Der RUNNING WILD-Thread (inkl. Listenwahn und "Blood On Blood" (29.10.2021))

Hey, ich bin hier immerhin auch schon 10 Jahre aktiv! ;)
Ich finde, so durchschnittlich einmal im Jahr kann man schon erwähnen, dass der Drumsound auf "Black Hand Inn" total steril klingt :D (vor allem, weil die Scheibe meist so uneingeschränkt abgefeiert wird).
Womit nun die 60 voll sind :D
Gönn dir nen Rum, wir andren hören derweil die tolle Black Hand Inn :feierei:
 
Gönn dir nen Rum, wir andren hören derweil die tolle Black Hand Inn :feierei:

Also ich nicht, ich bin Team @Acrylator in dem Fall.

Ein erster Bruch mit Running Wild entstand bei mir nach der Death Or Glory, das lag aber nicht an der Qualität der Alben, sondern dass ich sie etwas aus den Augen verloren habe. Als ich dann Anfang der 00er mal in ein dann neues Album reingehört habe, war das schon absoluter Schrott für mich.

Als 2017 die Re-Releases rauskamen, hab ich mir die ersten vier auf Vinyl geholt, die vier danach „nur“ auf CD, um die mir unbekannten, allgemein als gut bewerteten Alben etwas nachzuarbeiten. Während Blazon Stone und Pile Of Skulls zwar bereits einige Längen, aber auch ein paar tolle Songs haben, ist mir Black Hand Inn schon zu viel Piratenbaukasten und jetzt beim Wiederhören im Zuge des 94er Battles fiel mir auch der Drumsound unangenehm auf, aber natürlich ist das Album noch nicht der Schrott späterer Jahre.

Meine Running Wild Noten und Reihenfolge:
1. Gates To Purgatory 9
2. Branded & Exiled 9
3. Port Royal 8,5
4. Under Jolly Roger 8,5
5. Death Or Glory 8,5
6. Pile Of Skulls 8
7. Blazon Stone 8
8. Black Hand Inn 7
 
Meiner Meinung nach sollten wir uns mal über die verschiedenen Schattierungen von "steril" unterhalten. o_O :D ;)
Man hört nämlich zwischen Black Hand Inn, Masquerade und später dann Victory oder Shadowmaker deutliche Unterschiede.
Bei BHI fällt mir der Sound zwar auch schon auf, aber noch nicht negativ....
Die Band, also Rolf, hatten sich ja leider vor der Black Hand mit ihrem bisherigen Studio überworfen, in dem (mindestens) die 3 Vorgänger produziert wurden, weshalb die dann woanders entstanden ist, wahrscheinlich hängt der etwas anders klingende Sound auch damit zusammen.

In einem ähnlichen Soundgewand wie die Pile…wäre das Album für mich fast auf Augenhöhe mit eben dieser, an den Songs gibt es für mich auch im Vergleich zum Vorgänger eh kaum was auszusetzen, Soulless finde ich relativ langweilig (ähnlich zu Roaring Thunder auf der PIS) und Genesis finde ich deutlich schwächer (und deutlich zu lang) als die Schatzinsel, aber bei Songs wie dem Titelsong, Privateer, Phantom, Dragonmen und Freewind Rider kriege ich immer noch Gänsehaut, die hätten auch ohne abzufallen auf PIS stehen können.
 
Womit nun die 60 voll sind :D
Gönn dir nen Rum, wir andren hören derweil die tolle Black Hand Inn :feierei:
60? Ich stehe gerade auf dem Schlauch...
Und Rum mag ich nicht.;)
Wahrscheinlich hab ich "Black Hand Inn" übrigens in meinem Leben öfter gehört, als so mancher hier. In meiner Jugend hab ich die Scheibe ja geliebt. Das reicht jetzt fürs Leben...
Meiner Meinung nach sollten wir uns mal über die verschiedenen Schattierungen von "steril" unterhalten. o_O :D ;)
Man hört nämlich zwischen Black Hand Inn, Masquerade und später dann Victory oder Shadowmaker deutliche Unterschiede.
Genau das hab ich ja auch schon öfter erwähnt. Es zieht halt jeder seine Grenzen woanders.
 
