Grave Digger

Auf das Interview bin ich eh gespannt, da die Band ja eine Zeit lang am rumheulen war weil sie sich so ungerecht behandelt fühlten durch das Heft.
 
Das hier hat Chris letztens bei Facebook zum Cover geschrieben:

I love this cover art ... made by AI, Chris Boltendahl & Wanderley Perna ...
 
Bin gestern beim Lesen des Grave Digger Interviews über eine sehr interessante und gleichzeitig traurige Zeile gestolpert.

Sinngemäß sagt Chris folgendes: "...wenn ihr wollt, dass keine KI mehr die Cover macht, dann kauft mehr Tonträger und streamt nicht nur..."

Ein Satz, der je länger ich drüber nachdenke wohl einiges an Wahrheit beinhaltet. Sicherlich gilt das nicht für einen Großteil hier, aber die Künstler ernähren sich nicht ausschließlich von Maniacs.
Früher wurde gekauft und es waren andere Gelder vorhanden. Heute sieht das ganze anders aus.

Wie gesagt, ein Satz, der mich nachdenklich und etwas verständnisvoller macht.


Das kann man, aber auch umdrehen: "Wenn ihr wollt, dass wir mehr kaufen, dann macht wieder bessere Musik."

Ok, das ist wie immer sehr subjektiv, aber sinkende Verkaufszahlen kommen ja nicht nur von der Möglichkeit des Streamings.

Davon ab gibt es unzählige Bands die wirtschaftlich deutlich schwächer dastehen dir nicht auf KI zurückgreifen, oder habe ich einen großen Trend verpasst?
 
Das kann man, aber auch umdrehen: "Wenn ihr wollt, dass wir mehr kaufen, dann macht wieder bessere Musik."

Ok, das ist wie immer sehr subjektiv, aber sinkende Verkaufszahlen kommen ja nicht nur von der Möglichkeit des Streamings.
Hmmh. Würden Bands qualitativ hochwertigere Alben als früher aufnehmen, 80 % ihrer Hörerschaft würde aber die Musik nur streamen, die Einnahmen wären auch bei einem 100 % Fanlagerzugewinn niedriger als früher.


Hier mal Alan von Primordial zur Streaming Thematik.
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Jedes Mal wenn ein Künstler diese Art von Statement rauslässt frage ich mich sofort. Warum verlasst ihr dann diese Scheiss Plattform nicht sofort??? Mit ein paar Dutzend selbst vertriebenen/verkauften Platten hat man ja anscheinend dasselbe verdient und vielleicht bringt man den ein oder anderen Konsumeneten dazu, wenn es die Platte im Streaming nicht gibt, sie sich zu kaufen.
Wahrscheinlich übersehe ich da jetzt tausend Sachen und seh das falsch.
 
Jedes Mal wenn ein Künstler diese Art von Statement rauslässt frage ich mich sofort. Warum verlasst ihr dann diese Scheiss Plattform nicht sofort??? Mit ein paar Dutzend selbst vertriebenen/verkauften Platten hat man ja anscheinend dasselbe verdient und vielleicht bringt man den ein oder anderen Konsumeneten dazu, wenn es die Platte im Streaming nicht gibt, sie sich zu kaufen.
Wahrscheinlich übersehe ich da jetzt tausend Sachen und seh das falsch.
Denke wird an den Verträgen der Plattenfirmen / Labels hängen.
Und ganz einfach die Reichweite. Ohne Spotify ist man so gut wie weg vom Fenster.
 
KI hin Spotify her, Grave Digger hat ja die letzten Jahre einiges an Kritik einstecken müssen. Die beiden Vorab Songs machen bei mir richtig Laune auf das kommende Album. Erinneren mich vom Still an The Grave Digger und King Pest, also ehr die düstere Schiene.

und THE GRAVE DIGGER ist auch ein richtig geiles album!!! schön düster, wie du es sagst. manni schmidt haut da echt ein paar perlen raus!!!
 
und THE GRAVE DIGGER ist auch ein richtig geiles album!!! schön düster, wie du es sagst. manni schmidt haut da echt ein paar perlen raus!!!
Absolut, das läuft hier auch immer wieder mal und ist deren letztes das ich noch kenne / höre. War ein toller Befreiungsschlag aus der Mittelalter Ecke, das war dann schon irgendwann überstrapaziert.

Mein Highlight ist "The House". Und da vor allem der Gesang ("he looks like death" klingt so geil, vor allem auch wegen dem deutschen Tie-Äitsch)
 
Mag ich auch. Habe aber nach Tunes of War kein Album mehr ganz gehört. Reaper gefällt mir am besten. Welche Alben nach Tunes of War sollte man ganz gehört haben. Was ich z.b. vo der Excalibur kenne war mir etwas zu glatt Produziert
 
Absolut, das läuft hier auch immer wieder mal und ist deren letztes das ich noch kenne / höre. War ein toller Befreiungsschlag aus der Mittelalter Ecke, das war dann schon irgendwann überstrapaziert.
So sehe ich das auch. The Grave Digger zählt auch zu meinen Lieblingsalben der Band. Wenn ich mich recht erinnere, waren die Songs von Edgar Allan Poe beeinflusst. Das düstere steht der Band besser, als auf Teufel komm raus einen Ohrwurm ala Lionheart oder Ecalibur zu komponieren, von Songs wie Zombie Dance oder Lions of the Sea ganz zu schweigen...
 
