Die 10 besten Black-Metal-Alben der letzten 4 Dekaden

1980-1989 (2/2)

Ohne wertende Reihenfolge

Sepultura "Bestial Devastation"

Auch wenn diese Scheibe rein von den Riffs her eher Death Metal ist, waren alle damaligen BM-Zutaten dabei: Infernalischer Sound, satanische Texte, Chains and leather, Patronengurte und Spikes sowie dämonische Pseudonyme und sogar geschminkte Gesichter (zumindest bei Destructor alias Paulo D.).
Mehr hat es damals für Black Metal nicht gebraucht. Aber eben auch nicht weniger.

Venom "Black Metal"

Die Platte ist (völlig abgesehen von ihrer historischen Relevanz) saugeil und heißt auch noch "Black Metal". Es gibt also keinen Grund, dass das Ding hier unerwähnt bleibt. Auch wenn es im Vergleich mit Sodom, Bathory und Hellhammer noch "Proto-" war.

Sarcofago "I.N.R.I."

Konnte schon Sepulturas Vinyleinstand europäische Metal-Journalisten nicht wirklich begeistern, sah das für Sarcofago sogar noch erheblich schlechter aus. Zu extrem die Musik, zu extrem der Look, zu klischeehaft und bösartig die Texte, zu nicht-existent die Produktion. "Die Wiederveröffentlichung dieser Scheißplatte (unter dem Niveau der ersten Sodom-EP, gleicher Stil) brauchen lediglich Masochisten oder Schäbi-Metal-Sammler wie Bela B." schrieb beispielsweise Holger Stratmann um 1991 herum zum Re-Release im Rock Hard, zu einem Zeitpunkt, als Sarcofago mit "The Laws of The Scourge" bereits im "erwachsenen", technisch einwandfreien Death Metal angekommen waren und bessere Kritiken einfahren konnten. Für alle eher abseitige orientierten Extremmetaller hingegen ist auch 2015 immer noch klar: " I.N.R.I." heißt das Meisterwerk Sarcofagos, ein Werk, das seitdem auch gefühlt alle vier Jahre wieder auf den Markt und den hungrigen Exkrementen Satans zum Fraß (und Kauf) vorgeworfen wird.

"Panic and fear
on this our fell
now the god's son
are falling to hell..."

Jawoll!

Samael "Medivial Prophecy" EP

1988 war ein Jahr, in dem im extremeren Metal Thrash das Maß aller Dinge und moderner Death Metal noch nicht ganz in den Fokus der Headbanger geraten war. Da wurde eine EP, bei der Hellhammer Pate gestanden hatten, nur belächelt oder gar nicht erst wahrgenommen. Zu Oldschoolig klang das Ganze, und die Produktion konnte gegen die Harris Johns und Konsorten dieser Zeit in kleinster Weise anstinken. Man bedenke: Entgegen späterer Behauptungen sprachen selbst Mayhem-Fuzzi Euronymous sowie deren neuer Sänger Dead bezüglich ihrer Musik stets nur von Death Metal.
Einige wenige hingegen (meist keine Norweger) waren schon damals der Meinung, dass der schleimig kriechende Sound, die dumpfe Produktion und das Quorthonartige Gekrächze auf Dauer doch unterhaltsamer sein könnte als neumodischer Death- und Thrash Metal.

Treblinka "Severe Abomination" Single

1989 war endgültig Death Metal Time. Death, Morbid Angel und Obituary waren angesagt und geschminkte Satansjünger mit Namen wie Hellslaughter galten als völlig aus der Zeit gefallen. Aufmerksamkeit konnte man damit nicht mehr erringen und "hart" schien das im Vergleich zu Napalm Death oder Carcass auch nicht wirklich. Dabei war das Ganze war noch erheblich rauer und härter als das Tiamat-Debüt, aber nicht ganz so dumpf produziert wie die Demos und fand - gerade nach 1993 - immer mehr Anhänger. Und wer ganz genau hinhört, kann sogar den ein oder anderen Seventies Touch im Embryonalstadium erahnen.
 
Supergeil, so stell' ich mir das vor! Allerdings gibt es etwas aus Südamerika, das böser als "I.N.R.I." ist, und zwar die mächtige "Sacrilegio"-EP von PARABELLUM. Vertonter Atomschlag!
:feierei: Schön das es dir gefällt! Die nächste Dekade ist in Arbeit, kommt aber erst in einer Woche, da ich geschäftlich spontan verreisen muss. Lass mir bei sowas lieber etwas Zeit.
PS: Danke für den Südamerika Tipp! Heisser Scheiss!
 