Habe vor kurzem den gesamten Thread gelesen und da ist mir die häufige Erwähnung, der sterilen Black Hand Inn, auch aufgefallen. Wenn ich mich nicht verzählt habe, war das heute, der zehnte Post dazu. @Acrylator tolles Jubiläum. :D
Aber spätestens jetzt, dürfte jeder wissen, wie du zu der geilen BHI stehst. ;)
Edith war der Meinung, es waren sogar 59 sterile Erwähnungen. Na dann...
Ah, okay, dein Edit hat mein Fragezeichen zu Danzigs Post aufgeklärt.
Ich hab allerdings noch mal nachgeschaut, ich hab nur 10 oder 11 Beiträge (so genau hab ich auch nicht nachgeschaut) von mir mit steril in Bezug auf "BHI" (in diesem Thread) gefunden. Das Wort steril hab ich deutlich öfter erwähnt (falls du nur das als Suchbegriff eingegeben hattest), aber dann meist in zusammenhang mit anderen (späteren) Alben der Band.
 
Ah, okay, dein Edit hat mein Fragezeichen zu Danzigs Post aufgeklärt.
Ich hab allerdings noch mal nachgeschaut, ich hab nur 10 oder 11 Beiträge (so genau hab ich auch nicht nachgeschaut) von mir mit steril in Bezug auf "BHI" (in diesem Thread) gefunden. Das Wort steril hab ich deutlich öfter erwähnt (falls du nur das als Suchbegriff eingegeben hattest), aber dann meist in zusammenhang mit anderen (späteren) Alben der Band.
Zunächst mal hoffe ich, dass du das Gesabbel nicht zu ernst nimmst. Ich finde es einfach lustig, auf die Nerven soll es dir jedoch nicht gehen!

Ich habe gestern, da ich mir mit meiner Behauptung von 10 Posts, nicht ganz sicher war, die Suche bemüht. Bei Eingabe von "steril" und der Suche in: "Dieses Thema", kamen Ergebnisse, verteilt auf sieben Seiten. Da hat man dann einen ganz guten Überblick.
 
Zunächst mal hoffe ich, dass du das Gesabbel nicht zu ernst nimmst. Ich finde es einfach lustig, auf die Nerven soll es dir jedoch nicht gehen!

Ich habe gestern, da ich mir mit meiner Behauptung von 10 Posts, nicht ganz sicher war, die Suche bemüht. Bei Eingabe von "steril" und der Suche in: "Dieses Thema", kamen Ergebnisse, verteilt auf sieben Seiten. Da hat man dann einen ganz guten Überblick.
Klar, es geht mir auch nicht auf die Nerven, ich finde solch nerdigen Listenwahn ja auch lustig.
Wie gesagt, "steril" hatte ich am häufigsten in Bezug auf andere Alben geschrieben.
(Und das ist ja auch nicht meine einzige Kritik an "BHI" - das ist das erste Album, das für mich auch von den - immerhin noch überwiegend guten - Songs her schon sehr nach Baukasten/Selbstkopie klingt. Seit "Victory" wurde das alles halt noch viel, viel schlimmer und billiger).
 
Die Band, also Rolf, hatten sich ja leider vor der Black Hand mit ihrem bisherigen Studio überworfen, in dem (mindestens) die 3 Vorgänger produziert wurden, weshalb die dann woanders entstanden ist, wahrscheinlich hängt der etwas anders klingende Sound auch damit zusammen.

