Die besten Black Metal Veröffentlichungen 2025

Habe nicht viel reinen BM gekauft. Habe Anfang des Jahres "Dolchstoß - Propaganda der Tat" sehr abgefeiert, denke das wäre bis heute auch mein BM Album des Jahres gewesen.

Habe aber heute "Tumba - Blasfémico resplandor" bekommen. Großartiger Proto-BM. Denke die gewinnt am Ende den Preis.

Ist aber subjetiv echt schwer zu vergleichen, da ich die Aben gefühlt zeitlich doch so weit voneinander entfernt wahrgenommen habe.

Sonst:
"Sadistic Goatmessiah – Violence" ist auch schönes Gehacke, "Rattenburcht – Vampyric Vessel" ist schön schräg und war ein guter Auftritt, "Änterbila - Avart" hat es mir auch angetan, tatsächlich mal was etwas Atmosphärischeres.

Das war es auch schon, außer man zählt noch Zeug wie Naked Whipper oder Bidirna Dhamani als BM.
 
Danke für die vielen Inspirationen. Da hab ich einiges nachzuhören. Habe dieses Jahr generell sehr wenig neue (Black Metal) Musik gehört. Viel Geld ist in 60er Jahre Blues Platten geflossen :/
 
Meine Black Metal Alben des Jahres sind wohl (ungeordnet):

Blut aus Nord - Ethereal Horizons
One Of Nine - Dawn Of The Iron Shadow
Martröð - Draumsýnir eldsins
Rauhnåcht - Zwischenwelten
Sunken - Lykke
Blackbraid - Blackbraid III
Deafheaven - Lonely People With Power
Lamp Of Murmuur - The Dreaming Prince In Ecstasy
Gràb - Kremess
Drudkh - Shadow Play
The Great Old Ones - Kadath
Anfauglir - Akallabêth
Der Weg einer Freiheit - Innern
Havukruunu - Tavastland
Outlaw - Opus Mortis
Darvaza - We Are Him
 
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Oh man, ihr macht mich wirklich fertig! Eigentlich bin ich mit meinen musikalischen Jahreshighlights komplett ausgelastet, mein Gehörgang arbeitet schon im Drei-Schicht-Betrieb. Und jetzt kommen zum Jahresende noch mal drölfzig neue Alben dazu. Da ich jedem Werk die Zeit gebe, die es braucht, um sich ordentlich in meinem Kopf einzurichten, bin ich mit diesen Veröffentlichungen vermutlich bis 2028 beschäftigt. Aber trotzdem, Danke. Wirklich. Ich leide gern. :jubel:
 
Dieses Jahr hab ich wenigstens mal Black Metal Platten gehört, die auch in diesem Jahr rauskamen. Mehr als Puritan Bone und Mütiilation blieb aber auch nicht hängen, wobei Mütii noch den Vorteil hatten an Weihnachten rauszukommen.. Auch echt nichts weltbewegendes. Aber mütiilation nach 30 (?) Jahren mal wieder mit echtem Schlagzeug zu hören, ist schon schön.
 
Wie auch im Death Metal war meine Ausbeute bzw. Interesse an „klassischen“ Black Metal Veröffentlichungen dieses Jahr sehr überschaubar.

1. Deafheaven - Lonely People With Power

- Ja, das ganze Netz und seine Eltern haben dieses Album gehört und mit Lob überschüttet. In diesem Fall - imho - please believe the hype. Nur Viagra Boys und Ghost habe ich dieses Jahr zu Hause, Unterwegs oder bei der Arbeit öfter gehört. Hier passt einfach alles für mich. Songwriting, Arrangements, Sound, Lyrics. Alles so stimmig. Verträumt, rasend, melancholisch, nachdenklich. Die Diskussion um die Stilrichtung der Band - Sind es Hipster? Ist es Black Metal? - ist so schnarch langweilig und bedarf im besten Fall garkeiner Reaktion. Das hier ist einfach unfassbar gute Musik.

