Festival-Friedhof

Fuck, ich war immer gerne im Bastard Club. Aber leider war es abzusehen, dass er schließen wird.

Jetzt hoffe ich noch mehr, dass die Goldgrube in Kassel erhalten bleiben kann.
 
Bzgl. Festivals: viel zu viele, oft fast das identische Line-Up...mir persönlich sind die meisten Festivals auch zu groß bzw. überlaufen, generell würde ich kein Festival mit -zig Bühnen besuchen, bei denen man sich einen Planer erstellen muss, wer wann auf welcher Bühne spielt und man das Gefühl hat, in der Zwischen zeit -zig andere gute Sachen zu verpassen (wie beim Hellfest).

Das Beastival (später Out and Loud glaube ich, in Geiselwind) gib' s auch lange nicht mehr, da spielten die Bands (u.a. Teutonic Four-Sodom, Kreator, Destruction, Tankard- Accuser, Satyricon usw. immer alternierend auf der Drinnen- und Draußen-Bühne, das war ok, wäre mir heute aber auch viel zu voll...:D

Ich fand auch diese Monster-Touren, dies mal Ende der 90er /Anfang der 00-er Jahre gab, viel zu anstrengend, sieben, acht Knüppelbands an einem Abend, spätestens nach der fünften band hatte man eigentlich keinen Bock mehr, blieb natürlich trotzdem, weil man ja bezahlt hatte und die Headliner nicht verpassen konnte, insgeheim war man aber oft froh, wenn es dann endlich vorbei war, da war ich nicht der Einzige dem es so ging..
Ich finde bei Konzerten ja fasst schon drei Bands zu viel, die Hauptband wegen der man hingeht (mit üppiger Spielzeit) und ein gut passender Support reichen völlig.

Neben den Bands ist mir die Location und das Ambiente fast genau so wichtig (deswegen gehe ich auch so ungern in die Kölner Essigfabrik, da war ja selbst die Live Music Hall, in der wohl kaum noch was Metal-Affines stattfindet, toll gegen; der Club Volta ist aber gerade mit dem Innenhof ein Lichtblick in Köln); ich glaube das "Metal im Woid", Detze rockt und UTBS weisen ja wirklich schöne Gelände auf.

Ich hoffe doch sehr, dass im belgischen Anthisnes das Dark Dungeon-Festival oder das Doom-Festival wieder stattfinden, beste Location überhaupt, eine Burg irgendwo im Nirgendwo in einem 400 Seelen-Dorf in der Wallonie (ohne Geldautomat, aber immerhin eine Pizzeria, eine Pommesbude und ein Restaurant).

Ansonsten versuche ich, gerade bei längeren Wegen und passendem Wetter im Sommer, Anfahrten mit dem Motorrad zu machen, dann ist der Weg schon Teil des Urlaubs, wer Interesse hat, kann sich gerne per PM melden, meine Metal-Freunde fahren nicht Motorrad und meine Motorrad-Bekanntschaften hören so gut wie kein Metal...
 
