HELL OVER HAMMABURG Vol. 11 // 28. Februar & 1. März 2025

Wären Blapshemy nicht in dem Jahr günstiger gewesen wo sie eh schon fürs Chaos Descends hier waren, so rein interessehalber gefragt? Ticket fürs kommende Jahr wird direkt auf der Veranstaltung eingetütet.
 
Und danach ist vermutlich ohnehin Schluss und ich werde aller Voraussicht nach das HOH im Laufe des Jahr 2026 würdevoll beerdigen
Größter Schocker des Tages, mindestens.
Wo meine Holde und ich dieses feine Festival doch erst 2020 für uns entdeckt und es lieben gelernt haben, egal wer spielt.
Ich kann die Konsequenz komplett nachvollziehen, aber das macht mich gerade in der Tat sehr traurig. :hmmja:
Möge 2026 die kräftigste Abschiedssause werden, die Hamburg je gesehen hat!
 
Thema Coltre: Die Band hat bislang insgesamt 5 Shows, darunter 2 in Deutschland (eine 2023, eine vor einem Monat) gespielt. So zu argumentieren, dass man die Band oft oder gar zu oft live sehen könne, ist ein wenig übertrieben, denn mindestens 95% unseres Publikums im kommenden März werden die Band zum allerersten Mal sehen.
Und die sind auch so geil, dass man sie gerne ein zweites oder dritte Mal anschauen kann :top:

Für 2026 wünsch ich mir Krypta :D
Hat wohl noch kaum einer live gesehen...
 
Auch wenn das alles (Rock’n’Rolf-Modus on) Produktionsinterna (Rock’n’Rolf-Modus off) sind, gebe ich euch hiermit einen kleinen Blick hinter die Kulissen:

Für jedes HOH erstelle ich eine Art persönliche Wunschliste und versuche im Laufe des Booking-Prozesses, diese Liste in die Tat umzusetzen. Welche Band möchte ich selber sehen und bei uns begrüßen? Dies gestaltet sich mal einfach und mal schwer. Gerade die Positionen der Headliner und Co-Headliner werden zum immer schwierigeren Unterfangen, da die Preise teilweise extrem nach oben geklettert sind. Zwei elementare Bedingungen: 1) die Band muss mir total gefallen. 2) die Band muss für das HOH finanzierbar sein, und zwar so finanzierbar, dass die Qualität des Gesamtprogramms nicht darunter leidet. Ich möchte keinerlei qualitative Kompromisse eingehen, auch nicht bei den Openern und den Bands im Marx.

Es gibt also auch eine jährliche Liste potenzieller Headliner. Blasphemy standen seit Jahren immer mit ganz weit oben, waren in den Vorjahren leider nicht finanzierbar/umsetzbar, aber diesmal klappt es glücklicherweise. Die Liste der Samstagsheadliner (also Melodie bzw. alles andere als böse schwarze Dunkelheit) beinhaltete neben Demon u.a. auch Kodex und Visigoth. Kodex können aus gesundheitlichen Gründen nicht und Visigoth kriegen voraussichtlich bis Anfang März ihr neues Album nicht fertig – und wollen ohne neues Album nicht in D spielen. Es stand u.a. noch das langersehnte Comeback von Kylesa zur Disposition, aber die Band präferiert die großen Sommerfestivals. Da konnte ich finanziell nicht mal ansatzweise mithalten und musste einsehen, dass das nicht realisierbar ist.

Man muss es so klar sagen: Wenn man sowohl den Finanzaspekt als auch meinen eigenen Musikgeschmack als unverrückbare Prämisse hernimmt, dann bleiben nur ganz wenige Kandidaten übrig, die beim HOH als Headliner spielen „können/dürfen“.

Für mich persönlich sind unsere beiden 25er Headliner absolute Highlights. Und die beiden 26er Headliner werden mit Sicherheit ebenso wunderbar. Und danach ist vermutlich ohnehin Schluss und ich werde aller Voraussicht nach das HOH im Laufe des Jahr 2026 würdevoll beerdigen. Der Grund: Die Markthalle wird ab 2026 komplett umgebaut und deshalb sehr lange geschlossen bleiben. Da das Hell Over Hammaburg ganz eng mit dem Charme und den Eigenheiten der Markthalle (in ihrem jetzigen Zustand) verknüpft ist, würde ich es als Etikettenschwindel betrachten, das Festival unter seinem traditionellen Namen einfach an anderer Stelle auszurichten und so zu tun, als wäre das alles logisch und in Ordnung.

Zu den angesprochenen Crypt Sermon: Tolle Band, aber man kann sie sich nur im Rahmen einer Tour leisten – denn 6 Personen aus den Staaten einzufliegen, ist teuer, das wäre ein Headliner-Budget, und für einen Headliner finde ich die Band noch zu klein.

Thema Coltre: Die Band hat bislang insgesamt 5 Shows, darunter 2 in Deutschland (eine 2023, eine vor einem Monat) gespielt. So zu argumentieren, dass man die Band oft oder gar zu oft live sehen könne, ist ein wenig übertrieben, denn mindestens 95% unseres Publikums im kommenden März werden die Band zum allerersten Mal sehen.

