Der Manowar-Thread

Das allererste, das ich, zumindest bewußt, von Manowar gehört und gesehen hatte, war das Musikvideo von Warriors of the World United. Und da war aus meiner damaligen Sichtweise erstmal extremes fremdschäming angesagt. Nicht allzu lange zuvor war ich beim "wahren" Metal gelandet - also Maiden, Priest, Motörhead (we play Rock'N'Roll!), frühe Metallica... Und dann dieses Video, den Song fand ich okay, aber dieses gepose im Steinbruch, die Ponyfriese von Karl Logan, Joey hat den Bass bis fast unters Kinn geschnallt...
Da hatte sich das Thema Manowar für mich erstmal erledigt, die Auftritte bei und mit Stefan Raab haben meine Meinung nur noch bestätigt. Erst 2 oder 3 Jahre später hat mir der metalhörende Vater eines metalhörenden Kumpels die Battle Hymns aufgeschwatzt. Ja, erst wollte ich die CD nicht von ihmausleihen, aber zum Glück hat er nicht locker gelassen. Das war natürlich eine Offenbarung (Dark Avenger ist bis heute mein Manowar-Lieblingssong!)
Die ersten 4 Alben fand ich dann direkt geil, mit FtW und KoM musste ich auch erstmal warm werden, bei den beiden 90er Alben hat das mit dem warm werden noch etwas länger gedauert. Bei den Sachen aus den 2000ern gibt es hier und da auf den Alben und EPs den ein oder anderen Song, den ich gut finde, aber im Vergleich zu den frühen Großtaten ist auch das eher halbgar. Aber wer weiß, vielleicht ändert sich meine Meinung da noch, die LtH mag ich auch erst seit wenigen Jahren.
Über des Kumpels Vati hab ich u.a. auch Celtic Frost und Cirith Ungol kennengelernt, der Mann hat einen hervorragenden Musikgeschmack!
Also ich fand das damals total cool, für mich war da nix zum fremdschämen, gerade dieses gepose im Warriors of the World video fand ich zum fist raisen! :):D

Aber ich gestehe, Manowar war damals mit Warriors of the World auch mein einstieg.:cool:o_O
 
Ich fand ja, als ich Mitte der 00er in den Metal und auch den old school Kram eingesteigen bin, Manowar in allererster Linie peinlich und wollte mit diesem Warriors of the World-Gedöns nichts zu tun haben. Hat ein paar Jahre gedauert, bis ich dann über Kings of Metal, Hail and Kill und schließlich eine günstige Battle Hymn-LP im Plattenladen dann doch noch auf den Geschmack gekommen bin...
 
Da kommt auch wieder der Altersunterschied ins Spiel:

Vor 20 Jahren, als ich Manowar kennenlernte, mit 14/15, war Joey schon recht joeyig und für einen pubertären Neu-Metaller, der nach 3 Jahren Metallica und Nu Metal ein halbes Jahr zuvor endlich "echten" Metal entdeckt hat, in dieser Musik vollends aufgeht, war dieser Typ gerade genau richtig.
Eine Veränderung in diese Richtung war mir nicht bewusst, für mich hatte der Typ sich schon immer so gegeben, einer der sein Ding durchzieht und, am wichtigsten, für echten Metal einsteht.
Ich habe mal ein altes Video gefunden, in welchem Manowar bei irgendeiner Kindersendung (?) aufgetreten sind, mit darauf folgendem Interview, muss so 1983/84 gewesen sein. Da gab Joey sich noch sehr geerdet, und nicht wie die Parodie eines Metal-Fanatikers. Aber ja, Anfang der 90er (spätestens) war er wohl schon so drauf, wie man ihn kennt, aber in mancher Hinsicht hat er sich über die Jahre noch gesteigert.
 
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Ich habe mal ein altes Video gefunden, in welchem Manowar bei irgendeiner Kindersendung (?) aufgetreten sind, mit darauf folgendem Interview, muss so 1983/84 gewesen sein. Da gab Joey sich noch sehr geerdet, und nicht wie die Parodie eines Metal-Fanatikers. Aber ja, Anfang der 90er (spätestens) war er wohl schon so drauf, wie man ihn kennt, aber in mancher Hinsicht hat er sich über die Jahre noch gesteigert.
ja, auf Nickelodeon, zur "into glory Ride" Zeit, ist aber scheinbar nicht mehr auf YT
 
Spontan im Backstage gefilmt werden ist beim Joey verpönt wie Wimps die posen statt zu rocken...

 
Ich habe mal ein altes Video gefunden, in welchem Manowar bei irgendeiner Kindersendung (?) aufgetreten sind, mit darauf folgendem Interview, muss so 1983/84 gewesen sein. Da gab Joey sich noch sehr geerdet, und nicht wie die Parodie eines Metal-Fanatikers. Aber ja, Anfang der 90er (spätestens) war er wohl schon so drauf, wie man ihn kennt, aber in mancher Hinsicht hat er sich über die Jahre noch gesteigert.
Eine Band, die ihren Vertrag mit Blut unterschreibt und in Fellunterhosen dort auftaucht ist schon völlig durch und fertig. Das war in den 80ern. Da hat es wohl noch keiner so richtig mitbekommen. In den 90erg waren sie dann fertig und seit dem klinisch tot.
 
