DOOM.

Mir ist aufgefallen, dass einige von denen, die recht regelmäßig hier im Thread aktiv sind, noch keinen Beitrag zum Doom-Poll geleistet haben. Ich hoffe da kommen noch so zwei-drei in den verbleibenden gut 10 Stunden. Wär doch schade, wenn ausgerechnet die größten Doomologiker nicht dabei wären...
 
Und natürlich auch schön mit dem Candlemass-Brägen prominent auf dem Cover - geile Sache! Wenn Doom jetzt trendy ist, dann ist es der wundervollste Trend seit 2nd Wave Black Metal. Obwohl ich auch manchmal befürchte, dass bald die kritische Masse erreicht ist und ein Gesundschrumpfen der Szene bevorstehen könnte.
 
Die Doom-Szene ist zu langsam, um auf diesen Trend zu reagieren. Der Trend wird über den Doom hinwegfegen wie ein Orkan. Hoffentlich wird er keinen großen Schaden anrichten, so dass nach dem Trend noch eine gesunde Underground-Szene bleibt, so wie sie jetzt auch ist. Ob es ein paar Scheiben in die Hitparaden schaffen werden oder nicht, wäre mir Schnuppe. Aber man hat ja am Grunge Hype gesehen, dass so ein Trend eine ganze Szene auslöschen kann. Deshalb wäre es mir lieber, wenn es keinen Trend oder gar Hype geben wird. Gesundes, langsames Wachsen wäre der Doom-Szene zuträglicher.

Eigentlich müsste ja die Doom-Szene auch relativ sicher sein. Trend oder nicht, wenn man's genau betrachtet, ist Doom wahrscheinlich doch zu wenig massentauglich, um irgendwann im weißen Feuer des Hypes zu verglühen.
 
Trend oder nicht, wenn man's genau betrachtet, ist Doom wahrscheinlich doch zu wenig massentauglich, um irgendwann im weißen Feuer des Hypes zu verglühen.

Für viele Spielarten des Doom gilt das gewiss, aber wenn ich mir eine Band wie Orchid anschaue, sehe ich da schon eine sehr große Massentauglichkeit. Was ja per se auch nix Schlimmes ist.
 
Ich habe mit Interesse das Special im DF gelesen und fand das sehr spannend, wieder so viele tolle Empfehlungen zu bekommen. Allerdings bekomme ich schon bei "Candlemass" Bauchschmerzen, weil mich das irgendwie kalt lässt. Black Sabbath ist auch nicht so meins (ich weiß, ich weiß....) und beim Antesten von Cathedral, hat sich auch nichts geregt.

Was ist denn also erforschungswürdige Musik, wenn man sehr auf Funeral Doom steht oder auch auf The Gault (die ja leider nicht erwähnt wurden) oder auch auf The Ruins Of Beverast. Ich habe es irgendwie schon oft probiert, aber so richtig finde ich den Zugang nicht.
 
Das einzige Album, das IMO als massentaugliche Doom-Scheibe durchgehen könnte, ist "13" von Black Sabbath.
Ist es für die Szene relevant? Eher nicht. (Soll jetzt nicht heißen, dass es schlecht ist, aber für die Weiterentwicklung der Szene nicht relevant)
Ich glaube, wenn eine junge Band (wie z.B. Orchid) sich dazu entschließt, "massentauglich" zu werden, werden sie nicht mehr als Teil der Doom-Szene wahrgenommen.
 
Du wärst also schon ein Beispiel dafür, dass bei dir durch die Medien (Deaf Forever) Erwartungen an Doom geweckt werden, die nicht erfüllt worden sind oder in Zukunft nicht erfüllt werden können. Ich denke, wenn viele Leute sich nur für Doom interessieren werden, weil es trendy ist, werden viele enttäuscht werden. Doom ist wahrscheinlich nicht jedermanns Sache.

Würde mich da jetzt nicht unbedingt als Beispiel anführen wollen und lassen, da ich doomige Sachen ja schon sehr gerne höre (eben Funeral Doom, oder eben "The Gault" eines der besten Alben überhaupt), es nun aber auch wiederholt mit "Klassikern" versuchen möchte und versucht habe. Ich komm halt mit dem Gesang bei den meisten älteren Semestern nicht klar. Ob das nun das ist, was man landläufig als "trendy" bezeichnet?
 
Ich habe mit Interesse das Special im DF gelesen und fand das sehr spannend, wieder so viele tolle Empfehlungen zu bekommen. Allerdings bekomme ich schon bei "Candlemass" Bauchschmerzen, weil mich das irgendwie kalt lässt. Black Sabbath ist auch nicht so meins (ich weiß, ich weiß....) und beim Antesten von Cathedral, hat sich auch nichts geregt.

Was ist denn also erforschungswürdige Musik, wenn man sehr auf Funeral Doom steht oder auch auf The Gault (die ja leider nicht erwähnt wurden) oder auch auf The Ruins Of Beverast. Ich habe es irgendwie schon oft probiert, aber so richtig finde ich den Zugang nicht.

Hast du's mal mit YOB probiert? Die machen zwar keinen Funeral Doom, haben aber so ein gewisses apokalyptisches Flair, das mich mitunter an die intensivsten Momente von Neurosis erinnert:

 
Wow! Danke für den Tip! Das ist in etwa genau das, was mich dann umhaut und begeistern kann.
Vielleicht ist "simple" Traurigkeit nichts für mich, brauch es n Zacken verzweifelter oder morbider :)
 
Für viele Spielarten des Doom gilt das gewiss, aber wenn ich mir eine Band wie Orchid anschaue, sehe ich da schon eine sehr große Massentauglichkeit. Was ja per se auch nix Schlimmes ist.

Das gilt aber auch eher für diese Art von klassischem Doom die auch in die Retro-Rock Rubrik passt. Imho hat der Retro-Trend auch einen gehörigen Teil der Doom Begeisterung abgefangen.
 
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