Filme, die wegen Musik und Atmosphäre hängen bleiben

AscheNotiz

Dawn Of The Deaf
Hallo zusammen,

ich weiß nicht, ob das hier besser in Multimediales oder irgendwo in den Musikbereich passt, aber mich würde mal interessieren, welche Filme euch besonders wegen ihrer Musik oder Atmosphäre hängen geblieben sind.

Ich meine nicht unbedingt klassische „bester Soundtrack“-Listen, sondern eher Filme, bei denen Bildsprache, Stimmung und Musik so gut zusammenpassen, dass man danach direkt Lust bekommt, bestimmte Platten aufzulegen.

Bei mir funktioniert das besonders bei düsteren, seltsamen oder melancholischen Filmen. Manchmal reicht schon eine bestimmte Klangfarbe oder eine Szene, und ich bin gedanklich eher bei Doom, Post Rock, Dark Folk, Synth-Sachen oder alten Horror-Scores.

Habt ihr Filme, bei denen euch die Atmosphäre musikalisch richtig abgeholt hat? Gerne auch Sachen, die nicht offensichtlich Metal sind, aber trotzdem gut in diese Ecke passen.
 
Ich weiß,dass es wohl nicht ganz hier rein passt, weil es doch klassische Soundtracks sind, aber bei 2001: Space Odyssey, Alien und Psycho passen für mich Musik und Stimmung so gut, dass die Soundtracks schon sehr oft liefen.
Darüber hinaus verbreitet John Carpenter eine stimmige Atmosphäre in seinen Filmen, womit wir bei Synth Sachen sind.

Bei Halloween Ends hat mich der Song von Boy Harsher so dermaßen abgeholt, sodass dieser in den letzten Jahren der wohl meist gehörte Song gewesen sein muss.
 
Abseits von Blade Runner trägt der Soundtrack beim Herr der Ringe soviel zur Atmosphäre bei.

Ganz untypisch vielleicht: Goldeneye (Bond) mit dem seinerzeit modernen elektronischen Score von Serra.

Wenn ich um Serien erweitern darf: Robin Hood aus den 1980ern mit dem genial mystischen Soundtrack von Clannad.
 
Twin Peaks - Angelo Badalamenti

Im Prinzip alles, wo Lynch mit ihm zusammengearbeitet hat...
Aber für mich ist der Soundtrack zu Twin Peaks die absolute Krönung dieser Kooperation. Der Soundtrack und der dazugehörige Vorspann sind einfach atmosphärisch die perfekte Symbiose.
 
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Obwohl ich der Handlung wegen der sporadischen Dialoge teilweise nicht folgen kann, hat der Film was.
Er bietet düstere Landschaften, Wikinger und eine beklemmende, aggressive Grundstimmung.
 
Ich schmeiße From Dusk Till Dawn in den Ring. Den Titelsong find ich auch heute noch super, Tito & Tarantula kann man sich auch ab und an gut geben. Ist nicht so dass man durch das Hören des Soundtracks sofort Lust hat auf Vampir-Jagd zu gehen (wobei...), aber man hat direkt eine Fahrt durch die Wüste im Kopf, staubig, dreckig, Rock N Roll.

Wenn's um Stimmung und Bilder geht finde ich auch den Soundtrack von Braveheart sehr gelungen.

Bei Serien hat mir zum Beispiel Stranger Things gut gefallen. Also die Serie an sich und abseits der ganzen 80er Klassiker die darin vorkamen, hat's für mich ein kleines Tor für Synthie Mukke geöffnet. Dass das mittlerweile ein wenig ausgeschlachtet wird und man hier und da bei anderen Serien Synthie Elemente in der Musik entdeckt finde ich zwar ein bisschen schade weil für mich das Alleinstellungsmerkmal dadurch ein bisschen verloren geht. Aber beim Hören solcher Melodien hab ich direkt diese abgefahrene Upside-down Welt vor Augen.
 
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Ich weiß, dass die Qualität des Films öfter ein Anlass für kontroverse Diskussionen ist, allerdings bin ich großer Fan dieser Version. Habe ich als Teenager damals im Kino gesehen und war von der Atmosphäre, der barocken Ausstattung, der Ästhetik und den Charakteren total fasziniert und von einigen Szenen auch bis heute traumatisiert (Herzstecker). Der Soundtrack von Toto und Brian Eno ist für mich untrennbar mit dem Gesamtkunstwerk verbunden. Da passt alles zusammen und wenn ich den zu Hause auf Kopfhörer höre, dann sehe ich den Film, fühle die Atmosphäre und bin mitten in dieser surrealen Welt.
 
Ich würde gerne Robocop und Baby Driver in den Ring werfen. Bei ersterem wertet der Score den Film einfach noch ein gewaltiges Stück auf, bei letzterem ist Musik eh ein Hauptmerkmal.
 
Spannendes Thema mit einer Menge Potential.

Nicht der ganze Film, aber Cilian Murphy's Streifzug durch das verlassene London in "28 Days Later" ist für mich eine der ikonischsten Szenen, in denen Musik und Bilder zu einem intensiven und spürbaren Cocktail verschmelzen.

Jim Jarmusch hat oft ein Händchen für passende Musik zu seinen Bildern. Ein ewiger Favorit meinerseits ist "Ghost Dog". Brillanter Film, unfassbar geiler, urbaner Hip Hop-Soundtrack von u.a. RZA und Wu-Tang Clan, zu dem Forest Whittaker durch nächtliche Straßenschluchten zieht oder sein Training auf dem Hausdach absolviert.
Desweiteren fand ich die Musik von "Only Lovers left Alive" fantastisch und perfekt zum hypnotischen Bilderreigen passend. Mal noisy und psychedelisch und mal wieder minimalistisch experimentell, nicht selten mit einem Hauch von Doom, bis es in der Performance von Yasmine Hamdan quasi einen fulminanten Schlusspunkt gibt.

In seinen zwischen folkig gestimmten Orchesterparts und Gypsy-Jazz pendelnden Stücken, finde ich den Soundtrack zu "Chocolat" ebenso unfassbar stimmig und zum Film passend.

Und ich glaube, dass man eigentlich nicht viel Worte zu Yann Tiersen und seiner Musik für "Die fabelhafte Welt der Amelie" sagen muss.

Joe Hisaishi veredelt jeden Miyazaki-Film mit seiner Musik. Mein persönlicher Favorit dieser Teamarbeit ist "Prinzessin Mononoke". Da ist punktgenau alles von minimalistisch über whimsy bis zu Epik in Formvollendung dabei.
 
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