Die rote Liste - Welche Bands sind für euch tabu?

Dieses Thema im Forum "SOMETHIN' ELSE - Multimediales" wurde erstellt von BavarianPrivateer, 9. Dezember 2017.

  1. gnomos

    gnomos Till Deaf Do Us Part

    Wollt ihr das nicht einfach mal in einem passenderen Thread ausdiskutieren? Oder schreibt ein Buch!!! o_O
     
  2. Fraoch

    Fraoch Till Deaf Do Us Part

    Magst Du ein Vorwort verfassen? ;)
     
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  3. gnomos

    gnomos Till Deaf Do Us Part

    Gerne! :D
     
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  4. Das Buch würde ich kaufen!
     
  5. Fraoch

    Fraoch Till Deaf Do Us Part

    Hochtrabende Diskussion zwischen @Ijon Tichy ,@Der Zerquetscher und mir und süffisant genervte und herablassende Anmerkungen und Kommentare von @gnomos … Bestseller, jetzt schon.
     
  6. Necrofiend

    Necrofiend Till Deaf Do Us Part

    Na alles.
     
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  7. Da gab's doch mal Das literarische Quartett oder so. :)
     
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  8. Ancient

    Ancient Till Deaf Do Us Part

    [​IMG]
    -- Obwohl haben für ihre Verhältnisse einen halbwegs brauchbaren Song gemacht. --
     
  9. Ijon Tichy

    Ijon Tichy Till Deaf Do Us Part

    Ach und nochmal zu Hip Hop:

    Der hat mindestens seine Daseinsberechtigung für die ganzen Thug Life/Like a Boss Compilations! :D
     
  10. IronUnion

    IronUnion Till Deaf Do Us Part

    Der Schockeffekt bei einer angezündeten Zigarre im Film dürfte heute deutlich größer sein als bei einem explodierenden Kopf.
     
  11. Jo, mag sein. Will ich gar nicht in Abrede stellen. Nur muss man nicht jede Grenze ausloten. Ich habe mal nen japanischen Horrorfilm gesehen, noch nen Tacken krasser wie z. B. Hostel. Brauche ich nicht für mein Leben. Oder der eine wo n Typ nen menschlichen Tausendfüßler basteln wollte. Echt mal viel zu krass und krank und abartig. Unterhaltungswert für mich weniger wie null. Da will ich mich auch gar nicht abhärten.
     
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  12. Der Zerquetscher

    Der Zerquetscher Deaf Dealer

    Deine Argumentation klingt für mich restlos überzeugend. Im Ernst, ich hab fortan eine andere Sicht auf den Film.

    Du hast schon Recht, selbstverständlich ist auch für mich "Komplexität" nicht das Hauptkriterium für "gute" Musik. Es ist für mich halt, wenn sie zum Song passt, das Tüpfelchen auf dem "i". Ich liebe Bolt Thrower und Ghost, mag Clawfinger sehr gern. Wie könnte ich das, wenn es mir aus Prinzip um Komplexität ginge? Nein, du hast weiter unten schon Recht. Ein simples Riff ist manchmal in der Tat am effektivsten. Ich lege mich also nicht fest. Es ist für mich halt nur kein Zufall, dass die größten Metalbands unglaublich fähige Musiker an Bord haben. Was meinst du, wie viele Hobbygitarristen jemals "Painkiller" von Judas Priest samt Soli sauber spielen können werden (geschweigen denn komponieren)? Fast keiner! Dabei lebt der Song ja gerade von nachvollziehbarem Riffing, das von exorbitant komplexen Soli kontrastiert wird, die förmlich abheben.

    Mit dieser Antwort hatte ich gerechnet und sie ja bereits kommentiert. :D Wir müssen damit leben, dass dir die Absicht als suffizienter Beleg von "Kunst" genügt. Mir aber eben nicht. Ohne das nötige Rüstzeug, sprich Handwerkszeug, sprich Handwerk - keine Kunst. Auch daraus würde ich zwar kein persönliches Dogma ableiten, aber generell sehe ich das so. Wenn jemand von der Optik konkreter Körper keine Ahnung hat, wieso sollte ich ihm dann abnehmen, dass er mit seiner Darstellung des Abstrakten weiß was er tut?

