Der allgemeine Filmthread.

Schon wieder wach seit einer Stunde, Kaffee und ein alter Western als Tröster.
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„Good taste is the enemy of comedy. Bad taste is simply saying the truth before it should be said.“

(Mel Brooks)
Interessante Sicht auf Humor - über den sich trefflich streiten lässt. Weil er so verschieden ist wie Musikgeschmack. Nur mit einer Sorte Mensch habe ich gelernt, nicht über Humor, was lustig ist oder sein darf, zu diskutieren. Mit Menschen, die nicht lachen können. Ich meine, so richtig lauthals lachen. Oft (v)erklären die sich dann damit, dass sie halt zu verkopft oder intellektuell oder zu leidgeprüft seien, als dass sie so richtig unverkrampft lachen könnten. Sind sie nur in den wenigsten Fällen. Nee, die können einfach nur nicht richtig lachen. Vielleicht, weil sie innerlich zu steif sind. Zu wenig Frohnatur. Und vielleicht ist das auch gar nicht ihre Schuld. Menschen, verschieden, gut so. Ich frag mich dann nur immer, warum so jemand qualifiziert zu sein meint, anderen das Lachen, Lustigsein und Gelöstsein zu erklären. Eben.

Dass guter Geschmack der Todfeind vom Lustspiel ist... hmm... im Fall von Brooks' Komödien mit Sicherheit. :D Find ich aber nicht nur nicht schlimm, sondern ganz lässig eigentlich. Es muss nicht immer Loriot oder die EAV sein, wenn es um Humor geht. Darf auch mal platt und regelrecht doof werden, wenn man sich danach fühlt. Ich jedenfalls hätte in meinem Freundeskreis nicht einen einzigen Menschen, von dem ich kein gestochen scharfes Bild hinter den geschlossenen Lidern hätte, wie er sich halb auf den Boden gerutscht über eine Filmszene totlacht. Dasselbe gilt für die Kollegas, mit denen ich mich über die letzten zehn Jahre verbrüdert hab. Und das ist kein Zufall, denn zu diesen höchstens bemüht lächelnden Menschen ohne Augenbewegung finde ich nicht genug Zugang, als dass da Freundschaften entstehen könnten. Ist umgekehrt wahrscheinlich ähnlich. Ist auch cool. Ist halt so. Wenn ich nun aber überdies auch etwas selbstkritisch an die Sache gehe und mir überlege, welche Komödien mir den Arsch platzen lassen ("Toxic Avenger 4", "Superbad", "Hangover", "Old School"...), dann hat das mit gutem Geschmack nichts zu tun. Hat der Mel Brooks... Recht.
 
Mal wieder Der Protector mit J.Chan geschaut, für mich ein unterschätzter Film mit ihm. Komplett ernste Rolle, für die Sprüche ist Danny Aiello zuständig. Die Action ist absolut klasse, wie die Bloodpacks explodieren, die Explosionen, die Fights, richtig geil inszeniert! Alles handgemacht ohne CGI, so was würde ich heute auch gerne nochmal sehen.
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Fand den damals auch total super. Ich hatte aber immer das Gefühl, daß der unterm Radar lief/läuft.
 
Wir haben am WE "Project Hail Mary" geschaut. Sehr unterhaltsam, Ryan Gosling als quasi-one-man-show mit ein bisschen Unterstützung von Sandra Hüller. Tolle Bilder, ungewöhnliche Buddy-Story, vielleicht etwas pathetisches Ende.
Ich überleg auch, den anzusehen. Den "Marsianer" hab ich damals abgebrochen, weil er mir zu langweilig war und weil ich nicht gerade der größte Matt Damon-Fan auf Erden bin.
 
Das stimmt selbstschreibend vorne und hinten nicht - Die mit Abstand beste Rolle von Matt Damon war, wie wir Alle (?!?) wissen, als Matt Damon, und zwar hier (<--- Link / Klick' mich!, und dann auf Minute 02:16 vorspulen).

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Sarah Silverman ist natürlich Gold. Immer.

Beste Rolle von Matt Damon ist davon abgesehen aber natürlich in "Dogma".
 
Sarah Silverman ist natürlich Gold. Immer.

Beste Rolle von Matt Damon ist davon abgesehen aber natürlich in "Dogma".

Keine Ahnung, davon ist mir einzig und allein nur Alanis Morissette Gott in Erinnerung geblieben. Wobei ich aber auch nicht der Welt allergrösster Kevin Smith-Fan bin (den ich in den Nullerjahren auf einem Queer-Filmfestival in London übrigens mal "in echt" erlebt habe, wie er sich beinahe um Kopf und Kragen geredet hätte, aber das ist dann nochmal eine ganz andere Geschichte, und gehört auch nicht hierhin). "Clerks" war damals aber schon ganz geil.
 