P.S.: entschuldigt bitte, dass ich so einen uralt Thread wieder hoch hole.
Aber ganz sicher nicht! Den Thread hab ich ja selber fast schon vergessen. Und nachdem ja inzwischen die 2010er-Dekade voll ist, lohnt es sich auf jeden Fall, sich Gedanken zu machen, was seither an Highlights dazu kam und wie sich darüberhinaus der eigene Geschmack in den letzten fünf Jahren gewandelt hat. Die 10er sind für mich locker das stärkste und an Kreativität nur so überbordendste Jahrzehnt in Sachen Black Metal überhaupt.
 
Oh ja danke fürs ausgraben. Solche Threads sind um einiges besser als stumpfe Listen - die animieren mich irgendwie selten zum reinhören.
Werd mal versuchen ne Liste zu machen , eventuell ohne 80er ...
 
:feierei: Schön das es dir gefällt! Die nächste Dekade ist in Arbeit, kommt aber erst in einer Woche, da ich geschäftlich spontan verreisen muss. Lass mir bei sowas lieber etwas Zeit.
PS: Danke für den Südamerika Tipp! Heisser Scheiss!
:D Da wurde aus ner Woche mal eben 4,5 Jahre...
Vielleicht Versuch ich mich ja nach dem Abliefern der Poll Liste 2019 mal dran. Jetzt wo das nächste Jahrzehnt ja auch rum ist.
 
3. MESSIAH - "Hymn To Abramelin" (1986)
Neben CELTIC FROST die zweite Größe des Extrem Metal der Schweiz der 80er. Zwar gehen die Baarer nicht so experimentell wie die Zürcher CELTIC FROST zu Werke, dafür aber nicht minder krank, denn hier wird geprügelt, bis der Arzt kommt. Eine oft verkannte, aber nichtsdestotrotz absolut wichtige Scheibe für den gesamten Extrem-Metal. Das Intro erinnert zwar ein wenig an MANILLA ROAD (!!), ansonsten wird hier eine Mixtur aus Death-/Black-Metal geholzt, wie sie in einer derartigen Intensität 1986 eine wahrliche Seltenheit war. Alleine der völlig kranke Gesang ist bis heute unerreicht!!!
Youtube: MESSIAH - Anarchus

Die Welt braucht mehr Messiah.
Wunderschöne Liste im Eingangspost, die bei mir sehr ähnlich wäre.
 
Mein bescheidener Beitrag dazu.
Ich habe versuch mal die Zeit 1990-1999 sowie 2000-2009 ab zudecken.
Natürlich gehören da Darkthrone / Burzum / Mayhem usw. dazu.
Aber die wurden hier schon genannt, oder werden es sicher noch.
Alle Schreibfehler gehören dem Finder.
Ich hoffe die Links funktionieren....

1990-1999

IMPALED NAZARENE: Tol cormpt norz norz norz..
Finnischer Wirbelsturm mit wütendem Ziegenbalg am Mikro.
Roh und direkt in die Fresse! EINFACH EIN OBERHAMMER!
Ach so und zu hören gibt's:
IMPALED NAZARENE PLAYS:
INDUSTRIALS CYBER PUNK SADO METAL EXCLUSIVELY


BEHERIT: Drawing Down The Moon
So eigen wie auch Gut.
Ungezügelte rohe und gewalttätige Eruption aus dem Land der Tausend Seen!
Hier wird gerockt, gegurgelt oft im Dampfwalzentempo oder Wild in die Fresse!
und eben auch genauso Zerstörerisch.
https://youtu.be/Gge0bzwWoLQ

MYSTICUM: In the Streams of Inferno
Die Pioniere des Industrial BM
mit einem Hammeralbum!
Eiskalte Riffs und dank des total passenden Drumcomputers, nicht von dieser Welt.
Geradezu gespenstische Stimmungen werden hier erzeugt.
Eine der wenigen Horden die mit einem
Drummer aus Fleisch und Blut schlechter klingen würden.
https://youtu.be/MIZAcalNX-M

AURA NOIR: Black Thrash Attack
Hier ist der Titel Programm und der sagt alles was man zu der Scheibe wissen muss.
https://youtu.be/loK4CH2XhYY

BERGTHRON: Verborgen in den tiefen der Wälder
Eine ganz eigne Stimmung haben die Fürsten hier damals kreiert
Ich bin wahrlich kein Bergthron Fanboy, aber diese Scheibe hat zweifellos Etwas.
Und wenn ich das als kritischer Hörer der Combo sage,
sollte das zumindest Grund sein einmal rein zu hören.
https://youtu.be/9OpfOnozgIQ


