HELL OVER HAMMABURG 2026 // 6. &. 7. März 2026 // Hamburg-Markthalle

Spätestens dann, wenn hier alle wegen Deiner "genialen" Lifehacks unter der Erde liegen, mach' ich aber Rambazamba, ey! ;)

Was keiner weiß, da ich ja erst seit 2017 hier im Forum bin: ich war bis zum Sommer 2015 persönlicher Lifehack-Berater von Lemmy (ja, von mit hatte er den Tipp mit Wodka-O) und bereits in meiner frühen Jugend konnte ich Ozzy mit der richtigen Bisstechnik für Geflügel weiter helfen.
 
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Ich will gar nicht viel rumreden, nur eins:
Atlantean Kodex waren der einzig würdige Tagessieger (sorry @Bexham ;-) ), Headlinder und Festivalgewinner! Dabei war ich kurz davor, mit Rosi auf der Bude zu bleiben, die wegen Erkältung wirklich durch war und die ich kurz vor Helheim zum Hotel gebracht habe.
Aber meine Güte, was hätte ich da verpasst! Ich kam quasi pünktlich zu Showtime wieder in die Halle und es war die Überwindung mehr als wert! Ich bin direkt froh, dass ich mich dazu noch aufgerafft habe.
Was diese Band im Allgemeinen und Markus Becker im Besonderen im Laufe der Jahre für eine Entwicklung hingelegt haben ist wirklich aller Ehren wert! Hoffentlich gibt's da noch eine Nachlese in Form einer offiziellen Live CD!
Das soll die Leistung einiger anderer natürlich nicht schmälern.
-Slingbalde super!
-Night große klasse!
-Sintage Klasse!
-Argus ganz prima!
-Christian Mistress war ich nicht genug im Thema, trotzdem gut.
-Mega Colossus engagiert wie immer, leider zu früh verbraten und wegen der neuen (mir) noch unbekannten Songs im Set ein wenig Potenzial verschenkt.
Schade auch, dass an Besuche bei Palantyr und Templar nicht zu denken war, die hätte ich mir gerne gegeben.
Insgesamt und auch wegen der vielen tollen Leute wieder ein großartiges Wochenende
The Last Ride to Hell kann also kommen, auch wenn's ein schmerzlicher Verlust am ersten März Wochenende sein wird.
Wir sehen uns auf dem Keep it true!
 
Nun, das war es also, für mich in vielerlei Hinsicht ein außergewöhnliches Hell over Hammaburg. Einerseits war es bezüglich der Rahmenbedingungen ein echtes Kontrastprogramm, zwischen Sandmännchen im Hotel und Blastbeats lagen vereinzelt keine 30 Minuten, das war natürlich deutlich herausfordernder als das Lotterleben der letzten Jahre. Anderseits schwang bei mir immer schon ein wenig Wehmut mit, im Wissen dass das nächstes Jahr endet. War ja eher Spätberufener, was das HoH angeht, aber die Worte von @onegodless im andern Thread bringen es auf den Punkt, eine Verbindung zur Bühne aufzubauen fällt einem hier besonders leicht.

Musikalisch war es für mich lohnend, mein Highlight waren Helheim. Meine Metal-Sozialisation verlief ja nicht unbedingt klassisch und so ist die Jormundgand für mich, was für manche vielleicht The Number Of The Beast oder Painkiller war, der Einstieg in einen Kosmos, der einem anfangs schier endlos und zauberhaft vorkommt. Ich verehre dieses Album und war für mich etwas Besonderes, es live und in Originalbesetzung am Stück zu hören, danke @wrm. Die wahnsinnigen Vocals hat V'gandr immer noch drauf, dazu der Donner, die typischen Keyboards, ich bin happy und werd noch oft dran denken.
Ebenfalls fantastisch:
Wrahha: unglaublich intensiv, ein heilsames Getrümmer, @Gaukli hat es wunderbar ausgedrückt, man verlässt sich in dem Moment ein Stück und kehrt ohne so manchen Ballast wieder zurück.
This Gift Is A Curse: Vorab nur selten gehört, wenig erwartet und alles bekommen. Überraschungssieger und live für mich gänzlich anders rübergekommen.
Forteresse: Ich war von der Woche Sightseeing schon ziemlich erschöpft und der Sound war vor der Bühne tatsächlich nicht ideal, aber es hat mich dennoch schnell mitgerissen und ich habe meine müden Beine vergessen. Hab ringsum ein paar blaue Flecken als Andenken mitgenommen.
Vollmondprozession: Zugegeben, ich habe das Album oft gehört und mag es auch, aber die vollständige Begeisterung hat sich nie eingestellt. Live hat es schneller gefunkt ich bin drin versunken. Nur deür Übergang vom Soundcheck zum eigentlichen Set war mir zu subtil, ich hab den halben ersten Song mental verpasst, weil ich dachte, es wird noch getestet.
Atlantean Kodex: Hatte sie noch nie gesehen und hätte mich gerne mitreißen lassen, aber meine Beine haben es nicht mehr lange mitgemacht. Werden für mich auch in Zukunft nicht den Stellenwert erreichen, den sie bei sehr vielen haben, macht nichts, aber es war schon beeindruckend, wie leidenschaftlich sie von Beginn an von der Menge gefeiert wurden. An nem normalen Tag hätte ich da gerne bis zum Ende drin gebadet, aber es ging nach 3 Songs nichts mehr.
Ansonsten genoss ich Argus, Christian Mistress, Mega Colossus, Phrenelith und Sintage, mir persönlich war es programmlich etwas zu viel zu Heavy Metal (am Stück), ich schätze die stilistische Abwechslung sonst eigentlich sehr.

