Epic Doom Metal

So kann sich der Höreindruck unterscheiden… mich stört bei vielen mehr oder weniger aktuellen Epic Doom Alben, dass sie zu bombastisch produziert sind, die neue CA indes ist da viel analoger, reduzierter und natürlicher im Sound, was mir persönlich WEIT mehr taugt.
Gib' mir mal ein oder zwei Beispiele. Du kannst da nämlich durchaus Recht haben.
 
Gib' mir mal ein oder zwei Beispiele. Du kannst da nämlich durchaus Recht haben.
Bei der letzten Grief Collector (mit Rob Lowe an den Vocals) zum Beispiel tat es besonders weh, ansich ein wirklich starkes Album, aber die Produktion tut mir echt weh in den Ohren, genauso beim Mega Collosus Debüt.
Noch schlimmer bei den letzten Outputs von Sorcerer, Crypt Sermon, Isole, Ereb Altor (wobei die Bands jetzt aber eh nicht, "meine" Art von Doom sind…)…

Die allerschlimmste Form ist aber Bombastsound mies/ muffig umgesetzt… und das bei einer Band, die ich eigentlich total mag- Atlantean Kodex. Ich werde das nie kapieren, warum bzw. was sich da die "Tontechniker" dachten, aber der Inhalt lässt mich zähneknirschend darüber hinweghören.
 
Also der Kodex klingt für mich genau richtig, die anderen kann ich schon nachvollziehen, finde das aber nicht so schlimm wie du. Und bei Sorcerer ist der Hochglanz ja durchaus passend zur Musik, da wäre eine rohere Produktion unpassend.
 
Also der Kodex klingt für mich genau richtig, die anderen kann ich schon nachvollziehen, finde das aber nicht so schlimm wie du. Und bei Sorcerer ist der Hochglanz ja durchaus passend zur Musik, da wäre eine rohere Produktion unpassend.
Ob unpassend oder nicht, will ich gar nicht werten, mir ist nur ein erdiger, natürlicher und analoger Sound mit Abstand am liebsten ✨. Wenn ich "fett" produzierte Gitarren oder dermaßen aufgeblähte und hochgetriggerte Basedrums höre, rollen sich bei mir die Fußnägel hoch, in meinen Ohren klingt das einfach kacke.
 
Ob unpassend oder nicht, will ich gar nicht werten, mir ist nur ein erdiger, natürlicher und analoger Sound mit Abstand am liebsten ✨. Wenn ich "fett" produzierte Gitarren oder dermaßen aufgeblähte und hochgetriggerte Basedrums höre, rollen sich bei mir die Fußnägel hoch, in meinen Ohren klingt das einfach kacke.

Wo ist denn die AC "fett" und hochgetriggert?
Ich weiß vom mitlesen, dass du auch für Forenverhältnisse einen sehr speziellen Soundgeschmack hast, aber das erschließt sich mir gerade nicht.
Und ich finde selbst "überproduzierte" Alben meist nicht gut.

Wir sollten auch aufhören uns von "analog" ist gleich gut zu verabschieden.
Auch die erdigen, warmen, natürlichen Produktionen werden digital produziert.
Wer glaubt, da sitzen noch zwölf dutzend Techniker'innen mit Bandmaschinen aus den 70ern, irrt leider
 
Wo ist denn die AC "fett" und hochgetriggert?
Ich weiß vom mitlesen, dass du auch für Forenverhältnisse einen sehr speziellen Soundgeschmack hast, aber das erschließt sich mir gerade nicht.
Und ich finde selbst "überproduzierte" Alben meist nicht gut.

Wir sollten auch aufhören uns von "analog" ist gleich gut zu verabschieden.
Auch die erdigen, warmen, natürlichen Produktionen werden digital produziert.
Wer glaubt, da sitzen noch zwölf dutzend Techniker'innen mit Bandmaschinen aus den 70ern, irrt leider
AC ist was? Falls du die Chilenen CA meinst, so sagte ich ja, dass mir der Sound da persönlich zusagt, weil er gerade nicht digital zugehackt ist.

Es geht mir indes nicht, auf ewig gestrig zu machen, ich bin aber eben old-school durch und durch, moderne Elemente, sowohl im Inhalt, wie auch Sound sind nichts für mich, empfinde ich als störend, unpassend und können weg.
Das es heute auch anders geht, beweisen viele Bands… The Riven, Hällas, Century, Demon Bitch, Horisont etc…
 
AC ist was? Falls du die Chilenen CA meinst, so sagte ich ja, dass mir der Sound da persönlich zusagt, weil er gerade nicht digital zugehackt ist.

