Manowar ist ein erwas leidiges Thema bei mir, da ich durchaus jemand mit schwieriger Meinung dazu bin.
Die Band hat selbst mit ihren Glanztaten bei mir nie die große Rolle gespielt, muss ich ehrlich sagen.
Neue Alben und Neueinspielungen höre ich nichtmal an. Verschwendete Lebenszeit.
Jedoch gab es schon immer Alben und Songs wo ich sage, dass die gut bis großartig sind.
Der Reihe nach.
Battle Hymns ist einfach ein gutes Heavy Metal Album. Straighte Rocker drauf, macht Spaß.
Der Titeltrack ist Magie pur. Zu Williams Tale sage ich nichts. Die Bass Soli gehen mir tierisch auf den Sack. Kann man doch nicht ernsthaft mit Freude hören. Hier geht das sogar noch einigermaßen aber schon ab Black Arrows und fortan ist das doch nur noch hirnloses Geschrubbe.
Into Glory Ride ist dann so ein bisschen lala. Sakrileg, I know. Auf dem Album ist mit Gloves Of Metal zwar einer der besten Manowar Songs, den Rest halte ich jedoch für extrem überbewertet. Alle Songs die hier mit Epic Metal bestempelt werden sind in meinen Augen zwar solide Songs, jedoch irgendwie auch einfallslos. Lang gezogene Vocal Lines und schleppendes Tempo berechtigen doch noch lange nicht, die Musik als episch zu bezeichnen. Vielleicht habe ich da auch was falsch verstanden.
Kein Song kann hier mit Gloves Of Metal mithalten, läuft sogar gerade. Was ein Ultra Ding. Göttliches Riff, super Drumming (das abdämpfen der Becken!!). Wahnsinn. Rest = Gähn. Revelation und March For Revenge stechen noch positiv heraus.
Hail To England kann Epik dann um einiges besser. Da ist wirklich jeder Song bis zu Black Arrows der absolute Hammer. BA dann wie gesagt wieder absoluter Quatsch. Bridge Of Death leider in meinen Augen auch etwas lahm. Aber dennoch insgesamt eine deutlicher Steigerung zum Vorgänger.
Sign Of The Hammer ist mein Manowar Magnum Opus. Hier stimmt alles, Thunderpick außenvor gelassen.
Animals, Thor (!!!), Titelsong, The Oath (!!!). Werde ich wohl direkt einlegen gleich, die Scheibe.
Mit Mountains und Guyana ist epik auch hier mal wieder absolut richtig gemacht. Klare 10er Scheibe.
Fighting The World, naja. Die Tastentrommel klingt furchtbar, aber zwei, drei gute Promillerocker sind dennoch drauf, auch wenn das ein absoluter Rückschritt zum Vorgänger ist. Vor allem wenn ich an Carry On denke schüttelt es mich. In seiner Gesamtheit echt nicht der Rede wert.
Kings Of Metal. Warum dieses Album dann noch zum heiligen Gral zählt ist mir, wie beim Vorgänger, ein Rätsel. Das ist, wenn man sich auf die tollen Songs beschränkt, doch nur eine EP?
Wheels Of Fire und Kings Of Metal sind nette Rocker, Heart Of Steel unanhörbar, Sting Of The Bumblebee mal wieder Selbstdarstellung galore, Crown+Ring hat durchaus seine Momente und in der richtigen Stimmung kann das zu Gänsehaut führen, ja. Kingdom Come ist okay, Pleasure Slave irgendwie peinlich, Hail And Kill zwar super aber ausgenudelt, Warrior's Prayer auch wieder peinlich und Blood Of The Kings solide bis gut.
Sorry, aber das Album hat viel zu viele Schwachstellen.
Tastendrums auch wieder grausam, was vor allem im Opener auffällt. Takatakatakatakataka.
Die Bewertungen des heiligen Grals sehen bei mir dann so aus:
BH 8
IGR 7
HTE 9,5
SOTH 10
FTW 5,5
KOM 6
Macht also ein perfektes Album, zwei sehr gute, ein gutes und zwei eher mäßige.
Die TTOS und LTH sind dann einfach so lala, paar coole Sachen wie Achilles, aber in deren Gesamtheit zücke ich da aus dem Bauch heraus auch nur die 5.
Rest des Schaffens brauche ich dann nicht mehr, Hörspiele und Clicktracks kriege ich auf anderen Wegen in Besser.
Live werde ich die Band nie sehen und damit kann ich auch leben.
Ross The Boss ist aber ein netter Kerl.
Ich hab ihn mal in Kaiserslautern im Juz mit seiner Soloband vor ca 75 Leuten live gesehen. War ein super Gig und Ross sehr freundlich. Wird wohl auch cooler gewesen sein als Manowar selbst live, stand ja direkt vor Ross auf fast gleicher Höhe und musste nicht erst auf eine Leinwand schauen.