In Ermangelung eines eigenen Tour-Threads zur "45th Anniversary Tour 2025" schreibe ich hier meine Eindrücke zum gestrigen Stopp in der ausverkauften Backstage Halle in München.
Den Auftakt machten pünktlich um ca. 19.40 Uhr die mir bisher unbekannten Rigorious. Sie boten knapp 35 Minuten lang guten Power Metal, der instrumental durchaus zu überzeugen wusste. Leider wurden in praktisch allen Stücken Keyboards und Orchester eingesampelt, was mir einfach nicht so richtig schmeckt. Sehr schön dagegen fand ich den kraftvoll-klaren Gesang von Lukas Remus, der mich irgendwie an Mathias Blad (Falconer) erinnerte. Ein guter, aber nicht überragender Auftakt.
Nach rekordverdächtig kurzer Umbaupause von zwölf Minuten dauerte es nur wenige Sekunden bis der Victory-Groove die Halle für knapp 60 Minuten in Beschlag nahm. Bewusst habe ich von der Band noch nie etwas angehört, aber trotzdem haben sie mich ordentlich mitgerissen. Schöne Riffs, pumpende Basslinien und lässige Drums - da passte sehr viel zusammen. Die Gitarrenkünste des wunderbar sympathischen Herman Frank waren dabei nur das Tüpfelchen auf dem "i". Nur auf die Setlist schreiben wir das nächste Mal bitte "München" und nicht "Siegburg", meine Herren.

Grave Digger sind einfach unverwüstlich und haben in Person von Chris Boltendahl ein absolutes Urgestein in ihren Reihen. Ich bewundere sein Durchhaltevermögen über all die Jahrzehnte und auch gestern lieferte er ab, wie erwartet. Seine Band, insbesondere der "Neue" (Tobias Kersting) an der Gitarre, stand ihm aber in punkto Sympathie nicht nach. Für gut 90 Minuten führte uns die Band durch ihr gewaltiges Repertoire und packte doch ein paar Überraschungen aus. Die gespielten neuen Songs fügten sich gut ein, stachen jetzt aber auch nicht heraus. Ein erwartet gutes Konzert, aber nicht überragend.
Für T-Shirts wurden übrigens 30 Euro aufgerufen.