Ich teile es mal hier

Von der Bastard Club Facebook Seite

(Achtung! Langer, aber wichtiger Text ) Liebe Vereinsmitglieder, Freunde und Gäste des Bastard Clubs, Nach der Vereinssitzung am letzten Sonntag ist allen Seiten klar geworden, dass wir versuchen müssen, die subkulturelle Szene in dieser Stadt zu erhalten –und das auch an diesem Ort an der Buerschen Straße. Aber … das geht nicht ohne eure Hilfe!!! Der Vorstand und die Bastard-Crew können ihren Teil an Wissen und Praxis weiter durchführen. Aber wir brauchen in 2, 3 wichtigen Bereichen eure Unterstützung. Wir suchen Helfer in den Bereichen „Bürokratie/Finanzwesen", „Koordination für den Innenausbau/Brandschutz"und einen festen Sprecher/Ansprechpartner für die lokale Politik & Finanzierungshilfen/Fördergelder. Einfach erklärt: Beisitzer für den Kern des Vereinsvorstandes. Wenn ihr euch vorstellen könnt, eure Freizeit zu opfern, um für eine Sicherheit für subkulturelle Veranstaltungen in dieser Stadt zu sorgen. Dann schreibt uns bitte eine kurze Mail an: info@bastardclub.de -- Egal ob Maurer, Trockenbauer, Tischler, Zimmermann, Architekt, Bürokraft, Student oder Kaufmann. Wir brauchen wirklich eure Hilfe, damit wir das alles gemeinsam schaffen können. WIE WEIT SIND WIR? WAS BEWEGT UNS ZU DIESEM SCHRITT? Nachdem wir das Statement zum „Ende" des Clubs bekanntgegeben hatten, kamen viele E- Mails und Telefonate mit Agenturen, der lokalen Politik, Veranstaltern, Vereinsmitgliedern etc. Besonders lobenswert ist die Kommunikation mit unseren Verpächtern des Gebäudes. Sie wollen uns unterstützen und besonders uns finanziell bei der Pacht entgegenkommen, dass wir im Zeitraum der Sanierung/des Umbaus nicht in ein zu tiefes Minus kommen. Eines ist klar. Wir werden am 30.04.2025 erstmal unsere Location aufgrund der Brandschutzauflagen schließen müssen. Aber es gibt Gespräche mit privaten Unterstützern und Firmen, die uns mit Material, Ideen und handwerklichen Tätigkeiten helfen wollen. Aber wie jeder, der etwas Ahnung von diesen Punkten hat, weiß, reichen diese Unterstützungen nicht, um alles in einem knappen Zeitraum vernünftig durchzuführen. Deshalb brauchen wir diese Hilfe, die wir in diesem Text (oben) erfragen. Wenn wir den Club am 30.04.25 schließen müssen, werden wir (trotz Unterstützung) weiterhin monatlich ca. 3000 € an festem Personal, Strom und Nebenkosten haben. Besonders wichtig ist es für den Verein, unseren festen Tontechniker (gelernter Elektriker) für die Umbauphase zu halten. Nach dem Gespräch am Sonntag kamen sehr gute Ideen zu den finanziellen Punkten in der „Auszeit" – Wir als „e. V." können Spendenquittungen ausstellen (Kommunikation wegen Quittungen etc. bitte an: office@bastardclub.de) . Wir werden in den nächsten Tagen einen „Found" erstellen, um während der Umbauphase unsere monatlichen Kosten halten zu können. Ihr wisst selber: Keine Veranstaltungen = kein Umsatz. Wir werden auch versuchen, mit lokalen Partnern Benefizveranstaltungen/Partys/Konzerte in der Umbauphase zu machen. Wir wollen uns nochmal für die pickepackevolle Vereinssitzung am letzten Sonntag bedanken. Für uns war es eine wichtige, emotionale Sitzung und sie motiviert unsere Seite, weiterzumachen. Aber das geht wirklich nicht ohne eure Hilfe. Also: Schreibt uns eure Ideen und überlegt euch, ob ihr uns handwerklich/bürokratisch in den nächsten Wochen helfen könnt. (info@bastardclub.de) -- Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit. Die HC-Family e. V. (im Bastard Club)
 