In einem ähnlichen Soundgewand wie die Pile…wäre das Album für mich fast auf Augenhöhe mit eben dieser, an den Songs gibt es für mich auch im Vergleich zum Vorgänger eh kaum was auszusetzen, Soulless finde ich relativ langweilig (ähnlich zu Roaring Thunder auf der PIS) und Genesis finde ich deutlich schwächer (und deutlich zu lang) als die Schatzinsel, aber bei Songs wie dem Titelsong, Privateer, Phantom, Dragonmen und Freewind Rider kriege ich immer noch Gänsehaut, die hätten auch ohne abzufallen auf PIS stehen können.
Die black Hand Inn ist damals mit einem neuen, teuren verfahren aufgenommen worden. Und wurde auf Perfektion getrimmt. Daher der merkwürdige klang.
 
"Zum verwechseln ähnlich" finde ich von den vier Platten eigentlich nur "Pile Of Skulls" und "Black Hand Inn". Die anderen beiden sind allein soundtechnisch schon komplett anders. Wobei ja "BHI" auch schon eine deutlich sterilere Produktion hat als "POS".
Wobei es musikalisch/stilistisch halt wirklich so ist, dass die Band mit "Death Or Glory" (spätestens) ihren typischen Stil gefunden und die Blaupause für die folgenden Alben geliefert hat. Allerding waren das Album und auch "Blazon Stone" und vor allem "Port Royal" stilistisch noch deutlich vielseitiger, als alles, was die Band ab "Black Hand Inn" gemacht hat (ab da gibt's gefühlt nur noch 3 Arten von Songs).
Ich hab die Band 1992 kennengelernt und damals sehr abgefeiert, auch jedes neue Album bis einschließlich "Rivalry". Mit "Victory" haben sie mich dann als Fan verloren, völlig einfallslose Songs und noch viel schlimmere Produktion, die man eigentlich nur als Frechheit bezeichnen kann (eigentlich unglaublich, dass sie die danach sogar noch mehrmals unterbieten konnten)!
Wie schon mehrmals geschrieben, sind mir aber seit einer Weile auch die Alben von 1994 bis einschließlich 1998 nicht mehr wichtig, und gerade "Rivalry" und "Masquerade" haben einen grauenhaft sterilen Drumsound ("Black Hand Inn" aber eigentlich auch schon, wobei da ja noch "richtig" eingespielt, aber bereits mit Samples gearbeitet wurde. Ab "Masquerade" müsste doch alles von der Band Drumcomputer sein, zumindest klingt es so - und nicht einmal, wie ein besonders gut programmierter).

Rangfolge für alle Ewigkeit bei mir:

  1. Port Royal (so vielseitig war die Band nie wieder! Und jeder Song ein Hit! Gesangstechnisch auch der Zenit der Bandgeschichte)
  2. Death Or Glory (wäre "Renegade" nicht, stünde sie vielleicht an erster Stelle, aber den Refrain finde ich nervig und den Song eh eher mittelmäßig)
  3. Blazon Stone
  4. Pile Of Skulls
  5. Under Jolly Roger
  6. Gates To Purgatory
  7. Branded And Exiled
  8. (Rivalry)
  9. (Black Hand Inn)
  10. (Masquerade)

Die letzten drei davon hab ich schon lange wieder verkauft, aus oben genannten Gründen (rein von den Songs her wären die bei mir sonst wohl evtl. noch über dem Debüt). Wenn ich Bock auf die Band habe, landen meist die Alben von 1988 bis 1992 im Player/auf dem Teller.
Rest ist zumindest produktionstechnisch, aber größtenteils auch vom Songwriting her eine Zumutung! Mit den letzten zwei Alben hat die Band zwar wieder grob die richtige Richtung eingeschlagen, aber die besten (nein, eigentlich alle) Songs klingen da wie ein Abklatsch bereits bekannter Songs der Zeit zwischen 1989 und 1992.
Und die Produktionen sind immer noch eine Frechheit, wenn auch nicht mehr ganz so furchtbar, wie etwa zu "Rogues En Vogue"-Zeiten.
Hm, also das Thema scheint dir relativ wichtig zu sein, wenn du nach zweieinhalb Monaten immer noch darauf reagierst. Insofern will ich dir natürlich gerne darauf antworten, wenn du mich schon extra zitierst. Aber ich weiß ehrlich gesagt echt nicht, was ich noch dazu schreiben könnte, das ich nicht längst schon geschrieben habe. Ich sehe da halt wirklich Etliches anders als du:

