Der Manowar-Thread

Pleasure Slave hat so mit den geilsten Groove an der Gitarre, den Manowar je hatten. Textlich und stöhntechnisch geht der Song mir seit einigen Monaten aber mega auf die Nüsse.
 
Richtig. Der Text ist mir relativ egal, das Stöhnen finde ich eher dämlich, aber die instrumentale Seite ist hier definitiv der Hammer, finde ich.
 
Shades of Grey verkauft sich 70 Millionen mal, aber Manowar werden immer noch für einen naiven, prolligen Pseudo-SM-Text von 1988 kritisiert. Ich find sowas echt belustigend, also nicht den Text, sondern der Umgang damit.

Der Song ist groß, kein Ausfall - in meiner Welt.
 
Ich hab die "Kings of Metal" (damals noch ohne "Pleasure Slave") bei Erscheinen gekauft und war damals Teenager - somit waren eigentlich alle Bedingungen erfüllt, um direkt Riesen-Fan der Band (von der ich vorher nur die "Fighting the World" kannte, die der Nachbarsjunge besaß) zu werden. So richtig geil fand ich aber damals schon nur "Hail and Kill" und "Blood of the Kings", weswegen das Album auch sehr lange mein einziger Manowar-Tonträger blieb (hab die viel besseren ersten vier Alben tatsächlich erst vor ein paar Jahren gekauft und in Gänze kennengelernt).

Irgendwie 'wichtig' war die KoM aber trotzdem für mich, einfach weil sie damals so viele Leute kannten (auch die, die sonst kaum Metal gehört haben). War schon immer nett, wenn man neue Leute kennen gelernt hat, mit denen man direkt gemeinsam das "Warrior's Prayer" (oder zumindest den Dialog am Anfang des Tracks) rezitieren konnte.
 
Bin mal gespannt, immer hin sind sie ja genau aktuell hier auf Tour. Was es da für Rückmeldungen gibt. Wobei die kaum "objektiv" sein dürften. 75 Euronen waren für mich damals ein K.O.-Argument.
 
Ich war etwas enttäuscht,dass Kollege De Maio eigentlich ganz vernünftig geantwortet hat.Das hätte man nach dem ganzen Stuss,den er sonst immer so vom Stapel lässt gar nicht erwartet.Nach der letzten Frage hat er aber Gott sei Dank wieder zu sich gefunden und das Inti so beendet hat,wie man es sich für ihn gehört.Allerdings war die Frage vom Interviewer auch ne glatte Frechheit.
Alles in allem aber alles eher harmlos.
Ist ein ziemlich offenes Interview mit dem Herrn. Habe ihn selten so offen erlebt. Natürlich ist da viel Stuss bei, aber dass der einen an der Waffel hat, war doch schon vor 30 Jahren ein offenes Geheimnis.
 
hätte ja nicht gedacht, dass Manowar noch polarisieren :)

ich höre gelegentlich die alten Sachen, aber für ein Konzert oder neues Album, da müsste schon was komisches passieren (vllt. ein nackter Barbar vor meiner Haustür, der mich mit seiner Axt zwingt oder jemand lädt mich ein)
 
Hab's nie gelesen. Scheint aber in der breiten Masse gesellschaftsfähiger zu sein, als ein Prolltext von Manowar in Metallerkreisen.

Hast nix verpasst. Vermeintlich "schmutzige" Lektüre für Hausfrauen, die mal "verrucht" sein wollen. Also so authentisch wie Tante Uschi, die sich ihre H&M-Kunstlederjacke anzieht und aufs atzedatze-Konzert geht.
 
Shades of Grey verkauft sich 70 Millionen mal, aber Manowar werden immer noch für einen naiven, prolligen Pseudo-SM-Text von 1988 kritisiert. Ich find sowas echt belustigend, also nicht den Text, sondern der Umgang damit.

Der Song ist groß, kein Ausfall - in meiner Welt.

Was ist denn "Shades of Grey" schon wieder? Zeug kennt ihr...
o_O
 
"Heart of Steel" noch dazu und du hast Recht. Für mich viermal ganz klar kompositorische Perfektion.
Mich wundert es doch sehr, wie wenig Liebe dem Titeltrack entgegengebracht wird.
Das dürfte am Anfang mein erster "besessener" Manowar-Song gewesen sein (Metal Hammer Giants Of Rock - The Metal Decade Vol. 5 Compilation) und hauptausschlaggebend für die Anschaffung des Albums.
Der Track macht (immer noch) alles andere auf dem Album nieder!
 