2000-2009

ABSU: Tara
Eigentlich ist jedes Absu Werk eine Besonderheit für sich.
Tara fängt mit ruhigen Dudelsack an und Man steht Schwert an Schwert mit McLoid / Mc Govern und Wallace in Reihe.
Doch dann heftiger Black Thrash prügelt dich ins hier und jetzt. Kein Kilt und kein Schwert.
Aber ein Krieger hinter den Drums mäht trotzdem alle Engländer nieder!
Ach scheiß auf Engländer, hier gibt es die absolute Okkulte Breitseite von einem der das mit Leidenschaft vorträgt!
Hammer geil, geniales Drumming, fette Riffs! Kur gesagt: Perfekt.
https://youtu.be/T_oNGbcuJpM

CRAFT: Fuck the Universe
Wenn mich jemand Fragt, wie man finstersten Black Metal mit rockigen Klampfen spielen kann.
Würde ich diese Scheibe nennen, perfekte Produktion (wenn man davon im BM sprechen kann)
Schön brummender Bass und ein Hassorgan am Mikro!
Hier passt alles, keine einigster Ausfall auf der Platte.
https://youtu.be/tPOtTUj8pkI

CLANDESTINE BLAZE: Fist of the Northern Destroyer
Herr Aspa, welches wohl den meisten als das stimmliche Medium bei den neueren DSO
bekannt sein dürfte mit einem seiner Soloprojekte.
Ungestümer finnischer Schwarzstahl und dank seiner Melodien und der unverkennbaren Stimme,
ein Schlag ins Gesicht. Kalt, direkt und doch nicht von Hier.
I Have Seen……..
sagt Er und ich glaube Ihm jedes Wort.
Diese Melodien vereinnahmen dich und du kannst nichts anderes als Ihm zu zuhören.
https://youtu.be/CdZY0Hdtj2U

S.V.E.S.T: Urfaust
Eingehüllt in ein absolut rohes Soundgewand welches schon an kaputt grenzt.
Hört das aufmerksame Ohr, Riffs welche so nicht an jeder Ecke gespielt werden.
Ein differenzierterer Sound und die Platte hätte mehr Anerkennung bekommen
nur wäre das sicher nicht im Sinn der Horde gewesen.
Französischer Untergrund und ausnahme BM mit eigener Note, kein Wunder das die Herren eine Split mit DSO haben.
https://youtu.be/mc4ugWL_-YE

PESTE NOIRE: La Sanie des siécles Panéqyrique de la dégénérescene
Melancholischer mit herrlichen Melodien durchsetzter französischer BM.
Welcher nicht nur das eine oder andere mal an BURZUM erinnert.
Aber es ist keine billige Kopie, nichts wird einfach nur Abgekupfert !
Eher ein Paralelluniversum dazu, welches sich noch durch ganz eigene
Einflüsse speist, welche so nur Franzosen haben.
https://youtu.be/uLSUQYzqXZ0


DEATHSPELL OMEGA: Fas Ite Maledicti in Ignem Aerternum
Was kann ich über DSO sagen, was nicht schon gesagt wurde?
Ein weltfremdes Werk oder wie so treffend beschrieben eine invertierter Turmbau zu Babel.
Weit entfernt von "Easy Listening" hier wird der Hörer gefordert, allein gelassen mit der Dunkelheit.
Einzig die Stimme gibt kurze Orientierung, während du weiter durch den Himmel fällst.
Herausragend!
https://youtu.be/Mf0qaIzaYDc

VERDUNKELN: Einblick in den Qualenfall
Mir nahezu unbegreiflich wie diese Album keine Erwähnung im Deaf Forever erfahren hat,
als der deutsche BM beleuchtet wurde!
Allein durch sein markdurchdringenden Basssound,
muss diese Scheibe hier Erwähnung finden.
Atmosphärisch Treibend und mit dröhnender Wucht bekommt man hier den Sound serviert.
Nennt mir bitte eine Scheibe die in diese Kerbe schlägt!
Mir ist das nämlich so noch nicht wieder Untergekommen.
https://youtu.be/4mGOWvT_QWo

FUNERAL MIST: Salvation
Was für ein Bollwerk an sinisterer bösartiger Vollendung ist das Bitte?!
Orthodoxer Black Metal in Vollendung, und dank eines begnaden Organs namentlich Arioch
gibt es nur Verneigung für uns.
Schwedischer Black Metal wie er kaum besser, direkter und brutaler sein könnte.
https://youtu.be/Oiu7gFj6r4g

KATHARSIS: Kruzifixxtion
Eine der wenigen deutschen Black Metal Horden für die man sich nicht Fremdschämen muss.
Hier gibt es kein peinliches Gezeter, keine Plastikaxt oder Keyboardbombast.
Ein roher Wutausbruch ganz in der Tradition alter Helden.
Und genau mit der selben ehrlichen Inbrunst vorgetragen wie es sich gehört.
https://youtu.be/HHad14wfK0Y


