Der Deathcore-Thread: Thy Art Is Lorna Shore To Prevail, oder sowas...

Denke, da sind oft Äußerlichkeiten ausschlaggebend. Mag man seinen Metal etwas roher, setzen bei steril und knackenfett produziertem Deathcore halt schnell Fluchtreflexe ein. Oder gibts auch Lo-fi Deathcore? Falls ja, gerne mal verlinken ...
 
Denke, da sind oft Äußerlichkeiten ausschlaggebend. Mag man seinen Metal etwas roher, setzen bei steril und knackenfett produziertem Deathcore halt schnell Fluchtreflexe ein. Oder gibts auch Lo-fi Deathcore? Falls ja, gerne mal verlinken ...

Guter Punkt! Wenn ich meine eigenen Hörgewohnheiten als eher dem Gerumpel Zugeneigter betrachte, so stören mich die cleanen und aufgeblasenen Produktionen im Deathcore überhaupt nicht (im Gegenteil sogar), während mich ein ähnlicher Sound beispielsweise im Thrash Metal total nervt. Wahrscheinlich kommt es darauf an, wie eine Produktion die Gesamtästhetik und auch Botschaft eines Genres abbildet? Hm, interessante Frage.
 
Ich bin kürzlich mal wieder durch mein Deathcore-Archiv von anno dazumal gegangen und auf ein paar Perlen gestoßen, die z.T. auch das bestätigen, was @Iron Ulf gerade schon andeutete: Teilweise technisch, teilweise Melodeath. Viel Spaß!

Salt The Wound - Carnal Repercussions

Salt The Wound - Kill The Crown

Through The Eyes Of The Dead - Malice

The Red Shore - Unconsecrated

Annotations Of An Autopsy - The Reign Of Darkness

As Blood Runs Black - Allegiance (Klassiker, den die meisten eh schon kennen)

Das sind jetzt mal nur ein paar von denen, die vielleicht nicht so haften geblieben sind, weil sie mittlerweile nichts mehr veröffentlichen. Da gäbe es noch mehr, aber ich will das jetzt auch nicht zu sehr überfrachten. Das meiste davon orientiert sich mehr oder weniger stark an Göteborg, The Red Shore hingegen eher am Tech-Death und Annotations Of An Autopsy an klassischerem Death Metal.

Wo wir gerade beim Thema sind: Ich finde die "Strychnine.213" von Aborted ziemlich unterschätzt. Damals hat man die im Deathcore einsortiert, Melodic Death Metal träfe es ebenfalls. Im Bandkontext schon ein bunter Hund, das Album, aber ich find' die weiterhin extrem geil.
 
Ich finde es ja sowieso spannend, dass es in Sachen Deathcore so einen deutlichen Age Gap gibt, bin ich doch der Meinung, dass, wer technischen Death Metal und den Old School Göteborg-Stil liebt, bei Deathcore ganz bestimmt nicht weglaufen muss. Für mich ist dieser Stil auch die perfekte Ergänzung (vielleicht sogar Gegenbewegung) zum OSDM-Trend der letzten Jahre. Beides geht in meiner Welt jedenfalls hervorragend zusammen.

Die Ansicht finde ich so gut, dass ich die direkt nochmal auf die aktuelle Seite des hiesigen Fadens holen muss, damit das nicht untergeht.

Deathcore ist mE nach auch eine weitere, retrospektiv logische Fortentwicklung unser aller heißgeliebter Musik. So, wie sich ja immer wieder neue Stile oder Symbiose aus bereits vorhandenen entwickelt haben, in meiner Jugendzeit war das z. B. ja der Nu Metal. Und allein schon, weil damit die Musik (auch zu folgenden Generationen) weitergetragen wird, ist das was wunderbares.
 
Und allein schon, weil damit die Musik (auch zu folgenden Generationen) weitergetragen wird, ist das was wunderbares.
Richtig!
Meine Tochter ist mit meinem eher traditionellen Musikgeschmack inkl. bzw. plus Doom und Prog aufgewachsen, aber auch mit dem meines Mannes, eher modern inkl. Crossover, Nu Metal u.s.w.

Und in welche Richtung hat sich ihr Geschmack wohl entwickelt?
Sie ist nun 18 und findet meine Mucke extrem langweilig. Ich bin echt froh, dass es neue Bands im Metal gibt, weil es so in unserer Familie weiter geht. Und ich lerne nun durch sie dazu.
 
Weil bei ERNIE auch Suicide Silence vorkommen. Alle Alben mit Mitch Luker sind total geil. Das eine mit Eddie Hermida fand ich auch noch stark ….

