Famose Worte

Bummelant

Ein Bummelant ist eine umgangssprachliche und meist abwertende Bezeichnung für eine Person, die trödelt, sich übermäßig viel Zeit lässt, faulenzt oder sich lästigen Pflichten entzieht. Das Wort wird oft synonym für einen Faulenzer, Nichtstuer oder Drückeberger verwendet.

Der Begriff stammt ursprünglich aus der deutschen Studentensprache des 19. Jahrhunderts. Er leitet sich vom Verb bummeln ab, was sowohl für ein gemütliches Schlendern als auch für das Verzögern von Arbeiten stehen kann.
 
rappelvoll

Das Wort rappelvoll ist ein umgangssprachliches Adjektiv, das bedeutet, dass ein Ort oder ein Behältnis extrem voll, überfüllt oder bis zum Bersten gefüllt ist. Es lässt sich sowohl auf Räumlichkeiten (z. B. ein Club) als auch auf Terminkalender oder Dinge anwenden.

Der Begriff setzt sich umgangssprachlich aus dem Verb rappeln und dem Adjektiv voll zusammen. Es hat sich im Sprachgebrauch als Verstärkungsform etabliert, ähnlich wie Wörter wie „knallvoll“ oder „proppenvoll“.
 
Schimpfwörter? Hier ein sehr altes...

Haubenstock

Der Begriff Haubenstock ist ein altösterreichisches und bayerisches Schimpfwort. Es bezeichnet einen dummen Menschen, einen Hohlkopf oder eine Person, die schwerhörig ist.

Ursprünglich stammt das Wort von dem hölzernen Kopf ab, auf den man früher Hauben oder Perücken gesteckt hat. Wenn man heute jemanden als "Haubenstock" bezeichnet, meint man bildlich, dass der Kopf der Person so leer oder unbrauchbar ist wie dieser hölzerne Perückenkopf.
 
Klappergestell

Ein Klappergestell ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für einen sehr hageren, abgemagerten Menschen oder ein altes, klapperndes Fahrzeug. Das Wort setzt sich aus dem Verb "klappern" und dem Substantiv "Gestell" zusammen und wird meist scherzhaft oder emotional verwendet.

Beschreibt eine sehr dünne, knochige oder klapprige Person (Synonyme: Hungerhaken, Gerippe).

Bezeichnet ein altes, klappriges und schlecht funktionierendes Auto oder Gefährt.
Die Klapperstulle wiederum bezeichnet eine solche, die ohne Butter (oder anderes ekliges "Haftfett") auskommt. Gut festhalten, sonst fällt alles runter, und selbst ohne Unfall kann es halt klappern.

Haagseicher - weitläufig denk ich als Heckenpinkler bekannt. Wobei der Gartenhaag hier ein Gartenzaun ist, der Haag ein Zaun oder eine Hecke sein kann.
Abfällige Bemerkung / Schimpfwort für einen jungen übermütigen Menschen oder einen unreifen vorlauten Mensch der überall seinen Senf dazu gibt.
Ich kenne nur den Heckenpenner, heute nach meinem Verständnis ein recht unspezifisches Schimpfwort, das ursprünglich eine Art Landstreicher oder gesellschaftlichen Aussenseiter bezeichnete. Im Zweifel blöd führ ihn, wenn er bei seiner Tätigkeit aus Versehen unter den Strahl des Haagseichers gerät.

Eines der allerschönsten, obschon eigentlich überflüssigen, Wörter ist das süddeutsche (vor allem bayrische und fränkische)

fei

das meist eine Bekräftigung oder Betonung des eigentlichen Satzes darstellt, in etwa in der Bedeutung von „wirklich“ oder „tatsächlich“, aber dann doch so vieles mehr. Ursprünglich stammt das Wort vom lateinischen finis (Grenze, Ende) und kam über das französische fin (fein, genau) um das 12. Jahrhundert in den süddeutschen Sprachraum.

Beispiele: „Des is fei scho schee“ (das ist tatsächlich schon schön) oder „Pass fei auf di auf“ (pass bitte auf Dich auf).
In Teilen des alemannischen Sprachraums ist schampar (oder schampaar - das erste A in beiden Fällen kurz gesprochen, also nicht wie beim hochdeutschen Wort Scham) wohl ein nicht komplett unähnlicher Begriff. Jedenfalls im heutigen Sprachgebrauch. Das Zürichdeutsche Wörterbuch schreibt dazu:

1. schandbar, schändlich. Voornächt händ s die verfluemerete Nachtbuebe dem Üerchel wider schampaar gmacht. (Mundart des Zürcher Oberlands - ich verstehe den Satz leider höchstens zur Hälfte)
2. sehr. Schampaar guet (widersprüchliche Verstärkung)

Ich kannte nur die widersprüchliche Verstärkung und mir scheint, dass heutzutage fast nur noch diese verwandt wird, wobei auch dieser etwas Altmodisches anhaftet. Die ursprüngliche Bedeutung war mir nicht bekannt.
 