Ansonsten bleibt mir nur zu sagen: Abwarten bis zum finalen Billing ist vermutlich besser, als vorschnell Fazits zu ziehen.

PS.: 50% der Tickets sind weg.

Danke für diesen Einblick. Weil Du beim Thema Coltre auch auf meinen Kommentar anspielst: ich habe nur meinen subjektiven Eindruck geschildert und keinerlei Kritik an Deinem Booking geübt. Scheinbar sind Blasphemy für manche hier der allerheißeste Scheiß, damit hast Du es ja richtig gemacht. Für mich sind sie halt völlig belangloser Scheiß, das ist dann eher mein Problem als Deines. Du schaust gerne über die Genregenze hinaus? Fand ich vor zwei Jahren super bei Brutus, dass Berlin 2.0 nicht meins sind, ist wiederum mein Problem, nicht Deins. Demon, The Tower, Coltre: alles Bands, die ich auf einem Festival gerne mal mitnehme, aber für keine davon würde ich auf ein Headliner-Clubkonzert gehen. Und wieder, Du ahnst es schon, mein Problem, nicht Deins.

Vielleicht kommt noch was, was mich total in Wallung versetzt (heuer waren das Slingblade, TNPF und Manbryne, die mich dazu veranlasst hatten, doch noch zu kommen, obwohl ich eigentlich aussetzen wollte), vielleicht auch nicht? Das HoH ist von meinen Stammfestivals das am weitesten entfernte und das einzige, dass ich nicht mit dem Bulli ansteuere (nach dem Ende des HoD) und trotzdem war ich zuletzt 5x hintereinander da. Die Nachricht, dass es vorerst aber nur noch zweimal stattfinden soll, macht mich traurig und wird dann wohl doch ein großer Faktor dafür sein, dass ich Anfang März vor dem Ibis rumlungern werde.
 
Danke für diesen Einblick. Weil Du beim Thema Coltre auch auf meinen Kommentar anspielst: ich habe nur meinen subjektiven Eindruck geschildert und keinerlei Kritik an Deinem Booking geübt. Scheinbar sind Blasphemy für manche hier der allerheißeste Scheiß, damit hast Du es ja richtig gemacht. Für mich sind sie halt völlig belangloser Scheiß, das ist dann eher mein Problem als Deines. Du schaust gerne über die Genregenze hinaus? Fand ich vor zwei Jahren super bei Brutus, dass Berlin 2.0 nicht meins sind, ist wiederum mein Problem, nicht Deins. Demon, The Tower, Coltre: alles Bands, die ich auf einem Festival gerne mal mitnehme, aber für keine davon würde ich auf ein Headliner-Clubkonzert gehen. Und wieder, Du ahnst es schon, mein Problem, nicht Deins.

Vielleicht kommt noch was, was mich total in Wallung versetzt (heuer waren das Slingblade, TNPF und Manbryne, die mich dazu veranlasst hatten, doch noch zu kommen, obwohl ich eigentlich aussetzen wollte), vielleicht auch nicht? Das HoH ist von meinen Stammfestivals das am weitesten entfernte und das einzige, dass ich nicht mit dem Bulli ansteuere (nach dem Ende des HoD) und trotzdem war ich zuletzt 5x hintereinander da. Die Nachricht, dass es vorerst aber nur noch zweimal stattfinden soll, macht mich traurig und wird dann wohl doch ein großer Faktor dafür sein, dass ich Anfang März vor dem Ibis rumlungern werde.
Ich habe das auch nicht als Kritik aufgefasst. Ich fand es lediglich wichtig, hier auf einige Punkte einzugehen bzw einige Hintergründe zu beleuchten.
So etwas wie Brutus beispielsweise gibts nur alle umpzich Jahre. Das war ein riesiger Glücksfall, und wir werden die Band vermutlich nie wieder in diesem Rahmen sehen, da sie über ein Festival der HOH-Größe mittlerweile deutlich hinausgewachsen ist.

Dass dir Blasphemy zu progressiv und anspruchsvoll sind, ist in der Tat dein Problem.
:D
 
Und danach ist vermutlich ohnehin Schluss und ich werde aller Voraussicht nach das HOH im Laufe des Jahr 2026 würdevoll beerdigen.

@wrm : Ersetze bitte "Schluss" durch "Pause" und "würdevoll beerdigen" durch "in ein längeres Sabbatical schicken", das klingt dann nicht ganz so traurig und ich hätte etwas in den 2030er Jahren, auf das ich mich jetzt schon freuen könnte.
 
Größter Schocker des Tages, mindestens.
Wo meine Holde und ich dieses feine Festival doch erst 2020 für uns entdeckt und es lieben gelernt haben, egal wer spielt.
Ich kann die Konsequenz komplett nachvollziehen, aber das macht mich gerade in der Tat sehr traurig. :hmmja:
Möge 2026 die kräftigste Abschiedssause werden, die Hamburg je gesehen hat!
Damit habe ich nun auch am allerwenigsten gerechnet. :hmmja::hmmja:
Ein weiteres Stück Kultur, welches "über die Wupper" geht; sehr sehr schade
:hmmja::hmmja:
Damit ist 2026er Karte schon jetzt so sicher gebucht; wie der Schaum auf dem Pils
 
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