Es geht mir indes nicht, auf ewig gestrig zu machen, ich bin aber eben old-school durch und durch, moderne Elemente, sowohl im Inhalt, wie auch Sound sind nichts für mich, empfinde ich als störend, unpassend und können weg.
Das es heute auch anders geht, beweisen viele Bands… The Riven, Hällas, Century, Demon Bitch, Horisont etc…

Hatte mich vertippt, meine AK, also den Kodex.

Zu sagen, allles was modern klingt ist digital und alles was old-school klingt ist analog ist indes schlichtweg falsch.
Ich verstehe, was du damit meinst und verwende analog auch teilweise synonym für warm, erdig, alt.
Stimmen tut es deswegen aber nicht.
 
Hatte mich vertippt, meine AK, also den Kodex.

Zu sagen, allles was modern klingt ist digital und alles was old-school klingt ist analog ist indes schlichtweg falsch.
Ich verstehe, was du damit meinst und verwende analog auch teilweise synonym für warm, erdig, alt.
Stimmen tut es deswegen aber nicht.
Bei den Kodex Aufnahmen ist es indes so, dass sie bombastisch (manch einer, vielleicht sogar viele würden meinen, dass dies auch zur Band passt- ich hingegen meine, man kann auch erhaben im Sound sein, ohne nach Bonbon zu klingen, aber gut dies ist eben eine Frage des Geschmacks und ja, mag sein, dass ich da etwas speziell und/ oder engstirnig bin, geschenkt.) produzieren wollen, es aber dafür zu dumpf, zu breiig klingt, also quasi das schlechte aus beiden Welten. Übrigens, die Band selbst kokettiert damit, dass sie "guten Sound iwie nicht können, Hauptsache der Inhalt stimmt“ …

Und ja, da bin ich bei dir digital vs analog ist kein Selbstläufer bzw. Automatismus in Sachen Hörqualität, es kommt immer darauf an, was man daraus macht und da ist oft- jedenfalls für meine Ohren, weniger, mehr.
 
(...) Das es heute auch anders geht, beweisen viele Bands… The Riven, Hällas, Century, Demon Bitch, Horisont etc…
Die ersten drei kenne ich nicht. Demon Bitch sind aber alles andere als gut produziert. Musikalisch genial, produktionstechnisch eigentümlich interessant aber trotzdem schlecht klingend.
 
Bei eigentümlich interessant hast mich :D
:)

Ich habe mit dem Sound von Demon Bitch kein Problem. Man gewöhnt sich ja daran. Viel schlimmer ist der modernistische "Loudness War"-Effekt heutiger Produktionen, der sich leider auch bei remasterten Neuauflagen findet. Da steige ich schnell aus, weil sich das ab gehobener Zimmerlautstärke in unhörbaren Soundbrei verwandelt - zumindest, wenn der Effekt übertrieben wird, was leider nicht selten der Fall ist. Im Vergleich dazu kann man ältere analoge Produktionen unfassbar weit aufdrehen. Wenn ich Gäste in meinem Hörraum habe, lege ich immer zuerst "For Those About To Rock" von AC/DC auf (alte Erstauflage). Unfassbare Produktion. Da ist die Musik fast schon egal, so genial ist der Sound. Gänsehaut bei jedem Song. Bei Doom ist "Solemn - Sacred -Severe" von GRIFTEGARD mein Soundreferenz-Album (neben der musikalischen Referenz). Ohne Subsonicfilter würde mir diese Scheibe die Chassis zerhacken, so tief gehen die stehenden Frequenzen runter. Wahnsinn. Das Ding zerbröselt einem die Nierensteine und ist trotzdem glasklar produziert.

Oben wurde noch als Negativ-Beispiel die letzte Sorcerer erwähnt. Gut, die ist klanglich sehr poliert. Mich stört das nicht. Es passt zu dieser Art von Schulmädchen-Doom (der Begriff ist nicht von mir).

Bei den ebenfalls oben erwähnten Atlantean Kodex kämpfe ich ebenso mit dem Sound. Der ist aber bei dieser Form von Epic Metal wirklich schwer einzufangen, wenn da alle Instrumente sowohl breit als auch schwer losbollern und der Gesang dabei ständig abzusaufen droht. Kommt da noch ein Hauch Loudness War im Endmix drauf, ist alles kaputt.

Zurück zu Capilla Ardiente. Die klingt etwas dumpf und intransparent. Die Bühne ist nicht so breit wie sie sein sollte und irgendwie wurde der Gesang mies eingefangen. Die neue Scald ist da in jeder Hinsicht - die führe zum Vergleich mal wegen des selben Sängers an - besser.
 
