Fates Warning

Dieses Thema im Forum "METROPOLIS - Progressive Rock & Metal" wurde erstellt von tamino92, 15. August 2014.

  1. Acrylator

    Acrylator Till Deaf Do Us Part

    Das hast du jetzt schon mehrmals erwähnt, aber nie nachvollziehbar begründet. ;)
     
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  2. rapanzel

    rapanzel Till Deaf Do Us Part

    Doch, persönliches Empfinden.:D
    Ich verstehe absolut was Du meinst und TIGOT ist durchaus auch progressiv, im Sinne des Songwritings.
    Aber, auch wenn sich das jetzt total doof anhört, ein progressiver Song macht für mich eine Platte nicht automatisch dem Prog als Genre zugehörig.
    Für mich besteht da schon ein Unterschied, ob ein Song vom Aufbau her jetzt verschachtelt, komplex oder eben progressiv (im Sinne von "weiter denken" oder "abseits der Norm") ist oder ob eine Band/Platte sich komplett in der Nische bewegt, die ich unter Prog Metal sehe.
    Bsp dafür wären frühe SIEGES EVEN, WATCHTOWER, SPRAL ARCHITECT, TWISTED INTO FORM, ZERO HOUR und viele mehr.
    Die mal im direkten Vergleich mit frühen FW, da sehe ich die Band viel eher im USPM als auch nur in der Nähe der oben genannten Bands.
     
  3. Acrylator

    Acrylator Till Deaf Do Us Part

    Verstehe ich schon von deiner Begründung her - nur finde ich "No Exit" auch in seiner Gesamtheit viel näher an den von dir genannten Progmetalbands als an irgendeiner typischen Band aus dem US Power Metal. Ich verstehe halt auch nicht, wie man zwischen "No Exit" und "Night On Brocken" große stilsistische Ähnlichkeiten hören kann, das ist komplett andere Musik. Letztere klang halt noch nach normalem Heavy Metal à la Maiden, erstere ist auch bei den kürzeren Songs viel progressiver (sowohl im Wortsinne, als auch deutlich technischer, was ja auch meist als ein typisches Merkmal für Progressive Metal genannt wird - und stilistisch ist sie halt halt für 1987/88 sehr neuartig/innovativ, also progressiv und eben nicht traditionell).
    Dagegen höre ich keinen allzu großen Unterschied zwischen "No Exit" und "Perfect Symmetry", jedenfalls nicht größer als zwischen "ATG" und "No Exit". Und "ATG" ist natürlich im Wortsinne auch schon sehr progressiv für 1986 (man muss auch bedenken, dass fast alle von dir genannten typischen Prog-Metal-Vertreter - bis auf Watchtower - damals noch gar nicht existierten oder noch nichts veröffentlicht hatten).
    Und ich sehe z.B. Zero Hour schon grob in der stilistischen Tradition von Alben wie z.B. "No Exit" - stilistische Ähnlichkeiten sind da viel größer als z.B. zwischen "No Exit" und Omen, Jag Panzer, Metal Church etc.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. August 2017 um 16:31 Uhr
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  4. Hades

    Hades Deaf Dealer

    Das sehe ich übrigens genauso.
     
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  5. Acrylator

    Acrylator Till Deaf Do Us Part

    Also dass Fates Warning anfangs noch keinen Progressive Metal gemacht haben, in dem Punkt bin ich ja bei euch. Aber die Grenze ausgerechnet nach "No Exit" zu ziehen, finde ich halt schon merkwürdig. Eigentlich war die Entwicklung vom Heavy Metal hin zu deutlich innovativerer, komplexerer Musik ja eh nicht abrupt, sondern vollzog sich schrittweise über mehrere Alben.

    Vom Debüt zum Zweitling war ein recht großer Schritt was die Eigenständigkeit und Komplexität der Stücke angeht. "Awaken..." war nicht mehr ganz so eine krasse Weiterentwicklung, aber dennoch nochmals etwas komplexere Songstrukturen und auch ungewöhnlichere Melodien als zuvor. "No Exit" klang dann nicht nur aufgrund des Sängerwechsels, sondern auch von der Produktion und nochmal von den Songstrukturen her total anders als der Vorgänger. Da war der Schritt zu "Perfect Symmetry" dann irgendwie weniger überraschend, finde ich, auch wenn es abermals eine Weiterentwicklung war. Aber eben kein abrupter Stilbruch (wie eigentlich eh nie zwischen zwei FW-Alben).
    Gefühlt ist für mich sogar z.B. "Parallels" weniger typischer Progressive Metal als "No Exit", da einige Stücke schon leicht in Richtung AOR gingen (besonders stark natürlich "Eye To Eye") und auf "No Exit" die Gesangsmelodien schräger/weniger eingängig und die Wechsel zwischen manchen Parts in den Stücken auch viel abrupter/unerwarteter waren als auf dem eher fließenden "Parallels".
    Wenn man bedenkt, dass auch Queensryche in den 80ern bereits oft als Progressive Metal bezeichnet wurden und werden, muss man "No Exit" auf jeden Fall dem Genre zuordnen - es hat mehr Merkmale davon als beispielsweise "The Warning" oder "Rage For Order" und ist stilistisch weiter entfernt vom klassischen Heavy Metal (als die EP natürlich sowieso, aber die dürfte auch kaum jemand als Progressive Metal sehen).
    Es gibt ja eh nicht den einen Progressive Metal - Watchtower, Dream Theater oder Psychotic Waltz werden ja neben FW als frühe Vertreter dieses Genres genannt und die klingen alle komplett unterschiedlich. Der gemeinsame Nenner ist, dass die Songstrukturen oft weit über simple Strophe/Refrain-Schemata hinausgehen und es auch rhythmisch meist komplexer zugeht, als beim klassischen Heavy Metal oder die Tonfolgen weniger gängig sind. Das ist eigentlich alles z.B. bei "Awaken The Guardian" auch schon in gewissem Maße gegeben, auch wenn das Album noch irgendwie epischer/atmosphärischer und weniger technisch klingt als das, was heute oder seit den 90ern meist als Progressive Metal bezeichnet wird - aber eben auch schon anders als damals Saxon, Iron Maiden, oder - um bei US-Bands zu bleiben - Jag Panzer, Omen, Savatage, Vicious Rumors, Metal Church etc.
     
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  6. Hades

    Hades Deaf Dealer

    Manchmal bin ich froh, dass ich Musik nicht so analysieren kann, da ich reiner "Bauchgefühlkonsument" bin. :D

    Deine Argumente sind ja schlüssig, aber mein Hirn nimmt es trotzdem anders wahr.
     
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