Der allgemeine Filmthread.

mir hat er, zumindest heute Nacht bis halb fünf, echt richtig gut gefallen. Gerade weil es ne andere Erzählung der Geschichte ist, und kein Arnie-Verschnitt.
 
The Running Man (USA, 2025)

Und auch denn endlich schauen können. Das Original mit Arnie ist für mich einer der Kultfilme der 80er schlechthin, den liebe ich einfach innig. Deshalb war ich einem Remake mal wieder sehr skeptisch gegenüber eingestellt, da es das einfach nicht zu allen Kultfilmen braucht. Aber ich habe mich verschätzt, denn der Film funktioniert großartig und hat mir wirklich sehr gut gefallen! Er unterscheidet sich aber vom Original und das ist hier aber gut so. Ben Richards ist ein aggressiver Typ, der mit Autoritäten so gar nix anfnagen kann. Die Menschheit verblödet immer mehr und wird von Konzernen manipuliert, die mittels krasser Fernsehshows zur Unterhaltung ihre Macht sichern, Brot und Spiele. Richards Tochter ist sehr krank, er hat kein Geld für Medizin und bewirbt sich als Dummy für eine Fersehshow. Seiner Frau verspricht er, nicht bei Running Man mitzumachen. Eine Show, bei der stets drei Verbrecher statt ins Gefängnis zu gehen, 30 Tage draußen überleben müssen. Hierbei werden sie von gnadenlosen Cops, den Hunters, gejagt, von der Bevölkerung jederzeit denunziert und haben dank Überwachungsstaat eigentlich nie eine Chance. Jeodch gelingt es dem TV Produzenten Dan Kilian (cool von Josh Brolin gespielt) Richards in seiner Verzweiflung doch zu überreden und so wird er zu einem Running Man. Auf seiner Flucht lernt er Nerds kennen, die dieses System aufdecken und zu Fall bringen wollen. Auf Richards beginnt nun eine gnadenlose Jagd, bei der er seinen Verfolgern entkommen muss, damit er sich letztlich an Killian rächen kann. Dieser setzt aber alles daran, dass sein manipuliertes Drehbuch Richards keine Chance lässt. So ungefähr.

Glen Powell funktiniert als Running man wirklich hervorragend, gerade weil er eben nicht Arnie und ein Übermensch ist, sondern ein irgendwie normaler Typ von neben an. Naja, fast. Die Action ist grandios, es gibt gneügend Härte, ohne in eine totale Gewaltorgie zu kippen. Die Darsteller sind alle gut getroffen, die Story gut durchdacht, Effekte auch gut gemacht, also mir hat der wirklich großen Spaß gemacht, es gibt ein paar gute Easter Eggs (die Geldscheine) und eben fette Action. Die Anarcho-Nerds sind auch cool. Werde ich mir definitiv wieder mal geben. 9/10

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Deiner Beschreibung nach klingt es so, als hätte das Remake dann etwas mehr mit dem Buch von Stephen King zu tun als der Originalfilm mit Arnie.
Muss ich mir dann wohl doch mal geben
 
Shogun Assassin - Henker des Shogun (JAP/USA. 1980)

Hier habe ich mir einen längst geplanten, komplett überfälligen Gefallen getan, und es endlich mal wieder hinbekommen, diesen absoluten Kultstreifen zu schauen. Habe länger überlegt, ob ich ihn in den Horror/Gore-Thread packe, schließlich ist er mir zum ersten Mal 1989 im Deep Red Horror Handbook, dass ich damals meine ich, im geliebten Malibu-Versand ergattert habe, begegnet. Da haben sie ihn unter die Rubrik der blutigsten Filme gepackt und ich habe so gefiebert, den auch zu sehen, was mir kurz darauf gelang, da wir neue, etwas ältere Freunde hatten, die absolute Gore-Film-Maniacs waren. Aber letztlich ist es halt nur ein sehr blutiger Film, der keine Horror-Elemente inne hat, dann kann er auch hier rein. Es handelt sich dabei um die japanischen Kult-Filme der "Lone Wolf And Cub"-Reihe, von der es sechs Filme gab. Robert Houston hat für den hier Szenen aus den ersten beiden gelungen zusammengeschnitten und unter diesem Namen rausgebracht. Die Handlung: Ittó Ogami ist Samurai und Henker des amtierenden, grausamen Shóguns, der alle aufständigen foltern und hinrichten lässt. In dieser Funktion ist es seine Aufgabe, alle verurteilten zu enthaupten. Das hat er bisher mehr als fleißig getan. Der Shógun sieht in ihm mit der Zeit aber eine große Gefahr und will ihn von seinen Ninjas töten lassen. Bei einem Anschlag kommt Ogamis Frau ums Leben und er kann nur noch ihren gemeinsamen Sohn, der noch ein Kleinkind ist, schnappen und fliehen. Auf ihrer Flucht muss er ständig auf der Hut sein und unzählige Attentäter niedermetzeln. Der Film wird aus der Prespektive des Jungen erzählt, der munter die Leichen, die sein Vater hinterlässt, mitzählt. Als Fahrzeug dient ihnen dabei eine Art Kinderwagen, der tauglich modifiziert wurde und einige Goodies für Feinde parat hält. Irgendwann nimmt Ogami einen Auftrag an, die drei Meister des Todes, die das Land mit grausamen Morden durchziehen, auszuschalten. Als er nach zahllosen Ninjas diesen schließlich begegnet, kommt es zum blutigen Shodown.