Ich habe mal ein altes Video gefunden, in welchem Manowar bei irgendeiner Kindersendung (?) aufgetreten sind, mit darauf folgendem Interview, muss so 1983/84 gewesen sein. Da gab Joey sich noch sehr geerdet, und nicht wie die Parodie eines Metal-Fanatikers. Aber ja, Anfang der 90er (spätestens) war er wohl schon so drauf, wie man ihn kennt, aber in mancher Hinsicht hat er sich über die Jahre noch gesteigert.
Hat sich wahrscheinlich das Hirn zugekokst, würde mich nicht wundern. ^^
 
Im Vergleich zu den beiden Nachfolgern, ist die Louder the Hell ein richtig passables Album. Als Nachfolger von Triumph of Steel schrammt es an knapp einer Katastrophe vorbei.
Sehe ich anders; T o S finde ich dermaßen langweilig und nichtssagend; dass es an Langweiligkeit nicht mehr zu Über (unter) bieten ist.

Die "Louder Than Hell" klingt dagegen wie aus einem Guss; mehr Brachialität; mehr "Manowar-like"; und der Sound klingt auch wesentlich authentischer!!

`Nuff said
 
Sehe ich anders; T o S finde ich dermaßen langweilig und nichtssagend; dass es an Langweiligkeit nicht mehr zu Über (unter) bieten ist.

Die "Louder Than Hell" klingt dagegen wie aus einem Guss; mehr Brachialität; mehr "Manowar-like"; und der Sound klingt auch wesentlich authentischer!!

`Nuff said
Wo ist die denn brachialer als der Vorgänger? Okay, mit "The Power" und "Outlaw" sind zwei recht harte, druckvolle Songs drauf, die hat man mit "Ride The Dragon" und "Power Of Thy Sword", sowie dem finale von "Demon's Whip" aber auch auf "TOS". Und letztere ist halt irgendwie einfalls- und abwechslungsreicher und nicht so anbiedernd simpel/eingängig (okay, bis auf "Metal Warriors" natürlich). Und was meinst du mit Sound authentischer? Auf "LTH" ist meines Wissens nur noch Drumcomputer zu hören, auf dem Vorgänger wengistens teilweise noch echtes Schlagzeugspiel.
Und sowas düster-Atmosphärisches wie "Burning" hat die Band danach auch nie wieder gemacht. Der einzige Fehler auf "TOS" ist meiner Meinung nach, dass man beim Opener den einzelnen Musikern so extrem lange Solo-Parts gelassen hat, mal kurz für ne halbe bis ganze Minute wäre das völlig okay, aber nicht so, wie es auf dem Album ist. Ansonsten fand ich das Stück aber immer geil.
 
Eine Band, die ihren Vertrag mit Blut unterschreibt und in Fellunterhosen dort auftaucht ist schon völlig durch und fertig. Das war in den 80ern. Da hat es wohl noch keiner so richtig mitbekommen. In den 90erg waren sie dann fertig und seit dem klinisch tot.
Klar, etwas Größenwahn/Fanatismus wird schon immer in ihm geschlummert haben, aber dass er in den 80ern noch respektvoll über andere Bands gesprochen hat, und allgemein in dem Interview bei Nickelodeon noch total sympathisch und bodenständig rüberkommt, während er sich später in der Öffentlichkeit immer pathetischer, überheblicher und realitätsferner gegeben hat, macht für mich schon einen großen Unterschied.
Dass es dabei parallel mit der Musik bergab ging und bei einer selbst ernannten "True-Metal"-Band irgendwann fast nur noch Drumcomputer bei Studioaufnahmen zum Zuge kam, macht das alles noch viel peinlicher (für mich offenbarte sich diese absurd große Inkonsistenz schon in der Unvereinbarkeit zwischen kommerziell-eingängiger Musik und dem im Text offenbarten Selbstanspruch beim Song "Blow Your Speakers").
 
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Spontan im Backstage gefilmt werden ist beim Joey verpönt wie Wimps die posen statt zu rocken...

Was The Gathering ja noch sympathischer machen als sie ohnehin schon gewesen sind. ♥♥♥
 
Klar, etwas Größenwahn/Fanatismus wird schon immer in ihm geschlummert haben, aber dass er in den 80ern noch respektvoll über andere Bands gesprochen hat, und allgemein in dem Interview bei Nickelodeon noch total sympathisch und bodenständig rüberkommt, während er sich später in der Öffentlichkeit immer pathetischer, überheblicher und realitätsferner gegeben hat, macht für mich schon einen großen Unterschied.
Dass es dabei parallel mit der Musik bergab ging und bei einer selbst ernannten "True-Metal"-Band irgendwann fast nur noch Drumcomputer bei Studioaufnahmen zum Zuge kam, macht das alles noch viel peinlicher (für mich offenbarte sich diese absurd große Inkonsistenz schon in der Unvereinbarkeit zwischen kommerziell-eingängiger Musik und dem im Text offenbarten Selbstanspruch beim Song "Blow Your Speakers").
Waaas, Blow your speakers ist doch total geil, 100% Manowar! ^^ :D
 
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