Zunächst mal haben Running Wild ihren typischen Stil für meine Begriffe bereits mit Under Jolly Roger gefunden und definiert, nicht erst mit Death Or Glory. Die ersten beiden Alben sind jetzt nicht komplett anders, aber man hört der Band darauf einfach an, dass sie noch auf der Suche nach "ihrem Sound" war. Auf Under Jolly Roger waren dagegen zum ersten Mal wirklich alle Elemente enthalten, die die Band bis heute auszeichnen. Diesem Stil sind sie seitdem treu geblieben und haben ihn von Album zu Album nur noch geringfügig variiert und getunt. Was übrigens auch für die Produktionen gilt.
Was diesen Vorwurf angeht, Y sei ein Abklatsch von X - der ist fast so alt wie Running Wild selbst. Ich kann mich bspw. an das Metal Hammer Review zur Under Jolly Roger erinnern, wo die Platte als Abziehbild der beiden Vorgänger gegeißelt wurde. Das ist halt ähnlich wie mit AC/DC - du weißt, was du bekommst. Und das seit 1987.

Was speziell Death Or Glory für mich markant macht: Damit hatten sie zum ersten Mal ein in allen Belangen gelungenes Qualitätsprodukt hinbekommen, das auch auf internationalem Niveau mithalten konnte. Die Alben davor machen allesamt Spaß, ich will die gar nicht schlecht reden und hab die selber auch im Regal. Aber mit Death Or Glory konnte man sich halt erstmals wirklich auf's offene Meer wagen und musste nicht länger in Reichweite zum Heimathafen schippern. Und dieses internationale Niveau, dieses Qualitätslevel konnten sie dann erfreulicherweise über die nächsten paar Alben bis einschließlich Black Hand Inn halten.

Das und nichts anders habe ich geschrieben: "So dicht beieinander wie die Alben von Death Or Glory bis einschließlich Black Hand Inn stilistisch und qualitativ liegen [...]" Denke, es sollte jetzt klar sein, wie ich auf diese Alben blicke.

Mag ja sein, dass du Black Hand Inn nicht mehr zu den großen Alben dazuzählst. Mei, ist dann eben so. Mir scheint das gemessen an den Reaktionen darauf hier im Forum oder auch am Wiedergabe-Counter auf last.fm dennoch eher eine Exotenmeinung zu sein. (Nebenbei gefragt: Wäre bitte jemand so gut mal zu sagen, wie das bei Spotify aussieht? Ich hab dort keinen Account und kann das daher leider nicht selber.) Und für mich ist und bleibt diese Sichweise wie bereits geschrieben nun mal nicht nachvollziehbar.

Wie ich über Port Royal denke, hab ich ja ebenfalls schon geschrieben. In Kurzform: Hätte möglicherweise das werden können, was Death Or Glory letztlich geworden ist. Nämlich der Sprung von der nationalen in die internationale Liga. Warum es das für mich unterm Strich doch nicht geworden ist, kann ich leider nicht endgültig benennen. Jedenfalls fehlt mir an dem Album als Ganzes immer das letzte Quäntchen Überzeugung. Obwohl ich ironischerweise die Songs einzeln wunderbar genießen kann. Frag mich nicht wieso.

Wenn ich ranken soll, dann so:
  1. Death Or Glory
  2. Black Hand Inn
  3. Blazon Stone
  4. Pile Of Skulls
  5. Port Royal
  6. Gates To Purgatory
  7. Under Jolly Roger
  8. Branded And Exiled
  9. Masquerade
Den Rest kenne ich zu wenig oder gar nicht.
 
