...und rein erzählerisch auch insgesamt nicht so stark wie die besten der Spiele. Im Prinzip hatte man jetzt zwei Staffeln lang die Jagd nach jeweils einem großen Mysterium, nur um am Ende jeweils festzustellen, dass dahinter ein noch größeres Mysterium steckt. Das ist effektiv genug, um viele Zuschauer bei der Stange zu halten, aber es erzählt mir eigentlich zu wenig darüber, was in der Welt, die wir da gezeigt bekommen, wirklich abgeht. Mal wird da was interessantes angedeutet, wie etwa die Zerstrittenheit der Stählernen Bruderschaft oder das Schicksal der RNK, aber bisher wirklich nur gestreift.
Eigentlich scheint die Serie bisher eher ne Geschichte zu erzählen, was vor dem Krieg passiert ist und wie es dazu kommen konnte und nutzt die Postapokalypse dabei als den Ort, wo das dann 200 Jahre später aufgeklärt wird - zumindest mutmaßlich. Dabei fand ich die Frage auch in den Spielen nie besonders interessant. Der allgemeine Wahnsinn der Menschheit war mir als Erklärung, wie es dazu kommen konnte, immer gut genug und interessant fand ich immer, was dann in dieser Welt, die daraus entstanden ist, passiert. Der Aspekt wird aber bislang in der Serie immer nur gestreift und bekommt nie besonders viel Tiefe. Wie gesagt, die Postapokalypse selbst ist der eigentliche Star bei Fallout und man nutzt sie bisher kaum um eine Geschichte IN IHR zu erzählen.
Was mich auch stört, ist, dass es für meinen Geschmack zu viele Subpolts gibt, die immer wieder von den interessanteren Teilen der Geschichte ablenken. Die Parts, die in den beiden Vaults spielen und der Plot rund um Norm waren ganz klar die Schwachpunkte, in denen auch nahezu nichts interessantes passiert ist.