Mag ich auch. Habe aber nach Tunes of War kein Album mehr ganz gehört. Reaper gefällt mir am besten. Welche Alben nach Tunes of War sollte man ganz gehört haben. Was ich z.b. vo der Excalibur kenne war mir etwas zu glatt Produziert
also, ich finde ja eigentlich fast alles gut von GD.

aber THE GRAVE DIGGER ist nicht glatt produziert, hör mal rein.

KNIGHTS OF THE CROSS
 
So sehe ich das auch. The Grave Digger zählt auch zu meinen Lieblingsalben der Band. Wenn ich mich recht erinnere, waren die Songs von Edgar Allan Poe beeinflusst. Das düstere steht der Band besser, als auf Teufel komm raus einen Ohrwurm ala Lionheart oder Ecalibur zu komponieren, von Songs wie Zombie Dance oder Lions of the Sea ganz zu schweigen...

the grave is open, the digger smiles....göttlich!!

FUNERAL PROCESSION
SON OF EVIL
THE GRAVE DIGGER
KING PEST
THE HOUSE

der hammer in tüten!:top:
 
Der Sound von Grave Digger wurde auch immer extrem von ihren Gitarristen geprägt…

Auf den Frühwerken hat Peter mit der typischen Neugierde und Unbekümmertheit der Jugend ein paar echte Riff Klassiker raus gehauen. Er orientierte sich hörbar an damals angesagtem melodischen Metal und Stadionrock (Ozzy, Priest, Van Halen), schielte aber gleichzeitig ein wenig zum Thrash rüber und hatte einen rauen, punkingen Sound. Seine Solo Arbeit war am Anfang noch ein bisschen einfach und tapsig, steigerte sich aber schon ab dem Witchhunter Album zu internationaler Klasse. ,,Heaven Can Wait‘‘ ist zum Beispiel so ein Lieblingssong von mir. Was für ein Monster Riff! Und dann das kurze aber enorm charakteristische Solo!

Dann kam Uwe. Das unsägliche Digger Album lassen wir mal außen vor. Erst danach kamen Grave Digger wieder in die Spur und Uwe zu seinem Stil: Viele Single Note Riffs und gern genutzte schräge Akkorde gaben seiner Rhythmusarbeit eine thrashige Note. Im krassen Gegensatz dazu standen seine hochmelodischen Soli, die gern klassische Tonleitern nutzen, weshalb er dann ja auch bei Accept landete.

Es gibt viel zu viel gute Songs mit ihm, aber ich denke zB. bei Lionheart hört man seinen Stil am besten.

Manni ist bis heute mein Lieblingsklampfer geblieben. Er hat einfach ein sehr universelles Gespür an der Gitarre. Wenn er will, kann er atemberaubende Griffbrett Kunststücke aufführen, aber er weiß auch wie wichtig Zurückhaltung ist. Stets hat er den Song im Blick und spielt nur das was ihn besser macht.

Stilistisch ist er sehr breit aufgestellt. Speedige Riffs, Epische Refrains, Melodische Stampfer, Traditionell oder Modern… Mal Richtung Black Sabbath, mal Priest/Maiden oder auch ein harter Brecher… Er kannte sich ziemlich gut im Metal und Hardrock aus und nutzte das auch.

Die Alben unter seiner Mitwirkung sind definitiv die spannendsten und abwechslungsreichsten!

Eines der Highlights ist für mich ,,Grave of the Addicted‘‘ bei dessen Soloteil er sich herrlich mit Thilo Hermann duelliert, der ansonsten auf diesem einzigen Album mit Doppelgitarren Besetzung (Ballads of a Hangman) leider etwas blass bleibt…

Axel war dann am längsten dabei und ist Manni stilistisch ein bisschen ähnlich. Aber halt nur ein bisschen. Ich stimme Chris voll zu, wenn er im aktuellen DF Interview meint, Axel käme eher aus der Classic Rock Richtung. Sehr gut hörbar ist das bei seinen Soli, die sehr viel 70er Jahre atmen (Deep Purple, Zeppelin, Thin Lizzy, Ac/Dc).
Seine Riffs dagegen klingen oft mächtig und hart. Vom Stil her nutzt er da auch gerne mal aus dem Blues abgewandeltes, aber durch seinen harten Anschlag und die hohe Saitenstärke klingt es sehr in die Fresse.

Ich mochte eigentlich alle Alben mit ihm recht gerne, auch wenn es stimmt, dass die letzten etwas schwächer waren.

Das Gebashe (auch im DF) fand ich aber schon oft überzogen… Als Beispiel einfach mal in Fields of Blood reinhören, bei dem Axel wunderschöne Gary Moore Vibes verströmt…

Die Neue wird bei mir natürlich auch eingesackt. Tobias bringt wieder einen ganz neuen Dreh rein. Ein bisschen wie Manni, also wieder mehr Metal. Aber halt upgedatet. Der hat auch gut zugehört, was aktuelle Acts wie Night Demon, RAM oder Enforcer so abziehen…

Freu mich auf das neue Album!
 
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