Famose Worte

Klappskalli
Der Begriff beschreibt meist liebevoll einen Witzbold oder eine tollpatschige Person. Das Wort ist eine Zusammensetzung aus dem umgangssprachlichen Wort "Klapse" (für eine psychiatrische Klinik) und dem altdeutschen Namen "Kalli" (Kurzform von Karl).
 
versumpfen

„Versumpfen“ bedeutet im übertragenen Sprachgebrauch, sich an einem Ort festzusetzen, zu lange zu feiern und viel Alkohol zu trinken oder durch Untätigkeit geistig und moralisch zu verkümmern. Ursprünglich beschreibt das Verb den Prozess, wenn ein Gewässer zu einem Sumpf wird.

Typischerweise wird das Wort verwendet, wenn man nach einer langen Partynacht „hängen geblieben“ ist und übermäßig viel Alkohol konsumiert hat (z.B. „Wir sind gestern völlig versumpft.“).
Im übertragenen Sinn bedeutet es, an einem langweiligen Ort (oder in einer Routine) festzustecken und abzustumpfen (z.B. „In diesem kleinen Dorf will ich nicht versumpfen.“).

Variante aus Österreich:
versumpern
 
Wir haben da einen Kumpel, der es gerade auf Festivals immer nach drölf Bier schafft, diesen exorbitanten Zustand zu erreichen:top:

brabbeln

„Brabbeln“ (oder auch „babbeln“) bezeichnet umgangssprachlich ein unklares, schnelles oder unverständliches Reden. Das lautmalende Wort stammt aus dem Niederdeutschen und beschreibt sowohl das Plappern von Erwachsenen (oft gleichbedeutend mit schwatzen oder nuscheln) als auch die ersten, silbenartigen Lautäußerungen von Babys.

Bedeutet so viel wie vor sich hin reden, plaudern oder in den Bart murmeln. Es wird auch verwendet, wenn jemand undeutlich spricht oder Kauderwelsch von sich gibt.
 
Wenn mich meine Holde mal wieder beim Rumpimmeln erwischt, kommt garantiert immer ein "komm inne Puschen".
Als Tunichtgut rüttel ich meinen Kadaver durch und sehe zu, dass ich Land gewinne.

Puschen

Unter Puschen versteht man umgangssprachlich, besonders in Norddeutschland, bequeme Hausschuhe. Der Begriff stammt ursprünglich vom persischen Wort für Fußbekleidung ab und wird oft synonym mit Pantoffeln oder Latschen verwendet. Zudem wird der Ausdruck in Redewendungen wie „in die Puschen kommen“ genutzt, was soviel wie „aktiv werden“ bedeutet.

Puschen bezeichnen in der Regel gemütliche, oft hinten geschlossene Hausschuhe, die im Alltag getragen werden. Regionale Varianten sind beispielsweise Puschen aus Filz oder Leder, die im Alltag Wärme und Komfort bieten.
Die Redewendung beschreibt umgangssprachlich den Vorgang, in Schwung zu kommen, aktiv zu werden oder sich aufzuraffen.
Der Ursprung geht vermutlich auf das persische Wort „pāpūš“ und das französische „babouche“ (Pantoffel) zurück.
 
Quasselstrippe

Eine Quasselstrippe (oder Quasselstrippe) ist eine umgangssprachliche, oft liebevolle Bezeichnung für eine sehr redselige Person. Weitere gebräuchliche Synonyme für diesen Plauderer oder Dauerquassler sind Labertasche, Plaudertasche oder Dampfplauderer.

Die Bezeichnung leitet sich scherzhaft von der "Strippe" (dem Kabel oder Hörer eines alten Telefons) ab. Der Begriff wird gerne genutzt, wenn jemand viel und ununterbrochen redet, "wenn der Tag lang ist".
 
PETERWAGEN:

Der Ausdruck Peterwagen kommt aus Hamburg und bezeichnete ursprünglich einen Funkstreifenwagen der Polizei. Am häufigsten wird erklärt, dass der Name in der Nachkriegszeit 1946 entstand: Für den Funkrufnamen wählte man „Peter“, teils in Anlehnung an die Signalflagge „Blauer Peter“, teils durch ein Missverständnis bei der englischen Bezeichnung „patrol car“.
Herkunft
Die wahrscheinlichste Erklärung ist, dass Hamburgs Polizei nach dem Krieg für die neuen Funkwagen einen Rufnamen suchte und dabei „Peter“ verwendete. Daraus wurde im Sprachgebrauch dann „Peterwagen“.


Es gibt auch die Anekdote, ein britischer Offizier habe „patrol car“ missverstanden und nur „P wie Peter“ notiert, wodurch der Begriff entstanden sei. Diese Version wird oft erzählt, gilt aber eher als legendäre Zuspitzung als als gesicherte historische Tatsache.
Heutige Bedeutung
Heute meint „Peterwagen“ vor allem in Hamburg einfach ein Polizeiauto oder Streifenwagen. Außerhalb Norddeutschlands ist der Ausdruck deutlich seltener.
 
Herrgottsbscheißerle

Ein regionaler Spitzname für Maultaschen. Einfallsreiche Mönche im Kloster Maulbronn sollen in der Fastenzeit das Fleisch im Nudelteig versteckt haben, weil der Herrgott durch diese Rezeptur das Fleisch dann nicht sehen würde und sie ihn so hinter die Fichte führen (=bescheißen) konnten. :)
 
Kenne ich eher als Wampe.