Gräusslig

Gräusslig
(oder grässlich) beschreibt etwas, das Ekel, Schrecken oder tiefes Unbehagen auslöst. Es wird synonym für schrecklich, scheußlich oder alptraumhaft verwendet und bezieht sich meist auf Dinge wie schlechtes Wetter, hässliche Orte, unangenehme Gerüche oder grauenhafte Töne.
In der deutschen Sprache ist der Begriff eng verwandt mit grausig oder gruselig. Während die hochdeutsche Schreibweise „grässlich“ ist, wird die Variante „gräuslig“ oft mundartlich in Österreich, der Schweiz und Süddeutschland genutzt.
 
Gräusslig

Gräusslig
(oder grässlich) beschreibt etwas, das Ekel, Schrecken oder tiefes Unbehagen auslöst. Es wird synonym für schrecklich, scheußlich oder alptraumhaft verwendet und bezieht sich meist auf Dinge wie schlechtes Wetter, hässliche Orte, unangenehme Gerüche oder grauenhafte Töne.
In der deutschen Sprache ist der Begriff eng verwandt mit grausig oder gruselig. Während die hochdeutsche Schreibweise „grässlich“ ist, wird die Variante „gräuslig“ oft mundartlich in Österreich, der Schweiz und Süddeutschland genutzt.

Hier in Bayern spricht man das „greislig“ aus und es ist das Standard-Dialektwort für die von Dir angeführten Synonyme.
 
Ich kenne nur den Heckenpenner, heute nach meinem Verständnis ein recht unspezifisches Schimpfwort, das ursprünglich eine Art Landstreicher oder gesellschaftlichen Aussenseiter bezeichnete. Im Zweifel blöd führ ihn, wenn er bei seiner Tätigkeit aus Versehen unter den Strahl des Haagseichers gerät.

Ja den Heckenpenner kenne ich auch.


Ein Heckenpenner ist ein umgangssprachlicher und oft abwertender Begriff für einen obdachlosen oder wohnungslosen Menschen. Im Gegensatz zu klassischen Straßenpennern bezieht sich der Ausdruck speziell auf Personen, die bevorzugt in der freien Natur (wie in Parks oder Gebüschen) übernachten. [1, 2]
Ursprung und Bedeutung im Detail:
  • Herkunft: Das Wort setzt sich zusammen aus dem Wort "Hecke" und dem umgangssprachlichen Verb "pennen" (schlafen). [1, 2]
  • Verhalten: Es beschreibt eine Person ohne festen Wohnsitz, die sich ihre Schlafplätze ("Quartiere") gezielt im Grünen, in Grünanlagen oder am Stadtrand sucht. [1]
  • Umgangssprachlich: Synonyme dafür sind Landstreicher, Clochard oder Herumtreiber. Oft wird der Begriff scherzhaft oder umgangssprachlich auch als Synonym für jemanden verwendet, der ein naturverbundenes oder "wildes" Leben führt. [1, 2, 3]


Bei Heckenpenner fällt mit dann auch dieses ein

Der Ausdruck
wandelnde Vogelscheuche
ist eine ungangssprachliche und oft abwertende Redewendung. Sie bezeichnet meist eine Person, die als unordentlich, sehr dürr, liederlich oder geschmacklos gekleidet empfunden wird. [1, 2]
Hier sind die wichtigsten Facetten und Bedeutungen des Begriffs im Detail:
  • Wortbedeutung: Eine klassische Vogelscheuche ist eine unbewegliche Puppe aus Stangen und alter Kleidung, die auf Feldern Vögel abschrecken soll. Der Begriff leitet sich von dem Verb "scheuchen" (vertreiben) ab. [1, 2]
  • Übertragene Bedeutung (Metapher): Wird ein Mensch als "wandelnde Vogelscheuche" bezeichnet, wird damit ausgedrückt, dass die Person in ihrer Erscheinung oder Kleidung an eine solche unordentliche, zerzauste oder unförmige Puppe erinnert. [1, 2]
 
Ich kenne eher den...

Heckenklescher

In Österreich gerbräuchliche und eindeutig negativ besetzte Bezeichnung (auch Heckenperle, Heck’n Klescher) für einen alkoholstarken und sehr säurebetonten Wein minderer Qualität (auch Darmreißer, Gschlåder, Hacklschleifer, Schüttwein). Nach übermäßigem Genuss verliert man das Gleichgewicht und fällt ins Gebüsch („klescht in die Hecke“).
 
beömmeln

Sich beömmeln ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für herzhaftes Lachen, Sich-Kaputtlachen oder Sich-Kringeln über eine lustige Situation oder Person. Der Begriff stammt vorwiegend aus dem norddeutschen, westfälischen und rheinischen Raum.
 