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:)

Ich habe mit dem Sound von Demon Bitch kein Problem. Man gewöhnt sich ja daran. Viel schlimmer ist "Loudness War". Da steige ich schnell aus, weil sich das ab gehobener Zimmerlautstärke in unhörbaren Soundbrei verwandelt - zumindest, wenn der Effekt übertrieben wird, was leider nicht selten der Fall ist. Im Vergleich dazu kann man ältere analoge Produktionen unfassbar weit aufdrehen. Wenn ich Gäste in meinem Hörraum habe, lege ich im immer zuerst "For Those About To Rock" von AC/DC auf (alte Erstauflage). Unfassbare Produktion. Da ist die Musik fast schon egal, so genial ist der Sound. Gänsehaut bei jedem Song. Bei Doom ist "Solemn - Sacred -Severe" von GRIFTEGARD mein Soundreferenz-Album (neben der musikalischen Referenz). Ohne Subsonicfilter würde mir diese Scheibe die Chassis zerhacken, so tief gehen die stehenden Frequenzen runter. Wahnsinn. Das Ding zerbröselt einem die Nierensteine und ist trotzdem glasklar produziert.

Oben wurde noch als Negativ-Beispiel die letzte Sorcerer erwähnt. Gut, die ist klanglich sehr poliert. Mich stört das nicht. Es passt zu dieser Art von Schulmädchen-Doom (der Begriff ist nicht von mir).

Bei den ebenfalls oben erwähnten Atlantean Kodex kämpfe ich ebenso mit dem Sound. Der ist aber bei dieser Form von Epic Metal wirklich schwer einzufangen, wenn da alle Instrumente sowohl breit als auch schwer losbollern und der Gesang dabei ständig abzusaufen droht. Kommt da noch ein Hauch Loudness War im Endmix drauf, ist alles kaputt.

Zurück zu Capilla Ardiente. Die klingt etwas dumpf und intransparent. Die Bühne ist nicht so breit wie sie sein sollte und irgendwie wurde der Gesang mies eingefangen. Die neue Scald ist da in jeder Hinsicht - die führe zum Vergleich mal wegen des selben Sängers an - besser.
Kann ich so, (bis auf den letzten Satz, da ich den CA Sound der aktuellen Platte genau richtig empfinde und eher mit der Produktion der neuen Scald fremdl, aber das liegt auch daran, weil ich das Debüt ABGÖTTISCH liebe, welches sicherlich nicht gut abgemischt ist, aber eben PERFEKT die Atmosphäre einfängt, der ikonische und niemals mehr zu erreichende Gesang von Agyl tut dann noch sein übriges…) alles unterschreiben!

Für mich sind viele 70er Alben vom Sound her unerreicht, Rush, Uriah Heep … auch mega gut, die "Images At Twilight“ von Saga … dies im Original auf Vinyl, bei gutem Equipment… ein Traum ✨
 
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Kann ich so, (bis auf den letzten Satz, da ich den CA Sound der aktuellen Platte genau richtig empfinde und eher mit der Produktion der neuen Scald fremdl, aber das liegt auch daran, weil ich das Debüt ABGÖTTISCH liebe, welches sicherlich nicht gut abgemischt ist, aber eben PERFEKT die Atmosphäre einfängt, der ikonische und niemals mehr zu erreichende Gesang von Agyl tut dann noch sein übriges…) alles unterschreiben!

Für mich sind viele 70er Alben vom Sound her unerreicht, Rush, Uriah Heep … auch mega gut, die "Images At Twilight“ von Saga … dies im Original auf Vinyl, bei gutem Equipment… ein Traum ✨
Ich sehe, wir verstehen uns. Bei der ersten Scald wünschte ich mir trotzdem, dass sich die mal jemand vornimmt, der sich mit Restauration auskennt. So geil der Gesang und die magische Ausstrahlung des Albums auch sind, der Sound ist unterirdisch - leider. Ich denke da zum Beispiel an die unfassbar schlecht klingende Erstauflage von STEEL PROPHET - The Goddess Principle. Die klingt ähnlich grottig (wurde bei 40 Grad Außentemperatur innerhalb weniger Tage in einer kochenden Garage aufgenommen, die von der Band dafür amateurhaft zum Studio umgebaut wurde). Dann hat Pure Steel Records das Ding Jahre später nur als Vinyl wiederveröffentlicht. Die Scheibe hat jetzt für diese Art von Musik fast klangliches Referenzniveau. Da ist definitiv mehr als nur remastered worden und zwar in einer Qualität, die ich so von keinem anderen Album kenne.
 