Die Rahmenbedingungen vor Ort waren wieder erstklassig, Halle, Organisation und Crew werden zurecht häufig gelobt, das trägt natürlich alles zum Erlebnis bei. Und Jever passt absolut.

Neben vielen geschätzten Bekannten durfte ich @Daruma @Doctor_Doctor_please @Gaukli @Hansen Rockt @LaHaine @Nightswan @Onno @Schwiegersohn und @Vogelwiese kennenlernen, hat mich gefreut!
Und es war wie immer schön zu sehen, wie schnell neue User Anschluss finden konnten, das zeichnet dieses Forum sicherlich im Besonderen aus.
Aber es ist wie @avi sagte, Fluch und Segen zugleich. Gefühlt habe ich mit vielen von euch nur 1-2 Sätze gewechselt, während ich mich eigentlich gerne viel mehr unterhalten hätte oder ich im jeweiligen Moment schlicht nichts Sinnvolles herausgebracht habe, oft kommen mir die Gedanken dann erst Stunden oder Tage später. Gerade in so Situationen mit vielen Reizen hängt mein Gehirn dem Moment hinterher, beispielsweise wollte ich @Frankquilizer ein Bier ausgeben, wird nachgeholt.
Trotzdem ist es natürlich wundervoll, in so viele bekannte Gesichter zu blicken, wenn man sich vor der Bühne oder draußen umsieht. Das macht für mich die musikalische Erfahrung noch viel kostbarer. Beispielsweise konnte ich während Helheim diverse Male zu @Thalon rüberschmunzeln, der es offenbar auch genossen hat.
Und falls ich dem ein oder anderen zu touchy war: Im beruflichen oder teilweise familiären Umfeld kann ich gezwungene Berührungen überhaupt nicht ausstehen. Aber seid versichert, dass jede Umarmung und jeder Schulterklopfer absolut von Herzen kamen und ich mich selten so wohl in meiner Haut fühle wie in solchen Momenten.
Mir bleibt also nur noch, danke zu sagen, morgen geht es wieder in Richtung Heimat. Erholsam war es nicht gerade, aber ich habe es sehr genossen.

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Habe es heute einigermaßen erfolgreich geschafft, meinen After-HoH-Blues mit Erwerbsarbeit zu dämpfen und das immer noch vor Freude heftig pochende Herz wieder auf gesunde Geschwindigkeit zu regeln ...

Es war mal wieder ein Fest in Hammaburg, musikalisch wie zwischenmenschlich! Vielen Dank @wrm und Co. sowie das wie immer entspannte und nette Team der Markthalle. :top:

Beste Band am Freitag waren für mich ganz klar Argus! Bester Sound, Twin-Gitarren aus dem siebten Himmel und ein grandios singender Butch Balich. Traumhaft! Eine Frage aber treibt mich um: Wer bucht diese Mega-Band, wenn es @wrm nicht tut? Laut setlist.fm haben die Jungs in den 6 Jahren zwischen den beiden Hammaburg-Gigs nur eine (!) Show gespielt. Okay, zwischendurch gab es diese Corona-Pandemie, aber trotzdem ...

Sonst so: Mega Colossus hatten nicht den besten Sound (der Bass war schon sehr aufdringlich), zudem war ich selbst noch nicht ganz akklimatisiert. Sehe sie zum Glück auf der Tour nochmal in Nürnberg. Etwas enttäuscht war ich von Christian Mistress. Es zünden leider nicht alle ihre Songs so wie "Black To Gold" oder "Desert Rose". Dennoch bin ich froh, die Band endlich live gesehen zu haben. This Gift Is A Curse fand ich gut, besser als auf Platte, wo sie mir zu perfekt klingen. Skräcken waren nicht so meins und Forteresse fand ich eher öde. Zwei wechselnde Tempi (sehr schnell, schnell) und die gefühlt immer gleich klingenden Gitarrenflächen. Na ja ...