Mich wundert es doch sehr, wie wenig Liebe dem Titeltrack entgegengebracht wird.
Das dürfte am Anfang mein erster "besessener" Manowar-Song gewesen sein (Metal Hammer Giants Of Rock - The Metal Decade Vol. 5 Compilation) und hauptausschlaggebend für die Anschaffung des Albums.
Der Track macht (immer noch) alles andere auf dem Album nieder!

Würde dir da zustimmen. "Kings of Metal" ist so ziemlich der einzige Manowar Song von dem ich mit Fug und Recht sagen kann dass ich ihn geil finde, ohne mich dabei im Stillen über ihn zu amüsieren. Einfach ein super süchtig machender, cooler Song.
 
Mich wundert es doch sehr, wie wenig Liebe dem Titeltrack entgegengebracht wird.
Das dürfte am Anfang mein erster "besessener" Manowar-Song gewesen sein (Metal Hammer Giants Of Rock - The Metal Decade Vol. 5 Compilation) und hauptausschlaggebend für die Anschaffung des Albums.
Der Track macht (immer noch) alles andere auf dem Album nieder!

OK, der Titeltrack kann auch noch allerhand. Das coole an Manowar war ja damals, dass der Größenwahn des Albumtitels an sich sogar gerechtfertigt war, so überirrdisch genial sind z.B. "Hail and Kill" oder "Blood of the Kings". Bis zu der Platte ziehe ich auch ganz klar den Hut vor der Band, auch wenn ich zugegeben auch noch "Triumph of Steel" richtig stark finde, obwohl die Platte auch "Kings of Metal 2" hätte heißen können. Also in meiner Welt hat es die Band damit auf 7 Klassikeralben am Stück gebracht. Ausser Maiden hat das wohl niemand wieder hingekriegt. Danach hätte man aber idealerweise aufhören sollen, anstatt das eigene Vermächtnis zu demontieren. Macht natürlich keine Band in der Situation, aber trotzdem. Der Stil war einfach komplett ausgereizt an diesem Punkt.
 
@MIBURN

Da bin ich in einigen Punkten absolut deiner Meinung. Für mich ist "The Triumph of Steel" mindestens genauso sehr Klassiker wie 1-6. Dass es "Kings of Metal 2" hätte heißen können, finde ich aber nicht. Meiner Meinung nach ist die Nr. 7 deutlich sperriger und progressiver als "Kings of Metal". Nicht besser, aber schwerer zugänglich, langsamer wachsend, mit einigen kompositorisch sehr ungewöhnlichen und einzigartigen Songs versehen (Burning, Demon's Whip, Cherokee), und auch von der Stimmung her mit einigen unglaublich finsteren und bösen Momenten. Doch, für mich ist die Nr. 7 ein unglaublich faszinierendes, einzigartiges Album.

Und der andere Widerspruch kommt dann erwartungsgemäß bei der Selbstdemontage. Ich teile zwar die Ansicht, dass nach "Triumph" der große Bruch in der Diskographie folgt, mit dem Manowar trivialer, berechenbarer und "bierzeltiger" wird, aber eine Demontage sehe ich darin trotzdem nicht. "Louder Than Hell" ist eine ziemlich simple und vorhersehbare, dabei aber super positive, energiereiche und gut unterhaltende Party/Biker-Metal-Scheibe, mit "Warriors of the World" hat die Band sich den Mainstream erobert, was man dem Album natürlich anmerkt, aber bei aller Banalität ist "WOTWU" immerhin der erste und einzige Trad-Metal-Welthit seit Metallicas schwarzem Album und "Fear of the Dark"; davon abgesehen hat WOTW auch sonst ein paar Momente wie die Single-B-Seiten, "Call to Arms" oder die für mich richtig tolle Ballade "Swords in the Wind". Mit "Gods of War" hat man sich in Sachen Bombast und Kitsch natürlich komplett überhoben, doch auch hier mag ich vier bis fünf Songs sehr, sehr gerne. Und dann der "Lord...", jo, ein kontroverses Album, klar, aber für mich durchaus mutig und eigenwillig.

