Ich suche bspw. bei Noor eher das Weite. Gerade wieder die Promo-Clips eingeatmet. Ist mir zu hochpoliert und nah an Kitschkäse-Melodien wie in "Follow The Light" dran. In jedem Song ertönt gefühlt dasselbe Highspeed-Solo. Darunter klackern die so gelieben Bontempi-Böllerhausen-Beats. Der Sänger kann's, scream-eunucht sich in schwindligste Höhen die Kräfte aus dem Leib. Recht so.
Alles Zutaten, auf die viele schwören, mich lockt es nimmer. Ich kann mir das nicht mehr als zwei Songs lang geben. Es fehlt dazu die eigenständige Seele und der Schmutz, das räudige powervolle Element. Wenn oft gesagt wird, im Thrash klänge nahezu alles gleich, wo klingt Noor eigenständiger als 1000 andere ähnliche Kapellen. Klingt für mich wie Schredder Metal mit starken Euro Metal-Anleihen, der nicht weh tut, ich wohl nicht (mehr) in der kaufenden Zielgruppe weile. Ich greife zu Outworld oder Onward oder frühere ASR-Sachen wie Sanctum oder Silent Shadows oder Lords Of Meat oder...
Marchello und wiederum Ruff Justice im Anschluss angetestet. Erstere ganz nett im 80er Keyboard-AOR/Hardrock mit einer Wattenscheider Pell-Prise gewürzt verwurzelt, letztere auch eher nett als brunftig zünftig bewegend. Ich lass es für heute und gehe wieder freudig zu den hertzigen Brüdern oder Gordian Knot zurück. Morgen starte ich einen neuen Versuch mit Belial und Red Raven/Prophet. Die sollen beide was können, Metal mit Power, mit Seele, mit Schmutz. Ich bin gespannt.
P.S.: für
@Daskeks. Intense Confession sind gewachsen. Laufen besser rein als noch vor Wochen. Kaufkandidat? Mal sehen.