echt null Komma garnicht. Und ob sie der Wahrheit entsprechen, geschönt wurden oder was auch immer, somit auch nicht. Für mich ist dieses Interview nichts weiter als ein weiterer Bestandteil des Kunstobjektes Deathspell Omega, denn ich bin mir sicher, das es kein spontanes Interview war, sondern von wem auch immer gut vorbereitet war.
Dieses musikalische Projekt hat in meiner Wahrnehmung dieselbe urböse Ausstrahlung wie die Pazuzu Figur aus dem “Exorzisten”. Und dieses Interview kratzt keinen alt babylonischen Sand davon ab.
 
Ich habe endlich die Drought EP in die Finger bekommen. Mal die Musik kurz beiseite gelassen, ich find dieses Cover so unglaublich stark.
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