Ich überleg auch, den anzusehen. Den "Marsianer" hab ich damals abgebrochen, weil er mir zu langweilig war und weil ich nicht gerade der größte Matt Damon-Fan auf Erden bin.
Große Empfehlung an das Buch. Ich finde den Film zwar grundsätzlich nicht schlecht, aber das Buch ist so viel besser. Auch wenn einem die ganze Zeit mathematische Berechnungen um die Ohren gehauen werden, ist es vor allem Dingen einfach spannend.
 
Große Empfehlung an das Buch. Ich finde den Film zwar grundsätzlich nicht schlecht, aber das Buch ist so viel besser. Auch wenn einem die ganze Zeit mathematische Berechnungen um die Ohren gehauen werden, ist es vor allem Dingen einfach spannend.
Aus dem Grund hab ich auch das Buch abgebrochen. War mir einfach zu nüchtern und sehr mit technischen Begrifflichkeiten und "Er machte das und dann machte er das und dann das" vollgepackt.
 
The Expert, Speakman hatte für mich mit Seagal die besten Fightmoves. Hat leider nur wenige Filme mit Unterhaltungswert gedreht.
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Jeff Speakman is 'n total sympathischer Typ, leider nur vier geile bis gute Filme (die ersten vier halt, "The Expert" fällt gegenüber den anderen drei für meinen Geschmack schon ein klein wenig ab).
Seinen Kampfstil mag ich auch sehr, wenngleich er etwas zurückhaltender ist als z.B. der der grandiosen Jeff Wincott und Billy Blanks, was allerdings auch einfach an den jeweiligen Inszenierungen liegen kann.
 
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Nobody (OmeU)
Nach Ewigkeiten mal wieder von einem Film abgeholt worden und weil ich so dumm war, abends noch Kaffee vom Vortag zu süffeln, hier mal die Impressionen zusammengekleistert. Irgendwo derselbe Plot wie die letzten Jason Statham Filme (Bee Keeper, Working Man) und generische Hollywood Action, sprich untergetauchter Elite Dude fuckt ein paar Gangster ab, wobei die Fähigkeiten maßlos übertrieben sind und nur ausgespielt werden können, weil die Bösewichte sich wie Teenager in einem Horrorstreifen aufteilen. Natürlich mit leicht überdrehtem Ende. So weit so klassisch mein Rumgenöle. Erfrischend ist Bob Odenkirk in der Hauptrolle, die trockene Art, die Mimik, damit hat er mich schon bei Better Call Saul gut abgeholt. Nobody fühlt sich weniger nach Held an, kein hoher Moralkodex als Motivation, manchen Schlag kassiert er in die Fresse und so wirkt die Figur einfach menschlicher. Der Rest ist das übliche Beiwerk, lückenhafte Charakterzeichnungen, Klischees, wirken aber in der Summe solide zusammen. Konnte den Film genießen, wenn auch viele Elemente aus anderen Filmen bekannt sind. 7/10

Am Wochenende lief außerdem die Blade Trilogie. Man, bin ich alt und mürrisch geworden.
 
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Nobody (OmeU)
Nach Ewigkeiten mal wieder von einem Film abgeholt worden und weil ich so dumm war, abends noch Kaffee vom Vortag zu süffeln, hier mal die Impressionen zusammengekleistert. Irgendwo derselbe Plot wie die letzten Jason Statham Filme (Bee Keeper, Working Man) und generische Hollywood Action, sprich untergetauchter Elite Dude fuckt ein paar Gangster ab, wobei die Fähigkeiten maßlos übertrieben sind und nur ausgespielt werden können, weil die Bösewichte sich wie Teenager in einem Horrorstreifen aufteilen. Natürlich mit leicht überdrehtem Ende. So weit so klassisch mein Rumgenöle. Erfrischend ist Bob Odenkirk in der Hauptrolle, die trockene Art, die Mimik, damit hat er mich schon bei Better Call Saul gut abgeholt. Nobody fühlt sich weniger nach Held an, kein hoher Moralkodex als Motivation, manchen Schlag kassiert er in die Fresse und so wirkt die Figur einfach menschlicher. Der Rest ist das übliche Beiwerk, lückenhafte Charakterzeichnungen, Klischees, wirken aber in der Summe solide zusammen. Konnte den Film genießen, wenn auch viele Elemente aus anderen Filmen bekannt sind. 7/10

Am Wochenende lief außerdem die Blade Trilogie. Man, bin ich alt und mürrisch geworden.

Ich fand "Nobody" richtg unterhaltsam! Klar nix zum groß Nachdenken, aber der Spaßfaktor war bei mir 9/10

Dafür war dann der zweite Teil leider nur ne mittelgute Kopie vom Ersten. Ausser Sharon Stone als Bösewicht(in), die war sehr stark, der Rest leider nur ok. Teil 2: 6/10

Trotzdem immer wieder schön Christopher Lloyd noch auf der Leinwand zu sehen.
 
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