OFERMOD: Tiamtú
Schwedisch orthodoxer Black Metal, ich nehme der Horde all ihr Ansinnen auf der Scheibe ab.
Da ist nichts was halbgar in die Weltgeblasen wurde. Alles auf diesem Album hat seinen Grund und Zweck.
Ich hoffe die Horde schafft es irgendwann diese Atmosphäre auch Live auf der Bühne zu Transportieren.
Da haben Watain eindeutig ein besseres Händchen für.
https://youtu.be/GybnLzDEdJU




So, da will ich mal die Liste versuchen weiter zu führen….
Hm bei aller Vielfalt im BM, es ist wohl nahezu unmöglich über BM dieser Dekade zu sprechen, ohne Island zu nennen.
Ich beschränke mich hier mal auf eine Island Combo, Fakt ist aber das ein qualitativ extrem hohes Niveau aus dem kleinen Land kam und kommt.

Da ich keine doppelte Nennung von Bands in der Liste haben möchte,
fallen leider genau dieser eigenen Regel sehr gute Alben zum Opfer. DSO, Funeral Mist usw.


BM 2010 - 2019

Svartidauði - Flesh Cathedral
Wie oben schon erwähnt, die Isländer haben mal eben ganz eigene Riffs aus dem Ärmel geschüttelt.
Flesh Cathedral war meine Einstieg in diesen Sound, folglich muss sich jede Scheibe daran messen.
Melodisch, dissonant, treibend, harsch und kalt so würde ich den Sound beschreiben.
Als würde ich langsam aber unaufhaltsam erfrieren.

Mgła - With Hearts Toward None
Auch hier ist es wohl unmöglich vernünftig über BM 2010-2019 zu sprechen, ohne die Polen zu erwähnen.
Für mich bleibt WHTN der bisherige Klimax der Band. Ich brauche mir bei dem Bekanntheitsgrad der Truppe
keine Beschreibung aus den Fingern zu ziehen, wer hier liest kann jedes Riff mitsummen.

Es scheint ein Oxymoron zu sein mit wie viel Inbrunst die Hörer zu den Tönen wippen
und dabei No Solace als Kernaussage vergessen.

Antaeus - Condemnation
Bei aller Ohrenschmeichelei welche als BM getarnt vermarktet wird,
ist Condemnation um so wichtiger. Ein Faustschlag, unerbittlich für jeden der im Weg steht.
Ja meine Herren hier bläst es euch nicht nur den Jutebeutel von der Schulter!

Nightbringer - Ego Dominus Tuus
Mein Erstkontakt mit der Kombo aus den Staaten und was für ein verdammt vielschichtiges Werk!
Orthodoxer BM welcher an die großtaten Emperor´s erinnert, mMn aber doch viel tiefer am Fuße in den Abgrund zieht.

Cultes des Ghoules - Henbane

„Da ich im Garten schlief
Beschlich dein Oheim meine sich’re Stunde
Mit Saft verfluchten Bilsenkrauts im Fläschchen
Und träufelt’ in den Eingang meines Ohres
Das schwärende Getränk!“
 
Mega viel gehirnt. Jetzt die leichtere, aber doch schon schwere Dekade. 1980-1989 wird wohl nicht kommen, da ich mich dahingehend noch nicht so sehr mit befasst hab, aber vielleicht ja irgendwann...

True off my chest:

II. 1990-1999:

10. Ofermod – Mystérion Tés Anomias (1998)

Diese EP beinhaltet für mich so ziemlich alles, was ich an schwedischem Old School Black Metal geil finde. Feinste, melodische Riffs zerballern den Hörer brutalts mit einer unsagbaren Wucht. Dazu diese perfekt integrierten, hasserfüllten Vocals, welche einem das letzte bisschen Lebenslust, welches in einem steckt, aus dem Leibe zerrt. Ein nahezu perfektes Black Metal Werk, mit einem tollen, an Mayhems – 'De Mysteriis Dom Sathanas' angelehnten Cover. Außerdem eine der ersten Black Metal Scheiben, welche ich je gehört und gleichzeitig für gut befunden habe. Ich kann einfach nicht darauf verzichten, diese Scheibe in meine Liste zu packen!

Song: Mystérion Tés Anomias


9. Abruptum – Evil Genius (1995)

'Abruptum' hatten mit ihrem noisigen Black Metal Stil auf ihren frühen Werken ein Alleinstellungsmerkmal. Nicht nur aufgrund dieser zermürbenden Atmosphäre, welche mit 'IT’s' kranker Attitüde erschaffen wurde. Sondern auch diese Vocals, alter. Diese scheinbar vor purem Schmerz entstandenen, klagenden Schreie gehen tief unter die Haut. Depressive Antimusik. Nix für schwache Nerven.

