Famose Worte

Der Bruder meiner Mutter hatte seit den 1950ern immer den Zusatz Stutzer im Namen, wenn man über ihn sprach.

Das Wort Stutzer (abgeleitet vom Verb „stutzen“ für „steif aufgerichtet umhergehen“) hat je nach Kontext unterschiedliche Bedeutungen. Im modernen Sprachgebrauch wird der Begriff primär als Synonym für einen Modefanatiker oder Dandy verwendet.

Historisch und abwertend bezeichnet man damit einen Mann, der viel Wert auf sein Äußeres legt, eitel ist und sich affektiert oder übertrieben modisch kleidet, um soziale Aufmerksamkeit zu erregen. Synonyme dafür sind Beau, Dandy oder Geck.
 
süffisant

„Süffisant“ beschreibt ein Verhalten, eine Mimik oder eine Art des Sprechens, die von einer herablassenden Selbstzufriedenheit und genüsslich zur Schau getragener Überlegenheit geprägt ist. Wer sich süffisant gibt – oft begleitet von einem spöttischen Lächeln –, wirkt auf andere häufig arrogant, anmaßend oder provozierend.

Das Wort leitet sich vom französischen Wort suffisant ab, was im übertragenen Sinn „dünkelhaft“ oder „selbstgefällig“ bedeutet. Der Substantivbegriff dazu lautet Süffisanz.
 
Filou

Ein Filou ist ein gewitzter und schlitzohriger Mensch, oft ein charmanter Lausbub oder ein gerissener Kerl. Wer ein Filou ist, versteht es auf eine augenzwinkernde, meist harmlose Art, andere durch Schläue zu übervorteilen oder sich kleine Vorteile zu erschleichen.

Das Wort stammt aus dem Französischen und bedeutete im 17. Jahrhundert ursprünglich „Dieb“ oder „Gauner“. Im modernen Sprachgebrauch ist der Begriff jedoch deutlich positiver besetzt:

    • Der Schlawiner:Ein Filou ist jemand, der es faustdick hinter den Ohren hat.
      • Der gewiefte Schlaukopf: Meist ist damit eine Person gemeint, die sich mit viel Charme und Cleverness durchs Leben manövriert.
 
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Traumtänzer

Der Begriff Traumtänzer beschreibt im allgemeinen Sprachgebrauch einen realitätsfernen Fantasten oder eine Person, die verträumt durch das Leben geht.

Im übertragenen Sinn ist ein Traumtänzer jemand, der idealistische Vorstellungen hegt, Luftschlösser baut und den Blick für die pragmatische Realität verloren hat. Der Ausdruck wird häufig verwendet, um eine verträumte oder naive Verhaltensweise zu beschreiben.
 
Dreckschleuder

Der Begriff Dreckschleuder ist ein umgangssprachliches Wort, das je nach Kontext für Personen, Maschinen oder Institutionen verwendet wird.

Personen: Eine Person mit einem frechen Mundwerk, die unflätige oder beleidigende Reden führt und andere verbal beschimpft (oft als Schimpfwort genutzt).

  • Umweltverschmutzung: Technische Geräte, Fahrzeuge (wie alte Dieselautos) oder Industrieanlagen, die durch extreme Abgase, Ruß oder Müll die Umwelt stark belasten. [1, 2, 3]
  • Verunreinigung:
    • Gegenstände, die sich im Alltag durch Keime, Schmutz oder Staub auszeichnen.
Häufig gebrauchte Synonyme sind Schandmaul, Lästermaul, Umweltsünder oder Stinker.

Im Englischen lässt sich der Begriff treffend mit slanderer (Verleumder) oder industrial polluter (Umweltverschmutzer) übersetzen.
 
Weiter geht's mit einem Ausdruck aus dem Wiener Rotlichtmilieu, wo es an wunderlichen Termini wahrlich nicht mangelt:

Der "Peitscherlbua" ist ein alter Wiener Dialektausdruck für einen Zuhälter.
Er setzt sich aus zwei Teilen zusammen:

Peitscherl: Das ist ein kleines Peitschchen oder eine Rute.
Bua: Das ist ein junger Mann oder Bursche.

Die Herkunft ist ein Bild aus der Tierwelt: Es vergleicht die Prostituierte mit einem Rennpferd. Der Zuhälter ist dann der "Fahrer". Er treibt sein "Pferdchen" mit der Peitsche an. Er sorgt so dafür, dass sie Geld für ihn verdient.
 
