Heavens Gate

Da gibts was zum anschauen
 
Hab den Gig auch miterlebt und ja - es war nicht berauschend.
Die Sängerin hat ihr Bestes gegeben, Schlagzeug, Bass und Keyboard waren über alle Zweifel erhaben - Schwachpunkt war eindeutig Sascha Paeth. Da half auch nicht, Fredl Rettke kurz als einen der besten Metalsänger zu loben. Wenn man den guten Sound, den die anderen Bands hatten, berücksichtigt, wird klar, dass Paeths Gitarre wohl absichtlich leise gedreht war. Während Paeth seine Soli kaum erinnerte, hatte der Keyboarder überhaupt kein Problem, diese zu spielen :D
Thomas Rettke war zu Beginn vor der Bühne und hat mitgesungen, ist dann aber im Verlauf abgezogen....sah nicht sehr glücklich aus.

Es war übrigens von Anfang an klar, dass ein kompletter Gig mit HG-Songs von MoC gespielt wird - das Mißverständnis kam wohl daher, dass Rettke nur zwei Songs am Ende singen sollte, so wie Thomas Müller auch nur die letzten beiden Songs an den Drums saß.

Die Special Guests waren letztendlich Miro Rodenberg (Ex-Studio-Mitbetreiber von Paeth, Keys), Robert Huneke (1993-1999 bei HG, Bass) und eben Thomas Müller an den Drums.
 
Ich frage mich halt wie man überhaupt auf die Idee kommt, das Ganze mit einer Sängerin durchzuziehen? Das hat damals bei Scanner schon nur sehr begrenzt funktioniert und die hatten immerhin ein Studioalbum mit ihr am Start.

Für mich würde HG wahrscheinlich sowieso nur mit Rettke funktionieren, aber mit weiblichem Gesang klingt das halt nach vielem, nur nicht nach Heavens Gate, auch wenn die gute Dame hier sicherlich nicht unbegabt ist.
 
Wenn die Original Band mit Rettke am KIT auflaufen würde, würde doch die Halle explodieren. Kenne keinen der nicht zumindest "Living in Hysteria" mit plärren kann.

Sind dich erwachsene Männer ey....
Ich hatte dieses Jahr ein Heavens Gate T-Shirt an beim KIT,von der Planet E Tour wo ich war.Da kam tatsächlich einer zu mir,Mitte 50,sagte ob er mich was fragen kann und wollte wissen wer Heavens Gate sind....das junge Rotzer es vielleicht nicht wissen aber da wusste ich garnicht was ich sagen sollte,kenne keinen der sie zumindest vom Namen her nicht kennt.Aber scheinbar kennt sie doch nicht jeder.
 
Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Paeth mit seiner Band auch in 2025 wieder auf dem "Rock in Rautheim" auftreten wird - und "zufälligerweise" tritt dann auch seine Sängerin mit ihrer US-Band (Seven Spires) auf.
Scheinbar handelt der Mann immer Deals aus, damit seine Truppe da mitmischen kann. Der Ruf als Lokalmatador geht ihm jedenfalls nicht voran...
 
Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Paeth mit seiner Band auch in 2025 wieder auf dem "Rock in Rautheim" auftreten wird - und "zufälligerweise" tritt dann auch seine Sängerin mit ihrer US-Band (Seven Spires) auf.
Scheinbar handelt der Mann immer Deals aus, damit seine Truppe da mitmischen kann. Der Ruf als Lokalmatador geht ihm jedenfalls nicht voran...
Auf dem Rock in Rautheim spielen oft dieselben Bands, auch hintereinander. Einfach, weil sie es so toll finden mit dem Inklusionsgedanken dahinter und weil ein tolles Verhältnis zum Veranstalter besteht. Und dass bei Line Up Überschneidungen zwischen Bands gern mal beide gebucht werden, ist generell nichts ungewöhnliches.
 
Auf dem Rock in Rautheim spielen oft dieselben Bands, auch hintereinander. Einfach, weil sie es so toll finden mit dem Inklusionsgedanken dahinter und weil ein tolles Verhältnis zum Veranstalter besteht. Und dass bei Line Up Überschneidungen zwischen Bands gern mal beide gebucht werden, ist generell nichts ungewöhnliches.
Hast du Beispiele? Die letzten drei Jahre trat keine Band zwei Jahre hintereinander auf. Vielleicht zu Zeiten, als noch nicht solche "Hochkaräter" der Szene dort auftraten...
 