NASSKÄMMER

1. Ein Nasskämmer kämmt sich die Haare, wenn sie nass sind, wodurch sie sich oft besser kämmen lassen.

2. Bei Nasskämmer handelt es sich aber auch um ein in Deutschland selten gebräuchliches Schimpfwort. Es gehört in die Gruppe der zahlreichen Schimpfwörter wie z.B. Schattenparker, die jemanden als Weichei diskreditieren wollen.

3. Ein „Nasskämmer“ ist ein politisches Schimpfwort, das der Politiker Joschka Fischer in den 90er Jahren für den damaligen Bundesinnenminister Manfred Kanther geprägt hat. Der Begriff spielt auf Kanthers (Überraschung) glatt zurückgekämmte Frisur und sein spießiges Auftreten an.
 
Katzenjammer

Unter Katzenjammer versteht man umgangssprachlich die körperliche und seelische Verstimmung (den „Kater“) nach übermäßigem Alkoholkonsum. Im übertragenen Sinn wird der Begriff auch für herbe Enttäuschungen, Ernüchterung nach einer Euphorie oder für das anschließende Gefühl der Reue verwendet.

Der Begriff stammt aus der Goethe-Zeit und ist eine Verharmlosung des ursprünglichen Ausdrucks „Kotzen-Jammer“.
Im medizinischen Bereich wird er oft mit der lateinischen Entsprechung crapula (Rausch) in Verbindung gebracht.
In der wörtlichen Bedeutung beschreibt „Katzenjammer“ (oder Katzengejammer) das klagende, anhaltende Miauen von Katzen, etwa aus Langeweile, Hunger oder Unwohlsein.
 
PIMMELPAGAGEI

Das Wort Pimmelpagagei setzt sich aus den Worten Pimmel und Pagagei zusammen.
Bei einem Pimmel handelt es sich um ein umgangssprachliches Wort für Lurch. Papagei meint hier tatsächlich den bunten Vogel.

Genutzt wird es meist freundschaftlich, um einem guten Freund (maybe @Daskeks ) zu sagen: "...du hast doch nicht alle Tassen im Schrank, geile Idee, machen wir du Pimmelpagagei".

Darüber hinaus gibt es Gerüchte, dass in den Wäldern von Süd Sri Lanka echte Pimmelpagagein an heimischen Bäumen beim Nisten beobachtet worden sein sollen.
Diese Vögel zeichnen sich dadurch aus, dass sie anstatt Federn lauter Pimmel haben sollen.
 
klucken

Der Begriff klucken (oft synonym zu glucken verwendet) beschreibt lautmalerisch die typischen, dumpfen Laute einer Henne. Im übertragenen oder umgangssprachlichen Sinn bedeutet es, untätig herumzusitzen, trödelnd Zeit zu verbringen oder eng in Gruppen zusammenzustehen.

Bedeutet so viel wie „rumtrödeln“ oder sich eng zusammenrotten, um heimlich etwas zu tuscheln.
Wird oft im Sinne von sich hinhocken, niederkauern oder träge herumsitzen gebraucht.
 
Ballerbrühe

Umgangssprachlich wird der Begriff gelegentlich abwertend oder derb als Synonym für Bier oder andere alkoholische Getränke verwendet. In diesem Kontext bezeichnet man damit ein Getränk, das in größeren Mengen ("zum Ballern/Betrinken") konsumiert wird.
 
versumpfen

„Versumpfen“ bedeutet im übertragenen Sprachgebrauch, sich an einem Ort festzusetzen, zu lange zu feiern und viel Alkohol zu trinken oder durch Untätigkeit geistig und moralisch zu verkümmern. Ursprünglich beschreibt das Verb den Prozess, wenn ein Gewässer zu einem Sumpf wird.

Typischerweise wird das Wort verwendet, wenn man nach einer langen Partynacht „hängen geblieben“ ist und übermäßig viel Alkohol konsumiert hat (z.B. „Wir sind gestern völlig versumpft.“).
Im übertragenen Sinn bedeutet es, an einem langweiligen Ort (oder in einer Routine) festzustecken und abzustumpfen (z.B. „In diesem kleinen Dorf will ich nicht versumpfen.“).
 
Käsejogi

Der Begriff „Käsejogi“ ist ein leicht abfälliges Schimpfwort oder eine flapsige Beleidigung für eine alberne, nervige oder inkompetente Person.Bekannt wurde der Ausdruck vor allem durch die deutsche Synchronisation des Kultfilms Banana Joe mit Bud Spencer aus dem Jahr 1982

 
Ich habe dies Wort gerne aus meinem rheinischen Umfeld übernommen.

Brass

Bedeutet "Ärger", "Wut" oder "Stress".
 
Zurück
Oben Unten