HELL OVER HAMMABURG 2026 // 6. &. 7. März 2026 // Hamburg-Markthalle

dass mit Hövels und Jever eine nahezu perfekte Bierauswahl geliefert worden ist.

Zwar noch meilenweit entfernt von "perfekt" (ich will das Faß nicht schon wieder aufmachen), aber immerhin war das Hövels deutlich trinkbarer als ich es von vor 2 Jahren in Erninnerung hatte. Ich verspreche hoch und heilig, nächstes Jahr nicht schon wieder eine Bierdiskussion zu beginnen.
 
Von mir auch noch ein kleiner Bericht:

Das Warm-Up am Donnerstag fand für mich in der MS Stubnitz statt, wo die grossartigen Grails einen rauschhaften Auftritt hingelegt haben. "Vorgruppe" war ein Typ namens Expensive $hit, der zu elektronischem Krach sein Schlaugzeug zerdrescht hat. Ebenfalls sehr cool! Sieger das Abends war für mich aber die Location selbst, hab zum ersten mal ein Konzert im Bauch eines Schiffes erlebt und mich direkt in diesen Ort verliebt. Da bin ich auf die Hamburger fast etwas neidisch, zumal ein Blick auf das aktuelle Programm beweist, dass da ständig gute Veranstaltungen stattfinden (demnächst u.A. Sumac, A Place To Bury Strangers, Ultha, Yellow Eyes...).


Am Freitag-Vormittag gab's das Hamburg-Standard-Programm: Hafenrundfahrt und Fischbrötchen, bei herrlichem Wetter. Dann ging es aber auch schon los in der Markthalle:

Mega Colossus: Als ich kurz vor knapp in die Halle gestolpert bin, war ich erstmal überrascht, wie voll es um die frühe Uhrzeit war und wie frenetisch die Band empfangen wurde. Aber völlig verdient! Auch wenn der Sound nicht ganz optimal abgemischt war, haben Mega Colossus richtig abgeräumt. Freue mich schon auf das Konzert in Zürich nächste Woche!

Skräcken: Wie geil war das denn!? Grossartige Sängerin, perfekter Sound und live haben mich die Songs nochmal viel mehr mitgerissen als beim Reinhören in das Album. Die Band klingt nicht nur absolut schwedisch, sondern konnte auch optisch kaum ihre Herkunft verbergen. In den etwas ruhigeren, melodischen Momenten klang das für mich sogar ganz leicht nach Graveyard. Völlig überraschend Tagessieger für mich!

Argus: Bin mit den Alben der Band nicht wirklich vertraut, mit ihrer Spielfreude haben mich Argus trotzdem überzeugt. Hätte gerne noch etwas mehr Doom sein dürfen, der eine schleppende Song war nämlich mein Highlight des Sets.

This Gift Is A Curse: Bei mir vor dem HOH fälschlicherweise bisher in der Metalcore-Ecke verortet, hat mich die Band komplett weggeblasen! Schön fiese Mischung aus Sludge, Black Metal und Hardcore.

Christian Mistress: Hier wollte der Funke bei mir nicht ganz überspringen, auch wenn sie eigentlich nichts falsch gemacht haben.

Forteresse: Ganz vorne nicht perfekter Sound, aber ansonsten das erwartete Highlight! Die Band war für mich DER Grund, um nach Hamburg zu fliegen und ich wurde nicht enttäuscht.


Am Samstag lockte wieder sonniges Wetter nach draussen: Dieses mal ging's durch den alten Elbtunnel und hoch auf den Flakbunker. Auch ein Flohmarkt wurde noch kurz mitgenommen.

Templar: Bei meiner Ankunft war das Marx schon kuschelig gefüllt - an dieser Stelle Respekt an alle, die bei diesen Temperaturen mit Pulli, Lederjacke oder gar Daunenjacke vor Ort waren, ohne zu kollabieren. Templar haben dann richtig Spass gemacht! Richtig geiler, nach Schweden klingender Heavy Metal, viel Energie auf und vor der Bühne und optisch natürlich mit Abstand die Festivalsieger!

Night: Nach der wilden Party von Templar hatten Night mit ihrer melodiösen Ausrichtung einen schweren Stand bei mir - und so ging es nach einer Viertelstunde zurück ins Marx, um einen Platz für Vollmondprozession zu sichern...