Rüfli

Rüfli
ist ein Begriff aus dem berndeutschen Dialekt in der Schweiz und bezeichnet meist eine getrocknete Kruste auf einer Wunde. Das Wort ist die Verkleinerungsform (Diminutiv) des Hauptwortes Rüfe oder Rüüf, das ebenfalls für eine schorfartige Wundkruste oder raue Hautstelle steht.
 
Prött

Prött
(auch Prütt) ist ein bekannter regionaler Begriff in der Umgangssprache (besonders im Ruhrgebiet, in Westfalen und im Rheinland), der für den Kaffeesatz oder Kaffeesud steht. Das Wort beschreibt den dicken Brei, der sich nach dem Aufbrühen am Tassen- oder Kannenboden absetzt. Im übertragenen oder lokalen Sinn kann der Ausdruck auch für minderwertige, dickflüssige Gemische, Reste oder Abfall stehen.
 
Lumpi

Der Begriff „Lumpi“ ist vor allem ein sehr bekannter und beliebter Kosename für Hunde. Er leitet sich etymologisch oft vom Wort „Lump“ (Schlingel oder Halunke) ab.

In der deutschen Alltagssprache ist der Begriff vor allem durch die Redewendung „spitz wie Nachbars Lumpi“ bekannt, die umgangssprachlich für jemanden verwendet wird, der sexuell stark erregt oder sehr lüstern ist.

Ugs. in Österreich: Im lokalen Sprachgebrauch wird der Begriff gelegentlich scherzhaft als Bezeichnung für das männliche Glied verwendet.
 
Ähnlich...

Strizzi

Der Begriff Strizzi ist ein bekanntes Wiener Wort. Es bedeutet meistens einen Gauner, einen kleinen Dieb oder einen Lausbub. Ursprünglich war es ein Wort für einen Zuhälter. Es leitet sich vom tschechischen Wort strýc (Onkel) ab.

Wieder was gelernt. Hätte die Herkunft eher im Italienischen verortet.
 
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Strizzi

Der Begriff Strizzi ist ein bekanntes Wiener Wort. Es bedeutet meistens einen Gauner, einen kleinen Dieb oder einen Lausbub. Ursprünglich war es ein Wort für einen Zuhälter. Es leitet sich vom tschechischen Wort strýc (Onkel) ab.

Wieder was gelernt. Hätte die Herkunft eher im Italienischen verortet.


Bei uns im Allemannischen ist der Striezi (Schtrizi) ein Schlitzohr und/oder Lausbub.

Wa bisch au du für en Striezi.
 
Prümme

Das Wort Prümme (Singular: Prumm) stammt aus dem Rheinischen und bedeutet schlicht Pflaume. Im übertragenen Sinn wird der Begriff auch als Bezeichnung für Kautabak, für einen Pfirsich (als Plüschprumm) oder abwertend für eine mürrische, ältere Frau genutzt.

Das Wort leitet sich vom griechischen Wort proumnon (Pflaume) ab.

Ein echter Klassiker ist die Prummetaat. Dabei handelt es sich um einen leckeren Pflaumenkuchen, oft mit Hefeteig und Streuseln gebacken.

Mir persönlich ist dies Wort geläufig durch rheinische Kumpels in der Bedeutung:

eine griesgrämige oder humorlose Frau scherzhaft bezeichnet als „suure Prumm“ (saure Pflaume)
 
Töff

Das Wort Töff ist ein umgangssprachlicher und lautmalender Begriff für ein Motorrad. Es stammt vor allem aus der Schweiz und dem süddeutschen Raum.

Das Wort ist ein Schallwort (Onomatopoesie), das das typische Auspuffgeräusch (Töff-Töff) eines Verbrennungsmotors nachahmt.

In der Schweiz wird der Begriff sehr häufig verwendet. Es gibt zahlreiche Zusammensetzungen wie Töfffahrer, Töffhelm oder Töffjacke. Die Verkleinerungsform Töffli bezeichnet ein Moped oder Mofa.

Selten wird das Wort (abgeleitet vom jiddischen tov) auch umgangssprachlich im Sinne von "gut" oder "schick" verwendet. In bestimmten Schweizer Dialekten steht es zudem umgangssprachlich für den Motor selbst.
 
Tuk-Tuk

Ein Tuk-Tuk ist ein motorisiertes, dreirädriges Fahrzeug, das vor allem in Süd- und Südostasien sowie Teilen Afrikas als Taxi oder für den Warentransport genutzt wird. Der Name ist eine Lautmalerei, die auf das charakteristische Knattern der früher üblichen Zweitaktmotoren zurückzuführen ist.