Wie du selbst sagst: Keiner der großen Bandgiganten konnte nach den "klassischen Alben" nochmal auf breiter Basis so überzeugen wie in seiner großen Zeit. Iron Maiden nicht, Metallica nicht, Judas Priest nicht, Slayer nicht, Stormwitch nicht [finde den Fehler...], und je nach persönlicher Präferenz kann man bei Maiden nach 7th Son, bei Priest nach Painkiller, bei Metallica nach der Schwarzen, bei Slayer nach Seasons genau die selbe Selbstdemontage ausmachen wie bei Manowar oder auch nicht. Bei Manowar kommt halt der von JDM ausgelöste Antipathie-Malus hinzu, der auf seinem Geblubber und seinem Geschäftsgebaren beruht, und der enttäuschte Fans natürlich noch mehr gegen die Band aufbringt, als es ein musikalisches Nachlassen an sich täte. Aber rein musikalisch finde ich die Selbstdemontage jetzt nicht krasser und die Band nicht ausgereizter als die anderen genannten.

Kurz gesagt: Ich sehe selbst schon auch einen gewissen Qualitätsabfall nach "The Triumph of Steel", aber auf die Musik bezogen geben mir halt die neuen Manowar-Scheiben noch mindestens so viel etwa eine neue Maiden, Priest oder Slayer. Rein subjektiv natürlich sogar deutlich mehr, aber im Kontext des Bandschaffens objektiviert etwa gleich viel.
 
Naja, bei Maiden bin ich wirklich anderer Meinung. Für mich ist z.B. "A Matter of Life and Death" ein Album was qualitativ in einer Reihe mit ihren Klassikern steht und auch "The Final Frontier" finde ich nach wie vor sackstark. Maiden sind für mich von all den genannten weiterhin die einzige Band, die noch relevante Alben macht, also Alben, auf die ich tatsächlich auch gespannt bin. Also ich sehe die Band da ganz weit weg von einer "Selbstdemontage", ganz im Gegenteil.
 
Naja, bei Maiden bin ich wirklich anderer Meinung. Für mich ist z.B. "A Matter of Life and Death" ein Album was qualitativ in einer Reihe mit ihren Klassikern steht und auch "The Final Frontier" finde ich nach wie vor sackstark. Maiden sind für mich von all den genannten weiterhin die einzige Band, die noch relevante Alben macht, also Alben, auf die ich tatsächlich auch gespannt bin.
Bitte fang die imaginäre Bierflasche auf, die ich Dir als Reaktion zu Deinem Post zuwerfe.
 
Bitte fang die imaginäre Bierflasche auf, die ich Dir als Reaktion zu Deinem Post zuwerfe.

*auffang* Ich frag mich halt, wie man dazu auch ne andere Meinung haben kann. Ich hab halt allerdings auch noch nie zu den Leuten gehört, die die ersten 7 Maiden-Scheiben qualitativ entrückt irgendwo in der Stratosphäre verorten. Klar sind das alles 9-10 Scheiben, aber "A Matter of Life and Death" ist für mich tatsächlich das stärkste aller "Reunion" Alben aller Bands (ja ich weiß, "Brave New World" kam noch davor) und für mich dicke 9,5 Punkte wert. Die Scheibe ist einfach ein Geniestreich epischen Metals. Viele finden ja das Album langweillig, für mich ist das ein extrem reifes Alterswerk mit einer faszinierend düsteren Atmosphäre, ganz groß.:verehr:
 
*auffang* Ich frag mich halt, wie man dazu auch ne andere Meinung haben kann. Ich hab halt allerdings auch noch nie zu den Leuten gehört, die die ersten 7 Maiden-Scheiben qualitativ entrückt irgendwo in der Stratosphäre verorten. Klar sind das alles 9-10 Scheiben, aber "A Matter of Life and Death" ist für mich tatsächlich das stärkste aller "Reunion" Alben aller Bands (ja ich weiß, "Brave New World" kam noch davor) und für mich dicke 9,5 Punkte wert. Die Scheibe ist einfach ein Geniestreich epischen Metals. Viele finden ja das Album langweillig, für mich ist das ein extrem reifes Alterswerk mit einer faszinierend düsteren Atmosphäre, ganz groß.:verehr:

Dieser Beitrag ist gerade deswegen gut, weil er deutlich macht, dass es immer jemanden gibt, der dem noch etwas positives abgewinnen kann, was andere für totalen Müll halten. Und somit ist auch klar, dass nicht die Masse die Deutungshoheit darüber hat, ob eine Band/ ein Album gut/relevant oder schlecht/unbedeutend ist.
Ergo: Die Entscheidung, ob Kunst einem gefällt oder nicht, ist immer subjektiv, also Geschmackssache.
Und über Geschmack kann man wohl nicht streiten...
 
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