Aus heutiger Sicht wirkt der Film natürlich etwas hölzern, was zum einen am Zusammenschnitt der Story, zum andern auch an der japanischen Erzählweise liegt. Aber er besticht neben der abstrusen Story ja vor allem durch seinen hohen Blutzoll. Köpfe werden gespalten, Gliedmaßen fröhlich abgetrennt und alles niedergemäht, was geht, der Saft fließt in Fontänen. Gut ist, dass hier nicht wie in vielen Hong Kong-Filmen lange, zähe Kämpfe ausgetragen werden, sondern alles ratzfatz ganz schnell immer geht, ähnlich wie bei Lady Snowblood. Heftiger wird es auch, als er auf die Masters Of Death mit ihren derben Waffen trifft. Ein Schlachtfest und Muss für jeden Eastern-Fan. Ich empfehle auch die originalen Filme, wo doch alles etwas schlüssiger erzählt ist, dafür aber langatmiger, was hier wegfällt.

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Wer mal den Alltagsstress /-wahnsinn für zwei Stunden hinter sich lassen will, dem empfehle ich, sich im Kino Das Flüstern der Wälder anzusehen und von den Naturbildern und Tierstimmen berieseln zu lassen. Schöner Film!!

Schön und sehr bewegend. Dem "Wahnsinn" entkommt man hier, zumindest im Subtext, ganz und gar nicht. Die Schönheit, die hier portraitiert wird, wird nicht nur nicht wahrgenommen, sie entgleitet uns zunehmend. Ein Film, der mich in tiefer Demut und stiller Trauer in die Nacht entlassen hat.

So lange wir nicht kollektiv einsehen können, dass wir auf ganzer Linie versagen, solange wir nicht kollektiv betrauern können, was durch unser Tun verloren gegangen ist und verloren geht, wird es keine Heilung geben. Doch dafür sind wir alle viel zu geschäftig und abgelenkt.

Das treibt mich wirklich um.
 
"Isn’t Love the whole point?" - "Of what?" - "Well…everything?"

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Bin gerade erst wieder aus HH zurück, muss nachher wieder zur Arbeit, und habe darum nur wenig Zeit. Hier aber kurz noch die Info, dass die queere Dom-Com "Pillion" mit Alexander Skarsgård und Harry Melling wohl der Liebesfilm des Jahres sein dürfte… falls er denn überhaupt wirklich ein Liebesfilm ist. Auf alle Fälle ist er verschwitzt-geil, offenherzig-nonchalant, klischeelos-empathisch, den Intellekt und die Libido gleichermaßen stimulierend, unbeirrbar-subversiv, und akzeptierend-provozierend. Ein Film, der Beziehung und Begehren, Bedürfnisse und Grenzen, Nähe und Vertrautheit, Konventionen und Irritationen so locker-lässig durcheinander wirbelt, als wäre es bloss das Abarbeiten einer Einkaufsliste, welche Dir Dein neuer Herr wortlos in die Hand drückt, und Dich über Absprachen, Machtstrukturen und normative Setzungen so brennend neu nachsinnen lässt, als wäre es das wochenlang innerlich aufgestaute Verlangen nach einen einzigen Kuss, oder wenigstens der Erlaubnis dazu, neben Deinem Lover im Bett schlafen zu dürfen, anstatt auf dem Fussboden. Und ein Streifen, der absurd komisch und schockierend intim ist, ohne auch nur eine einzige seiner Figuren der Lächerlichkeit preiszugeben oder die Zuschauer:Innen zu taktlosen Voyeur:Innen werden zu lassen. Zuguterletzt auch ein Film, der es doch tatsächlich mal eben hinbekommt, ein BDSM-Bikerclub-Outdoor-Wochenende mit einer Reihe nebeneinander über Campingtische hingeworfenen Subs in Lederchaps, die nur devot darauf warten, von ihren Doms rauh und hart penetriert zu werden, so banal alltäglich und selbstverständlich, und trotz aller animalischen Geilheit so intim-berührend wirken zu lassen, als sei es das Normalste auf der Welt (isses ja irgendwie auch). Ganz GROSSES Kino, nicht verpassen! Review folgt noch.