Ranzen verbinde ich eher mit dem Begriff Schulranzen.
Ein Schulranzen ist eine auf dem Rücken getragene Tasche zum Transport von Schulmaterialien, ähnlich einem Rucksack oder Tornister.
Also Ranzen und Wampe ist für mich synonym.
Kenne noch Külze, Trommel, Schürze aus Speck (Helge) und Bonum (Hölle/Saale)
 
Rachenputzer

Der Begriff "Rachenputzer" (häufig auch Rachenputze oder Ratzeputz) ist ein umgangssprachlicher und scherzhafter Ausdruck für Spirituosen oder Getränke, die aufgrund ihres hohen Alkoholgehalts oder extremer Schärfe im Hals brennen.
Ein hochprozentiger, meist kräuter- oder ingwerhaltiger Schnaps oder auch ein Synonym für sehr sauren, qualitativ minderwertigen Wein..
 
Hundsfott

"Hundsfott" ist ein derbes, veraltetes deutsches Schimpfwort für einen feigen, niederträchtigen oder unzuverlässigen Menschen.

Es beschreibt eine Person, die als charakterlos oder gemein empfunden wird.

Ursprünglich bezeichnete das Wort das Geschlechtsteil einer Hündin. Im übertragenen Sinn wandelte es sich zur Beleidigung für eine Person, der man Schamlosigkeit oder Unzuverlässigkeit vorwarf.
 
schmarotzen

Das Verb schmarotzen bedeutet, auf Kosten anderer zu leben oder deren Ressourcen aus Faulheit und ohne Gegenleistung auszunutzen. Der Begriff wird umgangssprachlich abwertend verwendet. In der Biologie beschreibt es das Verhalten von Lebewesen (wie Parasiten), die sich auf Kosten anderer Organismen ernähren.

Wer schmarotzt, lässt sich aushalten, schnorrt sich durchs Leben oder nutzt fremde Hilfsbereitschaft aus. Synonyme dafür sind schnorren, nassauern oder ausbeuten.
 
Du stehst vor der Bühne. Der Schweiß läuft dir schon am ganzen Körper runter und du zuckst wie bekloppt und dann legt die Band noch eine Schippe drauf!

volle Kapelle

Der Ausdruck "volle Kapelle" ist eine umgangssprachliche Redewendung, die bedeutet, dass etwas in maximaler Stärke, mit dem kompletten Aufgebot oder mit vollem Einsatz geschieht.

Es wird synonym für "volle Pulle", "Vollgas" oder "mit allem, was zur Verfügung steht" verwendet.

Die Redewendung stammt ursprünglich aus dem musikalischen Bereich (von einer Musikkapelle)
und beschreibt den Zustand, wenn alle Instrumente gleichzeitig spielen und der volle Klangkörper (das "volle Ballett") zum Einsatz kommt.
 
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Was im Standarddeutschen „Schwips“ genannt wird, heißt in Bayern:

Suri, also ein leichter Rausch.

Der Ursprung soll aus dem Lateinischen kommen, aber eine Quelle für den Wortstamm habe ich leider nicht gefunden.

Witzigerweise kommen mir beim hochdeutschen und beim bayrischen Begriff zwei komplett unterschiedliche Bilder in den Kopf:
Einen Schwips haben (ältere) Damen, die sich mittags zwei Gläschen Sekt gegönnt haben.

Einen Suri habe ich im Biergarten nach der zweiten Maß, der perfekte Zustand der Bierseligkeit (vor allem, wenn man keine Termine hat ;) ). Dummerweise kommt dann rasch die verhängnisvolle Frage: „geht no oane?“ und aus dem schönen Suri wird nur 2-3 Maß später ein Fetzenrausch.
 
Hier im Pott werden Modeverfehlung hart beurteilt. Die betroffenen Personen stört das aber wenig und es ist hier Weltkulturerbe:top:

Presswurst

Der Begriff Presswurst hat im Deutschen zwei Bedeutungen. Ursprünglich bezeichnet das Wort eine grobe Koch- oder Brühwurst aus Schweinefleisch. Umgangssprachlich wird der Begriff jedoch oft abwertend für eine Person verwendet, die sich in viel zu enge Kleidung zwängt und dadurch optisch an die prall gefüllte Wurst erinnert.
 
Ein Begriff den ich vor über 50 Jahren von meiner Oma beim Mühle spielen gelernt habe.
Müsste ich mal wieder spielen. Bin mir nicht sicher ob ich die Regeln noch kenne.

ZWICKMÜHLE

Zwickmühle bedeutet eine schwierige Lage, in der man zwischen zwei oder mehr schlechten Optionen wählen muss. Umgangssprachlich meint man damit oft eine ausweglose oder sehr unangenehme Situation.
Der Ausdruck kommt ursprünglich aus dem Mühlespiel: Dort gibt es eine Stellung, in der ein Spieler mit jedem Zug im Nachteil ist. Im übertragenen Sinn sagt man zum Beispiel: „Ich stecke in einer Zwickmühle“.
Ein kurzes Beispiel:
„Zwischen dem Jobwechsel mit Risiko und dem sicheren, aber unzufriedenstellenden Job war er in einer Zwickmühle.“
 
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