2. Scimitar - Scimitarium I

- Der chaotisch exzentrische und genresprengende Grenzgänger hat mich bei jedem Hördurchgang aufs Neue weggepustet. Ein unglaublich frisch und dennoch okkult düsterer Mix aus Black- Heavy- und Thrash Metal, mit ein paar gut eingestreuten Prog Elementen. Ein wilder Mix aus Negative Plane und The Devil‘s Blood. Ich war tatsächlich sehr überrascht dieses Album im Redaktionspoll der letzten Ausgabe in keiner Liste zu lesen. Wie dem auch sei, genau nach solcher Musik habe ich dieses Jahr - Genre unabhängig - Ausschau gehalten. Für mich ganz ganz großes Kino

3. Gabestok - Alle Dør I Fremtiden

- Das nächste genreübegreifende Highlight meiner Liste. Black Metal trifft auf Punk trifft auf Heavy Metal trifft auf Psychedelic Rock. Eine rohe Produktion trifft auf fuzzige Gitarren und treibendes Schlagzzeug. Der Gesang errinert (teils) an frühe Bathory und King Diamonds überbordende Falsettoeinlagen.
Trotz des groovigen Songwritings sorgen die Synths für eine melancholische und spukige Stimmung. Wie bei Scimitar, Musik die nach vielen Durchgängen immer wieder frisch und aufregend klingt.


4. Owls Woods Graves - Strix

- The Fall hat mit Hauntologists Hollow für mich persönlich ein sehr wichtiges Album veröffentlicht und weil ich den Vorgänger immer wieder auflege und bei Erscheinung für Wochen nicht vom Plattenteller genommen habe, kam Strix als kompletter Blindkauf ins Haus. Ich hatte am Anfang Probleme mit dem Sound, um genauer zu sein mit dem Drumsound. War mir etwas zu sehr im Vordergrund. Aber das legte sich alsbald. Ein rasender blackened Punk - D Beat Hybrid. Perfekt für laue Sommerabende bei ein paar kühlen Dosenbier.
 
Meine 10 cent / besten BM-Alben 2025

1. One of Nine - Dawn of the Iron Shadow

Melodischer Black Metal aus den USA mit Keyboards. Konnte den Hype anfangs nicht nachvollziehen, aber irgendwie haben mich vereinzelte Songs nicht losgelassen. So bin ich öfter zu dem Album zurückgekehrt, bis es komplett eingeschlagen und sich letztendlich nach oben durchgeschlagen hat.

2. Der Weg einer Freiheit - Innern

DWeF war mir schon immer zu verkopft. Konnte mich selten in deren Melodien einfinden. Es waren immer nur vereinzelte Songs, die ich gut fand.

Das aktuelle Album bringt mehr Gefühl und Raserei mit sich. Erinnert mich stellenweise an Emperor - Attwat oder Blood Abscission, fährt aber auch an den passenden Stellen zurück, um mit einem gefühlvollen Mittelfinger zu enden. Grandios!

3. Ebony Pendant - Threnodies from the Coldlands

Eigentlich wäre ich Heavy Metal Fan,.wenn die Stimme nicht wäre. Was einige am Black Metal abschreckt, gilt für mich andersrum. Zum Glück gibt es Bands/Projekte wie Ebony Pendant. Heavy Metal im Black Metal Gewand. Geyle Riffs, roh und kalt.

4. Harakiri for the Sky - Scorched Earth

Seit III:Trauma hat mich kein HFTS Album mehr erreicht. Umso überraschter war ich, dass Scorched Earth sofort funktioniert hat. Der Gesang ist für mich eine Schwachstelle, weil er zu gewollt und gedrungen klingt, aber M.S. hat einfach ein unfassbares Talent für Melodien und Songwriting.

5. Gráb - Kremess

Zeitlang ist mein meistgespieltes Album der letzten 5 Jahre. Mit Kremess kündigten sich Wechsel in Label und Line-up an. Dies und das Wissen, dass eine Wiederholung von Zeitlang unmöglich sein wird, haben mich skeptisch an das Album herangehen lassen. Komplett unnötig: das Album atmet mit der gleichen bombastischen Atmosphäre die Luft des Vorgängers, stellt aber dennoch eine Weiterentwicklung dar. Die Bonustracks sind überraschend gut gelöst, da das Album sie nicht braucht, sie aber eine schöne Ergänzung sind.

Wenn Mathias Jell zu atmosphärischer Gitarrenmusik bayrische Märchen krächzt und Komalé Akakpo dazu das Hackbrett bearbeitet, fehlt nur noch der Schnee beim Blick aus dem Fenster.

6. Paradise Lost - Ascension (Death/Doom)
7. Cradle of Filth - The Screaming of the Valkyries

Da stand auf einmal die nächste Überraschung ins Haus. Anfang der 2000er aus dem Blick verloren, mit Hammer of the Witches zumindest wieder wahrgenommen, ist dies das erste CoF-Album, das ich seit ~20 Jahren gekauft habe und definitiv in der Top5 der Diskografie. Schade um das Drama während der Tour und Ashoks damit verbundenem Ausstieg.