Aber die folgenden 3-4 Alben …
Bin da komplett raus.
Das packt mich so gar nicht mehr …

Wer weiß wie groß SUSI geworden wären, wenn Mitch noch am Leben wäre …
 
Inspiriert durch Ernie und diesen Thread habe ich seit laaaaanger Zeit mal wieder Whitechapel "This Is Exile" rausgekramt. Lief gerade.
Ich hatte aber auch richtig Lust auf Energie und Chaos. Und das bekommt man auch. Hat mir gut gefallen. Und wenn ich mich ausreichend erholt habe,
kann auch noch mein zweites Whitechapel Album "A New Era of Corruption" zum Einsatz kommen.
 
Das neue 2026er Album "Endless" von Ov Sulfur macht keinen ganz üblen Eindruck auf mich.
 
Inspiriert durch Ernie und diesen Thread habe ich seit laaaaanger Zeit mal wieder Whitechapel "This Is Exile" rausgekramt. Lief gerade.
Ich hatte aber auch richtig Lust auf Energie und Chaos. Und das bekommt man auch. Hat mir gut gefallen. Und wenn ich mich ausreichend erholt habe,
kann auch noch mein zweites Whitechapel Album "A New Era of Corruption" zum Einsatz kommen.

Bei Whitechapel solltest Du Dir auf jeden Fall auch noch die aktuelle (Hymns In Dissonance) geben, die hat ziemlich viel Wumms.
 
Sodala, "A New Era of Corruption" gehört. Auch gut, kommt mir aber deathmetalliger als "This Is Exile" vor.
Ich denke behaupten zu können, dass mir "This Is Exile" besser reinläuft.

Was sind eure Favoriten im Deathcore, Wikinger des Wahnwitz?
 
Auf meinem spontanen Ein-Tages-Trip zu Rock im Park letzten Freitag habe ich mir dort Paleface Swiss gegeben. Und die haben wirklich - trotz peinlicher Ansagen - musikalisch wirklich mega Laune gemacht, war eine meiner Favorites an dem Tag. Höre ich mir jetzt mal öfter an.
 
Anscheinend haben BMTH für die Neuaufnahme ihres Debüts auch einen komplett neuen Song eingespielt:
 
Lorna Shore - War Machine (Official Video)
 
Das neu aufgenommene BMTH-Debüt "Count Your Blessings" ist gestern erschienen und extrem geil geworden:

Haben sie dann prompt gestern in voller Länge live gespielt:

Pure Nostalgie, ich lieb's. Ich mag eigentlich eh alles, was die Band bisher (und auch zuletzt) veröffentlicht hat, aber so eine feine Reise in die Vergangenheit schadet manchmal auch nicht. Vor allem weil man's ihnen auch abnimmt, dass das ein Herzensprojekt war.
 
Wurde eigentlich schon Ingested erwähnt?Und Vulvodynia?
Und nicht zu vergessen With Blood Comes Cleansing
Von den Bands kann man sich umgschaut alles anhören.Vor allem Ingested dürfte in Sachen Brutalität ungeschlagen sein.
Was mir richtig gut gefällt ist Lorna Shore.Und seltsamerweise alles.Auch mit dem"verhassten" CJ McCreery.Hat lang gedauert bis ich da warm geworden bin.Zu oft darf man es aber nicht hören da es doch ziemlich einseitig ist das Songwriting.
Das Geschreie von Suicide Silence.Despised Icon taugt mir hingegen nicht so.Bei The Modern Age Slavery passts eigentlich da die Mucke recht brutal im Hintergrund pumpt.
Carnifex und Thy Art is Murder hab ich früher oft gehört.Mittlerweile nicht mehr.Irgend was fehlt da.Der Biss?Keine Ahnung.
Man wird halt "Erfahrener" und die World War X ist sowieso ein schrecklich überproduziertes Album
 
Ingested sind doch der Inbegriff von vertonter, überproduzierter Langeweile. Da scheint eine Albumproduktion eher nach dem Motto "Wie wenig Songwriting können wir in zehn Songs stecken, ohne dass es jemand merkt?" abzulaufen, denn von denen habe ich wirklich noch keine zwei guten Songs am Stück gehört.
 
Ingested sind doch der Inbegriff von vertonter, überproduzierter Langeweile. Da scheint eine Albumproduktion eher nach dem Motto "Wie wenig Songwriting können wir in zehn Songs stecken, ohne dass es jemand merkt?" abzulaufen, denn von denen habe ich wirklich noch keine zwei guten Songs am Stück gehört.
Die ersten beiden EPs und das erste Album sind super, das dritte Album ist auch noch okay. Alles danach brauche ich nicht...
 
Ingested sind doch der Inbegriff von vertonter, überproduzierter Langeweile. Da scheint eine Albumproduktion eher nach dem Motto "Wie wenig Songwriting können wir in zehn Songs stecken, ohne dass es jemand merkt?" abzulaufen, denn von denen habe ich wirklich noch keine zwei guten Songs am Stück gehört.
So habe ich das bisher eigentlich auch wahrgenommen, auch wenn ich mit dem gesamten Stil erstmal grundsätzlich halbwegs etwas anfangen kann.
 
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