Vollmondprozession: ...was eine kluge Entscheidung war, denn das Marx war schon gut gefüllt und es reichte für mich gerade noch für einen Platz direkt vor dem Mischpult. Nach Allem, was ich vorab von der Band so mitbekommen hatte, hätte ich ein gewisses Mass an Kostümierung und Bühnendeko erwartet und war entsprechend überrascht, wie schlicht das alles gehalten wurde. Aber komplett egal, was zählt ist selbstverständlich die Musik und da konnte die Band voll punkten: Was für eine entrückte, dichte Atmosphäre, nicht zuletzt dank dem genialen Gesang! Das Album ist ja schon top, live ist das allerdings nochmal ne ganz andere Liga!

Phrenelith: Kaum war der letzte Ton von Vollmondprozession gespielt, musste ich einen Sprint direkt vor die Hauptbühne hinlegen, um mich von Phrenelith verprügeln zu lassen. Roh, dreckig und brutal - genau so muss Death Metal klingen! Der Abriss dauerte zwar leider nur eine halbe Stunde, die hat für mich aber trotzdem zum Tagessieg gereicht. Am Merchstand musste ich dem Sänger dann zum gelungen Auftritt gratulieren und für faire 50 Euro wurden 4 CDs und ein Shirt mitgenommen.

Slingblade: Nach einer kurzen Verschnaufpause stand mit Slingblade das nächste Highlight auf dem Programm: Was für eine sympathische Band! Was für eine tolle Sängerin! Was für ein Hit-Feuerwerk!

Helheim: Mit den späteren Alben konnte ich mich nicht mehr richtig anfreunden, "Jormundgand" ist aber natürlich ein Klassiker. Sehr starker Auftritt, umso schmerzlicher war dann die Überrschneidung mit Sun Worship. Letztere standen schon lange auf meiner Must-See-Liste und deshalb bin ich bei Helheim etwas früher raus, damit ich es auch sicher ins Marx reinschaffe.

Sun Worship: Erst kürzlich fand ich heraus, dass für diese Wand aus Black Metal nur 2 Leute verantwortlich sind - und live war diese Tatsache noch viel beeindruckender! Ein wahnsinnig intensiver Auftritt!


War einmal mehr ein grossartiges HOH! Grosses Danke an alle Beteiligten vor, auf und hinter der Bühne! :top:
 
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Ich erinnere mich düster, dass das Problem mit den Bechern wohl irgendwie mit der Abrechnung zu tun hatte... da würde es wohl irgendwie Schwierigkeiten geben, wenn am zweiten Tag mehr Becher zurückgehen, als rausgegeben wurden, weil am Freitag Abend schon abgerechnet wurde.
Während eines Tages war es ja auch kein Problem, mit Becher raus und wieder reinzukommen. Da musste man nur draußen austrinken.
 
Bin sonst nicht sehr aktiv hier, aber um den Post-HOH-Blues, der mich dieses Jahr ziemlich erwischt hat, besser zu verarbeiten, versuche ich mich auch noch an einem kurzen persönlichen Rückblick.
Zunächst zum Musikalischen.
Über die (Hin-)Gabe von @wrm, jedes Jahr aufs Neue ein trotz oder gerade wegen der Unterschiedlichkeit der vertretenen Stilrichtungen und Bands ein exzellent besetztes Festival auf die Beine zu stellen, ist schon alles gesagt. Für mich hat das in diesem Jahr besonders gut funktioniert, ich fand jeden Auftritt, den ich gesehen habe, mindestens gut. Meine Highlights waren Mega Colossus (zum ersten Mal gesehen, ich fand den Sound ok), Skräcken (mein Festivalsieger, live entfaltet sich die Atmosphäre der Songs noch stärker als auf Platte. Gänsehaut galore!), Sintage (fühlte mich kurzzeitig 30 Jahre jünger, hinterher leider umso älter) Palantyr und Slingblade sowie mit leichten Abstrichen Argus (wo war der Doom?). Eigentlich nicht repräsentativ für meine sonstigen Hörgewohnheiten, aber für Geknüppel war ich an diesem Wochenende nicht so richtig in Stimmung.
Dafür umso mehr für Gespräche oder auch nur ein erstes kurzes Kennenlernen mit vielen von euch. Ich habe mich getraut, mal ein bisschen meine Komfortzone zu verlassen und aktiver auf Menschen zuzugehen. Belohnt wurde ich damit, dass ich u.a. @Boris the Enforcer, @SirMetalhead, @Prodigal Son, @-DMR-, @Guardian, @Gaukli und endlich auch @Black Future kennengelernt habe. An dieser Stelle ein großes Dankeschön für die Offenheit, mit der hier allgemein auch denjenigen begegnet wird, die sich im Forum nicht so regelmäßig einbringen!
Für mich, das ist mir die letzten Tage nochmal klar geworden, hat das HOH seit meinem ersten Besuch vor zwei Jahren eine über 20jährige Lücke geschlossen, in der ich nicht im Großraum Hamburg gelebt und den Kontakt zur Szene etwas verloren hatte. Daher spüre ich nach meinem insgesamt erst dritten Besuch schon auch eine ziemliche Wehmut, wenn ich an das nächste Jahr denke.