8. Haeresis - Si Vis Pacem Para Bellum

Das Debütalbum der Berliner hat mich sofort gefesselt. Die sehr dichte und düstere Atmosphäre lassen sofort an Akhlys denken.

9. Atlantean Sword - Ironmaster (Dungeon Synth)
10. Atlantic - Timeworn

Atmospherischer Ein-Mann-Projekt Easy Listening Post Black Metal aus Irland. Erinnert stellenweise an Wormwood. Starkes Debüt!

11. Bloody Valkyria - In our home, across the fog

Finnisches Ein-Mann-Projekt mit epischem, atmosphärischen Black Metal, Fantasy-Themen und wunderschönen Melodien. Nach der starken Debüt-EP im letzten Jahr, hervorragend nachgelegt und der Nachfolger ist wohl schon in Arbeit.

12. Lamp of Murmuur - The Dreaming Prince in Ecstasy

Nachdem der Vorgänger ein hervorragendes “At the Heart of Winter II” war, ließ der erste Preview-Track ein mittelmäßiges “Enthrone Darkness Triumphant II” erwarten. Zum Glück wurden die Erwartungen nicht erfüllt. Immortal, Dimmu Borgir, Emperor… alles dabei, aber eben auch ganz viel Lamp of Murmuur. Abwechslungsreich und gelungen.


Zu viele Alben habe ich noch auf meiner Liste, die ich einfach nicht geschafft habe, gebührend zu hören. So stehen noch die neue Outlaw aus, sowie Sunken, die ich zwar gehört, aber nicht wahrgenommen habe. Da muss noch der richtige Moment kommen.
 
1. Sumerian Tombs-Age of Eternal Night

2. Nexion- Sundrung

3. Blut aus Nord-Ethereal Horizons

4. Abduction-Existenzialismus

5. Blood Abscission- II

6. Yellow Eyes-Confusion Gate

7. Final Dose-Under the Eternal Shadow

8.Thron- Vurias

9.Martröd- Draumsýr eldsins

10. Darvaza-We Are Him


20 honorable mentions- in alphabetischer Reihenfolge:

Acherontas- Nekyia

Amimia- Eigengrau

Ars Goatia-Agitators of Hysteria

Draugveil- CruelWorld

Drudkh- Shadow Play

Hadopelagyal-Haematophoryktos

Imha Tarikat-Confessing Darkness

Isen- ZaklínáníPoslední Zimy

Kveldstimer- The Cursed Hope

Lampof Murmuur- The Dreaming Prince In Ecstasy

Lijkschouwer- All What Did The Blade Reveal

Liminalanimal- Mùtadh I

Nihilvm- Ancient Cosmic Emanation

One of Nine- Dawn of the Iron Shadow

Serpentes- DesertPsalms

Sunken- Lykke

This Gift is aCurse- Heir

Verheerer- Urgewalt

Void of Hope- Proof of Existence

Woe Bather- Swallowed by the Chains of Spirit Loss



Demo:

Afskraemi-Purification Through PureDemolition



EP:

Abglanz- Call of the Woods

Jaehzorn- Weiderecht

Ultima Necat-Fragments of Pain
 
Seit der zweiten Jahreshälfte hänge ich in einer Blackmetal-Schleife fest und höre mich querbeet auch durch einiges, was ich in den letzten Jahren verpasst habe.
2025 liefen vor allem die folgenden Scheiben - ganz oben thronen die Alben von Yellow Eyes und Recitations - beides Meisterwerke:

Yellow Eyes - Confusion Gate
Recitations - Another Voices Possesses

Deafheaven - Lonely People With Power
Krallice - No Hope (EP)
Blodzallog - Worm Of Mystic Plasm (EP)
Nyredolk - Barndommens hjem
Ebony Pendant - Threnodies From The Coldlands
Nekrodeus - Ruaß
Tatterdemalion - Ultraterrestrial
Lucerne Hammer Vermillion Pyre (EP)
Sea Of Cosmic Filth - VI-XI
Kveldstimer - The Cursed Oak
Terzij De Horde - Our Breath Is Not Ours Alone
Destruction Ritual - Providence
Martröð - Draumsýnir eldsins
Akolyth - Ecstatic Kingdom
Gabestok - Alle Dør I Fremtiden
Vörnir - Av Hädanfärd Krönt
Winselmutter - Schattentod in der Leibeswelt
Runeblade - Unsheathed (EP)
Astral Gauze - A Fire as Alien as Hostile…

Hervorheben möchte ich gerne die 2-Song EP von Blodzallog:

und das Album was ich beim ersten Posten vergessen habe: Tatterdemalion - Ultraterrestrial
 
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Erst einmal danke für diesen Thread, der wieder eine große Inspirationsquelle für verpasstes und unbekanntes Zeuch darstellt. Ich kloppe hier mal sukzessive einen Abriss meiner BM-Platten des Jahres rein.