Ich teile es mal hier

Von der Bastard Club Facebook Seite

(Achtung! Langer, aber wichtiger Text ) Liebe Vereinsmitglieder, Freunde und Gäste des Bastard Clubs, Nach der Vereinssitzung am letzten Sonntag ist allen Seiten klar geworden, dass wir versuchen müssen, die subkulturelle Szene in dieser Stadt zu erhalten –und das auch an diesem Ort an der Buerschen Straße. Aber … das geht nicht ohne eure Hilfe!!! Der Vorstand und die Bastard-Crew können ihren Teil an Wissen und Praxis weiter durchführen. Aber wir brauchen in 2, 3 wichtigen Bereichen eure Unterstützung. Wir suchen Helfer in den Bereichen „Bürokratie/Finanzwesen", „Koordination für den Innenausbau/Brandschutz"und einen festen Sprecher/Ansprechpartner für die lokale Politik & Finanzierungshilfen/Fördergelder. Einfach erklärt: Beisitzer für den Kern des Vereinsvorstandes. Wenn ihr euch vorstellen könnt, eure Freizeit zu opfern, um für eine Sicherheit für subkulturelle Veranstaltungen in dieser Stadt zu sorgen. Dann schreibt uns bitte eine kurze Mail an: info@bastardclub.de -- Egal ob Maurer, Trockenbauer, Tischler, Zimmermann, Architekt, Bürokraft, Student oder Kaufmann. Wir brauchen wirklich eure Hilfe, damit wir das alles gemeinsam schaffen können. WIE WEIT SIND WIR? WAS BEWEGT UNS ZU DIESEM SCHRITT? Nachdem wir das Statement zum „Ende" des Clubs bekanntgegeben hatten, kamen viele E- Mails und Telefonate mit Agenturen, der lokalen Politik, Veranstaltern, Vereinsmitgliedern etc. Besonders lobenswert ist die Kommunikation mit unseren Verpächtern des Gebäudes. Sie wollen uns unterstützen und besonders uns finanziell bei der Pacht entgegenkommen, dass wir im Zeitraum der Sanierung/des Umbaus nicht in ein zu tiefes Minus kommen. Eines ist klar. Wir werden am 30.04.2025 erstmal unsere Location aufgrund der Brandschutzauflagen schließen müssen. Aber es gibt Gespräche mit privaten Unterstützern und Firmen, die uns mit Material, Ideen und handwerklichen Tätigkeiten helfen wollen. Aber wie jeder, der etwas Ahnung von diesen Punkten hat, weiß, reichen diese Unterstützungen nicht, um alles in einem knappen Zeitraum vernünftig durchzuführen. Deshalb brauchen wir diese Hilfe, die wir in diesem Text (oben) erfragen. Wenn wir den Club am 30.04.25 schließen müssen, werden wir (trotz Unterstützung) weiterhin monatlich ca. 3000 € an festem Personal, Strom und Nebenkosten haben. Besonders wichtig ist es für den Verein, unseren festen Tontechniker (gelernter Elektriker) für die Umbauphase zu halten. Nach dem Gespräch am Sonntag kamen sehr gute Ideen zu den finanziellen Punkten in der „Auszeit" – Wir als „e. V." können Spendenquittungen ausstellen (Kommunikation wegen Quittungen etc. bitte an: office@bastardclub.de) . Wir werden in den nächsten Tagen einen „Found" erstellen, um während der Umbauphase unsere monatlichen Kosten halten zu können. Ihr wisst selber: Keine Veranstaltungen = kein Umsatz. Wir werden auch versuchen, mit lokalen Partnern Benefizveranstaltungen/Partys/Konzerte in der Umbauphase zu machen. Wir wollen uns nochmal für die pickepackevolle Vereinssitzung am letzten Sonntag bedanken. Für uns war es eine wichtige, emotionale Sitzung und sie motiviert unsere Seite, weiterzumachen. Aber das geht wirklich nicht ohne eure Hilfe. Also: Schreibt uns eure Ideen und überlegt euch, ob ihr uns handwerklich/bürokratisch in den nächsten Wochen helfen könnt. (info@bastardclub.de) -- Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit. Die HC-Family e. V. (im Bastard Club)
3000 Euro Kosten während die Bude zu ist, ist heftig...
 
Es trifft zwar mit seinem Mix eher nicht den Geschmack des Forums, aber im August wird das "Rocco del Schlacko" das letzte Mal stattfinden.


Da der Hintergrund des Abdankens des Festivals aber emblematisch für viele kleine/mittlere (aber vor allem wohl vergleichsweise unabhängige) Festivals sein dürfte, war es eine Meldung hier imho wert. Hier ein Interview mit dem Veranstalter:

 
Es trifft zwar mit seinem Mix eher nicht den Geschmack des Forums, aber im August wird das "Rocco del Schlacko" das letzte Mal stattfinden.


Da der Hintergrund des Abdankens des Festivals aber emblematisch für viele kleine/mittlere (aber vor allem wohl vergleichsweise unabhängige) Festivals sein dürfte, war es eine Meldung hier imho wert. Hier ein Interview mit dem Veranstalter:

Traurige Entwicklung - sehr „schön“ auf den Punkt gebracht.
 
Ich will nicht raunen, aber so ein bisschen am Puls ist man dann ja doch, wenn man 24/7 mit Musik und, neben ihrer Kraft und Unentbehrlichkeit, auch mit ihren Produktions- und Vertriebsbedingungen befasst ist. Aus dieser Position heraus meine ich eine durchaus beunruhigende Bewegung im Markt festzustellen, die eine Schneise der Verwüstung hinterlassen könnte. Inwieweit dies noch Spätfolgen der Pandemie sind oder eher Resultate einer immer krasseren Durchkommerzialisierung, die vor allem den großen Playern in die Karten spielt, den Überzeugungstätern jedoch die Luft abschnürt, vermag ich nicht zu sagen. Ich tippe auf eine Mischung.