Hm, also das Thema scheint dir relativ wichtig zu sein, wenn du nach zweieinhalb Monaten immer noch darauf reagierst. Insofern will ich dir natürlich gerne darauf antworten, wenn du mich schon extra zitierst. Aber ich weiß ehrlich gesagt echt nicht, was ich noch dazu schreiben könnte, das ich nicht längst schon geschrieben habe. Ich sehe da halt wirklich Etliches anders als du:

Zunächst mal haben Running Wild ihren typischen Stil für meine Begriffe bereits mit Under Jolly Roger gefunden und definiert, nicht erst mit Death Or Glory.
Darum schrieb ich ja auch "spätestens mit Death Or Glory". Natürlich hatten auch Port Royal und sogar Under Jolly Roger teilweise bereits stilistisch sehr ähnliche Songs wie man sie auf dem 1989er Album zu hören bekam (z.B. Titelsong, oder Beggar's Night). Ich finde aber, dass UJR noch wie ein Übergangsalbum klingt, und manche Songs halt auch noch mehr an die ersten beiden Alben (War In The Gutter, Raise Your Fist, Land Of Ice), als an die folgenden erinnern (von der Piratenthematik natürlich mal abgesehen). Und Port Royal hat (für Running-Wild-Verhältnisse) so eine wahnsinnige stilistische Bandbreite, da klingt kaum ein Song wie der andere (teilweise gilt das auch noch für die zwei, drei Nachfolger, die aber schon ein wenig gleichförmiger von den Songs her waren).
Nach Pile Of Skulls hat die Band ihren Stil schrittweise immer homogener gemacht, vor allem aber z.B. auf Masquerade, Victory oder The Brotherhood - da fehlen so viele Elemente und Nuancen, die früher eben auch zum Stil der Band gehörten und nun bediente man sich auf vielen Alben auf einmal nur noch der Stilelemente von vielleicht zwei, maximal drei Arten von Songs der späten 80er und frühen 90er.
Die ersten beiden Alben sind jetzt nicht komplett anders, aber man hört der Band darauf einfach an, dass sie noch auf der Suche nach "ihrem Sound" war. Auf Under Jolly Roger waren dagegen zum ersten Mal wirklich alle Elemente enthalten, die die Band bis heute auszeichnen. Diesem Stil sind sie seitdem treu geblieben und haben ihn von Album zu Album nur noch geringfügig variiert und getunt. Was übrigens auch für die Produktionen gilt.
Nicht alle - es fehlte auf dem 1987er Album noch ein Song mit epischem Aufbau à la Calico Jack, Riding The Storm, The Battle Of Waterloo oder Blazon Stone. Ansonsten hast du natürlich Recht.

Was diesen Vorwurf angeht, Y sei ein Abklatsch von X - der ist fast so alt wie Running Wild selbst. Ich kann mich bspw. an das Metal Hammer Review zur Under Jolly Roger erinnern, wo die Platte als Abziehbild der beiden Vorgänger gegeißelt wurde. Das ist halt ähnlich wie mit AC/DC - du weißt, was du bekommst. Und das seit 1987.

Was speziell Death Or Glory für mich markant macht: Damit hatten sie zum ersten Mal ein in allen Belangen gelungenes Qualitätsprodukt hinbekommen, das auch auf internationalem Niveau mithalten konnte. Die Alben davor machen allesamt Spaß, ich will die gar nicht schlecht reden und hab die selber auch im Regal. Aber mit Death Or Glory konnte man sich halt erstmals wirklich auf's offene Meer wagen und musste nicht länger in Reichweite zum Heimathafen schippern. Und dieses internationale Niveau, dieses Qualitätslevel konnten sie dann erfreulicherweise über die nächsten paar Alben bis einschließlich Black Hand Inn halten.