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Tja, Urlaub... da hat man Zeit:

The Road (USA, 2009)

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Mir wurde beim Lesen der Credits im Abspann dieses wunderbaren Films ganz anders. Da stand, dass Cormac McCarthy die Romanvorlage geliefert hätte. Der Typ, der "Blood Meridian" verbrochen hat. Eines der langweiligsten Wegwerfbücher, die mir je untergekommen sind. Nachgeguckt und daran erinnert worden, dass das auch der Mann war, der "No Country for Old Men" schrieb. Baff gewesen. Was entgeht mir hier? Sollte ich doch nochmal einem seiner (ja nun nicht besonders vielen) Romane eine Chance geben?

Hab' das eben erst (nach-)gelesen, und schätze ( hoffe ) mal, dass Du das wohl schon längst getan haben dürftest, aber falls doch nicht: Unbedingt nachholen!!! Am Besten im englischsprachigen Original. Ich hab' das Buch damals, bevor der Film rauskam, gelesen, und war dann nachher, nunja, von der Verfilmung zwar nicht komplett enttäuscht, aber doch mehr als nur ein wenig underwhelmed... Einer der finsterst-deprimierendsten Romane, die ich je gelesen habe (und ja, ich habe von der Sorte so einige gelesen). Dagegen mutet die filmische Adaption fast schon wie ein sonntagnachmittäglicher Spaziergang durch einen sonnenbeschienen Hain an. Überaus gut geschrieben, zudem auch noch. Nihilistisch-Pechschwarzes Meisterwerk!

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Hab' das eben erst (nach-)gelesen, und schätze ( hoffe ) mal, dass Du das wohl schon längst getan haben dürftest, aber falls doch nicht: Unbedingt nachholen!!! Am Besten im englischsprachigen Original. Ich hab' das Buch damals, bevor der Film rauskam, gelesen, und war dann nachher, nunja, von der Verfilmung zwar nicht komplett enttäuscht, aber doch mehr als nur ein wenig underwhelmed... Einer der finsterst-deprimierendsten Romane, die ich je gelesen habe (und ja, ich habe von der Sorte so einige gelesen). Dagegen mutet die filmische Adaption fast schon wie ein sonntagnachmittäglicher Spaziergang durch einen sonnenbeschienen Hain an. Überaus gut geschrieben, zudem auch noch. Nihilistisch-Pechschwarzes Meisterwerk!

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Das Buch ist der Oberhammer, hatte ich an einem Tag durchgelesen. Den Film fand ich aber auch stark.
 
"Isn’t Love the whole point?" - "Of what?" - "Well…everything?"

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Bin gerade erst wieder aus HH zurück, muss nachher wieder zur Arbeit, und habe darum nur wenig Zeit. Hier aber kurz noch die Info, dass die queere Dom-Com "Pillion" mit Alexander Skarsgård und Harry Melling wohl der Liebesfilm des Jahres sein dürfte… falls er denn überhaupt wirklich ein Liebesfilm ist. Auf alle Fälle ist er verschwitzt-geil, offenherzig-nonchalant, klischeelos-empathisch, den Intellekt und die Libido gleichermaßen stimulierend, unbeirrbar-subversiv, und akzeptierend-provozierend. Ein Film, der Beziehung und Begehren, Bedürfnisse und Grenzen, Nähe und Vertrautheit, Konventionen und Irritationen so locker-lässig durcheinander wirbelt, als wäre es bloss das Abarbeiten einer Einkaufsliste, welche Dir Dein neuer Herr wortlos in die Hand drückt, und Dich über Absprachen, Machtstrukturen und normative Setzungen so brennend neu nachsinnen lässt, als wäre es das wochenlang innerlich aufgestaute Verlangen nach einen einzigen Kuss, oder wenigstens der Erlaubnis dazu, neben Deinem Lover im Bett schlafen zu dürfen, anstatt auf dem Fussboden. Und ein Streifen, der absurd komisch und schockierend intim ist, ohne auch nur eine einzige seiner Figuren der Lächerlichkeit preiszugeben oder die Zuschauer:Innen zu taktlosen Voyeur:Innen werden zu lassen. Zuguterletzt auch ein Film, der es doch tatsächlich mal eben hinbekommt, ein BDSM-Bikerclub-Outdoor-Wochenende mit einer Reihe nebeneinander über Campingtische hingeworfenen Subs in Lederchaps, die nur devot darauf warten, von ihren Doms rauh und hart penetriert zu werden, so banal alltäglich und selbstverständlich, und trotz aller animalischen Geilheit so intim-berührend wirken zu lassen, als sei es das Normalste auf der Welt (isses ja irgendwie auch). Ganz GROSSES Kino, nicht verpassen! Review folgt noch.