Erschreckend ist hier von meiner Warte aus vor allem die Haltung vieler Majors, die dir klipp und klar ins Gesicht sagen, dass Anzeigen nur gegen Titelstory und Soundcheck-Sieg geschaltet werden oder die den Print-Bereich gleich völlig ignorieren und nur noch auf Social Media und vor allem TikTok setzen. Wenn mir einer erzählen will, dass für Bands wie Machine Head, Coheed and Cambria oder andere global erfolgreiche Acts kein Budget da ist, dann fällt mir echt nichts mehr ein, das mich noch irgendwie optimistisch stimmen könnte.

Zum Glück bedienen wir mit dem DF ein gänzlich anderes Segment, aber auch hier im Underground merkt man, dass selbst die größte Leidenschaft und Selbstausbeutung und Hingabe irgendwann an ihre Grenzen stoßen, wenn es nicht mehr für die Miete und was zu Fressen reicht.

Von daher kann ich nur immer dafür plädieren, genau diese Maniacs zu supporten, die einfach eine komplette Szene am Leben erhalten. Jetzt mehr denn je...!
 
Erinnert mich alles an die Rede vom Horst von 2018

Solange alle diese Kommerzialisierung mitmachen, wird sich auch nichts mehr ändern. Wenn ich auf größere Konzerte gehe, dann mach ich diesen FOS Mist nie mit. Solange das funktioniert wird die Preisschraube Jahr für Jahr erhöht bis die Schmerzgrenze erreicht ist.

Auf der anderen Seite gab es auch noch nie so viele Festivals wie derzeit. Da ist es dann auch nicht verwunderlich wenn das eine oder andere aufgrund von schlechtem VVK abgesagt werden muss.
 
Ich will nicht raunen, aber so ein bisschen am Puls ist man dann ja doch, wenn man 24/7 mit Musik und, neben ihrer Kraft und Unentbehrlichkeit, auch mit ihren Produktions- und Vertriebsbedingungen befasst ist. Aus dieser Position heraus meine ich eine durchaus beunruhigende Bewegung im Markt festzustellen, die eine Schneise der Verwüstung hinterlassen könnte. Inwieweit dies noch Spätfolgen der Pandemie sind oder eher Resultate einer immer krasseren Durchkommerzialisierung, die vor allem den großen Playern in die Karten spielt, den Überzeugungstätern jedoch die Luft abschnürt, vermag ich nicht zu sagen. Ich tippe auf eine Mischung.

Erschreckend ist hier von meiner Warte aus vor allem die Haltung vieler Majors, die dir klipp und klar ins Gesicht sagen, dass Anzeigen nur gegen Titelstory und Soundcheck-Sieg geschaltet werden oder die den Print-Bereich gleich völlig ignorieren und nur noch auf Social Media und vor allem TikTok setzen. Wenn mir einer erzählen will, dass für Bands wie Machine Head, Coheed and Cambria oder andere global erfolgreiche Acts kein Budget da ist, dann fällt mir echt nichts mehr ein, das mich noch irgendwie optimistisch stimmen könnte.

Zum Glück bedienen wir mit dem DF ein gänzlich anderes Segment, aber auch hier im Underground merkt man, dass selbst die größte Leidenschaft und Selbstausbeutung und Hingabe irgendwann an ihre Grenzen stoßen, wenn es nicht mehr für die Miete und was zu Fressen reicht.

Von daher kann ich nur immer dafür plädieren, genau diese Maniacs zu supporten, die einfach eine komplette Szene am Leben erhalten. Jetzt mehr denn je...!
Muss ich leider zustimmen, aus eigener Erfahrung. Wenn wir z.B. im club W71 nicht alle zu 100% ehrenamtlich arbeiten würden, und keine Förderungen von Kommune und LAKS (und hin und wieder einen Preis wie APPLAUS) bekämen, müssten wir wohl morgen zusperren. Und das, obwohl wir ohnehin nur Underground und Nischen Acts machen.
 
Das Veranstalter Dasein ist seltenst ein zuckerschlecken.
Gefühlt ist die Anzahl relevanter Festivals aber auch angestiegen.
Viele liebevoll gemachte Maßnahmen.

Dennoch ist anscheinend immer noch Menschmasse und Geld da, dass die meisten Großveranstaltungen oft sehr gut besucht sind mit Preisen, welche auch ich mitgehen würde- nicht will - oft genug nicht könnte.

Wie oben beschrieben gibt es doch Angebote welche auch angenommen werden (FOS oder so Zeisch), womit man sicher 2-3 kleine Festivals besuchen kann.
Wer beides nicht kann und nicht möchte - und dazu dann eben zur „Plastikvetanstaltung“ greift, lässt sein Geld dann eben den großen Spielern zukommen.
Somit klemmt es eben auch dann eben eher kleinere Festivals.