    Klar, müssen wir nicht drüber reden. Natürlich hat der Fotoapparat einen Paradigmenwechsel in der Malerei eingeläutet. Und auch für mich weiß Gott nicht immer zum Nachteil. Ich bin zwar auf dem Gebiet der spätmittelalterlichen und der Renaissance-Kunst recht erfahren, aber wenig langweilt mich trotzdem so sehr, wie die x-te trauernde Maria und der fünfhundertste gekreuzigte Jesus. Und dann gibt es einen Hieronymus Bosch (meinen Liebling der Renaissance! :)). Ein Genie. Jahrhunderte seiner Zeit voraus. Kreativer als beinahe alle seiner Zeitgenossen. Und doch auch formvollendeter Handwerker. ;) Einer, der nicht nur wollte, sondern konnte.

    Bei mir im Wohnzimmer hängt Frank Miller in Form des Sixpacks von Leonidas. :cool: Ich bin also voll bei dir. Ich liebe übrigens Sin City. Ich liebe den Film. In diesem Punkt hast du für mich völlig Recht.

    Hach,... :hmmja: Ich wünschte, ich könnte jetzt irgendwie irgendetwas nachvollziehen, was daran schwer oder anspruchsvoll ist. Ich kann es aber nicht. Ich kann es wirklich nicht. Für mich ist es keine große Kunst, solche Texte zu schreiben. Und falls du mir jetzt Prahlerei oder Naivität unterstellst - ich wäre gerne bereit für ein Text-Rap-Battle. :D ;)

    Nein. Ronaldo ist vor allem Ronaldo, weil er hochbegabt ist UND trainiert hat wie ein Berserker. Ohne seine immense Gabe brächte ihm das viele Training null Geld ein. Täglich sehe ich zwar Menschen, die es durch großen Fleiß mitunter (viel) weiter bringen als Begabtere, die sich keine Mühe geben. Das ist ohne Zweifel wahr. Aber um an die Weltspitze zu kommen, bedarf es nicht nur maximalen Einsatzes und Hingabe - sondern auch genetischer Disposition. Sprich fremdbestimmten Voraussetzungen. Begabung UND Aufwand ist (in der Kombination) nicht zu schlagen. Leider. Ich weiß, das ist nicht gerecht. Aber das ist diese Welt selten.

    Das stimmt natürlich. Komplexität muss zielführend sein. Und sie muss dennoch irgendwo nachvollziehbar sein. Sonst kommen wir zu Brian Greenes 9 Dimensionen, die sich wie ein Schneckenhaus in sich selbst verdrehen.

    Ja. Punkt für dich. ;)
     
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  13. Albi

    Albi Till Deaf Do Us Part

    Jupp mir geht's genau so. ich hab kein Problem mit "harten" Filmen. Saw, I Spit On Your Grave etc... alles kein Problem. Aber ich muss mir keinen noch so kranken Film angucken nur um mir selbst zu beweisen, wie obercool und hart im nehmen/abgestumpft ich bin. Filme wie Human Centipede, A Serbian Film und Konsorten guck ich einfach nicht nicht, weil sie mich thematisch und mit ihren "Storys" absolut null interessieren. Für mich persönlich ist das thematischer Müll.
     
  14. Fraoch

    Fraoch Till Deaf Do Us Part

    Die Idee einer zunehmenden Toleranzentwicklung gegenüber Mediengewalt ist weitestgehend widerlegt. Was viel mehr eine Rolle spielt ist das Verhältnis von Abstraktion und Realismus des Setting und der Figuren (Gewalt im Fantasyfilm: Der Ork der in HdR enthauptet wird, wird in der Wahrnehmung anders als zB die Unfall-Enthauptung im ersten Omen gewertet) dazu kommt die aus der veränderten Sehgewohnheit gegebene Erkennbarkeit des Effektes als Effekt aus den über die Jahre geschulten und veränderten Sehgewohnheiten des Publikums. Eine Annahme der Toleranzentwicklung hinsichtlich der Gewaltdarstellungen selbst, also in der Form, dass ein Zuschauer oder alle Zuschauer von der Brutalität in Rambo III irgendwann nicht mehr gekickt oder geschockt wird/werden und deshalb die Intensität von Rambo IV für den nächsten Kick oder Schock braucht/brauchen (Weder das eine noch das andere kann ich hier von mir behaupten) gibt es aber fast nur noch in Thesen von Leuten wie Klaus Miehling.
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. September 2019
  15. NegatroN

    NegatroN Moderator Roadcrew

    Sorry, aber auch wenn es nicht toll ist, hat der kleine Rechtschreibnazi in mir gerade ein Toleranzproblem.
     