War wirklich ne tolle und viel zu wenig beachtete Band!
Mein erster Kontakt war ca. 1989/90, als mir ein Freund den in einer Radiosendung aufgenommenen Song "Tyrants" vorgespielt hat, der mich völlig begeistern konnte (ich meine, das war noch bevor ich Iron Maiden kennengelernt hatte und zu einer Zeit, in der Van Halen meine Lieblingsband war)! Leider wusste ich nicht, wie die Band hieß, da nicht mit aufgenommen und mein Freund hatte die Ansage auch nicht richtig verstanden. Erst (Ende?) 1992 kamen dann "Hell For Sale!" und "Livin' In Hysteria" in die Sammlung und ich musste noch etwas suchen, bis ich mal ein Vinylexemplar vom Debüt in die Finger bekam (CD gab es damals nur als teuren Japan-Import). Da wusste ich dann endlich, wer das damals war!
Für mich war Thomas Rettke immer der beste deutsche Metalsänger (ich mag seine rauhere Stimme deutlich lieber als die des ohne Zweifel technisch perfekten Michael Kiske) und die frühen Scheiben (inklusive der "Open The Gate And Watch" EP) definitiv qualitativ alles andere als 2.-Reihe Metal. Da ist soviel kompositorische und spieltechnische Finesse dabei, was bei den oft eingängigen Melodien gerne mal übersehen wird!
"Hell For Sale!" hatte für mich bereits immer schon ein paar Filler, mochte das Album aber trotzdem sehr gerne. Mit "Planet E." konnte ich bei Erscheinen erst einmal nicht so viel anfangen, aber das Album ist enorm gewachsen und für mich nun mindestens auf Platz 3 der Studioalben. "Menergy" hat mich damals dann irgendwie nicht mehr interessiert und wenig später war die Band ja leider auch Geschichte...
 
Zuletzt bearbeitet:
Was ich hier und auch an anderen Orten im Internet über die Frühphase der Band lesen musste, hat mein Vertrauen in meine Mitmenschen tief erschüttert. Living in Hysteria soll das beste Album der Band sein?

Ich kann mir das nur so erklären, dass das eine Meinung ist, die aus den frühen 90ern stammt und seither immer wiedergekäut wird. Möglicherweise war das Debut auf dem kurzlebigen deutschen No Remorse-Label einfach schlecht verfügbar und fand keine gute Verbeitung, während Steamhammer bei LIH voll im Saft standen und das Teil gut platzieren konnten. Oder die Ohren der Classic Heavy Metal-Gemeinde waren zu der Zeit schon weichgeklopft, hat doch der Helloween-Virus - Schunkelmelodien, Disney-Cover und teutscher ‚Humor‘ - LIH bereits fest im Griff. Klar, an der musikalischen und songwriterischen Klasse der beteiligten Musiker ist auch auf LIH nicht zu rütteln. Aber es ist auch alles darauf enthalten, was die Band zurecht in die 2. oder 3. Reihe der eher durchwachsenen deutschen HM-Geschichte verweist. Der beste Moment auf LIH ist das Reprise von ‚Path of Glory‘ am Ende von ‚The Neverending Fire‘.

Im Gegensatz dazu muss In Control eines der besten deutschen HM-Werke überhaupt sein; eines der ganz wenigen, das sich vor vergleichbaren Veröffentlichungen aus den USA nicht verstecken muss und das meiner Meinung nach gleichberechtigt neben einem Genreklassiker wie dem im gleichen Jahr erschienenen Blessing in Disguise (Metal Church) stehen kann. Die Verspieltheit, Leidenschaft und Effizienz, mit der da klassische Themen wie „Heavy Metal ist geil“ (Turn it down) oder „Sündige Stadt“ (Hot Fever) umgesetzt werden, suchen in meinen Ohren ihresgleichen. Und im Fantasysegment werden in der Disziplin „Stählerne Epik“ mit ‚Tyrants‘ und dem phänomenalen ‚Path of Glory‘ alle Register gezogen. Nur ‚Gate of Heaven’ stößt später noch in diese Regionen vor. Für mich ist das nicht bloß eine andere Liga als der Rest der Diskografie, sondern ein anderer Sport. Ich habe das Gefühl, die überschaubare Anerkennung, die die Band noch bekommt, ist etwas unfair verteilt und hoffe eines Tages auf ein großes In Control-Revival! :)
Also insgesamt würde ich tatsächlich auch sagen, dass "Livin' In Hysteria" das beste Album der Band ist (knapp vor "In Control"), allerdings ist "In Control" der beste Song der Band! Dieses düstere, harte Einstiegsriff, die Twin-Gitarren, die Dramatik, vor allem im Gesang ist irgendwie unerreicht! Und das Intro dazu baut auch mächtig Spannung auf, erst unheilvoll klingend, dann die epische Melodie und danach halt unvermittelt der harte Anfang des Titelsongs, das ist schon ein großartiges Wechselbad der Gefühle!
Der Grund, weswegen ich das zweite Album insgesamt noch besser als das Debüt finde, ist der etwas gesteigerte Komplexitätsgrad, vor allem im Schlagzeugspiel (das ist mir auf dem Debüt tatsächlich zu eintönig/einfallslos).
Übrigens: wäre nicht das lahme und peinlich Richtung US-Radio schielende "Rock On", wäre wohl die "Open The Gate And Watch" EP für mich die beste Veröffentlichung der Band, da sind ansonsten nur absolute Brecher drauf!
 