Aber: bei dem aktuellen Angebot von einem Festivalsterben zu reden ist nahezu Blasphemie- was ich dann ja wieder gut finde :D
 
Ich will nicht raunen, aber so ein bisschen am Puls ist man dann ja doch, wenn man 24/7 mit Musik und, neben ihrer Kraft und Unentbehrlichkeit, auch mit ihren Produktions- und Vertriebsbedingungen befasst ist. Aus dieser Position heraus meine ich eine durchaus beunruhigende Bewegung im Markt festzustellen, die eine Schneise der Verwüstung hinterlassen könnte. Inwieweit dies noch Spätfolgen der Pandemie sind oder eher Resultate einer immer krasseren Durchkommerzialisierung, die vor allem den großen Playern in die Karten spielt, den Überzeugungstätern jedoch die Luft abschnürt, vermag ich nicht zu sagen. Ich tippe auf eine Mischung.

Erschreckend ist hier von meiner Warte aus vor allem die Haltung vieler Majors, die dir klipp und klar ins Gesicht sagen, dass Anzeigen nur gegen Titelstory und Soundcheck-Sieg geschaltet werden oder die den Print-Bereich gleich völlig ignorieren und nur noch auf Social Media und vor allem TikTok setzen. Wenn mir einer erzählen will, dass für Bands wie Machine Head, Coheed and Cambria oder andere global erfolgreiche Acts kein Budget da ist, dann fällt mir echt nichts mehr ein, das mich noch irgendwie optimistisch stimmen könnte.

Zum Glück bedienen wir mit dem DF ein gänzlich anderes Segment, aber auch hier im Underground merkt man, dass selbst die größte Leidenschaft und Selbstausbeutung und Hingabe irgendwann an ihre Grenzen stoßen, wenn es nicht mehr für die Miete und was zu Fressen reicht.

Von daher kann ich nur immer dafür plädieren, genau diese Maniacs zu supporten, die einfach eine komplette Szene am Leben erhalten. Jetzt mehr denn je...!

..."vor allem die Haltung vieler Majors, die dir klipp und klar ins Gesicht sagen, dass Anzeigen nur gegen Titelstory und Soundcheck-Sieg geschaltet werden oder die den Print-Bereich gleich völlig ignorieren und nur noch auf Social Media und vor allem TikTok setzen."

@Iron Ulf
vielen Dank für deinen Post.

Gerade diesen Part habe ich mir gerade mehrfach durchgelesen.
Und dieser lässt mich mit meiner Mischung aus Bauchweh, Ekel und hab keinen Bock mehr zurück...
Jedes Mal wenn ich im Heft etwas in dieser Richtung lese kommt das so ähnlich hoch.

Klar wäre es sicherlich naiv zu glauben das es anders läuft, aber diese Ausmaße lassen einen dann doch bleich und ernuchtert zurück.
Mein kindliches / frü-jugendliches Ich, das sich Anfang-Mitte der Neunziger stolz sein erstes Metal-Heftchen vom Kiosk holte, fühlt sich gerde nicht so gut. :hmmja:

Wie gesagt, trotzdem Danke...
Inputs von denen die wissen (müssen) wies läuft, sind sehr wichtig.

-> Der Blick in den Realitäts-Spiegel ist nunmal selten hübsch...
 
Ergänzend und als kleiner Trost sei hinzugefügt, dass es auch bei den Majors selbstverständlich immer noch etliche beinharte Überzeugungstäter gibt, die für den Metal brennen und die unsere Haltung, keine Stories zu verkaufen, respektieren und unterstützen. Nur können sie sich, je nach Label und ihrer jeweiligen Position innerhalb der dortigen Strukturen, nicht immer durchsetzen. Aber es gibt sie natürlich noch.
 