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Nicht ganz meins, aber dennoch toll, das immer noch solche Filme gibt.

Zur Zeit bin ich ganz heiss auf Alpha, der neue Film der Regisseurin von Titane.
 
Zur Zeit bin ich ganz heiss auf Alpha, der neue Film der Regisseurin von Titane.

Julia Ducournaus "Alpha" habe ich bereits Ende September letzten Jahres gesehen, als der hier bei uns in Hamburg auf dem FilmFest lief... Mme Durcournau war sogar selbst vor Ort, und hat nach dem screening noch ein nettes Q&A gemacht, sowie am nächsten Tag auch noch ein gut einstündiges Werkstattgespräch. Die Frau Regisseurin war blendend aufgelegt, und hatte sichtlich Spass dabei – Ich selbst dann leider nur so halbwegs mit ihrem neuesten Film... Auch, wenn ich es damals leider nicht so wirklich hinbekommen habe, ein halbwegs vernünftiges komplettes review zu schreiben (wird dann wohl nächste oder übernächste Woche nach der Zweitsichtung aber wohl nachgeholt): Mehr Infos, und ein paar Gedanken dazu / Seh-Eindrücke von mir siehe bei Interesse sonst auch hier (<--- Link / Klick' mich!) und auch hier (<--- Link / Klick' mich!). Ein kongenial-bahnbrechendes, alle Grenzen sprengendes Meister:Innen-Werk wie damals "Titane" ist "Alpha" jedenfalls leider nicht geworden. IMHO hat Ducournau sich hier bedauerlicher Weise ganz schön übernommen, wiewohl manche Szenen und Sequenzen in "Alpha" auch zu ihren emotionalsten und berührendsten überhaupt zählen.
 
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Der große Bellheim

Es ist 1991, Karstadt (=Bellheim) steht vor der 2. oder 3. Insolvenz. Die Menschen wollen nicht mehr in Kaufhäusern einkaufen, sie wollen im Internet bestellen zB Amazon oder Aliexpress. Herr Karstadt bzw. Herr Bellheim (Mario Adolf) ist 1 B00mer und schon in Rente, aber er will nicht, dass die Welt sich weiterdreht, also holt er sich 1 paar B00merkollegen (Willi Quadflieg (der Landarzt) + Heinz Schuber (Ekel Adolf), damit alles so bleibt, wie es ist.
Es ist 1 Proto Boomerevenge Film.
„Wissen sie, dass die Generationen friedlich beinander leben können, von dieser Vorstellung muss man sich verabschieden. Das haut nicht hin. Manchmal denke ich, es wäre besser, man stirbt, bevor man in Pension geht.“ pustekuchen! stattdessen machen die rüstigen PENSIONÄRE den GRÜNSCHNÄBELN die Welt zur Hölle. Und heute sind alle Pensionäre tot und die GRÜNSCHNÄBEL selbst sind B00mer. Das ist das Rad des Lebens.

Hintergrund Info KAUFHAUS:

Früher gab es oft in zentraler Innenstadtlage große Häuser zum Kaufen. Also nicht die Häuser selbst musste man kaufen, sondern die Inhalte. Auf jeder Etage wurden bestimmte Themen präsentiert, zB Handtaschen, Kinder, Geräte, Krawatten. Im Prinzip wie Amazon, aber alle Sachen waren immer ein paar Jahre alt und stark überteuert.