Aber genug des Jammerns! Was ich eigentlich sagen wollte: Geil war's! Und schön, dass es diese Community hier gibt...
 
Ich werde das mit der Markthalle besprechen.
Wegen 1€ Pfand… ???
Nu lasst mal die Kirche im Dorf und betrachtet den Becherpfand für den mitgenommenen Absacker als kleine Wertschätzung an den Service in der Markthalle (der hier ja auch von allen so betont positiv hervorgehoben wird… und das zu Recht!)!
Und dann geht noch mal in Euch… überlegt, was Ihr für das geile WE insgesamt rausgehauen habt… und ob WRM hier ernsthaft wegen dem 1€ Becherpfand ins Gespräch gehen soll…
 
Eine Ergänzung: statt Jever und Hövels gibt's auch aus der Flasche Oberdorfer Hell, das hat für mich wunderbar funktioniert.
Ich persönlich trinke eigentlich immer lieber das einheimische Bier, wenn ich wo bin. Ich bin im Norden, also trinke ich Jever (wenn es schon kein Hamburger Bier mehr in der Markthalle gibt). Ich glaube, ich hätte mich sogar für Jever entschieden, wenn es ein fränkisches Bier gegeben hätte. o_O
 
Ich persönlich trinke eigentlich immer lieber das einheimische Bier, wenn ich wo bin. Ich bin im Norden, also trinke ich Jever (wenn es schon kein Hamburger Bier mehr in der Markthalle gibt). Ich glaube, ich hätte mich sogar für Jever entschieden, wenn es ein fränkisches Bier gegeben hätte. o_O
Fair enough. Schade ist halt, dass man mit Ratsherrn sogar eine recht gute lokale Brauerei hätte, die viele Stile anbietet aber die Platthirsche dominieren halt in allen Konzertlocations.
 
Meine Hommage an den großartigen Auftritt von Skräcken diesmal (wieder) in Bildform... - letztendlich ist es auch meine Hommage an die Markthalle!!! Ohh, wie ich (nicht nur aus optischen Gründen) diese halbrunde Lampen- und Stahlkonstruktion liebe!!! ...und natürlich die Amphitheateranordnung der Stehplätze!!! ...und ...und...!!!

Fast alle Bands (wenn auch zum Teil nur kurz) gesehen und mich wie jedes Jahr über die tolle und für mich aufregende Mischung gefreut!!!

Neben Skräcken: Kodex, Forteresse, Palantyr, Helheim jeweils vorne (mit voller Inbrunst) komplett abgefeiert!!!

Schon jetzt fette Voooorfreude auf 2027!!!

 
Es gibt im Venue 3 Tresen, an denen man die Becher binnen 30 Sekunden abgeben kann. :)
Wolf, es war nur eine Kleinigkeit von meiner Seite, und ich war nur verwirrt, ich habe es nicht böse gemeint, auch wenn ich meine Worten selbst nachlese und ein bisschen unklar finde. :)

Edit: I am sorry I seem to have added to a storm in a tea cup! No lawyers needed, Herr Beschissen :)
 
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