Von der Facebook-Seite des Rock am Hafen Festivals in Recklinghausen:

Hallo zusammen,
Heute mal mit nicht so schönen Neuigkeiten.
Wir müssen leider die Veranstaltung Rock am Hafen 2025 absagen.
Wie auch andere Veranstaltungen haben wir das Problem mit der Finanzierung.
Dieses Jahr haben wir leider keinen Gross Sponsor wie in den vergangenen Jahren. Das heißt wir sind auf den Vorverkauf angewiesen. Und der läuft leider nicht wie erwartet. Da es sich weiterhin um eine Benefiz Veranstaltung handelt waren und sind wir auf Sponsoring und Vorverkauf angewiesen. Es tut uns wirklich sehr leid das wir diese Entscheidung treffen müssen und hoffen auf euer Verständnis das wir die Veranstaltung absagen müssen. Die Karten aus dem Vorverkauf werden natürlich zurück erstattet.
Wie es weitergeht wissen wir noch nicht,aber wir halten euch hier auf dem laufenden
Euer RaH Team
 
Von der Facebook-Seite des Rock am Hafen Festivals in Recklinghausen:

Hallo zusammen,
Heute mal mit nicht so schönen Neuigkeiten.
Wir müssen leider die Veranstaltung Rock am Hafen 2025 absagen.
Wie auch andere Veranstaltungen haben wir das Problem mit der Finanzierung.
Dieses Jahr haben wir leider keinen Gross Sponsor wie in den vergangenen Jahren. Das heißt wir sind auf den Vorverkauf angewiesen. Und der läuft leider nicht wie erwartet. Da es sich weiterhin um eine Benefiz Veranstaltung handelt waren und sind wir auf Sponsoring und Vorverkauf angewiesen. Es tut uns wirklich sehr leid das wir diese Entscheidung treffen müssen und hoffen auf euer Verständnis das wir die Veranstaltung absagen müssen. Die Karten aus dem Vorverkauf werden natürlich zurück erstattet.
Wie es weitergeht wissen wir noch nicht,aber wir halten euch hier auf dem laufenden
Euer RaH Team

Man muss leider sagen, dass das Lineup in diesem Jahr sehr viel uninteressanter ist (war) als 2024. Das war fast mit Ansage…
 
Nicht nur das.
Was Die da letztes Jahr aufgefahren haben, mit internationalen Bands, Mega-Bühne, Flammenwerfern, Riesen-Security, u.s.w. für ein paar hundert Zuschauer, die kaum Eintritt zahlen mussten, war überzogen.
Und wirklich Werbung haben sie ja auch nicht gemacht.
Die Sponsoren werden, aufgrund der wenigen Leute, keine Lust mehr gehabt haben.
Einfach alles ein bisschen kleiner halten und es klappt auch wieder mit der Finanzierung.
 
Um einige ist es Schade aber trotzdem bin ich der Meinung es gibt mittlerweile zuviel Festivals.
Das selbe auch bei Konzerten. An Manchem Wochenende hab ich im Umkreis (Ostsachsen) von 100km drei vier Konzerte die in die selbe Kerbe schlagen (Black, Thrash, Death)
Und im Sommer kann man auch nicht jede Woche von Donnerstag bis Sonntag auf ein Festival fahren was incl Eintritt, Zelten/Hotel, Verpflegung zwischen 300 und 500 Euro kostet.

Vor 20 Jahren sind wir zum Fuck the Commerce, und WFF, Später zum Party-San und heute noch zum Godless Mountain und in Flammen. Dazu kommen allein im Sommer vier bis sechs kleine Konzerte. Ich habe das Glück das ich das alles gemeinsam mit meiner Frau Unternehmen kann. Aber es gibt auch noch andere Sachen im Leben, Arbeit, Familie, Urlaub, Sport etc.

Es ist schade um manch kleinen liebevolle Konzert, Festival und schöne Clubs wie der Skullcrusher in Dresden der ist vor kurzem geschlossen werden musste. Aber es gab schon immer ein kommen und gehen. Und das die großen mit ihren Investoren weniger Probleme haben ist nun mal so.
 
Ergänzend und als kleiner Trost sei hinzugefügt, dass es auch bei den Majors selbstverständlich immer noch etliche beinharte Überzeugungstäter gibt, die für den Metal brennen und die unsere Haltung, keine Stories zu verkaufen, respektieren und unterstützen. Nur können sie sich, je nach Label und ihrer jeweiligen Position innerhalb der dortigen Strukturen, nicht immer durchsetzen. Aber es gibt sie natürlich noch.
Letztlich würde der Verkauf von Stories gegen Werbung auch nur dazu führen, dass die Stories langweiliger und belangloser werden. Was dann zu weniger Käufern/ Abonnenten führen würde.
Wenn das nicht mit Enthusiasmus gemacht wird, hat man wirklich keine Chance gegen Onlinemedien. Um sich oberflächlich berieseln zu lassen, muss man wirklich kein Druckerzeugnis mehr kaufen.
 
Zurück
Oben Unten