Das und nichts anders habe ich geschrieben: "So dicht beieinander wie die Alben von Death Or Glory bis einschließlich Black Hand Inn stilistisch und qualitativ liegen [...]" Denke, es sollte jetzt klar sein, wie ich auf diese Alben blicke.

Mag ja sein, dass du Black Hand Inn nicht mehr zu den großen Alben dazuzählst. Mei, ist dann eben so. Mir scheint das gemessen an den Reaktionen darauf hier im Forum oder auch am Wiedergabe-Counter auf last.fm dennoch eher eine Exotenmeinung zu sein. (Nebenbei gefragt: Wäre bitte jemand so gut mal zu sagen, wie das bei Spotify aussieht? Ich hab dort keinen Account und kann das daher leider nicht selber.) Und für mich ist und bleibt diese Sichweise wie bereits geschrieben nun mal nicht nachvollziehbar.
Für mich fehlt ab BHI (und dann noch einmal deutlich extremer ab Victory) einfach die Tiefe, Inspiration und Abwechslung im Songwriting.
Und ob das nun eine Exotenmeinung ist, oder nicht, ist mir ziemlich egal, da das ja kein Garant für mangelndes Qualitätsbewusstsein etc. ist. Bei Manowar finden inzwischen wohl sehr viele Fans die Warriors Of The World am besten.;)
Und ganz allein bin ich mit meiner Meinung da ja auch nicht, gibt hier ja noch andere, die ab 1994 schon einen leichten Qualitätsabfall sehen.
Wie ich über Port Royal denke, hab ich ja ebenfalls schon geschrieben. In Kurzform: Hätte möglicherweise das werden können, was Death Or Glory letztlich geworden ist. Nämlich der Sprung von der nationalen in die internationale Liga. Warum es das für mich unterm Strich doch nicht geworden ist, kann ich leider nicht endgültig benennen. Jedenfalls fehlt mir an dem Album als Ganzes immer das letzte Quäntchen Überzeugung. Obwohl ich ironischerweise die Songs einzeln wunderbar genießen kann. Frag mich nicht wieso.

Wenn ich ranken soll, dann so:
  1. Death Or Glory
  2. Black Hand Inn
  3. Blazon Stone
  4. Pile Of Skulls
  5. Port Royal
  6. Gates To Purgatory
  7. Under Jolly Roger
  8. Branded And Exiled
  9. Masquerade
Den Rest kenne ich zu wenig oder gar nicht.
Bei der Rangfolge liegen wir bis auf eine Ausnahme ja gar nicht so weit auseinander. Ich würde zumindest Port Royal und Black Hand Inn vertauschen, dann könnte ich schon gut mit der Reihenfolge leben.
 
Running Wild "Black Hand Inn" Eines ihrer besten Alben


Was macht denn die Scheibe für dich zu einer ihrer besten? Also klar ist es, vor allem im Vergleich zu späteren Veröffentlichungen, immer noch eine gute Platte, aber gerade der Drumsound ist schon diskutierwürdig und es ist auch die erste Platte, die quasi eine 1 zu 1 Kopie des Vorgängers ist. Das mit dem Abschlußtrack Rolfs Schwurbelei zum ersten Mal richtig zum Durchbruch kam, vermiest sie mir auch noch ein wenig.
 
Zwischen Pile of Skulls, Black Hand Inn und Masquerade gibt es jetzt nicht die grossen Sprünge in der Entwicklung. Ich würde aus dem Bauch heraus der Black Hand Inn gegenüber den beiden anderen Alben den Vorzug. Gerade der von dir kritisierte Drumsound passt irgendwie perfekt zu den dünnen, lauten Gitarren. Und der Abschlusstrack ist musikalisch toll. Den Text kann man gut unter Fantasy verbuchen. Der tut ja keinem weh und unterscheidet sich eigentlich kaum von einem Film wie Stargate.
 