Song: De Profundis Mors Vas Cousumet

https://www.youtube.com/watch?v=k1Xhi57xE5o

8. Abigor – Supreme Immortal Art (1998)

Ich sank noch nicht tief in das Universum der Österreicher ein. Von allen Veröffentlichungen welche ich bisher gehört habe, finde ich aber mit Abstand die 'Supreme Immortal Art' am besten. Diese herrlich abgewichsten Gitarren, vermischt mit diesem On-Point Schlagzeug, geschickt eingesetzten Keyboards und das Naturtalent 'Silenius' am Mikrofon ist für mich eine perfekte Black Metal Mischung wie sie im Buche steht. Ein sehr einzigartiger Stil haben sie früher erschaffen, aber auf jenem Album in Perfektion dargeboten.

Song: Blood and Soil

https://www.youtube.com/watch?v=Nzzf67Jbnq8

7. Bethlehem – Dark Metal (1996)

Von Bethlehem hätte man hier zig Alben nennen können. Ebenso eine einzigartige Band, welche auf jedem Album anders klingen. Ich haderte wirklich sehr mit mir, mich hier zwischen der 'Dictius Te Necare' & 'Dark Metal' zu entscheiden, entschied mich aber letztlich doch für das Debüt. Vielleicht weil es bei dem kleinen Nischengerne Black Doom Metal eines der größten Pionieralben war. Ne, echt. Bethlehem sind schwer verdaulich. Immer. Und werden es vermutlich auch immer sein. Für mich klingt aber kein Album der Truppe so vollkommen, wie das Debüt. Die Verbindung der puren Verzweiflung und Härte ist für mich einzigartig. Eines der besten Alben aller Zeiten für mich. Gepriesen sei der Untergang...

Song: Gepriesen sei der Untergang

https://www.youtube.com/watch?v=hm_KONxlBxc

6. Isengard – Hostsmorke (1995)

Wie sehr soll ich denn bitte noch über dieses Album von Fenriz schwärmen? Dieses Album gibt einem unzählige Gründe, es in diese Liste hier zu packen. Eine perfekte Mixtur aus Fenriz' frühen Machenschaften, worin schon fast jeder Track ein absoluter Hit ist. Wenn ich bei meinem Kumpel sitze und der Abend immer 'bieriger' wird, wird von uns fast nie ein anderes Album zu später Stunde aufgelegt. Nicht nur wegen des Mitgröhlfaktors im Openers, sondern einfach weil dieses Teil so tief aus der Seele schreit und die triste Atmosphäre des Nordens wiederspiegelt. Aber nicht trist an sich, sondern trist auf seine eigene Art. Und auch der Grund, dass auf diesem Album einer der besten Black Metal Songs aller Zeiten zu finden ist, gibt mir mehr als genug Grund, es hier reinzupacken.

Song: Thornspawn Chalice

https://www.youtube.com/watch?v=q-kJskwOzR0

5. Professor – Academizer (1993)

Diese kleine EP entdeckte ich durch einen Tipp von @Ancient, nachdem ich einen meiner ersten Threads hier in diesem Forum eröffnet habe. Ich fragte nach Bestial/War Black Metal Bands, welche den Kanadiern 'Black Witchery' ähneln. Natürlich ist es da normal, dass erstmal alles Mögliche gepostet wird was nur irgendwie in diese Richtung geht und man sich natürlich erstmal durchhören und selbst die Sache finden muss, wonach man sucht. Auch 'Academizer' ging eher weniger in die Richtung von den kranken 'Black Witchery'. Denn es ist noch ungefähr 500x kranker als diese! Steinigt mich Brudis, das ist vielleicht kein Blegg Meddl, sondern Grindcore/Death Metal. Oder steinigt mich nicht und hört euch diese absolut krankhafte Tonkunst an, lässt euch davon überzeugen dass dieses fiese Teil so ziemlich alles, was sich Bestial/War Black Metal schimpft in den Boden stampft, sucht euch die 7‘‘ und zerschlagt alles was auch nur ansatzweise in eurer Nähe ist zu Staub! Cover/Atmosphäre/Sound und alles ist sowas von Blegg Meddl. Gesungen wird über… ach, wieso sag ich euch das eigentlich alles? Name ist Programm! Und wenn das mal nicht Anti-Trendig ist, dann weiß ich auch nicht.

https://www.youtube.com/watch?v=Ewx2OE5-7Hk

4. Emperor – Anthems to the Welkin at Dusk (1997)

Hier haderte ich auch, ob ich nicht doch eher das Debüt nehmen soll. Aber ganz ehrlich, auf keiner anderen Scheibe glänzten 'Emperor' so stark wie auf der 'Anthems'. Dieses Album ist eine absolute Machtdemonstration in musikalischer Genialität. Wie man so verschroben, melodisch, hymnisch und gleichzeitig epische Songs schreiben kann ist mir ein absolutes Rätsel. Ja, es mag vielleicht nicht die Atmosphäre des Debüts haben, aber denoch zieht es mich jedes Mal in einen Bann. Denn dieses Album reißt sich einfach mit. Man kann die Genialität dieses Albums nicht in Worte fassen. Aber man muss sie oft genug betonen.