Hast du Beispiele? Die letzten drei Jahre trat keine Band zwei Jahre hintereinander auf. Vielleicht zu Zeiten, als noch nicht solche "Hochkaräter" der Szene dort auftraten...
Ich verstehe nicht ganz, warum du dich so am "hintereinander" aufhängst. Es ging 2019 los, hier noch als klassisches Konzert mit Brainstorm plus Support. Dann war Corona Pause und bei der nächsten Ausgabe 2022 war dann wieder Brainstorm dabei, jetzt im aktuellen Format als Zwei-Tages-Sause. Dieses Jahr gab es noch ein Warm Up, dort waren BS auch wieder dabei.
Wie gesagt, es liegt einfach am guten Verhältnis zwischen Bands und Veranstalter sowie dem Support Gedanken für das inklusive Konzept des Festivals.
Das Thema ist eigentlich aber auch etwas fehl am Platz im Heavens Gate thread^^

@Acrylator : Geil geschrieben, kann allem nur zustimmen. Ich habe HG damals über einen Schulfreund kennengelernt, seine Mutter ist Friseurin und hat einem der Bandmitglieder immer die Haare geschnitten, von dem hat er dann das "Boxed" Best Of CD Set bekommen und mir dann mal ausgeliehen, weil er wusste, dass ich Metal höre. Seit dem war es um mich geschehen, bis heute höre ich HG immer wieder gerne. Im Moment auch wieder vermehrt durch den Tribute Auftritt von MoC.
 
Übrigens: wäre nicht das lahme und peinlich Richtung US-Radio schielende "Rock On", wäre wohl die "Open The Gate And Watch" EP für mich die beste Veröffentlichung der Band, da sind ansonsten nur absolute Brecher drauf!

Ich glaube "Rock on" wollte gar nirgends hinschielen, das ist schlicht und ergreifend einfach ne Cover-Version auf die die Jungs damals einfach Bock hatten und auf ne EP passt sowas i.d.R. ja immer besser wie auf ein Album

 
Spitzenband und wie oben schon geschrieben leider viel zu wenig beachtet.Mein Einstieg war die In Control,und die Stimme von Thomas Retke hat mich sofort begeistert.
Leider nie Live gesehen,habe auch alle Alben,und die Planet E. ist neben dem Debut mein Lieblingsalbum!
Mal wieder alles durchhören.Ewig nicht mehr gemacht.
 
Ich glaube "Rock on" wollte gar nirgends hinschielen, das ist schlicht und ergreifend einfach ne Cover-Version auf die die Jungs damals einfach Bock hatten und auf ne EP passt sowas i.d.R. ja immer besser wie auf ein Album

Ah, okay, das wusste ich tatsächlich nicht, da ich mich im Zweite-Reihe-Stadionrock null auskenne. Stimmt schon, dass sowas auf ner EP besser als auf nem Album aufgehoben ist, aber ich hätte es besser gefunden, wenn die den Song gar nicht auf die EP gepackt hätten, der stört den Fluss und wirkt wie ein Fremdkörper.
 
Ah, okay, das wusste ich tatsächlich nicht, da ich mich im Zweite-Reihe-Stadionrock null auskenne. Stimmt schon, dass sowas auf ner EP besser als auf nem Album aufgehoben ist, aber ich hätte es besser gefunden, wenn die den Song gar nicht auf die EP gepackt hätten, der stört den Fluss und wirkt wie ein Fremdkörper.

Ich fand das Cover damals ganz erfrischend und das Original war ja ein Jahr vorher immerhin auch ein Nr.1 Song in den Staaten. Aber is natürlich wie immer Geschmackssache. Gab ja auch noch weitere Cover Versionen von Monty Python, Helloween, Judas Priest, Sparks, Dalbello und Nazareth
 
Aber is natürlich wie immer Geschmackssache. Gab ja auch noch weitere Cover Versionen von Monty Python, Helloween, Judas Priest, Sparks, Dalbello und Nazareth
Ja, wobei gerade das Nazareth-Cover besser zum Stil der Band passte und mir eh viel besser gefällt. Die Priest-Coverversion ist auch super! Was haben die denn von Helloween gecovert? Das ist irgendwie an mir vorbeigegangen. Von "Always Look On The Bright Side Of Live" hätte ich gerne die komplette Metal-Version auf dem Album gehabt, der Anfang von dem Stück klingt ja toll!
 
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