Am Samstag hat mich dann - zu meiner eigenen Überraschung - eher das Geballer im Marx angezogen. Hier kam das beste zum Schluß: Sun Worship! Was für ein Ulta-Abriss! In den Schlagzeuger habe ich mich umgehend schockverliebt und so einen geilen und klaren, im besten Sinne aufgeräumten Drumsound habe ich im Marx noch nie gehört! Wenn dieses Feintuning der Grund für den sehr späten Einlass war, dann war der jede Minute wert.

Vorher noch die entfesselt aufspielenden Wrahha (der Basser, ey!) und der atmosphärisch dichte Lo-Fi-Black-Metal von Vollmondprozession. Geil! In der großen Halle hat mich der mächtige Death Metal von Phrenelith am meisten begeistert. Schade nur, dass die Gitarren hier zu leise waren, wobei es im Laufe des Gigs etwas besser wurde. Die Band hatte auch noch Zeit auf der Uhr. Der Bassist hat mir später erzählt, dass der eine Gitarrist erst seit kurzem in der Band ist und sie deshalb kein längeres Set spielen konnten. Atlantean Kodex waren der erwartet stimmungsvolle Abschluß. Das Spiel zwischen Band und Publikum ist immer wieder einzigartig! Ansonsten sehe ich es wie @Prodigal Son: Da darf jetzt gerne mal ein wenig frischer Wind in die Setlist kommen (am besten mit mehr neuen, geilen Songs) und ich muss aufpassen, dass ich mich an Kodex nicht satt sehe.

Der Preis für die geilste Friese und das mutigste Outfit des Wochenendes ging imho an den Sänger und Bassisten von Templar (die ich ansonsten ziemlich furchtbar fand).

Early Bird ist eingetütet. Ich freue mich schon jetzt! :jubel:
 
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Alles was wichtig was ist prima gelaufen, es hat wirklich Spaß gemacht. Super Wochenende Markthalle und Marx funktionieren noch so gut (und in Rahmen von ihre Pro- und Nachteile) wie damals. Danke an der Orga und Markthalle Teams.

Kodex grandios.
Argus super, vielen Danke hier insbesondere, dass sie wieder nach Europa eingeladen waren, sie spielen nie so oft wie sie sollten!
Palantyr endlich gut angekommen (KIT Rising Auftritt war eher so so).
Mega Colossus haben Spaß gemacht und haben den Opening Slot völlig abgerissen mit Headliner Energie.

Phrenelith waren die perfekte Medizin gegen Kater am Samstag, super palate cleanser. Starke Auftritt, und Sound war auch ok von neben der Mixer wo wir waren.

Getränke Anmerkung: Jever ist jetzt bei mir auf derselben Ebene als die Mistbrühe Pilsner von Distelhausen gekommen. Zum Glück gab es am Samstag Alternativen, so alles gut aber...

... Dass die Becher von Freitag nicht mehr am Samstag beim wiederkommen akzeptiert waren, war auch komisch. Gibt es ein gutes Grund dafür?
 
Dass die Becher von Freitag nicht mehr am Samstag beim wiederkommen akzeptiert waren, war auch komisch. Gibt es ein gutes Grund dafür?
Ein Entfernen der Becher vom Gelände des Betreibers stellt zunächst eine Strafbarkeit gem. § 242 I StGB dar. Die Becher verbleiben auch nach der Zahlung im Eigentum des Betreibers, der dir hier eine Aneignungsabsicht unterstellen kann. Würde mir 1 Anwalt nehmen
 
Ein Entfernen der Becher vom Gelände des Betreibers stellt zunächst eine Strafbarkeit gem. § 242 I StGB dar. Die Becher verbleiben auch nach der Zahlung im Eigentum des Betreibers, der dir hier eine Aneignungsabsicht unterstellen kann. Würde mir 1 Anwalt nehmen
Grundsätzlich richtig, aber wenn man den Becher nicht eigenmächtig von hinterm Tresen mopst, sondern vom freundlichen Markthallenpersonal überreicht bekommen hat, kann die spätere Mitnahme vom Gelände kein Diebstahl nach § 242 sein, sondern eher eine Unterschlagung (§ 246 StGB).
Strafmaß ist aber dasselbe. Bei guter Führung gibt's vielleicht Freigang zum HoH 2027.
 
Das Problem mit den Bechern ist doch gewesen, dass die an der Theke gesagt haben, man könne sie mitnehmen und am nächsten Tag abgeben. Aber der Security wurde gesagt, dass das nicht geht. Da muss die Markthalle einfach eine einheitliche Linie fahren.

Noch wichtiger ist allerdings, dass mit Hövels und Jever eine nahezu perfekte Bierauswahl geliefert worden ist. Also ohne jeden Scheiß: So gut habe ich das noch nirgends auf Konzerten erlebt.
 
Dass man das letzte Bier draussen austrinkt oder eine Becher in der Tasche hat ist doch nicht ungewöhnlich.Den möchte man dann natürlich nächsten Tag abgeben.
 
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