Ich habe mit dem Sound von Demon Bitch kein Problem. Man gewöhnt sich ja daran. Viel schlimmer ist "Loudness War". Da steige ich schnell aus, weil sich das ab gehobener Zimmerlautstärke in unhörbaren Soundbrei verwandelt - zumindest, wenn der Effekt übertrieben wird, was leider nicht selten der Fall ist. Im Vergleich dazu kann man ältere analoge Produktionen unfassbar weit aufdrehen. Wenn ich Gäste in meinem Hörraum habe, lege ich im immer zuerst "For Those About To Rock" von AC/DC auf (alte Erstauflage). Unfassbare Produktion. Da ist die Musik fast schon egal, so genial ist der Sound. Gänsehaut bei jedem Song. Bei Doom ist "Solemn - Sacred -Severe" von GRIFTEGARD mein Soundreferenz-Album (neben der musikalischen Referenz). Ohne Subsonicfilter würde mir diese Scheibe die Chassis zerhacken, so tief gehen die stehenden Frequenzen runter. Wahnsinn. Das Ding zerbröselt einem die Nierensteine und ist trotzdem glasklar produziert.
Oben wurde noch als Negativ-Beispiel die letzte Sorcerer erwähnt. Gut, die ist klanglich sehr poliert. Mich stört das nicht. Es passt zu dieser Art von Schulmädchen-Doom (der Begriff ist nicht von mir).
Bei den ebenfalls oben erwähnten Atlantean Kodex kämpfe ich ebenso mit dem Sound. Der ist aber bei dieser Form von Epic Metal wirklich schwer einzufangen, wenn da alle Instrumente sowohl breit als auch schwer losbollern und der Gesang dabei ständig abzusaufen droht. Kommt da noch ein Hauch Loudness War im Endmix drauf, ist alles kaputt.
Zurück zu Capilla Ardiente. Die klingt etwas dumpf und intransparent. Die Bühne ist nicht so breit wie sie sein sollte und irgendwie wurde der Gesang mies eingefangen. Die neue Scald ist da in jeder Hinsicht - die führe zum Vergleich mal wegen des selben Sängers an - besser.