Ich sehe, wir verstehen uns. Bei der ersten Scald wünschte ich mir trotzdem, dass sich die mal jemand vornimmt, der sich mit Restauration auskennt. So geil der Gesang und die magische Ausstrahlung des Albums auch sind, der Sound ist unterirdisch - leider. Ich denke da zum Beispiel an die unfassbar schlecht klingende Erstauflage von STEEL PROPHET - The Goddess Principle. Die klingt ähnlich grottig (wurde bei 40 Grad Außentemperatur innerhalb weniger Tage in einer kochenden Garage aufgenommen, die von der Band dafür amateurhaft zum Studio umgebaut wurde). Dann hat Pure Steel Records das Ding Jahre später nur als Vinyl wiederveröffentlicht. Die Scheibe hat jetzt fast klangliches Referenzniveau. Da ist definitiv mehr als nur remastered worden und zwar in einer Qualität, die ich so von keinem anderen Album kenne.
In der Tat, wir verstehen uns :). Das in Bezug auf die Steel Prophet sehe ich auch so… nur bei einem vielleicht, bei mir geht Magie vor Brillanz, da bin ich einfach (zu) puristisch, daher soll das Scald Debüt genauso bleiben, wie es ist auch wenn ich Dir in der Sache grundsätzlich Recht gebe.
 
In der Tat, wir verstehen uns :). Das in Bezug auf die Steel Prophet sehe ich auch so… nur bei einem vielleicht, bei mir geht Magie vor Brillanz, da bin ich einfach (zu) puristisch, daher soll das Scald Debüt genauso bleiben, wie es ist auch wenn ich Dir in der Sache grundsätzlich Recht gebe.
Die Scald besitze ich übrigens 2 x als CD und 2 x als LP, immer verschiedene VÖs, weil ich hoffte, da ginge klanglich noch was. Die Unterschiede sind aber noch weniger als marginal. Von der STEEL PROPHET LP kaufte ich aber gleich zwei Exemplare, weil ich Angst hatte, dass eine ja kaputtgehen könnte. Völlig verrücktes Hobby!
 
https://youtu.be/_NAchL8Kv60?feature=shared Das was ich meine, Purismus & Magie ✨Arc (UK 1980), hier gibt es noch eine superbe Compilation, die HRR (via YT find ich das jetzt nicht auf Anhieb) rausgebracht haben, da sind die Demos klarer, allesamt in einem Take aufgenommen, für mich von A bis Z perfekt, da würde ich rein gar nichts mehr am Sound drehen. Mich haut das Vinyl jedes mal um, wenn ich es auflege ❤️
 
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Ich sehe, wir verstehen uns. Bei der ersten Scald wünschte ich mir trotzdem, dass sich die mal jemand vornimmt, der sich mit Restauration auskennt. So geil der Gesang und die magische Ausstrahlung des Albums auch sind, der Sound ist unterirdisch - leider. Ich denke da zum Beispiel an die unfassbar schlecht klingende Erstauflage von STEEL PROPHET - The Goddess Principle. Die klingt ähnlich grottig (wurde bei 40 Grad Außentemperatur innerhalb weniger Tage in einer kochenden Garage aufgenommen, die von der Band dafür amateurhaft zum Studio umgebaut wurde). Dann hat Pure Steel Records das Ding Jahre später nur als Vinyl wiederveröffentlicht. Die Scheibe hat jetzt für diese Art von Musik fast klangliches Referenzniveau. Da ist definitiv mehr als nur remastered worden und zwar in einer Qualität, die ich so von keinem anderen Album kenne.
Die erste Megadeth, die ist im "Final Kill" quasi neugeboren worden und für mich dadurch erst wirklich genießbar geworden, die hab ich nach dem Kauf öfter gehört als das Original die 20 Jahre davor, da scheiße ich dann auf Purismus.
 
Der Sound ist natürlich immer Geschmackssache. Klar, es sollte nicht überproduziert sein, aber ich finde, je epischer der Doom wird, umso mehr "Fett" steht im gut. Bei Sorcerer ist mir das aber auch zu viel. Gute, druckvolle, aber nicht übertriebene Produktionen haben z.B. Wheel auf allen ihren Alben hinbekommen.
 
Verdammt, es brauchte wirklich diesen Thread, damit ich merke, was mich an Sorcerer immer ein wenig gestört hat - der Sound. Ich habe mich immer gewundert, warum die nie so recht bei mir zünden wollten, aber das passt tatsächlich. Tolle Band, live super, aber nie so mein "cup of tea", weil mir die Ecken und Kanten fehlten. Und diese Art Doom ist sonst eigentlich genau meine Kragenweite.
 
Ich habe For Centuries aus Mexiko für mich entdeckt.
Seit ich die CD habe läuft das Album hier jeden Tag ein paar Mal. Feinster Epic Doom Metal.

Gibt es auch bei Bandcamp und Spotify.

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