Wenn man etwas kaufen wollte, wusste man nicht, was andere Kunden mit ähnlichen Käufen erlebt hatten. Stattdessen gab es sog. VERKÄUFER. Das waren Menschen, die für das Kaufhaus gearbeitet haben. Sie haben die Kunden angelogen und im Sinne des UNTERNEHMENS Einfluss ausgeübt. Den ganzen Tag. Das war 1 richtiger Beruf. Die Kunden konnten sich nicht wehren, weil sie nicht vernetzt waren. Wenn man sich im Kaufhaus vernetzt hat, ist die Bundespolizei gekommen.

Die Auswahl in 1 Kaufhaus war auch unvorstellbar schlecht. Wenn man zB TEIGSCHABER eingegeben hat, ist nichts passiert, weil man gar nichts eingeben konnte. Man musste auf FÜNF ETAGEN 1 bestimmtes kleines Regal suchen. Dann gab es genau 2 Teigschaber. 1 für 19 Mark achtzig und 1 für 27 Mark 99. und beide waren scheiße. Dann kam 1 Verkäufer und hat gelogen und man musste den teuren nehmen. Man hat dabei geschwitzt, weil die Häuser mit fossilen Brennstoffen stark beheizt wurden, und weil die Angestelltinnen vom vielen Lügen immer gefroren haben (Lügen haben kalte Beine)

Heute gibt man bei Amazon TEIGSCHABr ein und kriegt 957 Ergebnisse, obwohl man sich vertippt. Durschnittspreis 2 Mark. Und das Beste: man guckt einfach, welcher 1 gute Mischung aus Anforderung, Preis und Kundenerfahrung hat, und der Teigschaber kommt alleine zu dir, in ein paar Stunden. Man kann das alles während der Arbeitszeit oder in der Sauna machen. Da schwitzt man auch, aber nackt. Wenn man nackt in 1 Kaufhaus gegangen ist, kam die Bundespolizei.

B00mer haben unglaublich viel Energie darauf verschwendet, dass alle Menschen in Deutschland weiter mit 1 SUV in Innenstadt fahren müssen, um 1 Teigschaber zu suchen. Darum geht es in diesem VIERTEILER. Richtig gehört. 4 (Vier) Teile.

Die Filme sind echt nicht gut gealtert, weil kein Mensch sich mehr dieses irre Konzept KAUFHAUS vorstellen kann. wie soll sich sowas rechnen. Die haben 1 komplette Etage (900 m2  = 1.076,391 yd² = 1,47368.2 Foppofeld) nur mit KNÖPFEN gehabt. Man musste EINZELNE Knöpfe kaufen. Die Miete für 1 m2 Gewerbeimmobilie in Innenstadt kostet 800 Mark. Kann man sich selbst ausrechnen. Die Serverkosten für komplettes Amazon kosten nur 1 Bruchteil.
Es gibt auch 1 paar Frauen in dem Film. Sie müssen den Männern dienen oder dienen zur Aufgeilung. sie weinen dauernd (weil männergeil) oder machen Intrigen (weil Geldgeil) Schwer zu sagen, ob der Regisseur 1 Problem mit Frauen hat, oder ob es 1 andere Zeit war, vielleicht beides.

Aber jetzt kommts: neulich bin ich am alten Bellheim (=Karstadt) Haus im bescheuerten Eimsbüttel vorbeigekommen (siehe Tocotronic Video „wir sind hier nicht in Seattle, Dirk“ 1:10, Regie Henner Peschel (Rollo Aller)), und habe gesehen, dass im Keller noch 1 Aldi Markt ist, geil Aller. Ich also rein und 1 Dose River Cola Zero geklaut und wieder raus und auf einmal stand ich mitten im KAUFHAUS, mitten in Hamburg (naja, Eimsbüttel). Das Teil ist noch in Betrieb. Es gibt noch Verkäufer und alte Mode und Bügelbretter etc. komplett irre. Draußen ahnt keiner was. In Einsbüttel gibt es die meisten SUVs und Lehrer*In

Hintergrund Info TOCOTRONIC

Die Gruppe aus Badem Württenberg und Eppendorf gilt als Wegbereiter der Hamboomer Schule, aber das führt jetzt echt zu weit, geht in 1 Museum, wenn ihr was über Kaufhäuser oder 40 Jahre alte JUGENDMUSIC erfahren wollt. Oder guckt „der große Bellheim“, aber lieber nicht.
 
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oh yesss, Vorfreude groß, total destruction:
 
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