In Ländern wie Thailand (insbesondere in Bangkok) und Indien sind Tuk-Tuks (dort oft auch Autorikscha genannt) aus dem Stadtbild kaum wegzudenken. Sie gelten als wendig, praktisch im dichten Verkehr und sind eine günstige Alternative zu herkömmlichen Autos.

Die Fahrzeuge haben meist ein offenes oder teilverlängertes Verdeck und bieten Platz für den Fahrer sowie zwei bis drei Passagiere. Es gibt sie aber auch als spezielle Lasten- oder Liefervarianten.

In Europa und anderen Teilen der Welt dienen sie heute oft als besondere Attraktion für Touristen oder als auffällige Werbeträger.
 
Dibbe

Das Wort "Dibbe" (regional auch Dippe oder Düppe) ist ein Begriff aus der hessischen, saarländischen, pfälzischen und rheinischen Mundart. Es bedeutet auf Hochdeutsch Topf.
Es gibt verschiedene regionale Verwendungen und bekannte Ausdrücke:
    • Der Topf allgemein: Ein Kochtopf (oft speziell aus Ton, Porzellan oder Gusseisen).
    • Abee-Dibbe: Im Hessischen eine saloppe Bezeichnung für die Toilettenschüssel.
    • Brotzeldibbche: Ein rheingauer Spottname für eine Person, die sich schnell aufregt (jemand, der im Topf "brozelt").
 
Sockenschuss

Als Redewendung bedeutet "Du hast einen Sockenschuss", dass jemand sich unvernünftig verhält oder leicht verrückt ist. Der Begriff stammt aus dem Wäschereiwesen: Hier werden Sockenpaare mit einem Faden locker aneinandergeheftet, damit sie nach der Wäsche nicht mühsam sortiert werden müssen.
 
Glucke

Eine Glucke ist ein weibliches Haushuhn, das seinen Bruttrieb entdeckt hat. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie fest auf dem Nest sitzt, Eier (oder künstliche Eier) ausbrütet und nach dem Schlupf die Küken führt und beschützt.

Im alltäglichen Sprachgebrauch wird der Begriff oft abwertend für Mütter oder Personen verwendet, die ihren Nachwuchs oder ihr Umfeld übermäßig behüten und umsorgen (Helikoptermutter).
 
Eierkneifer

besonders enge, für Männer äußerst unbequeme Unterhose, die an den Hoden kneift und ihnen kaum Bewegungsfreiheit lässt; heute selten getragen, in den 1980er-Jahren jedoch weit verbreitet

dagegen

Unterplinte

Unterplinte
ist ein umgangssprachlicher und regionaler Begriff (vor allem in Norddeutschland, im Emsland und im Münsterland) für eine Unterhose. Kurzerhand wird sie auch einfach als Plinte bezeichnet.

Der Begriff leitet sich vermutlich aus der Masematte (einer alten münsterschen Geheimsprache) ab, wo Plinten ursprünglich für Lumpen oder Kleidung stand. Daraus hat sich auch der bekannte (und berüchtigte) Spaß des Plintenziehens entwickelt, bei dem jemandem die Unterhose von hinten über den Kopf gezogen wird.

Genauer gesagt wird versucht, jemanden die angezogene Unterplinte von hinten über den Kopf zu ziehen;)
 
Eierkneifer

besonders enge, für Männer äußerst unbequeme Unterhose, die an den Hoden kneift und ihnen kaum Bewegungsfreiheit lässt; heute selten getragen, in den 1980er-Jahren jedoch weit verbreitet

dagegen

Unterplinte

Unterplinte
ist ein umgangssprachlicher und regionaler Begriff (vor allem in Norddeutschland, im Emsland und im Münsterland) für eine Unterhose. Kurzerhand wird sie auch einfach als Plinte bezeichnet.

Der Begriff leitet sich vermutlich aus der Masematte (einer alten münsterschen Geheimsprache) ab, wo Plinten ursprünglich für Lumpen oder Kleidung stand. Daraus hat sich auch der bekannte (und berüchtigte) Spaß des Plintenziehens entwickelt, bei dem jemandem die Unterhose von hinten über den Kopf gezogen wird.

Genauer gesagt wird versucht, jemanden die angezogene Unterplinte von hinten über den Kopf zu ziehen;)
Ich kenne statt Plinten den Begriff Plünnen oder Printen für Unterbuchsen.
 
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