Song(s): Ihr müsst beide hintereinander hören. Alsvatr (The Oath) & Ye Entrancemperium Das ist ein Befehl!

https://www.youtube.com/watch?v=Jmlhq5rtFXw

3. Darkthrone – A Blaze In The Northern Sky (1992)

Es geht hier in diesem Thread um Black Metal. Also muss das erste Album der zweiten Welle in dieser Dekade genannt werden. Meines Erachtens von jedem einzelnen. Keine Diskussion. Hier wären wir nämlich beim genauen Gegenteil zur 'Emperor', denn hier glänzen 'Darkthrone' ausnahmslos wegen der Atmosphäre. Wegen dieser Atmosphäre, wegen diesem Sound wurde ein neues Kapitel eröffnet. Und dieses Cover, alter. Ja, ey. Bei 'Paragon Belial' geh ich jedes Mal kaputt. Muss ich hier echt noch Geschichtsunterricht machen?!

Song: Paragon Belial

https://www.youtube.com/watch?v=C1yH3un4LQ8

2. Golden Dawn – The Art Of Dreaming (1996)

Ich habe dieses Album von einem sehr guten Kumpel mal als LP zum Geburtstag bekommen. Und dafür werde ich ihm vermutlich auf ewig dankbar sein. Denn dieses Album ist für mich pure Perfektion. Absolut geniale Gitarrenriffs gepaart mit schönen Keyboard-Elementen und vielleicht auch jugendlichem Leichtsinn und ner Menge Epik! Für mich hat der Herr 'Dreamlord' (einziges Mitglied der Band) auf diesem Werk seine vollste Kreativität ausgeschöpft. Im ersten Moment zerbombt es dich vor Wut und im nächsten Moment gehst du auf die Knie vor Kitsch. Es ist einfach genau mein Ding. Dieses Album wird für immer einer meiner Alltime-Faves bleiben. Als ich am Freitag mit @Dämonentreiber was trinken war, hatte ich ihm auch dieses Album nochmal nahe gelegt und gesagt: Müsste ich mich auf eine bestimmte Anzahl an Platten beschränken, würde ich jede Veröffentlichung von Summoning und dieses Album wählen. Und das sagt sehr, sehr vieles! Denn jetzt mal ohne Scheiß: Wie geil ist bitte 'Beyond the Mortal Shell'?! :verehr:

Song: Beyond the Mortal Shell

https://www.youtube.com/watch?v=aLYXqivMs1s

1. Summoning – Minas Morgul (1995)

Ich schaff es einfach nicht. Ich kann nicht in Worte fassen wie viel mir diese Band bedeutet. Es ist nicht Faulheit oder so, aber ich finde einfach keine Worte um zu beschreiben, wieso ich diese Band so sehr verehre. Es ist nicht nur Leidenschaft, das ist schon Liebe und tiefste Verbundenheit. Diese Band fängt mich auf, zieht mich aus den tiefsten, emotionalen Löchern. Meine letzte Säule im Leben, auf welche ich mich immer verlassen kann. Dieses Album hat Geschichte geschrieben und genau dieses BM-Subgenre entwickelt, welches ich mit am meisten abfeiere. Und es wird auch oftmals zurecht als wahres Debüt von 'Summoning' angesehen und genau weil sie damit ihren richtigen Pfad gefunden haben, wählte ich dieses. Aber ich liebe alles, alles an dieser Band.

Song: Marching Homewards

https://www.youtube.com/watch?v=WHLlIgJ8_kY
 
Mega viel gehirnt. Jetzt die leichtere, aber doch schon schwere Dekade. 1980-1989 wird wohl nicht kommen, da ich mich dahingehend noch nicht so sehr mit befasst hab, aber vielleicht ja irgendwann...