Grey Aura - Svart Vierkant: Slotstuk
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Zu dem Album hatte ich hier schon was geschrieben. Ich höre es aufgrund seiner Komplexität nicht so oft wie die anderen Kandidaten aus der Liste, aber wenn ich es auflege, dann fühlt es sich jedes Mal aufs Neue wie eine unendliche Wundertüte an, die man sich vmtl auch Jahre später nicht tothören kann. Deswegen setze ich es an die Spitze.

Yellow Eyes - Confusion Gate
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Das Album taucht ja schon in einigen anderen Listen auf - verdient. Ich bin in den YE-Kosmos so richtig erst mit dem vorletzten Album und den Sunrise Patriot Motion- und Ustalost-Sachen reingekommen, aber seitdem hat mich die charakteristische atmosphärisch-windschiefe Spielart nicht mehr losgelassen. Das neue Album trifft damit auch wieder durchgängig voll ins Schwarze.

Trest - Energumen
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Nachdem die Sorginak mich vor zwei Jahren aus dem Stand überdimensional und langfristig begeistert hat, war es ein No-Brainer, dass der Nachfolger auch wieder enorm gut werden wird. Im direkten Vergleich fällt die Energumen streckenweise etwas ab und kann auf Dauer die überragende Langzeitwirkung des Vorgängers nicht ganz halten, die Instrumentalarbeit ist dennoch wieder sehr groß und schafft es zuverlässig, mich mitzureißen, sich festzusetzen und eine gewisse transzendentale Wirkung zu entfalten.
 
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Der Rest unterliegt noch keiner Reihenfolge.

Martröð - Draumsýnir eldsins
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Das ist nochmal ein fettes Geschoss zum Jahresende, das sich hier in Kürze weit nach oben gespielt hat. Vereint gekonnt Vertracktheit und Atmosphäre und erinnert mich v.a. in den rasenden Parts und den heiser-rasierenden Vocals wohlig an die leider verschiedenen großartigen Franzosen Aosoth und VI.

Frostmoon Eclipse - As Time Retreats
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Irgendwie scheint das Album hier unter dem Radar zu fliegen. Gefühlt ist es immer ziemlich schnell wieder vorbei und die Cleanvocals klingen tlw. etwas bemüht, aber die warme Gitarrenarbeit bedient volle Kanne meine Fluisteraars-Rezeptoren.

Druma - Sores of our Time
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Glaube, das ist kein reiner Black Metal, sondern fällt eher in den Bereich Post Metal/Blackened Sludge. Das Album habe ich zufällig mal bei einer Moment of Collapse Bestellung für 3€ mitgenommen und dafür finde ich es erstaunlich durchgängig gut gelungen. Walzt sich mit genretypisch gleichförmigem Sound und Vocals durch die Botanik, aber entfaltet dabei eine große Zahl einnehmender Gitarrenlinien und wunderbarer Celeste-Vibes.
 
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Arrows - Yearning Arrows; Cloven Suns
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Als HUC Jünger Tumilon Output rennt das Album hier ja grundsätzlich schonmal alle offenen Türen ein. Auch hier ist das nicht so richtig Black Metal, sondern eine Mischdings, was sich schwer beschreiben lässt. Stampfende Rhythmen und Synths, dezent orientalische Figuren, ranzige bis kämpferische Harsh Vocals und Batushkeske Chants schaffen eine wunderbar erhabene Atmosphäre, die sich durch das Album zieht und ich spüre mir spontan einen Bizeps und ein Schwert aus dem Arm wachsen.

Smohalla - Ruina Draconis
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Ein großartig verqueres Album nach zwölf Jahren Funkstille, was hier auch viel zu wenig beachtet ist.
Smohalla bleiben ihrem einzigartigem Sound treu und stolpern sich wunderbar durch ein weirdes Gebräu mit Anleihen von DHG, Oranssi Pazuzu, Progenie Terrestre Pura und Plebeian Grandstand + Saxophon.