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  16. Fraoch

    Fraoch Till Deaf Do Us Part

    Fixed
     
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  17. subcomandante

    subcomandante Till Deaf Do Us Part

    Stellt sich nur die Frage, warum gerade auch in den spektakelhaften Schauwerten der Filmkultur eine Überbietungslogik herrscht, in der immer neue Extreme ausgelotet und bedient werden, wenn diese ursächlich nicht in den Bedürfnissen der konsumierenden Subjekte zu suchen ist, die die Filmindustrie produziert und saturiert. Ist die Lust an der Transgression beim Rezipienten nicht auch ein soziales Syndrom einer Gesellschaft, in der das Individuum um existenzielle Authentizitäts-Erfahrung betrogen ist, diese aber gerade in der graphischen Darstellung von Gewalt, im Explodieren von Schädeln, im Wühlen in Eingeweiden, im Sprizten von Blutfontänen, in Terror, Furcht und unmittelbarer physischer Machtausübung sucht, nur um letztlich festzustellen, dass gerade diese unmittelbaren (und doch höchst vermittelten) Eindrücke jene Echtheitserfahrung nicht liefern können - eben weil sie nur der Ästhetik der Ware folgen und gleichsam dem Schein der Ideologie unterliegen, in der alles und jeder zur Warenform wird. Und hinterlässt dieser Furor der Bilder letztlich nicht bloß eine Leere und Fremdheit, die wieder den Wunsch nach existenziellen Erfahrungen ankurbelt; eine Erfahrung, die das Schon-Gesehene genauso wenig erfüllen kann wie das neue und doch immergleiche Noch-Zu-Sehende, das in einem quantitativen und qualitativen Mehr besteht, welches sich laufend überbieten muss - ohne je das zu liefern, was es laufend verspricht, versprechen muss.
     
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  18. gnomos

    gnomos Till Deaf Do Us Part

    Ich wär ja noch immer dafür, einen Filmthread zu eröffnen und den hier den beschissenen Bands zu lassen. Oh halt, sowas gibts ja schon!
     
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  19. Fraoch

    Fraoch Till Deaf Do Us Part

    Da verstehst Du mich etwas miss, ich meine nicht die Gewaltspitzen (Massaker) sondern die Art der Effekte (Realitätsnähe) die sich verändert hat. Die Frage macht sich nicht unbedingt an dem fest was sondern mehr wie es dargestellt wird. Was heute möglich ist, war es technisch früher kaum und mit explodierenden Plastikköpfen wie in Bad Taste schockt man heute niemanden, weil jeder den Effekt sieht und als anachronistisch bis billig aus heutiger Sicht identifiziert. Andererseits gibt es zB noch solche Kannibalen-Filme von anno Tuck (echt nicht mein Genre, kann dir keinen Namen nennen), die mit vielen Close-Ups arbeiten und deren Gewaltinszenierung damals wie heute realistisch und intensiv wirken, ja immer noch eine verstörende oder ekelerregende Wirkung haben und immer schon hatten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. September 2019
  20. Fraoch

    Fraoch Till Deaf Do Us Part

    Ist das denn tatsächlich so oder wird nicht einfach nur die Form ausgefeilt?
    Geht es aber um die Form, sage ich dass es natürlich so ist, dass das Eindringen von Gore (Von Peeping Tom zu Silence of the Lambs zu Saw) in den "Mainstream" einem Bedürfnis nach Extremerfahrung (Sensation Seeking) entspricht und das die Zunahme der Mittel des Darstellens auch dazu beitragen, dass das Dargestellte in seiner Form voranschreitend extremer wird. Die Radikalisierung der Bilder ist allerdings meiner Einschätzung nach, und hier bin ich wieder im Bereich der Medienpädagogik, dazu überhaupt nicht notwendig. Die Gesellschaftliche Lust an Transgression selbst wäre hier ja auch noch zu bestimmen und zu identifizieren. Nicht dass es diese Lust nicht geben würde, aber wieso sollte sie hier wirksamer sein, als andernorts, als zB im Musikkonsum? Müsste dann nicht jeder Metalhörer gen end beim Grindcore landen? Oder anders gesagt: Das Genre der Torture-Porn-Filme existiert schon sehr lange und bedient eine bestimmte Klientel, ebenso der Gore-Film. Mit der zunehmenden Marktveränderung hin zum Minderheitenmainstream, sowohl musikalisch, wie cineastisch durchdrangen sich die Bereiche und Marktanteile so dass unter anderem auch die technischen Möglichkeiten der großen Industrie und die Motive und Themen der Randbereiche ineinander flossen. Eine wirkliche Steigerung der Erzählungen ist mMn nicht gegeben, wohl aber eine der Bilder. Und das mMn nicht weil es nötig wäre um noch ein Publikum zu erreichen oder befriedigen, sondern schlicht weil es möglich ist.
     
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