5. Professor – Academizer (1993)

Diese kleine EP entdeckte ich durch einen Tipp von @Ancient, nachdem ich einen meiner ersten Threads hier in diesem Forum eröffnet habe. Ich fragte nach Bestial/War Black Metal Bands, welche den Kanadiern 'Black Witchery' ähneln. Natürlich ist es da normal, dass erstmal alles Mögliche gepostet wird was nur irgendwie in diese Richtung geht und man sich natürlich erstmal durchhören und selbst die Sache finden muss, wonach man sucht. Auch 'Academizer' ging eher weniger in die Richtung von den kranken 'Black Witchery'. Denn es ist noch ungefähr 500x kranker als diese! Steinigt mich Brudis, das ist vielleicht kein Blegg Meddl, sondern Grindcore/Death Metal. Oder steinigt mich nicht und hört euch diese absolut krankhafte Tonkunst an, lässt euch davon überzeugen dass dieses fiese Teil so ziemlich alles, was sich Bestial/War Black Metal schimpft in den Boden stampft, sucht euch die 7‘‘ und zerschlagt alles was auch nur ansatzweise in eurer Nähe ist zu Staub! Cover/Atmosphäre/Sound und alles ist sowas von Blegg Meddl. Gesungen wird über… ach, wieso sag ich euch das eigentlich alles? Name ist Programm! Und wenn das mal nicht Anti-Trendig ist, dann weiß ich auch nicht.



Geiles Ding !
 
2. Golden Dawn – The Art Of Dreaming (1996)

Ich habe dieses Album von einem sehr guten Kumpel mal als LP zum Geburtstag bekommen. Und dafür werde ich ihm vermutlich auf ewig dankbar sein. Denn dieses Album ist für mich pure Perfektion. Absolut geniale Gitarrenriffs gepaart mit schönen Keyboard-Elementen und vielleicht auch jugendlichem Leichtsinn und ner Menge Epik! Für mich hat der Herr 'Dreamlord' (einziges Mitglied der Band) auf diesem Werk seine vollste Kreativität ausgeschöpft. Im ersten Moment zerbombt es dich vor Wut und im nächsten Moment gehst du auf die Knie vor Kitsch. Es ist einfach genau mein Ding. Dieses Album wird für immer einer meiner Alltime-Faves bleiben. Als ich am Freitag mit @Dämonentreiber was trinken war, hatte ich ihm auch dieses Album nochmal nahe gelegt und gesagt: Müsste ich mich auf eine bestimmte Anzahl an Platten beschränken, würde ich jede Veröffentlichung von Summoning und dieses Album wählen. Und das sagt sehr, sehr vieles! Denn jetzt mal ohne Scheiß: Wie geil ist bitte 'Beyond the Mortal Shell'?! :verehr:

Song: Beyond the Mortal Shell

Oh ja, das war und ist einfach fantastisch. Habe ich viel zu lange nicht mehr gehört und das Album hat bei mir def. auch an der Top 10 Marke gekratzt. Ich kann mich noch erinnern, dass viele aus meinem damaligen Umfeld eher nicht so angetan waren (zu viel Keyboard, dann noch sogar mal ein technoider Beat dazwischen), mich hat es aber komplett und voll erwischt. :)
 
5. Professor – Academizer (1993)

Diese kleine EP entdeckte ich durch einen Tipp von @Ancient, nachdem ich einen meiner ersten Threads hier in diesem Forum eröffnet habe. Ich fragte nach Bestial/War Black Metal Bands, welche den Kanadiern 'Black Witchery' ähneln. Natürlich ist es da normal, dass erstmal alles Mögliche gepostet wird was nur irgendwie in diese Richtung geht und man sich natürlich erstmal durchhören und selbst die Sache finden muss, wonach man sucht. Auch 'Academizer' ging eher weniger in die Richtung von den kranken 'Black Witchery'. Denn es ist noch ungefähr 500x kranker als diese! Steinigt mich Brudis, das ist vielleicht kein Blegg Meddl, sondern Grindcore/Death Metal. Oder steinigt mich nicht und hört euch diese absolut krankhafte Tonkunst an, lässt euch davon überzeugen dass dieses fiese Teil so ziemlich alles, was sich Bestial/War Black Metal schimpft in den Boden stampft, sucht euch die 7‘‘ und zerschlagt alles was auch nur ansatzweise in eurer Nähe ist zu Staub! Cover/Atmosphäre/Sound und alles ist sowas von Blegg Meddl. Gesungen wird über… ach, wieso sag ich euch das eigentlich alles? Name ist Programm! Und wenn das mal nicht Anti-Trendig ist, dann weiß ich auch nicht.


Coole Liste und die beste Summoning auf Platz 1.
Die Professor finde ich auch klasse. Scheint mir so ein bissle "Studentengrind" zu sein (Begriff könnte von Lobi sein), wenn man auf die Songtitel schaut. Gab es auch als schöne 3"-MCD.
 