Thanatorean - Ekstasis of Subterranean Currents
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Auch hier verweise ich mal auf meinen Abriss in folgendem Thread: #24355-4
 
Arrows - Yearning Arrows; Cloven Suns
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Als HUC Jünger Tumilon Output rennt das Album hier ja grundsätzlich schonmal alle offenen Türen ein. Auch hier ist das nicht so richtig Black Metal, sondern eine Mischdings, was sich schwer beschreiben lässt. Stampfende Rhythmen und Synths, dezent orientalische Figuren, ranzige bis kämpferische Harsh Vocals und Batushkeske Chants schaffen eine wunderbar erhabene Atmosphäre, die sich durch das Album zieht und ich spüre mir spontan einen Bizeps und ein Schwert aus dem Arm wachsen.

Smohalla - Ruina Draconis
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Ein großartig verqueres Album nach zwölf Jahren Funkstille, was hier auch viel zu wenig beachtet ist.
Smohalla bleiben ihrem einzigartigem Sound treu und stolpern sich wunderbar durch ein weirdes Gebräu mit Anleihen von DHG, Oranssi Pazuzu, Progenie Terrestre Pura und Plebeian Grandstand + Saxophon.

Thanatorean - Ekstasis of Subterranean Currents
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Auch hier verweise ich mal auf meinen Abriss in folgendem Thread: #24355-4
Schöne Tipps, danke Dir, die Arrows ist aber bisher Tape only?
 
Morild - Disse Fugle Får Ingen At Se
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Das Jahr hatte im Bereich Atmospheric Black Metal ja einiges zu bieten - Blood Abscission, Illusive Key, Silver Knife, Sunken, um nur einige zu nennen. Spitzenreiter in der Spielart ist aber hier bisher die Morild, die sich mit einer latenten Garstigkeit und Unbehaglichkeit durch die aufgebaute Gitarrenwand frisst und dann den letzten Titel mit einem träumerischen Part mit weiblichem Gesang abschließt.

Qrixkuor - The Womb of the World
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Fällt mglw eher in den Avantgarde Death Metal Bereich, aber da ich sonst nicht so der DM Hörer bin, bring ich es hier trotzdem mit unter. Das Album hat ne Weile gebraucht bei mir, weil ich die tragenden Orchester- und Operngesangsparts zunächst etwas komisch fand, aber nach ein paar Durchläufen haben sie sich wunderbar entfaltet und unterstreichen die 387 Layer des Albums und ihre random-hektische Zusammensetzung grandios. Etwas anstrengend und nichts für alle Tage, aber wenn, dann großartig.

Sea Mosquito - Majestas
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Beginnt atmosphärisch-rasend, um dann alsbald zu schönen Paracletus-Gedenkfiguren einzulenken und hat mich damit schonmal stante pede am Haken. Im weiteren Verlauf wird dann auch ein bunter Strauß von hektischen bis elegischen Motiven inkl. beschwörerischen Gesängen ausgepackt und auch wenn die DSO-Kante zweifellos durchklingt, ist das Album in seiner naheliegenden Unberechenbarkeit eine durchgängig spannende Mischung.
 
侍 - 侍 二
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Das war so eins der Alben, in die ich ohne das Cover wohl vmtl nicht reingehört hätte.
Entgegen der durch die Visualisierung und Titulierung aufgezogenen Erwartung ist die Musik (leider) folklorefrei (und das Internet munkelt auch, dass das gar keine Japaner, sondern Venezolaner seien), dennoch handelt es sich hier um schönen schnörkellosen Raw Melo Black Metal nach finnisch-portugiesischer Machart, über den vehement ein Giftzwerg keift. Nicht sonderlich innovativ zugegebenermaßen und das Rezept eines Songs wiederholt sich auf Dauer etwas, aber die Melodiebögen und die merkwürdige Atmosphäre haben irgendwas, was mich darüber hinwegsehen lässt.

Antiversum - De Nemesis Omnes et Omnia
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Glaube, das fällt auch wieder eher in den Bereich Blackened Death. Aber das soll mir erneut egal sein :D - denn es entspinnt sich hier ein wunderbar hypnotischer Mahlstrom aus Riffs und Todesvocals, egal ob walzend träge, mit Blasts unterlegt, zermürbend stampfend, unheilvoll pendelnd, oder orthodox mäandernd dargeboten. Ich wage gar Reminiszenzen zu Abyssal zu ziehen.

Vauruvã - Mar da Deriva
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Brasilianischer Ethno Black Metal, da bin ich ja immer dabei. Der Atmospheric BM-Teil ist halbwegs unaufregend, aber dennoch sehr schön. Den gewissen Pfiff kriegt das Album aber durch mal mehr, mal weniger subtil eingeflechtete Flöten, indigene Percussions und Gesänge. Auch die ein oder andere psychedelische bis spacige Dungeonsynthfigur à la Mesarthim macht eine gute, äh, Figur als Intro/Outro und Interlude.
 
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