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Was macht denn die Scheibe für dich zu einer ihrer besten? Also klar ist es, vor allem im Vergleich zu späteren Veröffentlichungen, immer noch eine gute Platte, aber gerade der Drumsound ist schon diskutierwürdig und es ist auch die erste Platte, die quasi eine 1 zu 1 Kopie des Vorgängers ist. Das mit dem Abschlußtrack Rolfs Schwurbelei zum ersten Mal richtig zum Durchbruch kam, vermiest sie mir auch noch ein wenig.
ich finde einfach die Songs durchgängig sehr stark. Drumsound ist mir bisher noch nicht negativ aufgefallen. Im Gegensatz zu den Alben danach
 
Zwischen Pile of Skulls, Black Hand Inn und Masquerade gibt es jetzt nicht die grossen Sprünge in der Entwicklung. Ich würde aus dem Bauch heraus der Black Hand Inn gegenüber den beiden anderen Alben den Vorzug. Gerade der von dir kritisierte Drumsound passt irgendwie perfekt zu den dünnen, lauten Gitarren. Und der Abschlusstrack ist musikalisch toll. Den Text kann man gut unter Fantasy verbuchen. Der tut ja keinem weh und unterscheidet sich eigentlich kaum von einem Film wie Stargate.
Ich bevorzuge deutlich die PoS, das ist aber Bands die irgendwann anfangen sich selbst zu kopieren oft so bei mir. Ride the lightning ist besser als die Master, Dark Saga besser als die Something wicked, etc.

Hm, vom Gesamtprodukt mag es passen, wobei der immer dünnerwerdende Gitarrensound ja auch so ein Problem ist, aber das imo erst auf späteren Platten richtig extrem wurde. Auf mich wirken die drums zu laut und auch leicht künstlich.

Der Abschlusstrack ist für mich musikalisch das beste Stück der Platte und ja den Text kann man so abtun, habe ich lange Zeit auch so getan, aber heute weiß ich halt dass damit das Buch eines Prä-Astronautikers vertont wurde und Rolf viel von diesem Kram glaubt. Das bringt für mich halt einen bitteren Beigeschmack, ist aber auch eine persönliche Sache.
 
Rein objektiv betrachtet (ja, ich weiß - ist immer schwierig), macht bei Running Wild, wie bei einigen anderen Bands auch, der Drummer viel am Swing/Groove und somit stilistischen bzw. rhythmischen Ausrichtung einer Band aus.

Wenn man sich mal den Fluss von Port Royal, noch viel mehr bei Death Or Glory und Blazon Stone anhört und diese dann mit den Alben mit Jörg Michael ab Pile Of Skulls vergleicht, hört man sofort, dass Jörg ein tighter, ganz akkurat aber auch viel steriler klingender Drummer ist, als seine Vorgänger. Beinahe wie eine Maschine, was durch die aufkommende Triggertechnik Mitte/Ende der 90er leider noch unterstützt wurde. Ein ähnlicher Vergleich ist bspw. aktuell Ken Mary im Vergleich zu Kelly Smith. Ersterer klingt zwar fett, hämmert aber auch alles steril, laut und ohne wirkliche Dynamik zu. (Bei Dream Theater ist der Unterschied zwischen dem "lebendiger" spielenden Portnoy zum technischen brillanten Mike Mangini auch deutlich hörbar.)

Mir gefällt indes "alte" Ansatz deutlich besser. Im Kosmos von Running Wild "leben" für mich die drei genannten Platten ab Port Royal deshalb deutlich mehr, wobei das Songmaterial auf Pile Of Skulls und Black Hand Inn trotzdem über jeden Zweifel erhaben ist.

Ich denke, dass es hier vielleicht letztlich mehr eine Hörgewohnheit ist, die über das "besser" entscheidet, ähnlich einem "sich wohl fühlen" beim Hören.
 
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