So, da will ich mal die Liste versuchen weiter zu führen….
Hm bei aller Vielfalt im BM, es ist wohl nahezu unmöglich über BM dieser Dekade zu sprechen, ohne Island zu nennen.
Ich beschränke mich hier mal auf eine Island Combo, Fakt ist aber das ein qualitativ extrem hohes Niveau aus dem kleinen Land kam und kommt.

Da ich keine doppelte Nennung von Bands in der Liste haben möchte,
fallen leider genau dieser eigenen Regel sehr gute Alben zum Opfer. DSO, Funeral Mist usw.


BM 2010 - 2019

Nachtrag:

Negative Plane - Stained Glass Revelations
Hm mir fehlt ehrlich gesagt die nötigen Buchstaben, um den Sound in Worte zu fassen.
Etwas so nah an den Wurzeln liegend und dabei doch etwas ganz eigens zu kreieren
ist wohl nur mit völliger Hingabe und Talent zu beantworten.


Rebirth of Nefast - Tabernaculum
Der Blick aufs Cover zeigt schon, wo die Platte sich einnistet.
Unglaublich was dieses 1 Mann-Projekt nach Demo und Split als Debut vorlegt.
Ein so dermaßen abgründigen Sound, welcher dich hier umgarnt hört, man viel zu selten.
Der Opener ist damit der ideale Abstieg in das Tabernakel.
https://youtu.be/JOAOu81iK08


Funereal Presence - Achatius
Ich könnte jetzt die Zeilen von Negative Plane gleich noch mal hier her Kopieren, um das irgendwie zu Beschreiben.
Wer auf NP klarkommt, dem werden hier weitere Facetten geboten, keine Kopie.
Sorry aber bei solchen genialen Scheiben gehen mir echt die Worte aus, unbedingt Reinhören!
https://youtu.be/6T917PC_jZU

Leviathan - Scar Sighted
Wrest mit seinem bisher letzten Album aus 2015 (Stand 02/2020) bei der (wieder)Veröffentlichungswut
des Herren dahinter ein Wunder. Nicht alles hat dabei die Qualität von diesem Werk, welches es schafft das zu Verbinden, was Er am besten kann.
Emotionales Riffing mit gebrechlichen Abient-Landschaften zu verknüpfen.
Aufgebrochen wird das ganzen hier immer wieder von teils schrägen DM Riffs.
https://youtu.be/c2gGblDpySc

Sacrificio - Guerra Eterna
Urzeit DNA.
Von Reptilen, welche uns feingeistigen Blumensammler entweder Fressen oder einfach aussitzen.
https://youtu.be/beqZ7JArNdE

So jetzt sind es 10 Alben, Fertig.
 
2. Golden Dawn – The Art Of Dreaming (1996)

Ich habe dieses Album von einem sehr guten Kumpel mal als LP zum Geburtstag bekommen. Und dafür werde ich ihm vermutlich auf ewig dankbar sein. Denn dieses Album ist für mich pure Perfektion. Absolut geniale Gitarrenriffs gepaart mit schönen Keyboard-Elementen und vielleicht auch jugendlichem Leichtsinn und ner Menge Epik! Für mich hat der Herr 'Dreamlord' (einziges Mitglied der Band) auf diesem Werk seine vollste Kreativität ausgeschöpft. Im ersten Moment zerbombt es dich vor Wut und im nächsten Moment gehst du auf die Knie vor Kitsch. Es ist einfach genau mein Ding. Dieses Album wird für immer einer meiner Alltime-Faves bleiben. Als ich am Freitag mit @Dämonentreiber was trinken war, hatte ich ihm auch dieses Album nochmal nahe gelegt und gesagt: Müsste ich mich auf eine bestimmte Anzahl an Platten beschränken, würde ich jede Veröffentlichung von Summoning und dieses Album wählen. Und das sagt sehr, sehr vieles! Denn jetzt mal ohne Scheiß: Wie geil ist bitte 'Beyond the Mortal Shell'?!

Wunderbare Wahl, wobei ich die Scheibe, an deren Qualität Traunmüller nie mehr mit späteren Werken anschließen konnte, angesichts der Tatsache, dass sie wohl im Alleingang von einem Teenie komponiert wurde, gerade wegen ihrer Experementierfreudigkeit, ihres Ideenreichtums und ihres ganz eigenen Stils und Sounds für erstaunlich reif und elaboriert halte. Am Schlagzeug übrigens kein Geringerer als T.T. und produziert vom hiesigen Szeneurgestein Martin Schirenc. Muss ich unbedingt auch wiederhören.
 
Da ich noch immer nicht weiss, warum gewisse Bands in diesem Forum nicht stattfinden, kann ich leider nicht mitposten.

Aber ein paar schöne Listen habt ihr da, werde definitiv mal reinhören müssen in ein paar Sachen!:top:
 
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